Gedanken zu einen Buch

14.12.2009 11:47 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2009 11:48)
avatar  Jens
#1
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Hallo zusammen,

durch ein Buchtipp, wurde ich ganz neugierig.Es handelt von einer Flucht, die sich in den Abschnitt ereignete, wo ich selber gedient hatte.Es handelt vom Abschnitt des ehem. GR38 im Bereich Glienicke- Schildow. Also die Gegebenheiten des Geländes sind mir bekannt, auch sind mir gewisse Abläufe der Flucht bekannt.

Das Buch heißt:---- DIE WELLE DER ANGST---- Meine Flucht aus der DDR
Seine Flucht war 1988 , er schreibt was ihn bei der Flucht alles durch den Kopf gegangen ist,also Erlebnisse seiner Kindheit,Jugend und Beginn der Lehre.Dazwischen immer wieder Erläuterungen der Flucht.
Ich habe ja nichts gegen dichterischer Freiheit, aber dieses Buch ist ein Zeitzeugenbericht.
Warum werden im Nachhinein Sachen dargestellt, die nie so waren. Mir ist bekannt, das der Grenzdurchbruch erst am Morgen festgestellt wurde.Also er wurde garnicht bemerkt.Er schreibt vom Gebrauch der Schußwaffe bis hin das wir Grenzer mit Stahlhelm unseren Grenzdienst verrichtet hatten.

Warum bleiben wir nicht bei der Wahrheit,ob als Täter oder Opfer des damaligen Regiemes?
Gruß Jens

Gegner glauben uns zu widerlegen,wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten.
J.W.von Goethe


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14.12.2009 11:55
avatar  TOMMI
#2
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Eine gute Frage, die Du da stellst. Ich kenne die Gegebenheiten nicht. Aber ich
war selber an der Grenze und kenne die dortigen Gepflogenheiten.
Ein Stahlhelm war nur für die gefechtsmäßige Grenzsicherung vorgesehen, also
für den Kriegsfall. Warum der Autor die Geschichte zurecht biegt, weiß ich nicht.
So wird eine ansonsten löbliche Absicht ins gegenteil verkehrt.
Möglicherweise haben da Lektoren des Verlages an der Geschichte herum gepfuscht,
um sozusagen etwas "Action" hinein zu bringen. Man erinnere an dn Film "Böseckendorf".
Da wurde aus einer tatsächlichen Begebenheit ein absoluter Müll gemacht.
Aber wie gesagt, ich kenne diese Flucht nicht und das Buch bisher auch nicht, so
dass ich mir kein Urteil erlauben darf.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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14.12.2009 11:59
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#3
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Hi Jens!
So lest sich das Buch besser verkaufen.


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14.12.2009 12:05
avatar  skbw
#4
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Das Buch soll doch verkauft werden. Eine Flucht die nicht so richtig bemerkt wurde, macht sich dann nicht so gut. Ich nenne es mal "künstlerische Freiheit". Für den Aussenstehenden geht´s doch nicht um´s Detail. Das Gesamtbild muss stimmen, das Bild vom "schießwütigen" Grenzer.

Deine Frage hast du fast selbst beantwortet. Nimm das Goethe-Zitat und ersetze "Gegner" durch "Sieger" oder "Gewinner".

Bis bald, skbw

" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander


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14.12.2009 12:12
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#5
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Zitat von Jens
Hallo zusammen,

durch ein Buchtipp, wurde ich ganz neugierig.Es handelt von einer Flucht, die sich in den Abschnitt ereignete, wo ich selber gedient hatte.Es handelt vom Abschnitt des ehem. GR38 im Bereich Glienicke- Schildow. Also die Gegebenheiten des Geländes sind mir bekannt, auch sind mir gewisse Abläufe der Flucht bekannt.

Das Buch heißt:---- DIE WELLE DER ANGST---- Meine Flucht aus der DDR
Seine Flucht war 1988 , er schreibt was ihn bei der Flucht alles durch den Kopf gegangen ist,also Erlebnisse seiner Kindheit,Jugend und Beginn der Lehre.Dazwischen immer wieder Erläuterungen der Flucht.
Ich habe ja nichts gegen dichterischer Freiheit, aber dieses Buch ist ein Zeitzeugenbericht.
Warum werden im Nachhinein Sachen dargestellt, die nie so waren. Mir ist bekannt, das der Grenzdurchbruch erst am Morgen festgestellt wurde.Also er wurde garnicht bemerkt.Er schreibt vom Gebrauch der Schußwaffe bis hin das wir Grenzer mit Stahlhelm unseren Grenzdienst verrichtet hatten.

Warum bleiben wir nicht bei der Wahrheit,ob als Täter oder Opfer des damaligen Regiemes?
Gruß Jens

Gegner glauben uns zu widerlegen,wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten.
J.W.von Goethe




Hallo Jens mein Freund,
Steht da irgentwo Tatsachen oder authentischer Roman?
Ansonsten kann jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen! So ist das nun leider! Ärgere Dich nicht Du und alle Kenner der Grenze wissen was stimmen oder nicht stimmen kann!
Gruß Peter(turtle)


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14.12.2009 12:27
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#6
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( gelöscht )

Zitat
Hoheneck hatte eine sogenannte Wasserzelle, in der die Häftlinge stundenlang im Wasser stehen mussten. „Es gab Vergewaltigungen und Ähnliches, von dem heute niemand mehr etwas wissen will“, sagt Manuela Polaszczyk. Oder die Duschen. Sie erinnert sich: Das Wasser lässt sich nur von außen ein- und ausschalten. Man sperrt sie dort ein. Eine halbe Stunde kaltes Wasser in einer kalten Burg. „Versuchen Sie das mal“, sagt sie. „Da löst sich die Haut ab.“ [...] Heute sind es vier Bücher, in denen sie ihre Vergangenheit "verarbeitet" hat.



Quelle

"DDR-Folterknast" sells. Es gibt aber auch authentische Berichte.


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14.12.2009 12:32 (zuletzt bearbeitet: 14.12.2009 12:33)
avatar  Jens
#7
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Hallo zusammmen,

Das Buch beruht sich auf Tatsachen und das finde ich ja so ärgerlich. Und nur das sich das Buch verkaufen soll ist schon abartig.
Aber besonders wir Deutschen haben ja bekannterweise unser Probleme damit, unsere Geschichte ---wahrheitsgetreu ----
aufzuarbeiten.

Gruß Jens


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