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28.01.2010 14:13von Rotti
Frage
Fotos vom Westen

Hallo an das Expertenteam,

nicht nur "unsere" Grenzaufklärer haben Fotos vom Gegenüber gemacht, sondern auch umgekehrt.
So bin ich mindestens 2 mal von Westen aus fotografiert worden. Das Gerücht, dass ich kenne lautet: Diese Bilder würden zu einer zentralen Auswertestelle nach Salzgitter gehen.
- Gab es wirklich eine solche Erfassungsstelle?
- Was ist mit den Fotos? - Kann man die irgendwo einsehen?

Gruß
Rotti

28.01.2010 17:26von S51
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Och, das war mitunter recht einfach. Fototaschen hin- und hergetragen. Spaten geholt, irgendwo versteckt und dann wieder an eine andere Ecke getragen. Die Verlängerungskabel mal hierhin und mal dorthin verlegt (obwohl es dort gar keine Sprechstelle gab) und natürlich fotografiert wie die Weltmeister. Vor allem den NATO-Turm. Es muss für die Gegenseite sehr wichtig ausgesehen haben und sicher hat der BGS auch etwas von dem anderen Einsatz gewußt, nur halt nicht wo, keine Deatils.

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S51
28.01.2010 17:28von S51
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Zitat von exgakl
Messerwerfen



Nein, so etwas nicht. Nicht mal andeutungsweise. Wir wollten ablenken, Show machen aber nicht provozieren.

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S51
28.01.2010 21:00von ( gelöscht )
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Ich bin während meiner Dienstzeit zwei Mal mit dem Vertreter des I/S auf Sonderstreife unterwegs gewesen.

Unser I/S hätte sich mit Sicherheit an der Grenze verlaufen; da war er nie!

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28.01.2010 21:06von Mike59
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Zitat von LEGO
Ich bin während meiner Dienstzeit zwei Mal mit dem Vertreter des I/S auf Sonderstreife unterwegs gewesen.

Unser I/S hätte sich mit Sicherheit an der Grenze verlaufen; da war er nie!



----------------------------
Konnte doch eigentlich nichts schief gehen - war doch ein Zaun da. An dem hätte er sich doch entlang tasten können

Nee, der von der GSA M3 war fit. Haben uns später auch persönlich kennen und schätzen gelernt.

Mike59

28.01.2010 22:01von ( gelöscht )
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Zitat von S51
1/S? Das waren die Leute, die dann per Funk durchgegeben haben "Drei Grenzaufklärer, erwidern Tagesgruß". Ist mir einmal passiert. Nie wieder! Mein KC (wurde von der Funkaufklärung gebrieft) hat mich rundgemacht wie einen Buslenker. Ich dachte schon: "Das wars denn, du GAK". Das war im Winter 84/85 am Schanzenauslauf/Wurmberg. Doch die Sache verlief im Sande, weil zur gleichen Zeit auch noch eine andere Truppe vorne war und wir natürlich heilige Eide geschworen haben, "das" nicht gewesen zu sein.



Worin bestand eigendlich die grossen Gefahr....vielleicht, das man sich in den Armen liegen könnte und sich gern haben könnte....

....irgendwie, so 20 Jahre später betrachtet, doch sehr sehr affig, dat man noch nich ma *hallo, wie gehts* oder *tach auch* sagen durfte.....komisch allerdings dabei, das das im Westen nich verboten war....dat Argument *Wolf im Schaafspelz* glaubte eh kaum einer, schon garnich wenn die Familien auf beide Hälften verteilt war....

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28.01.2010 22:03von ( gelöscht )
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Ich will garnicht abstreiten, das unser öfters mal draußen war. Aber wie schon geschrieben, da mußten besondere Lagen vorhanden sein, z. B. die Flucht eines GT Angehörigen 1974 im Bereich Mückenwinkel südl. von Hötensleben, oder aber größere Bauarbeiten am Zaun oder an Grenzanlagen. Dann kam er mal raus, um sich einen Überblick zu verschaffen, aber sonst war nur der dritte Mann mal draußen.

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28.01.2010 22:55von Thunderhorse
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Zitat von karl143
Nein da irrst du. I/S war zu 99 % in der Unterkunft. Von da gab es zum Beispiel den Streifenauftrag und der, bzw. in der Abt. wurde der dann auch ausgewertet. Wenn eine Streife zum Beispiel auf ein ganz wichtiges Ereignis o. ä. traf, dann wurde mit I/S über "Funkdraht" Verbindung aufgenommen.
Du hast aber sicher nie einen vorne an der Grenze gesehen, bzw. du hättest ihn nie in dieser Funktion erkannt.



Manche waren zu 50 % draußen.
Und mancher war der Gegenseite dadurch auch bekannt.
Das galt auch für manchen Leiter eines ZKom bzw. HZA.

28.01.2010 22:57von Thunderhorse
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Zitat von Feliks D.
Sollten die Bilder freigegeben sein, kannst du sie eventuell hier finden: http://www.bundesarchiv.de/aufgaben_orga...uell/index.html
Da es aber nur eine BStU für uns gibt, und der ganze Dreck den der Westen am Stecken hat schön da bleibt wo er den bundesrepulikanischen Otto-Normal-Demokraten nicht in seinem naiven Gutmenschenweltbild erschüttern kann, nämlich im geheimen, wird es wohl eher schlecht aussehen.



Na, mit dem falschen Fuß heute aufgestanden!
Was wäre an den Fotos so schmutzig gewesen?

28.01.2010 22:59von Thunderhorse
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Zitat von S51
Wir sind an solchen Tagen so aufgetreten, dass sich BGS und GZD möglichst nur mit uns beschäftigten. Also schön offen. Grund waren Einsätze zum Beispiel der SIK meist am anderen Ende des Abschnittes. Was da lief und warum, das wussten wir nicht, nur, dass dort noch jemand war. Da waren wir nicht bei.
Unsere Fotomappen waren von der Aufklärung gecheckt und, glaube ich, recht zuverlässig. Andererseits - Fehler sind bestimmt ab und an vorgekommen.



Von denen gabs auch ab und an Fotos. Grins.

28.01.2010 23:01von Thunderhorse
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Zitat von S51
Och, das war mitunter recht einfach. Fototaschen hin- und hergetragen. Spaten geholt, irgendwo versteckt und dann wieder an eine andere Ecke getragen. Die Verlängerungskabel mal hierhin und mal dorthin verlegt (obwohl es dort gar keine Sprechstelle gab) und natürlich fotografiert wie die Weltmeister. Vor allem den NATO-Turm. Es muss für die Gegenseite sehr wichtig ausgesehen haben und sicher hat der BGS auch etwas von dem anderen Einsatz gewußt, nur halt nicht wo, keine Deatils.



Sowas konnte/wurde von jede/r normalen Streife des BGS/GZD/BGP abgedeckt, dazu mußte keiner von I/S oder dem A-Zug vor Ort sein.

28.01.2010 23:08von Mike59
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von S51
Och, das war mitunter recht einfach. Fototaschen hin- und hergetragen. Spaten geholt, irgendwo versteckt und dann wieder an eine andere Ecke getragen. Die Verlängerungskabel mal hierhin und mal dorthin verlegt (obwohl es dort gar keine Sprechstelle gab) und natürlich fotografiert wie die Weltmeister. Vor allem den NATO-Turm. Es muss für die Gegenseite sehr wichtig ausgesehen haben und sicher hat der BGS auch etwas von dem anderen Einsatz gewußt, nur halt nicht wo, keine Deatils.



Sowas konnte/wurde von jede/r normalen Streife des BGS/GZD/BGP abgedeckt, dazu mußte keiner von I/S oder dem A-Zug vor Ort sein.



--------------
jetzt hab dich nicht so,
war der HARZ.

Mike59

28.01.2010 23:09von Thunderhorse
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Zitat von Mike59

Zitat von Thunderhorse

Zitat von S51
Och, das war mitunter recht einfach. Fototaschen hin- und hergetragen. Spaten geholt, irgendwo versteckt und dann wieder an eine andere Ecke getragen. Die Verlängerungskabel mal hierhin und mal dorthin verlegt (obwohl es dort gar keine Sprechstelle gab) und natürlich fotografiert wie die Weltmeister. Vor allem den NATO-Turm. Es muss für die Gegenseite sehr wichtig ausgesehen haben und sicher hat der BGS auch etwas von dem anderen Einsatz gewußt, nur halt nicht wo, keine Deatils.


Sowas konnte/wurde von jede/r normalen Streife des BGS/GZD/BGP abgedeckt, dazu mußte keiner von I/S oder dem A-Zug vor Ort sein.



--------------
jetzt hab dich nicht so,
war der HARZ.
Mike59




An den Bäumen? Grins

28.01.2010 23:52von ( gelöscht )
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Hallo TH,

absolut richtig was du hier sagst. I/S und Mitarbeiter waren nur bei besonderen
Anlässen, z.b. Grenzverletzung W-O oder O-W, Bautätigkeiten, GAK feindwärts eingesetzt waren sowie 1-2- mal wöchentlich mit dem Hubschrauber Alouette (Piot, Bordwart und I/S oder Mitarbeiter) zur Grenzüberwachung Luft unterwegs.
Zu erkennen i.d. Regel an der Fotoausrüstung (Canon AE1 mit 300mm ZommTele oder Novoflex Schnellschuss-Tele mit Schulterstütze- sah "gefährlich" aus das Ding- war aber super! Mitgeführt wurde i.d. Regel auch eine Mappe mit zahlreichen Fotos von GAK bzw. Offz z.T. mit Namen!!
Andererseits gib es auch bei den GAK`s solche Mappen!!! hatte selbst mal das Vergnügen aus etwas 5-6 m in eine solche Mappe zu schauen. Mappe wurde auch von mir fotografiert. Die Fotos hab ich noch heute. Muß sie nur mal wieder rauskramen und am Wochenende hier reinstellen.
Gruß
Willie

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29.01.2010 00:00von Thunderhorse
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Zitat von willie
Hallo TH,
absolut richtig was du hier sagst. I/S und Mitarbeiter waren nur bei besonderen
Anlässen, z.b. Grenzverletzung W-O oder O-W, Bautätigkeiten, GAK feindwärts eingesetzt waren sowie 1-2- mal wöchentlich mit dem Hubschrauber Alouette (Piot, Bordwart und I/S oder Mitarbeiter) zur Grenzüberwachung Luft unterwegs.
Zu erkennen i.d. Regel an der Fotoausrüstung (Canon AE1 mit 300mm ZommTele oder Novoflex Schnellschuss-Tele mit Schulterstütze- sah "gefährlich" aus das Ding- war aber super! Mitgeführt wurde i.d. Regel auch eine Mappe mit zahlreichen Fotos von GAK bzw. Offz z.T. mit Namen!!
Andererseits gib es auch bei den GAK`s solche Mappen!!! hatte selbst mal das Vergnügen aus etwas 5-6 m in eine solche Mappe zu schauen. Mappe wurde auch von mir fotografiert. Die Fotos hab ich noch heute. Muß sie nur mal wieder rauskramen und am Wochenende hier reinstellen.
Gruß
Willie



Die Fototechnik und Mappen haben auch Streifen/Kräfte im Grenzdienst im Gebrauch gehabt.
Dies war nicht unbedingt ein Erkennungszeichen.

29.01.2010 11:29von Rotti
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Hallo,

der Thread hat sich zwar ein wenig verlaufen, aber trotzdem Dank für die Antwort.
Zusammengefasst bedeutet das ja nun folgendes. Waren die Bilder offiziell, ist im Moment kein rankommen. Waren die Bilder nicht offiziell, ist es purer Zufall wenn irgend jemand mit einem Bild an die Öffentlichkeit tritt, sich selbst auf einem solchem Bild zu entdecken.

Gruß
Rotti

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