Was haben sie fuer Privilegien...Genossen?

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05.12.2009 16:49
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#1
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Zitat von Berliner
Wie trat man in die Partei ein?
Welche Verpflichtungen nahm man dadurch auf sich?
Wie wurde das vom "Publikum" angesehen?

Dieses Phaenomen der DDR interessiert mich. Was hatte es auf sich "Parteimitglied" zu sein...

Berliner




1. Bevorzugt wurden Bürger durch Neubauwohnung
2. FDGB-Reisen
3. Telefon
4. Extra-Gelder für verdienstvolle Arbeit
etc
etc
etc
etc

Kein Parteimitglied zu sein dreht man die oben genannten Dinge einfach um.
Sicherlich gibt es jetzt ein Aufschrei. Die Tatsache war eben halt so bei uns in der Familie. 5Jahre warten auf eine größere Wohnung, wir waren zu fünft in der Familie. Telefon Null-Chancen. In 16Jahren die meine Eltern verheiratet waren gab es nur 2 FDGB-Reisen ins Vogtland. Alles anderen Anträge von mein Stiefvater blieben ohne Erfolg.


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05.12.2009 16:55
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#2
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@freedom, bei allem respekt, so einen quatsch hat bis heute nicht einmal die blöd-zeitung behauptet...


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05.12.2009 16:56
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#3
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Zitat von GilbertWolzow
@freedom, bei allem respekt, so einen quatsch hat bis heute nicht einmal die blöd-zeitung behauptet...




Das sind Fakten ob du sie wahrhaben willst oder nicht - es spielte sich Haargenau so ab.

5Jahre in einer 2-Zimmerwohnung. dann klappte es 1973 mit Beziehung in einer 3 Zimmerwohnung zu wechseln. Der Telefonantrag läuft heute noch!

PS. Ich erinnere mich an die Prominenz aus der ex-DDR. Sie durften Reisen, sie bekamen Wohnungen in der Neu-aufgebauten Friedrichstrasse (links und Rechts des Ostboulevards) Dieter Mann und andere Größen wie Walter Plathe etc.


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05.12.2009 17:00
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#4
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gilbert! dann sag uns wie es wirklich war. du must doch zugeben das sed mitgieder etwas besser darstanden. die in der sed kreisleitung oder bezirksleitung saßen ging es bestimmt noch besser? oder?


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05.12.2009 17:02
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#5
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Zitat von glasi
gilbert! dann sag uns wie es wirklich war. du must doch zugeben das sed mitgieder etwas besser darstanden. die in der sed kreisleitung oder bezirksleitung saßen ging es bestimmt noch besser? oder?


sorry @glasi, die überschrift lautete: "was bedeutete es in der partei zu sein..." und nicht lebensverhältnisse der 1. kreissekretäre der sed. tut mir leid.


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05.12.2009 17:06
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#6
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von glasi
gilbert! dann sag uns wie es wirklich war. du must doch zugeben das sed mitgieder etwas besser darstanden. die in der sed kreisleitung oder bezirksleitung saßen ging es bestimmt noch besser? oder?


sorry @glasi, die überschrift lautete: "was bedeutete es in der partei zu sein..." und nicht lebensverhältnisse der 1. kreissekretäre der sed. tut mir leid.





Gilbert ich zählte die Dinge auf die man ohne einer Mitgliedschaft eben nicht bekam. Sorry das ich mich eingemischt habe.

PS:In DDR Zuchthäusern war immer ein Zimmer frei wenn man sich nicht unterordnete.


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05.12.2009 17:20
avatar  glasi
#7
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gilbert! ich bin von deiner antwort sehr enttäuscht.. ich hatte ja 2 fragen gestellt. ich wollte wissen was es für vorteile hat in der partei zu sein. du warst in der partei. oder habe ich einen wunden punkt getroffen.


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05.12.2009 21:41
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#8
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Muss ich einmal Gilbert unterstützen...ich musste nicht in der Partei sein, um eine fast 90qm große Wohnung für anfangs drei Personen zu beziehen...50,00 Mark Monatsmiete
Ich musste nicht in der Partei sein, um fast jedes Jahr über FDGB in den Urlaub zu fahren, sofern zwei Vollverdiener in der Familie waren.
Telefon...gehe ich mit...war eine Rarität beim normalen Volk
Ich musste nicht...und so liese sich das noch fortsetzen.
Ein bißchen den Hintern drehen, eventuell Leuten in irgendwelchen Funktionen wie heute nicht viel anders so richtig auf den Sack gehen, und es änderte sich etwas.
Wer das nicht...tut mir leid...war er seber dran Schuld in dieser DDR.

Gruß Rainer- Maria


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05.12.2009 22:07
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#9
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na gut rainer maria. aber irgentein vorteil muß es doch gehabt haben?


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05.12.2009 22:28
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#10
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Glasi, kann ich nicht allzuviel beitragen,nur siehe letzten Text, kann Rainmann oder Andere bestimmt besser erklären.
Ich denke mal, so ein Privileg war es auch nicht, für manche eher eine Last.

Gruß Rainer- Maria


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05.12.2009 22:39
avatar  Mike59
#11
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Zitat von glasi
na gut rainer maria. aber irgentein vorteil muß es doch gehabt haben?



-----------
Ja hat es gehabt,

aus meiner Sicht auf jeden Fall. War eine der wenigen Möglichkeiten wo ich meinen Chefs mal sagen konnte was wirklich los ist, ohne das ich einen gebügelt bekommen habe. Kann ich heute nicht mehr. Da konntest du in der Parteiversammlung die Scheiße auch beim Namen nennen. Da hat sich auch oft etwas geändert. Heute kannst du deine Schnauze immer aufreißen hat keinen Nachteil für dich, oder?
Besser noch . waren ja auch immer Vertreter der übergeordneten Parteiorganisationen (Stäbe) dabei. Wir wollen ja nicht die DDR die wir kannten, wir wollten die DDR die uns gefällt. dazu waren wir ja als Parteimitglieder aufgerufen. Gestaltung der Gesellschaft - darum haben wir uns echt bemüht. Ich habe da auch keinerlei Gewissensbisse das zu vertreten.

Mike59


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06.12.2009 13:20
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#12
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Zitat von glasi
gilbert! ich bin von deiner antwort sehr enttäuscht.. ich hatte ja 2 fragen gestellt. ich wollte wissen was es für vorteile hat in der partei zu sein. du warst in der partei. oder habe ich einen wunden punkt getroffen.



@glasi da musst du nicht enttäuscht sein. ich kann für mich sagen, dass ich keine vorteile hatte. sicherlich gab es viele speichellecker die evtl. für ihre karriere eintraten. die waren aber auch die ersten die gingen als das blatt sich wendete.

zu den 1. kreissekretären möchte ich mich bewusst nicht äussern @glasi, weil wir sonst hier das ursprungsthema sprengen...
es gab welche die haben geschindert bis zum umfallen (gab auch ein buch über einen 1. kreissekretär "der erste" ?) und es gab welche die sich wie regionale fürsten benahmen und alles das taten, was sie eigentlich verdammen sollten...
vielleicht verstehst du jetzt...?


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06.12.2009 13:23
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#13
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Zitat von Freedom


Gilbert ich zählte die Dinge auf die man ohne einer Mitgliedschaft eben nicht bekam. Sorry das ich mich eingemischt habe.

PS:In DDR Zuchthäusern war immer ein Zimmer frei wenn man sich nicht unterordnete.



und genau das bestreite ich @freedom .


p.s. bis wann gab es denn in der ddr "zuchthäuser" ?


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06.12.2009 14:25
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#14
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Freedom, der Gilbert und ich sind die besten Beispiele, daß dem nicht so war.
Zum Thema Vorteile:
Der Betrieb meines Vaters schaffte Ende der 70'er, wimre, zwei Wohnwagen Bastei an. Der eine stand immer auf dem Darß, in Dierhagen, und war der gefragtere von beiden. Der zweite wanderte durch die Republik. Jedes Jahr auf einem anderen Zeltplatz, wunderschöne Orte dabei, auch welche, die nicht so toll waren.
Nun verrate ich Dir, daß mein Vater Direktor dieses kleinen (40 Mann) Betriebes war. Deiner Meinung nach müßten wir jedes Jahr in Dierhagen Urlaub gemacht haben.
Einen Platz in diesem Wagen bekamen wir nie, obwohl mein Vater jedes Jahr einen Antrag stellte. Auch FDGB-Plätze haben wir nie gekriegt, obwohl beantragt.
Und nun bist Du dran.
Wir wohnten bis ca. 1981/82 zu fünft auf:
- 12qm Küche
- 12qm Wohnzimmer
- zwei halbe Zimmer unter dem Dach
- Klo über'n Hof.
Mein Vater war (ehrlich) überzeugter Genosse (rate mal, von wem ich meine Überzeugungen habe!).
Und nun bist Du schon wieder dran.
Klar gab es "Genossen" (bewußt in Anführungszeichen), die ihre Positionen ausnutzten. Kannst Du Dir aber vorstellen, daß es welche gab, die nicht so waren?
Daß es andererseits Gewerkschafter gab, nicht in der Partei, die genauso ihre Positionen kannten und nutzten???
Selber bezog ich im März 1990 (!) meine erste eigene Wohnung. Diese bekam ich nicht durch Parteiklüngel, sondern indem ich meinen Arsch in Bewegung gesetzt habe.
Antrag auf Telefon erfolgte natürlich postwendend. Und - Obwohl seit 1985 Kandidat und ab 1986 Mitglied der Partei, bekam ich gesagt:
"Mit ein wenig Glück in 10 Jahren!"
Und das im März 1990. Und als technischer Leiter einer kulturellen Einrichtung, Erreichbarkeit nicht ganz unwichtig.
Und wieder - Du bist dran.
Extragelder für verdienstvolle Arbeit - wenn aus dem Prämienfond noch Geld übrig war, bekam auch mein Vater mal eine Prämie. Und die Jahresendprämie, die sowieso praktisch jeder kriegte.
Neuererwesen, für manche Arbeiter und Angestellten eine wunderbare Quelle für Zusatzeinnahmen - mein Vater kriegte auch dafür kein Geld, obwohl er die Produkte des Betriebes weiterentwickelte - wenn sie noch lebte, könntest Du meine Mutter fragen, wieviele Stunden er damit verbrachte - und so erfolgreich machte, daß sie - trotz etwas höheren Preises - regelmäßig auf Messen Produkte aus dem NSW ausstach.
Was bleibt noch übrig von den Argumenten???
Meiner Meinung nach nichts.
Tom

edit: Klammer vergessen und nachgesetzt


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06.12.2009 16:32
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#15
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dieses Thema wurde vom urspruenglichen Thread Was hiess das, "in der Partei" zu sein? abgesplittet. Die neue Frage steht im Betreff.

Berliner


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