Die Menschen und die neue Erotik nach dem 9.11.89- ein Video

07.01.2010 18:06
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#1
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Nach dem 9.11.1989 gab es auch eine "Wende" der Erotik in der DDR.

Wer erinnert sich nicht an die Schlangen vor den Sexshops kurz nach der Wende, manchmal wurden direkt kurz hinter den Grenzübergängen (z.B. Invalidenstr.) neue Shops eingerichtet, das Interesse an Dingen, die ihnen jahrzehntelang vorenthalten waren? Wie sahen die Menschen die neue Erotik?

Das Video gibt etwas Auskunft:


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07.01.2010 19:26
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#2
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Jörg, dieser Satz" das Interesse an Dingen, die ihnen jahrzehntlang vorenthalten wurden", ist so nicht richtig, ich stelle ihn ganz einfach in Frage?
Ich nenn sie mal die Pornographie, ganz normale Bilder, Hefte kursierten immer schon in der Männerwelt der Arbeiter und Angestellten.
Wer wußte wo, der konnte sich eine gute Sammlung anlegen, das war nur eine Frage des Geldes.
Und am Geld hatte es dem Arbeiter, dem Angestellten in der DDR nie gefehlt.
Da hatte logischerweise der Zoll,und wie sie Alle hießen geschlafen.
Schon mein Vater hatte das Zeug stapelweise und ich als junger Kerl dachte" das musst du unbedingt ausprobieren mit Susanne, Katja, Inge, Ivon, Katherina und wie sie wieder alle hießen".
Damals war ich aber noch sportlich sehr gut auf der Höhe...im Gegensatz zu heute.

R-M-R


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07.01.2010 22:05
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#3
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uuuund @augenzeuge, hast du jutta resch- treuwerth aus der jungen welt widererkannt? .


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07.01.2010 22:07 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2010 22:09)
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Ja, die ist nun auch schon 68 Jahre.....


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07.01.2010 23:11
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#5
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War schon witzig zu der Zeit als die Ossies vor'm Beate Uhse in Muenchen wie vor'm Konsum Schlange gestanden haben. Ein paar auslaendische Touris haben nur gegrinst und gefilmt. Waer ein schoenes Zeitdokument, diese Filme von damals.

Was auch noch mit 'reinpasst: Schon in der Woche nach dem 9.November wurde in der Ingolstaedter Landstrasse etc. echt stark gesaechselt. Anscheinend gab's fuer die Ost-Maedels auch etwas 'Nachholbedarf'.
-Th


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07.01.2010 23:18
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#6
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Ja daran kann ich mich erinnern jedoch ich kenne auch noch laengere schlangen auf der E 55 , wo die kundschaft nicht auf der suche war nach sex heften, neeee, da gabs weibliches frischfleisch 18 jahre alt zum halben preis.
Gruss silvio


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08.01.2010 00:24
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#7
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Zitat von member
Ja daran kann ich mich erinnern jedoch ich kenne auch noch laengere schlangen auf der E 55 , wo die kundschaft nicht auf der suche war nach sex heften, neeee, da gabs weibliches frischfleisch 18 jahre alt zum halben preis.
Gruss silvio

Die meisten Maedels sind warscheinlich erst 'nen Monat vorher in der FDJ-Bluse am Erich vorbeimarschiert.
Ja, ja, "Wendehaelse"
-Th


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08.01.2010 01:15 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2010 01:26)
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von member
Ja daran kann ich mich erinnern jedoch ich kenne auch noch laengere schlangen auf der E 55 , wo die kundschaft nicht auf der suche war nach sex heften, neeee, da gabs weibliches frischfleisch 18 jahre alt zum halben preis.
Gruss silvio

Die meisten Maedels sind warscheinlich erst 'nen Monat vorher in der FDJ-Bluse am Erich vorbeimarschiert.
Ja, ja, "Wendehaelse"
-Th




Das kann ich aus HH auch bestätigen...
Aber warum den Mädels einen Vorwurf machen,sind doch auch genug andere(männlich) auf der Piste gewesen, die ihre eigene Mutter und letzte Ehre für Silberlinge verscherbelt haben.
seaman


seaman


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08.01.2010 02:50
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Zitat von seaman
Das kann ich aus HH auch bestätigen...
Aber warum den Mädels einen Vorwurf machen,sind doch auch genug andere(männlich) auf der Piste gewesen, die ihre eigene Mutter und letzte Ehre für Silberlinge verscherbelt haben.

seaman,

Nee, war nicht als Vorwurf gegenueber den Maedels gemeint - und interessant das es in HH genauso war.

Es geht mir nur um das oft gebrauchte Argument, das die Maedels nur wegen der fehlenden sozialen Sicherheit der DDR auf der Strasse standen. Das steht etwas im Widerspruch zur Tatsache, das die Ingolstaedter Landstrasse und andere einschlaegige Lokalitaeten schon ein paar Tage nach dem Grenzfall fest in "sozialistischer Hand" war - obwohl damals noch alle "sozialistischen Errungenschaften" in der DDR existierten.

Zu den maennlichen Gegenparts: No Comment! Aber es draengte sich einem damals auf, das die DDR schon 'nen eigenen Menschenschlag hervorgebracht hat - wenn auch sicher nicht im Sinne von MEL.
-Th


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08.01.2010 03:05 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2010 03:16)
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#10
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Als die Engländer nach dem II.WK aus HH abzogen,stand an einem Dock geschrieben:
"Leb wohl du deutsche Sau,wir fahren nach Haus zu unser Frau."

Es wird so wie immer gewesen sein,Frauen schmissen sich den Siegern an den Hals-wie so oft in der Geschichte.Während es nach 1945 noch überlebenswichtige kanalisierte Mutterstrategien waren, um das Überleben der Kinder zu ermöglichen,kann ich es 1989 nicht nachvollziehen.
Die Grenze war kaum auf 89,war der Hamburger Kiez in Hand der "Befreiten".
In jeder Nische am Kiez stand ein Wartburg mit offener Heckklappe und "offener" Frau.Sächsisch war Amtssprache...
Bei Menschenschlag tendiere ich zur Verallgemeinerung-Deutsche.

seaman


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08.01.2010 07:28
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Zitat von seaman
Als die Engländer nach dem II.WK aus HH abzogen,stand an einem Dock geschrieben:
"Leb wohl du deutsche Sau,wir fahren nach Haus zu unser Frau."

Es wird so wie immer gewesen sein,Frauen schmissen sich den Siegern an den Hals-wie so oft in der Geschichte.

seaman, damit koennte man ja den Ost-Maedels direkt hellseherische Faehigkeiten unterstellen, wenn man bedenkt was in den 1970/80er Jahren in der CSSR, Ungarn (oder auch Bulgarien) los war. Haette man mehr von denen in Leitungsfunktionen der DDR eingebunden, dann waer vielleicht der ganze Spuk schon etwas eher vorbei gewesen...
-Th


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11.02.2010 14:41
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Naja....die neue Sexualität.

Die war in der DDR ganz sicher freier. Und vor allem nicht so stark Krankheitsgefährlich.
Die Sexshops waren interessant,für Jugendliche und ältere Menschen, wo die Erotik eingeschlafen ist ganz sicher. Viele DDR-Bürger konnten sich aber gar nicht vorstellen, was man sich so alles in diverse Körperöffnungen stecken kann, und das es soviele Menschen gibt, die unbedingt vor der Kamera Herum-Hämmern muessen.
Also Erotik ist doch was anderes, als Industrie-Sex. Also Sexshops haben mir nicht gefehlt....


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11.02.2010 14:57
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#13
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ABV

Also ich habe noch vor der Wende einen strammen Sohn gezeugt und dass ganze ohne "westliche Erotikentwicklungshilfe".
Darf ich jetzt als Autodidakt gelten?

11.02.2010 15:02 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2010 15:02)
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#14
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Zitat von ABV
Also ich habe noch vor der Wende einen strammen Sohn gezeugt und dass ganze ohne "westliche Erotikentwicklungshilfe".
Darf ich jetzt als Autodidakt gelten?



Kommt darauf an wie lange du im Selbststudium, denn nichts anderes bedeutet autodidaktisch, an dir geübt hast, bis du zur scharfen Übung am lebenden Objekt übergegangen bist. Solltest du recht früh zum lebenden Objekt übergegangen sein, würde ich das eher als Learning by Doing bezeichnen.


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11.02.2010 15:50 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2010 15:50)
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#15
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ABV

Zitat von Feliks D.

Zitat von ABV
Also ich habe noch vor der Wende einen strammen Sohn gezeugt und dass ganze ohne "westliche Erotikentwicklungshilfe".
Darf ich jetzt als Autodidakt gelten?



Kommt darauf an wie lange du im Selbststudium, denn nichts anderes bedeutet autodidaktisch, an dir geübt hast, bis du zur scharfen Übung am lebenden Objekt übergegangen bist. Solltest du recht früh zum lebenden Objekt übergegangen sein, würde ich das eher als Learning by Doing bezeichnen.




Felix ich mache mal von meinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch[flash
Sexualität und sozialistische Moral sind tatsächlich hin und wieder kollidiert. Bei uns hatte ein verheirateter Streifenpolizist, eine damals unverheiratete Kellnerin gebürstet. Das ganze noch dazu während der Dienstzeit! Irgendwie ist die Angelegenheit ruchbar geworden und der gute musste sich vor dem Parteikollektiv verantworten. Wie immer in solchen Situationen hatte dabei unser Polit einen seiner großen Auftritte. Der Mann war übrigens immer für einen "unfreiwilligen" Gag bekannt. Seine bekannteste Stilblüte: An den Feierlichkeiten Ehrentag der VP, nahmen der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung und andere Koniferen des öffentlichen Lebens teil.

Gruß an alle
Uwe

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