DDR Nov 1988 - Protest gegen Zensur

28.12.2009 12:33
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#1
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In der DDR gab es niemals freie Medien. Was, wie und worüber öffentlich berichtet und diskutiert werden durfte, entschied die SED-Führung. Auch deshalb dienten die westdeutschen Radio- und Fernsehsender der DDR-Bevölkerung als Informations- und Unterhaltungskanäle. Von den politischen Magazinen zählte die am 18. Januar 1968 erstmals vom Sender Freies Berlin (heute Rundfunk Berlin-Brandenburg) in der ARD ausgestrahlte Sendung "Kontraste" zu den wichtigsten. Mehr als 30 Magazinbeiträge aus den Jahren 1987-2001 dokumentieren die Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur und der deutsch-deutschen Geschichte - zeitgeschichtliche Dokumente, die den Prozess der deutschen Einheit begleiteten.


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28.12.2009 13:47
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#2
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Ein sehr sachlicher Beitrag über die Macht des Staates und der Angst vor der erstärkenden Macht der Kirchen. Noch in den 60er Jahren meinte man, dass die Kirchen bald nicht mehr notwendig sein würden, die Überlegenheit des Sozialismus würde sie überflüssig machen.

Ibrahim Böhme, hier als Menschenrechtler bezeichnet, wurde wohl später auch als IM des MfS enttarnt, obwohl er nie zugab, als IM gearbeitet zu haben.

Info: Der Autor Reiner Kunze, dessen Wohnung in Greiz jahrelang von der Staatssicherheit observiert wurde, bezeichnete Böhme auf Grund seiner eigenen Stasi-Akte als denjenigen, der seine Familie und ihn ausgeforscht und verraten habe. Nach Veröffentlichung der Dokumentation von Reiner Kunze legte Böhme sein Vorstandsmandat und seine Funktion als Polizeibeauftragter nieder und zog sich ins Privatleben zurück. Nach seinem erzwungenen Rückzug aus der Politik lebte Böhme die letzten Jahre zurückgezogen im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Er erlitt mehrere Schlaganfälle. Seine Stasi-Enttarnung hatte er nie verwunden.

AZ


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31.12.2009 15:12
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#3
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Wie ruhig und höflich das von Seiten der Exikutive das doch abläuft. Man hört und liest doch immer, dass die Polizei und besonders die Staatssicherheit solche "Ansammlungen" immer mit Gewalt und Knüppel aufgelöst hat. Waren die netten Herrn in ziviel wirklich Mitarbeiter des Mfs oder hat sich der Berichterstatter vertan?


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03.01.2010 11:17
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Zitat von Musiker12
Wie ruhig und höflich das von Seiten der Exikutive das doch abläuft. Man hört und liest doch immer, dass die Polizei und besonders die Staatssicherheit solche "Ansammlungen" immer mit Gewalt und Knüppel aufgelöst hat. Waren die netten Herrn in ziviel wirklich Mitarbeiter des Mfs oder hat sich der Berichterstatter vertan?


ja, die beiden männer in zivil waren mitarbeiter des mfs, konkret der bezirksverwaltung berlin. sie wiesen sich jedoch vort ort mit ihrem kriminalpolizei-ausweis aus, was in der filmsequenz mit peter z. sehr gut zu sehen ist.
der andere mitarbeiter, mit der schwarzen jacke, der dort seine zigarettenkippe wegschnippte, müsste doch einigen aus dem grenzregiment 33 sehr wohl bekannt sein...


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