Hundeführer

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20.01.2010 19:32
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#1
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Welche Voraussetzungen mußte man als Hundeführer erfüllen ?

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

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20.01.2010 21:02
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#2
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S51

Ganz nüchtern? Vermutlich praktisch keine. Abgesehen von Dienststellung und Einschätzung des Hundechefs vom Bataillion. Wer einen Hund zu führen hatte, bekam einen "verpasst". Und so nach und nach kristallisierte sich dann heraus, ob das auch funktionierte. Allerdings hatte unser Hundechef, ein BU vom Bataillion, der die Hunde, das Futter, Unterbringung und ggf. Tierarzt verwaltete ein ausgesprochen gutes Auge für so etwas. Deshalb hat es eigentlich immer "gepasst".
Die Schulungen und die Ausbildung, das kam dann peu a peu und gewissermaßen nach dem Prinzip "Lernen durch Fehler machen und später vermeiden". Das konnte schon mal ganz schön weh tun. Einige Hundeführer wurden auch gebissen.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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20.01.2010 21:40
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#3
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Übrigens:

Pille und Albatros aus dem Forum waren Hundeführer - vielleicht einfach mal per PM anschreiben, da sie momentan nicht so aktiv sind und den Thread evt. nicht mitbekommen.


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20.01.2010 21:57
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#4
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Hallo Sonne
Direkten Einfluss hatte man nicht ob man DHF wird oder nicht !
Ich war ebenfals ein DHF .In meiner Ausbildungszeit wurde ein Hundeführer 3x von seinem Diensthund
gebissen . Der Junge hatte mehr Zeit im Lazeret verbracht als mit dem Hund .
Wer schon mal gebissen wurde weiß wie schlecht Hundebisse heilen !Nach der Übergabe der Tiere
war die Eingewöhnungsphase sehr wichtig .Wir haben vor den Zwinger gesessen und den Hunden die
Zeitung vorgelesen ! So erstmal Gruß Kosi


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20.01.2010 22:41 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2010 00:50)
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Hallo allerseits, bin schon einige Zeit stiller Beobachter des Forums.

Bei den DhF gab es zwei Sorten, welche die Interesse am Tier hatten und die anderen. Beide traf ich sowohl bei den UaZ als auch bei den GAkl. Bei den GAkls war der Hund oft ein Prestigesymbol. Ich kann mich noch an einen OFä erinnnern, der unbedingt einen Boxer haben mußte. Dafür wurde sein Altdeutscher an die HuLa abgeschoben.
@Kosi: die Sache mit dem Vorlesen habe ich auch gemacht.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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20.01.2010 23:13
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S51

Zitat von Kosi
Hallo Sonne
Direkten Einfluss hatte man nicht ob man DHF wird oder nicht !
Ich war ebenfals ein DHF .In meiner Ausbildungszeit wurde ein Hundeführer 3x von seinem Diensthund
gebissen . Der Junge hatte mehr Zeit im Lazeret verbracht als mit dem Hund .
Wer schon mal gebissen wurde weiß wie schlecht Hundebisse heilen !Nach der Übergabe der Tiere
war die Eingewöhnungsphase sehr wichtig .Wir haben vor den Zwinger gesessen und den Hunden die
Zeitung vorgelesen ! So erstmal Gruß Kosi



Vorlesen oder/und beim Füttern und sonst bei jeder Gelegenheit "miteinander" sprechen.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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21.01.2010 00:27 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2010 00:36)
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#7
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@Sonne: Das sage ich Dir heute Abend....;o) versprochen...
______
@S51: Vermute mal weiter, und fahre weiter S51, ganz nüchtern? Geiler Beirag dank Halbwissen,wa? Und wenn "Sonne" fragt: "Welche Voraussetzungen mußte man als Hundeführer erfüllen ?" sage ich nur: Frage hier im Forum wer in Potsdam-SAGO/Wilhelmshorst war. Ich war dort! Also Sonne, quatsche mit Diensthundeführern/Fachleuten und nicht mit Mopedschraubern...;o)
DHF_GT

[Edit: Über S51 seinen Beitrag bin ich richtig sauer, weil er jeglicher Grundlage entbehrt....;o(


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21.01.2010 02:18 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2010 03:53)
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#8
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Vorweg @DHF_GT: Ich verstehen Deine Haltung.

Doch bevor dieser Tread übersäuert, erlaube ich mir als Neuer auch mal was zu vermuten:
1. Du warst als UaZ ein halbes Jahr in Sago und hast dort eine fundierte Kynologische Ausbildung erhalten
2. S51 war GAkl und hat sich erst am Kanten zum DhF qualifiziert

Nach über zwanzig Jahren erinnere ich mich plötzlich an die alte Rivalität zwischen den Zeit- und Berufssoldaten besonders bei den Hunden.
Entscheidend für mich ist (in diesem Zusamenhang) nur die Einstellung zum Tier.
Ich kann mich an einen UaZ mit Sago-Ausbildung erinnern, der seinen Hund versehentlich stranguliert hat. Das kam so:
Im Frühjahr/Sommer '88 wurde die Zwingeranlage in der Grenzkompanie um- und ausgebaut. Wohin mit den Hunden? Also einige Laufrollen am Sportplatz aufgebaut. Besagter UaZ war für diese Maßnahme zu faul und band seinen Hund mit der Fährtenleine an einen Baum, Hütte daneben gestellt. Nach einigen Runden um den Baum war die Leine zu Ende. Unglücklicherweise stand der Hund gerade auf seiner Hütte ...
Anderseits war die absolute (von beiden Seiten anerkannte) Kapazität für Hunde ein BU, der als StZF offiziell nichts mit Hunden zu tun haben durfte. Im Zivilberuf Schäfer stellte er dies erst nach der Verpflichtung fest. Der übernahm dann inoffiziell denn nächsten Hund von diesem UaZ. Dem Hauptfeld wars egal, der Batallionsdiensthund war sogar froh und dem UaZ war nur der Urlaub aller vier Wochen wichtig.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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21.01.2010 09:45 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2011 15:22)
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#9
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Zitat von DHF_GT
@Sonne: Das sage ich Dir heute Abend....;o) versprochen...
______
@S51: Vermute mal weiter, und fahre weiter S51, ganz nüchtern? Geiler Beirag dank Halbwissen,wa? Und wenn "Sonne" fragt: "Welche Voraussetzungen mußte man als Hundeführer erfüllen ?" sage ich nur: Frage hier im Forum wer in Potsdam-SAGO/Wilhelmshorst war. Ich war dort! Also Sonne, quatsche mit Diensthundeführern/Fachleuten und nicht mit Mopedschraubern...;o)
DHF_GT

[Edit: Über S51 seinen Beitrag bin ich richtig sauer, weil er jeglicher Grundlage entbehrt....;o(


______________________________________________________________

Hallo DHF,

gut, dass endlich mal ein Fachmann unter uns weilt. In einer Grenzkompanie (grüne Grenze) hatte in der Regel fast jeder Grenzaufklärer seinen Diensthund.
Verständlicherweise wurde aber nicht jeder als Hundeführer ausgebildet als er in die Dienststellung kam. Ursachen gab es dafür die verschiedensten. Einerseits waren Gakl auch ehemalige Gruppenführer oder hatten andere Dienststellungen sogar in Rückwärtigen Bereichen inne. Andererseits wurden z.B. Berufsunteroffiziere in den 6 Monaten Ausbildung im Bereich Grenzsicherung in Perleberg nicht am Diensthund ausgebildet.
Ich kann nur von meinen ehemaligen Dienststellen sprechen, und da war es durchaus normal, dass ein Diensthund zugeteilt wurde.
Ich finde daran auch nichts verwerfliches, denn natürlich war es die Pflicht des Hundeführers in die neue Aufgabe hineinzuwachsen und sich dementsprechend zu qualifizieren.... (wir nannten es Selbstudium)
Desweiteren gab es auch in den Grenzkompanien entsprechend vorgegebene und geplante Zeiten für die Diensthundeausbildung, die natürlich die Ausbildung des Hundeführers mit einschloss.
Was die Ausbildung in Potsdam Sago betrifft, an der habe ich auch teilgenommen, allerdings war ich da bestimmt schon 1 Jahr Hundeführer.
Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wurde die Einrichtung allerdings auch erst so ca. 1985 als Hundeschule der GT eröffnet. Davor war das glaube ich eine Hundeschule der VP.

Heisst das jetzt, dass es vor dem bei den GT keine vernünftigen Hundeführer gab?????
Ich kann Menschen 5 Jahre an was ausbilden (bzw. den Versuch unternehmen) und werde mitunter keinen Erfolg haben. Es gibt aber, wie bekannt sein dürfte, auch Menschen die sich mit einer Sache indentifieren und sich entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten selbst aneignen. Fachlich gesehen ist da mitunter wesentlich mehr Wissen vorhanden, als bei der reinen vorgegebenen Ausbildung.

VG

exgakl


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21.01.2010 14:35
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HI,

ich bin auch einer von denen, die in Potsdam-Wilhelmshorst ausgebildet worden sind.

Ich muß dazu sagen, ich wußte vorher nicht, was auf mich zu kommt und hatte mit Hunden im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Dort hab ich sicherlich bestens erfahren, was es heißt mit einem Hund umzugehen. Es war in jedem Fall eine Erfahrung wert, das damals gemacht zu haben!
Also Vorraussetzungen waren bei mir gleich null...gut ok Mut zur Scheintäterschaft sollte man schon mitbringen..., denn ich konnte es nicht mehr zählen, wie oft ich mit den Klamotten und dem Helm los gerannt bin, bis es am Arm mörderlich zerrte und einer dran hing...

MfG


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22.01.2010 13:21
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#11
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94

Was bedeutete eigentlich SAGO? War sicher eine Abkürzung, aber wofür? Und hat einer von den dort Ausgebildeten noch Ausbildungsunterlagen? Ein DhF aus meinem Zug hatte die mir auf der GK mal geliehen und so konnte ich mir etwas Grundlagenwissen anlesen. Als Ultn war ich bei unseren Hundeführern auch recht beliebt als Scheintäter, besonders für die lange Flucht. Hat 'ne Menge Spaß gemacht ;)

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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22.01.2010 13:33
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#12
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Hallo 94,

mit Sago war nicht etwa die gleichnamige gekörnte Stärke gemeint sondern eine Ortsbezeichnung der Hundeschule.
Sa = Saarmund; go = Golm, jeweils 2 Orte in der Nähe von Potsdam "sago" befand sich in etwa zwischen beiden Orten, deshalb die Beschreibung.

VG
exgakl


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22.01.2010 19:06
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#13
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Und noch einer ich war auch ein Diensthunde/Gruppenführer,der seine Ausbildung in Wilhelmshorst
genießen durfte.
Besondere Grundlagen oder Beziehungen zu Hunden hatte ich vorher auch nicht.Wollte eigentlich Musterungs-technisch
zu den Rückwertigen Diensten.Sprich ein wenig abducken.
Jedenfalls machte man mir die Überaschende Mitteilung das ich als Diensthundeführer an der Grenze geplant bin.
Obwohl die einen oder anderen West Verwanten bekannt gewesen seinen müssen.Habe mich sehr gewundert.
Kurz und gut um wieder das Thema zu greifen,war die Ausbildung mit den Hunden doch ziemlich umfassend,was wohl am Kanten oder der Grenzkompanie selbst nicht möglich gewesen wäre.
Das Wesen des Hundes,Trainings Praktiken und und und.Autodidakt in dem Rahmen zu agieren halte ich für eher schwierig.
Nicht das nur wir das konnten,doch es gehört eben nicht nur liebe zum Tier dazu.
Wurde an der Grünen Grenze und dann in Berlin eigesetzt.Sogar als Grenzaufkläreraber freundwerts.
Was gibt es schöneres als mit dem Hund einen Friedhof im Grenzgebiet zu bewachen.
Aber man konnte auch dann noch gehorsam und tricks über.Zur Belohnung gabs dann Herrchens Büchsen Gulasch Rest aus der Brotbuchse.Regelwiedrig auf dem Spiritus Kocher erwärmt.
Ja manchmal war´s Abenteuer Romantik pur,wenn nicht der Grund zur Sache so Absurd gewesen wäre


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22.01.2010 20:14
avatar  Pille
#14
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Wie manchem bekannt sein dürfte,war ich auch Diensthundeführer,der seine Ausbildung in Potsdam-Sago erhalten hat.
Bei mir war es ähnlich:ich hatte zuvor (und auch danach) nie etwas mit Hunden zu tun gehabt.Habe bei der Musterung nur gesagt,daß ich etwas "Spezielles" machen wollte-also nicht blos Mucker.
Und so kam ich auch nach Potsdam-Wilhmshorst.Der Grenzdienst danach war mit Hund eigentlich gar nicht so schlecht;schließlich konnte man so relativ in Ruhe sein Nickerchen machen.Der Hund (meiner hieß "Liss vom Gamsethal") hat schon aufgepaßt und notfalls Alarm geschlagen;falls eine KS im Anmarsch war!!!


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22.01.2010 20:31 (zuletzt bearbeitet: 22.01.2010 20:31)
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#15
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Zitat von exgakl
Hallo 94,

mit Sago war nicht etwa die gleichnamige gekörnte Stärke gemeint sondern eine Ortsbezeichnung der Hundeschule.
Sa = Saarmund; go = Golm, jeweils 2 Orte in der Nähe von Potsdam "sago" befand sich in etwa zwischen beiden Orten, deshalb die Beschreibung.

VG
exgakl


In folgender .zip Datei ist der genaue Standort von Potsdam SaGo in GoogleEarth.

Dateianhänge

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