Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

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11.01.2010 05:19
avatar  Angelo
#1
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Und wenn die Volksarmee auf das Volk schießt? Im Revolutionssommer 1989 stand die DDR kurz vor dem Bürgerkrieg - und NVA-Berufssoldat Michael Heide wurde aus Angst vor Blutvergießen zum Saboteur: Mit dem Skalpell in der Tasche startete der Stabsfähnrich die waghalsige "Operation Sperrfeuer".

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http://einestages.spiegel.de/static/auth...bad_saarow.html


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11.01.2010 09:11
avatar  seaman
#2
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...und wieder wird ein neuer Held geboren....
Mit zahllosen Ungereimtheiten.
Wer hat eigentlich den Film gesehen"Einer flog übers Kuckucksnest"?

seaman


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11.01.2010 09:17
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#3
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Männer,

auf diesen Beitrag wurde ich schon gestern aufmerksam gemacht. Für den unkundigen Leser, der die Alarmierungsketten und -zyklogramme nicht kennt, der auch die Bedeutung der Kennwörter und deren Anwendung nicht einordnen kann, entsteht möglicherweise der Eindruck, dieser AA hätte eine außergewöhnliche Heldentat vollbracht. Dem ist bei Weitem nicht so.

Wäre er erwischt worden, so wäre das in die Aufgaben der Verwaltung 2000 gefallen. Die Bestrafung wäre wegen Verstoß gegen die DV 010/0/009 erfolgt.

Die Überführung des Lazarett in eine Stufe der Gefechtsbereitschaft hätte er aber damit nicht verhindert oder verzögert. Insofern steht Risiko und gedachter Nutzen in keinem Verhältnis.

Als zu verkaufende Geschichte kommt´s aber gut, gelle?

Der Weichmolch


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11.01.2010 10:09 (zuletzt bearbeitet: 11.01.2010 14:11)
avatar  Mike59
#4
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Zitat von seaman

...und wieder wird ein neuer Held geboren....
Mit zahllosen Ungereimtheiten.
Wer hat eigentlich den Film gesehen"Einer flog übers Kuckucksnest"?

seaman



---------------------------
der war gut.

Ja die Helden von Gestern. Besonders die Kämpfer in Bad Saarow.

Spontan fällt mir da nur folgendes ein. Der Sieg hat viele Väter, nur die Niederlage ist ein Waisenkind.

Mike59


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11.01.2010 10:17
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#5
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Hatten die 2000er nicht in jeder großen bzw wichtigen Anlage ein Büro gehabt ? Oder war das in Bad Saarow so außergewöhnlich ?


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11.01.2010 10:42
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#6
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Es ist erstaunlich, wieviele ungeehrte Helden sich bei unseren ehemaligen Streitkräften tummelten.
Schön, das jemand schon die Vorraussicht hatte und im Sommer 1989 dabei war den Bürgerkrieg zu verhindern.
Sollten die Angaben in dem Artikel der Wahrheit entsprechen, was ich für mich bezweifel, müsste ja auch das komplette MfS gepennt haben.
Angeblich durfte der Mann nicht Offizier werden, aber Leiter einer Nachrichtenzentrale... das durfte er werden.


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11.01.2010 10:54
avatar  Jameson
#7
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Für wahr, ein Held, der sich vermutlich nach seiner Heldentat mit Kugelschreiber selbst befördert hat(Dienststellenausweis), bevor ihm vermutlich vom Nobelpreiskommitee der Stabsfähnrich verliehen wurde. Eine tolle Geschichte für Geburtenjahrgänge ab 1990.
Wollen wir für uns alle hoffen, daß solche "Größen" zur rechten Zeit wieder an solchen Schaltzentren der Macht über sich hinauswachsen und uns vor dem Untergang bewahren.

Zwinkerndes Ahoi Jameson


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11.01.2010 13:40
avatar  Corres
#8
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Da schlägts dem Fass den Boden aus...!!!
Wer selbst mal in den operativen Dienst der NVA hineingeschnuppert hat, der weiß, dass das, was dort berichtet wird geistiger Dünnschiss ist.
Eine Auslösung der Alarmierung erfolgte ganz anders.
Die Dokumente lagen in der VS-Stelle unter Verschluß und waren nur von den dazu Berechtigten (Kommandeur bzw. sein Stellv.) zu öffnen, nachdem sie über ein allen bekanntes Kennwort per Telefon alarmiert wurden.
Und wenn es in Bad Saarow anders gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, so hätte auch ein Siegel gebrochen werden müssen von diesem Fähnrich, dessen Abdrück bestimmt nicht der von seinem Petschaft war.
Wie wollte er vorher wissen, welche Art von Umschlag er austauschen muss? Ach ja, in B.S. gab es ja Röntgengeräte.
Ein Klebestreifen wäre auf jeden Fall aufgefallen bei der Übergabe bei Dienstwechsel.
Wer diesen ganzen Sachverhalt glaubt, der ist mit der Materie nicht vertraut oder liest gern
Abenteuerromane. Aber Dumme sterben ja bekanntlich nicht aus...
Wenn dieses alles nicht so traurig wäre, man sollte darüber lachen...

Gruß Achim.

http://einestages.spiegel.de/static/auth...bad_saarow.html

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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12.01.2010 02:07 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 02:59)
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#9
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ich habe mich bzgl. dieses Threads versucht, woanders schlauzumachen. Nur fuer die Leser hier diese Fragen:

@seaman Was genau fuer Unreimheiten?
@Weichmolch wieso hatte den Austausch der Code-Zettel nicht die vom 'Helden' vorgegebene Wirkung gehabt (oder hat Corres es bereits richtig erklaert)?

Vielen Dank!
Berliner


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12.01.2010 02:53 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 02:59)
avatar  seaman
#10
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Zitat von Berliner
ich habe mich bzgl. dieses Threads versucht, woanders schlauzumachen. Nur fuer die Leser hier diese Fragen:

@seaman Was genau fuer Unreimheiten?
@Weichmolch wieso hatte den Austausch der Code-Zettel nicht die vom 'Helden' vorgegebenen Wirkung gehabt (oder hat Corres es bereits richtig erklaert)?

Vielen Dank!
Berliner




Denke,es gibt hier Leute die garantiert mehr zu dem Ausweis bzw.zu dem Vorgehen in dem kleinen Zeitfenster zwischen 2.49 bis 3.05 Uhr sagen können."Operation Sperrfeuer"mit Stoppuhr.
Bemerkenswert fand ich schon eher die Weitsicht dieses Helden,der schon Ende August 1989 einen kommenden Bürgerkrieg erahnte.Ja,dann schaut mich vom Foto des Ausweises ein Uniformierter mit einer Brille an,der daran zweifelt das diese seine Offizierslaufbahn evtl.vereitelt hat.Medizinische Normen zur Sehtauglichkeit und dessen Nichterfüllung waren tatsächlich Kriterien zur Ablehnung einer Offizierslaufbahn bei den bewaffneten Kräften der DDR.
Nee,die Kindheit in beiden deutschen Staaten war suspekt.Verwandte könnte man noch gelten lassen...
Vier Wochen vor dem 13.August1961 mit Eltern als 6-Jähriger Richtung West,dann als 11-Jähriger,bei geschlossener Grenze wieder retour DDR-ganz alleine natürlich.Damit war die Offizierslaufbahn verbaut-Quatsch.
Ein Lazarett lahmlegen,wenn es so war, werte ich eher als vereitelte Hilfeleistung von Verletzten/Verwundeten.Das Rote Kreuz hat da auch in Spannungszeiten klare völkerrechtliche Normen.
Klasse finde ich persönlich immer,wenn nach 20 Jahren immer noch welche sich als Helden hochstilisieren wollen und die unblutige Wende ihr persönlicher Verdienst war.
Da das aber nun vom Spon berichtet wird,kann man mir wieder die "seriös recherchierenden Journalisten" im Allgemeinen vorhalten.Habe da meine eigene Auffassung.

Spieglein,Spieglein in der Hand,wer ist der Blödeste im Land!

seaman


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12.01.2010 03:22 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 03:23)
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#11
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Mal davon abgesehen das die Geschichte natuerlich Quatsch ist...

Zitat von seaman
...
Da das aber nun vom Spon berichtet wird,kann man mir wieder die "seriös recherchierenden Journalisten" im Allgemeinen vorhalten.Habe da meine eigene Auffassung.
Spieglein,Spieglein in der Hand,wer ist der Blödeste im Land!
seaman


... wird die Geschichte allerdings auf "einestages" berichtet, in welcher Nutzer ihre eigenen Geschichten und Zeitzeugenberichte reinstellen koennen sollen. Ist also nicht direkt SPON, nur das als Einwurf, da ich der Meinung bin das man "einestages" solchen Quatsch - da gibts mehr so Schoten- vielleicht noch verzeihen koennte, SPON nicht.

Allerdings muss man sagen das auch der Spiegel/SPON in den letzten 20 Jahren qualitaetsmaessig gewaltig abgebaut hat, wenn man hanebuechene Stories wie diese zu lesen kriegt (und die ist tatsaechlich auf SPON).

-Th


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12.01.2010 04:48
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#12
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Ich will mich zu dieser Story, einal aeussern, die ganze Geschichte klinkt recht merkwuerdig, Er will sich als Held hinstellen hat aber vielleicht gar nicht bemerkt, auch wenn er die codes herausgenommen haette, und diese in seinen Haenden waren, haette er ueberhaupt nichts verhindern koennen, denn vielleicht waren die Dokumente ja garnicht die Richtigen, denn wie beschrieben von Ihm er haette die Code namen 6 Buchstaben und 3 Zahlen ansich was haette er verhindern koennen mit dem Code "Winokur 398" und "Saminka 405" haben aber 7 Buchstaben und 3 Zahlen, ich denke wenn dies stimmt dann ist dies alles Quatsch. Wie es deutlich geschildert wurde, benoetigte mann einen 6 plus 3 Code, um die Kriegsbereitschaft hoechste Stufe 6 herzustellen.
Also meine Damen und Herren, wen wollen wir denn hier auf die Schippe nehmen. Netter Versuch Genosse Stabsfaehnrich Heide oder was immer er auch sein wollte.
Naechtliche Gruesse
Euer Silvio


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12.01.2010 05:04
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#13
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Frage an alle, sehe ich das richtig oder hatte der Wehrdienstausweis von Stabsfaehnrich Heide einen Stempel, der dem Bundesadler aehnlich sieht. War das damals so fuer die Sanitaetsgenossen ?


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12.01.2010 05:09
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#14
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Entschuldigung das fenster war nicht voll geoeffnet, stupid me, die Erklaerung steht ja gleich daneben.
Sollte mal meine Gruetze zusammennehmen
Silvio


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12.01.2010 08:37
#15
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Der Bericht von der großen Drehung am Rad der Geschichte scheint von übersteigerter Selbstwahrnehmung zu zeugen. Die Anekdote von den heimlich geöffneten Kennwort-Umschlägen ist amüsant. Meines Wissens gab es aber noch andere NVA-Standorte außer dem Militärhospital Bad Saarow. Außerdem hätten sich wohl im Ernstfall durch die nach Öffnung der leeren Umschläge offensichtlich gewordene Sabotage ohne größeren Zeitverzug andere Alarmierungswege zur Herstellung der Gefechtsbereitschaft gefunden.

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Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!


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