Grenzdienst nach dem 9.November 1989

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04.01.2010 19:40
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#1
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Ich hoffe, ich nerve niemanden, der länger im Forum ist als ich, da es sein kann, daß zu dem Thema
schon viel gesagt ist. Ich habe aber nicht allzuviel gefunden. Einer der Gründe, warum ich mich
vor 2 Monaten ins Forum eingeklinkt habe, war, daß ich jemanden finden wollte, der am 9.11. und die Wochen danach am "Kanten" gediient hat. Ich würde gern wissen, was in diesen Tagen anders wurde
als vorher.Vielleicht gibts sogar jemanden, der in Probstzella oder in der Nähe war.


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04.01.2010 19:59
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#2
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Zitat von Ludwig
Ich hoffe, ich nerve niemanden, der länger im Forum ist als ich, da es sein kann, daß zu dem Thema
schon viel gesagt ist. Ich habe aber nicht allzuviel gefunden. Einer der Gründe, warum ich mich
vor 2 Monaten ins Forum eingeklinkt habe, war, daß ich jemanden finden wollte, der am 9.11. und die Wochen danach am "Kanten" gediient hat. Ich würde gern wissen, was in diesen Tagen anders wurde
als vorher.Vielleicht gibts sogar jemanden, der in Probstzella oder in der Nähe war.






Wüßte im Moment auch nicht ob aus dieser Zeit jemand aus Probstzella hier bei uns ist.
Aber auf jeden Fall (falls Du es noch nicht hast),würde ich Dir das Buch von Roman Grafe "Die Grenze Durch Deutschland" empfehlen.Es handelt gerade im besonderen im Abschnitt der GK Probstzella,bzw.des III GB. GR-15 Sonneberg und beschreibt die Zeit dort zwischen 1945 und 1990.




LG aus dem Lkr. Sonneberg


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04.01.2010 20:00
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#3
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Ich hatte das "Vergnügen" ,am 09.November 1989 und auch danach Grenzdienst zu haben.An jenem Tag,hatte ich eine Spätschicht (so etwa 16-24 Uhr).Am späteren Abend,also nachdem die berühmte Pressekonferenz ausgestrahlt wurde und sich kurze Zeit später die ersten GÜsT in Berlin öffneten,sagte unser KGSi über GMN,daß wir uns nicht wundern sollten,wenn Zivilpersonen am Zaun auftauchen und verlangen,in den Westen gehen zu dürfen!!!Diese Personen sollten wir dann zum nächsten Grenzübergang schicken-in unserem Fall nach Meiningen.
Diese Nachricht war natürlich der absolute Hammer und wir fragten,glaube ich,nicht nur einmal nach der Richtigkeit.


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04.01.2010 20:06
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#4
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Hier mal ein Bild von einem Gedenkstein an der Schildwiese (dort wo der Rennsteig ins bayerische übergeht).


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04.01.2010 20:06
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Zitat von maja64

Zitat von Ludwig
Ich hoffe, ich nerve niemanden, der länger im Forum ist als ich, da es sein kann, daß zu dem Thema
schon viel gesagt ist. Ich habe aber nicht allzuviel gefunden. Einer der Gründe, warum ich mich
vor 2 Monaten ins Forum eingeklinkt habe, war, daß ich jemanden finden wollte, der am 9.11. und die Wochen danach am "Kanten" gediient hat. Ich würde gern wissen, was in diesen Tagen anders wurde
als vorher.Vielleicht gibts sogar jemanden, der in Probstzella oder in der Nähe war.






Wüßte im Moment auch nicht ob aus dieser Zeit jemand aus Probstzella hier bei uns ist.
Aber auf jeden Fall (falls Du es noch nicht hast),würde ich Dir das Buch von Roman Grafe "Die Grenze Durch Deutschland" empfehlen.Es handelt gerade im besonderen im Abschnitt der GK Probstzella,bzw.des III GB. GR-15 Sonneberg und beschreibt die Zeit dort zwischen 1945 und 1990.




LG aus dem Lkr. Sonneberg




Hallo, Maja,
danke erstmal für den Hinweis. das Buch hab ich mir kurz nach meinem "Eintritt" ins Forum besorgt.
Ich finde es hervorragend und äußerst informativ, aber genau die Abschnitte meiner "Anwesenheit"
und 1989 sind etwas zu kurz gekommen finde ich. Auf jeden Fall war ich in 2 oder 3 Tagen mit dem Buch
durch.


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04.01.2010 20:26
avatar  Pille
#6
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In mancher Hinsicht war der Grenzdienst nach dem 09.11. auch gefärlicher:das Grenzgebiet ist auf den Bereich zwischen die beiden Zäune verringert worden,was dann so manchen "bösen Buben" verleitet hat,die Grenze,zu dem Zeitpunkt noch illegal,zu passieren.Und man wußte ja nie,wer einen da entgegenkommt.Ein ganz komisches Gefühl hatte ich dann,als wie nur noch mit Pistole und allein in den Grenzdienst gingen.Da war ich froh,das ich meinen Diensthund noch bei mir hatte.


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04.01.2010 21:06
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#7
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Hi Ludwig, ich war zum 9.November am "Kanten" in Kaltenwestheim. Auch bei uns wollte es niemand
richtig glauben keiner wollte es war haben. Bei uns ging es erst einmal normal weiter. Geöffnet haben wir erst ein oder zwei Tage später und dann nur für paar Stunden. War schon komisch damals.


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04.01.2010 21:22
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#8
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Hi maja64, habe mir jetzt das Buch "Grenzerfahrungen Kompakt" zugelegt und finde es ganz gut. Bin aber ehrlich auch etwas entäuscht gewesen das einige doch wichtige Sachen nur kurz oder überhaupt nicht angesprochen wurden.War ja letztes Jahr für ein paar Tage in der Rhön auf Urlaub und da kamen mir die 3Bände Grenzerfahrungen Bayern/Thüringen in die Hände die hatte ich in kürzester Zeit durch aber habe sie nich zu Kaufen bekommen. Würde mir gern wenigstens den zweiten Teil zu legen wollen habe ihn aber nirgens bekommen. Vieleicht kannst Du mir da helfen.


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04.01.2010 21:31 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2010 21:32)
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#9
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Ja da kann ich auch nicht groß weiter helfen.Der Verlag Frankenschwelle hat ja bereits 2006 seine Tätigkeit eingestellt,alles was jetzt noch auf dem Markt ist sind bis damals hergestellte Exemplare(zum normalen Preis) oder welche aus zweiter Hand (dementsprechend teurer).
Einziger Hinweis den ich immer gebe ist die Ochsenbuchhandlung in Tann/Rhön http://www.ochse.de ,aber irgendwann ist dort auch mal Schluß.Also im Mai bekam man dort noch Band 2 und 3.



Gruß maja


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04.01.2010 21:37
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#10
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Danke maja64,versuch ich mal. Kannst Du noch andere Bücher oder gar DVD`s empfehlen?


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04.01.2010 21:53 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2010 21:59)
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#11
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Da verweise ich Dich hier mal an den User Affi,dem seine Bibliothek und Literaturkenntnis übersteigt die meinige bei weitem.
Schreibe Ihn doch mal ne PM.


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04.01.2010 22:01
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#12
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ab den 18.11.1989 sind wir dann nur noch mit postole in den grenzdienst
und ab januar 1990 sind wir dann total unbewaffnet zum genzdienst.


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04.01.2010 22:09
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#13
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Alles klar und Danke


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04.01.2010 23:17
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#14
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Hi Ludwig,

ich bin auch einer der jenigen, die den "Einsturz" vor Ort in Vacha miterleben durften. Mein Heimmgang war im April 1990.
Diese Zeit war halt anders, als die davor...klingt blöd ich weiß...war aber so.
Bei uns in Vacha war der Mauerfall ja erst einige Tage später.
Es war alles aufregend und es wurde auch lockerer. Man ging nur noch als Einzelposten in den Dienst, so war es bei mir und ich wollte nur noch zurück in die Heimat.
Später bin ich dann nach Spahl versetzt wurden und hatte eben auch oft Dienst am Fußgängergrenzübergang...mitten im Wald.

MfG


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26.09.2010 19:11
#15
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Am Tag der Grenzöffnung hatte ich auch Grenzdienst, zu uns wurden keine Informationen über die Grenzöffnung weitergeleitet. Als ich nach der Spätschicht an der Berliner Grenze ins Objekt kam ist mir ein Stubenkamerad entgegengelaufen und hat mir erzählt das die Grenze offen ist. Da ich das im ersten Moment nicht glauben konnte hab ich das Radio auf der Unterkunft eingestellt (Rias2), dann war alles klar. Am nächsten Tag sind wir wieder ganz "normal" in den Grenzdienst gegangen. Ich hatte an diesem Tag wahrscheinlich den schlechtesten Postenpunkt den man nur haben konnte, direkt neben dem Grenzübergang Staaken war ich als Postenführer eingeteilt. Am Grenzübergang war die Hölle los, Menschenmassen sind in Richtung Spandau gestürmt und wurden dort auch feierlich empfangen. Da unser B-Turm auf einem Berg stand hatte man ja eigentlich den besten Ausblick auf das Geschehen. Es war schon ein sehr komisches Gefühl was man hatte, wir saßen mit Bewaffnung auf dem Turm und hatten eigentlich nichts mehr zu bewachen..............

Gruß Heiko

02.89 - 04.89 GAR 40 / 05.89 - 01.90 GR 34


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