Kontaktaufnahme mit dem MFS

11.01.2010 17:35 (zuletzt bearbeitet: 11.01.2010 17:36)
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#1
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Wie leicht man doch das MfS kontaktieren kann. Man kann es sogar kaufen :

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gefunden in der Onlineausgabe des heutigen Berliner Tagesspiegel unter dem Artikel bei den Anzeigen

http://www.tagesspiegel.de/berlin/famili.../art295,2999496


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11.01.2010 18:37
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#2
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danke @wolle für den beitrag. hier ein interessanter auszug:

Zitat
Allerdings haftet der Birthler-Behörde immer noch der Makel an, in der Diskussion um das Erbe des SED-Staates nur aus der Perspektive der Opfer zu argumentieren. Janowitz bestreitet das nicht. Es sei nun mal der politische Auftrag der Behörde. Auch der Film „Ein Volk unter Verdacht“ behält diese Perspektive bei. Einen Stasi-Offizier zu seiner Sicht zu befragen, wurde nicht erwogen. Janowitz wüsste auch niemanden, der dazu bereit sein könnte und die nötige kritische Distanz zu seiner früheren Tätigkeit entwickelt hätte. Zwischen Opfern und Tätern von Stasi und SED-Diktatur – da braucht man nur mal mit Wolf Biermann zu reden – gibt es bis heute tiefe Gräben.



meine frage: wie musst denn eine heutige distanz eines mfs- offiziers aussehen ? wir hätten da z.b. auch hagen koch, der sich doch heute genug prostituiert...


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11.01.2010 19:03
avatar  Mike59
#3
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Zitat von GilbertWolzow
danke @wolle für den beitrag. hier ein interessanter auszug:

Zitat
Allerdings haftet der Birthler-Behörde immer noch der Makel an, in der Diskussion um das Erbe des SED-Staates nur aus der Perspektive der Opfer zu argumentieren. Janowitz bestreitet das nicht. Es sei nun mal der politische Auftrag der Behörde. Auch der Film „Ein Volk unter Verdacht“ behält diese Perspektive bei. Einen Stasi-Offizier zu seiner Sicht zu befragen, wurde nicht erwogen. Janowitz wüsste auch niemanden, der dazu bereit sein könnte und die nötige kritische Distanz zu seiner früheren Tätigkeit entwickelt hätte. Zwischen Opfern und Tätern von Stasi und SED-Diktatur – da braucht man nur mal mit Wolf Biermann zu reden – gibt es bis heute tiefe Gräben.



meine frage: wie musst denn eine heutige distanz eines mfs- offiziers aussehen ? wir hätten da z.b. auch hagen koch, der sich doch heute genug prostituiert...



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ich glaub das würde vielen gefallen

(...) hier stand er nach Ablegung der königlichen Gewänder ohne alle Abzeichen der königlichen Würde, ohne die geringste Pracht zur Schau zu stellen, barfuß und nüchtern, vom Morgen bis zum Abend (...). So verhielt er sich am zweiten, so am dritten Tage. Endlich am vierten Tag wurde er zu ihm [Gregor] vorgelassen, und nach vielen Reden und Gegenreden wurde er schließlich (...) vom Bann losgesprochen.

allerdings ohne mich.
Mike59


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11.01.2010 19:06
avatar  Pitti53
#4
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ja der gang nach canossa.wer will den schon gehen?


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11.01.2010 21:11
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Zitat von Pitti53
ja der gang nach canossa.wer will den schon gehen?



Wer von uns würde ihn gehen müssen? Ich meine niemand!


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11.01.2010 21:14
avatar  Mike59
#6
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Pitti53
ja der gang nach canossa.wer will den schon gehen?



Wer von uns würde ihn gehen müssen? Ich meine niemand!



-----------------
Stimmt, hätten aber viele gern.


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11.01.2010 21:23
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#7
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Zitat von Feliks D.
Wer von uns würde ihn gehen müssen? Ich meine niemand!




Jeder hat halt so seine Meinung....Fakt ist, das ihr in einer Institution gearbeitet habt, die gewisse Menschenrechte verletzt hat....Stichworte Meinungsfreiheit, freie Wohnortwahl usw....ihr habt mitgewirkt beim Kriminalisieren von Leuten, die diese Menschenrechte in Anspruch nehmen wollten....oder etwa nicht....

....Feliks, du willst doch nich wieder sagen, das das *Höhere*, wofür ihr euch berufen gefühlt habt, die Opfer rechtfertigt....

groetjes

Mara


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12.01.2010 02:55 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 03:27)
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Zitat von GilbertWolzow
danke @wolle für den beitrag. hier ein interessanter auszug:

Zitat
Allerdings haftet der Birthler-Behörde immer noch der Makel an, in der Diskussion um das Erbe des SED-Staates nur aus der Perspektive der Opfer zu argumentieren. Janowitz bestreitet das nicht. Es sei nun mal der politische Auftrag der Behörde. Auch der Film „Ein Volk unter Verdacht“ behält diese Perspektive bei. Einen Stasi-Offizier zu seiner Sicht zu befragen, wurde nicht erwogen. Janowitz wüsste auch niemanden, der dazu bereit sein könnte und die nötige kritische Distanz zu seiner früheren Tätigkeit entwickelt hätte. Zwischen Opfern und Tätern von Stasi und SED-Diktatur – da braucht man nur mal mit Wolf Biermann zu reden – gibt es bis heute tiefe Gräben.



meine frage: wie musst denn eine heutige distanz eines mfs- offiziers aussehen ? wir hätten da z.b. auch hagen koch, der sich doch heute genug prostituiert...



Hallo Gilbert,

eben weil Du Teile des Zitates mit fettgedruecktem hervorgehoben hast, bin ich davon ausgegangen, dass Du etwas damit ausdruecken wolltest (obwohl es am Ende scheint, dass Du doch auf was anderes warst).

Auf jeden Fall wollte ich eine Frage zu dem vorgehobenen Text oben stellen.

Ich werde das Gefuehl nicht los, dass viele ehemalige Mitarbeiter des MfS auf Rechte pauken, die dieses Ministerium anderen lange Zeit vorenthalten haben (laut Opferaussagen).

Meine Frage ist einfach wie man mit diesem (mir erscheinenden) Paradox umgeht? Ich finde es ungerecht, dass diese Opfer jetzt ihre Plattform mit denen teilen, die sie schon 40 Jahre lang von unten angeschaut haben.

Berliner


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12.01.2010 03:20
avatar  seaman
#9
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Vielleicht ist schlicht und ergreifend nur das gemeint:


Aus dem Memorandum der Bundesregierung vom 02.09.1956:

»Die Bundesregierung ist der Überzeugung, daß freie Wahlen in ganz Deutschland, wie sie auch immer ausfallen mögen, nur den Sinn haben dürfen, das deutsche Volk zu einen und nicht zu entzweien. Die Errichtung eines neuen Regierungssystems darf daher in keinem Teile Deutschlands zu einer politischen Verfolgung der Anhänger des alten Systems führen. Aus diesem Grunde sollte nach Auffassung der Bundesregierung dafür Sorge getragen werden, daß nach der Wiedervereinigung Deutschlands niemand wegen seiner politischen Gesinnung oder nur, weil er in Behörden oder politischen Organisationen eines Teils Deutschlands tätig gewesen ist, verfolgt wird.«

(Memorandum der Bundesregierung vom 2. September 1956 »Zur Frage der Wiederherstellung der deutschen Einheit«, von BRD-Botschaftern in Moskau, Washington, Paris und London am 7. September 1956 übergeben)

seaman


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12.01.2010 09:35 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 09:35)
avatar  Alfred
#10
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Berliner,

mal ein Hinweis.

Von der Birthler - Behörde hört man immer - fast immer - nur von Opfergeschichten. In dieser Behörde lagern aber auch Unterlagen über die Arbeit westlicher Geheimdienste. Warum bringt man da nichts ? Ehemalige MA des MfS kommen nicht an gewisse Unterlagen ran, mit den verschiedensten Begründungen. Mal wird darauf verwiesen, dass "Täter" keinen Zugriff haben, mal ist die Sicherheit der BRD in Gefahr.

Ich könnte zu diesen Thema noch umfassend schreiben, nur musst Du schon eingestehen, dass diese Behörde doch ein recht einseitiges Bild vermittelt. Als ehemaliger MA könntest man zum Thema XY schreiben,weil man sich selbst damit beschäftigt hat, beweisen kann man es nicht, weil die Unterlagen gesperrt sind , ganz einfach.


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12.01.2010 09:55
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#11
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@Alfred

Zitat
Allerdings haftet der Birthler-Behörde immer noch der Makel an, in der Diskussion um das Erbe des SED-Staates nur aus der Perspektive der Opfer zu argumentieren. Janowitz bestreitet das nicht. Es sei nun mal der politische Auftrag der Behörde.



Weil nun einmal genau diese einseitige Geschichtsbetrachtung und Vermittlung politisch gewollt ist.


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12.01.2010 16:33
avatar  Corres
#12
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Alfred

Zitat
In dieser Behörde lagern aber auch Unterlagen über die Arbeit westlicher Geheimdienste. Warum bringt man da nichts ?



@Alfred
Gute Frage ist das, Alfred, man könnte sie noch erweitern:
Was ist mit den "Rosenholz-Dateien"? Warum sind die spurlos
verschwunden und würden nicht veröffentlicht?

Gruß Achim.

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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