Haben die Geheimdienste in Ost und West dazu beigetragen dass aus dem Kalten Krieg kein Heisser wurde?

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12.03.2010 18:35
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#31
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Toller Artikel, Manudave....

Das wusste ich noch nicht......:"... mehrere Personen umfassenden lesbischen Kreises, dem unter anderen auch die Dr. Hilde Benjamin angehört."
AZ


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12.03.2010 19:00
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#32
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ich glaube, die damalige brisanz in dieser information lag darin, dass zu dieser zeit homosexualität noch unter strafe gestellt war. bin mir nicht ganz sicher: § 161 stgb ?


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12.03.2010 19:45
avatar  Pitti53
#33
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Zitat von GilbertWolzow
ich glaube, die damalige brisanz in dieser information lag darin, dass zu dieser zeit homosexualität noch unter strafe gestellt war. bin mir nicht ganz sicher: § 161 stgb ?



war das nicht der 175?


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12.03.2010 21:55 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2010 19:08)
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#34
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Nu Pitti woher weißt das denn?

Die Regierung von Thüringen beschloss 1945 eine Abmilderung der §§ 175 und 175a , die in etwa dem Strafrechtsentwurf von 1925 entsprach, galt in den anderen Ländern die Fassung von 1935 unverändert fort. 1946 riet der Juristische Prüfungsausschuss des Magistrats von Groß-Berlin zwar, den „§ 175 StGB in ein neues Strafrecht nicht zu übernehmen“, diese Empfehlung blieb jedoch folgenlos. Für Sachsen-Anhalt entschied das OLG Halle im Jahr 1948, dass die §§ 175 bis 175b typisch nationalsozialistisches Unrecht seien, weil sie eine fortschrittliche Rechtsentwicklung abgebrochen und in ihr Gegenteil verkehrt hätten. Homosexuelle Handlungen seien daher ausschließlich nach dem Strafrecht der Weimarer Republik zu verurteilen.

Ein Jahr nach der Republikgründung von 1949 entschied das Kammergericht Berlin für die gesamte DDR, dass der Paragraph 175 in der alten, bis 1935 gültigen Fassung anzuwenden sei. Jedoch hielt es im Unterschied zum OLG Halle unverändert am neuen § 175a fest, weil er dem Schutz der Gesellschaft gegen „sozialschädliche homosexuelle Handlungen qualifizierter Art“ diene. 1954 entschied dasselbe Gericht, dass § 175a im Unterschied zu § 175 keine beischlafähnlichen Handlungen voraussetzt. Unzucht sei jede zur Erregung der Geschlechtslust vorgenommene Handlung, „die das Sittlichkeitsgefühl unserer Werktätigen verletzt“.

Durch das Strafrechtsänderungsgesetz von 1957 wurde die Möglichkeit geschaffen, von einer Strafverfolgung abzusehen, wenn eine gesetzwidrige Handlung mangels schädigender Folgen keine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft darstellt. Dies setzte den § 175 faktisch außer Kraft, da das Kammergericht Berlin gleichzeitig urteilte, „daß bei allen unter § 175 alter Fassung fallenden Straftaten weitherzig von der Einstellung wegen Geringfügigkeit Gebrauch gemacht werden soll“. Homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen blieben daher ab Ende der 50er Jahre straffrei.

1968 gab sich die DDR ein eigenes Strafgesetzbuch. In ihm bestimmte der neue § 151 eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Verurteilung auf Bewährung für einen Erwachsenen, der mit einem Jugendlichen gleichen Geschlechts „sexuelle Handlungen vornimmt“. Aufgrund der nicht länger geschlechtsbezogenen Formulierung erfasste das Strafgesetz nun auch Sex zwischen Frauen und Mädchen unter 18 Jahren.

Am 11. August 1987 hob das Oberste Gericht der DDR ein Urteil wegen § 151 mit der Begründung auf, dass „Homosexualität ebenso wie Heterosexualität eine Variante des Sexualverhaltens darstellt. Homosexuelle Menschen stehen somit nicht außerhalb der sozialistischen Gesellschaft, und die Bürgerrechte sind ihnen wie allen anderen Bürgern gewährleistet.“ Ein Jahr später strich die Volkskammer in ihrem 5. Strafrechtsänderungsgesetz den § 151 ersatzlos. Das Gesetz trat am 30. Mai 1989 in Kraft.

Von diesem Zeitpunkt an galt allein § 149 StGB-DDR (Einfacher Missbrauch), der ein einheitliches Schutzalter für homo- und heterosexuelle Handlungen von 16 Jahren vorsah.


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13.03.2010 09:28
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#35
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Das wiederum wusste ich nicht...

Der Guido wäre also nie Staatsratsvorsitzender geworden...?


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13.03.2010 12:04
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Zitat von manudave


Der Guido wäre also nie Staatsratsvorsitzender geworden...?


eindeutig nein @manudave. jahrelang waren homosexuelle handlungen strafbar und andererseits konnte die gesellschaft damit nur schwer umgehen. das mfs hatte viele homosexuelle im´s, da das mfs diese als vollwertige mitglieder der gesellschaft ansah und diese dadurch das vertrauen zurückgaben.


p.s. dein avatar iritiert mich etwas...ist die übung vorbei ?


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13.03.2010 14:54
avatar  Pitti53
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von manudave


Der Guido wäre also nie Staatsratsvorsitzender geworden...?


eindeutig nein @manudave. jahrelang waren homosexuelle handlungen strafbar und andererseits konnte die gesellschaft damit nur schwer umgehen. das mfs hatte viele homosexuelle im´s, da das mfs diese als vollwertige mitglieder der gesellschaft ansah und diese dadurch das vertrauen zurückgaben.


p.s. dein avatar iritiert mich etwas...ist die übung vorbei ?




und manu wird euer chef?sitzprobe macht er ja schon


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