Nach Grenzermord ohne Seitengewehr in den Grenzdienst

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17.01.2010 19:07
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#1
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Hallo zusammen,

ich wollte schon mal lange fragen,ob ihr alle immer mit dem Seitengewehr in den Grenzdienst gegangen seid,oder ob damit mal Schluß war?
In unserer Kompanie trat nach dem Mord von K.Decker an E.Knospe ein Befehl in Kraft,die Bajonette in der Kompanie zu belassen.
E.Knospe wurde am 5.Mai 1982 durch Decker im Grenzdienst ermordet.
Also zu einem Zeitpunkt,als wie ganz frisch am Zaun standen.
Wie war das bei euch ab Anfang Mai 85',kann sich noch jemand erinnern?
Decker war mit uns in der Ausbildung in Halberstadt.Ich hab noch sein Gesicht vor mir.
Danke für eventuelle Antworten.

ek40


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17.01.2010 19:09
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#2
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Sorry,ich meinte ab Mai 82' nicht 85'.....Tippfehler...


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17.01.2010 19:23
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#3
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Hallo ek40,
bei uns wurden (86-87) die Seitengewehre immer mitgenommen, sie waren ja Teil deiner Waffe.
Übrigens ist ein Seitengewehr kein Bajonett.
Ist aber nicht weiter schlimm.

Oss`n


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17.01.2010 19:25
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#4
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S51

Wir haben 1983-1985 kein Seitengewehr mitgenommen. Weniger, weil es nicht erlaubt gewesen wäre, sondern, weil es einfach zum Grenzdienst nicht mehr ausgegeben wurde, nachdem im Winter davor einige Klingen den Kampf mit den Dosen (bei der Zubereitung von Essen im Dienst) nicht überlebt haben.
Ich habe aber andererseits noch 1985 Kollegen vom III. Bataillion im Hinterland gesehen, die mit diesem Gerät bei uns in der Hinterlandsicherung eingesetzt waren.
Als GAK haben wir eine Art Taschenjagdmesser mit feststellbarer Klinge gehabt. Das mussten wir allerdings privat kaufen, was auch nicht jeder getan hat. Außerdem gab es als "Kampfmesser" ein nicht allzu großes Tauchermesser (das war es wohl ursprünglich) in einer schwarzen Plastikscheide. Wir trugen es in einer Beintasche verdeckt aber bestimmt auch wieder nicht alle.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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17.01.2010 19:26
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#5
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Wir hatten die auch immer dabei,83-84.



maja


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17.01.2010 19:29
avatar  Pille
#6
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Da ich fast bis zum Ende der Grenztruppen "dabei war",kann ich sagen,daß wir bis etwa zum Jahreswechsel 1989/90 komplett mit Seitengewehr,Muni-Tasche;also das ganze Programm;rausgingen.
Danach,als dann überall die Grenzübergänge eingerichtet wurden,gab es nur noch die Pistole Makarov.Das war schon eine Umstellung-plötzlich "so leichtfüßig" unterwegs zu sein.


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17.01.2010 19:32
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#7
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Laut Waffenordnung der NVA war das Seitengewehr ein Teil der Waffe und wurde immer zum Dienst mitgeführt,auch als Objektwache oder am Munibunker,nur als Satandortstreife in Havelberg oder in der Innenstadt von Erfurt hatten wir keins als KD bei,zu meiner zeit 69 -72


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17.01.2010 19:44
avatar  glasi
#8
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soory. wenn ich mich hier einmische. ich war ja bei der bw. für das g3 gab es eine halterung für ein seitengewehr. ich glaube aber das es nie in einen truppenteil in der bw ausgegeben worden ist. ich finde die waffe auch unmenschlich. mich würde es auch nicht wundern wenn die nva auch noch flammenwerfer hätte.lg glasi


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17.01.2010 19:52
avatar  PF75
#9
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zu meiner zeit 74-76 gings die meiste zeit mit seitengewehr raus.eine zeitlang wurde mal drauf verzichtet,es gingen zu viel griffe kaputt(bei werfen auf irgendwelche bäume oder bretterwände)da gabs dann mal mecker und nach ein paar tagen gehörten sie wieder zur standardausrüstung.bei motoradfahren waren sie natürlich lästig und man versuchte hin und wieder mal die dinger in der waffenkammer zulassen.


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17.01.2010 19:55
#10
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Welche Waffe ist menschlich?

Gruß

westsachse


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17.01.2010 19:55
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#11
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Das Seitengewhr war für alles gut,Blechbüchsen aufmachem,als kleine Säge bei Notdurft im Dienst und als Drahtschere bei Übungen zum Überwinden von Pionierstellung in der Grundausbildung,aber nie zum Einsatz gegen Menschen oder gar als Flammenwerfer gedacht,habe ich nie mitbekommen.Seitengewehre gab es auch bei den Arbeiterkampfgruppen der DDR,jeder große Betrieb hatte so etwas.


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17.01.2010 20:01
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#12
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Danke für das Foto vom Krad bei Dir in der Adresse,so eine hatten wir auch ,als Streife und da störte das Seitengewehr sehr.Man hat es erduldet und mit sich geschleppt


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17.01.2010 20:04
avatar  glasi
#13
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Zitat

Zitat von westsachse
Welche Waffe ist menschlich?

Gruß

westsachse


keine westsachse. keine. aber wenn mann schon als soldat töten muß dann muß es kurz und schmerzlos gehen. aber lassen wir das jetzt bitte. bin froh das ich das nicht tuen muste.


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17.01.2010 20:04
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#14
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Zitat von Old Willy
Das Seitengewhr war für alles gut,als kleine Säge bei Notdurft im Dienst



Hattest du solch harten Stuhlgang das du ihn absägen mustest.
Man was habt ihr bloß zu Essen bekommen.


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17.01.2010 20:07
avatar  Jens
#15
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Hallo zusammen,
In meiner Dienstzeit wurde das Seitengewehr ab 1988 nicht mehr in den Grenzdienst genommen,weil eine Fahnenflucht damit begangen wurde.
Komisch das die Handhabung überall anders war.
Gruß Jens


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