Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

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04.12.2009 22:56
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#1
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Hallo zusammen,

habe das Thema noch mal aufgenommen, hatte vor langer Zeit schon mal darüber geschrieben
unter:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t476f8-To...ze.html#msg2576


Rainer-Maria das ist es auch nicht was ich suche. Ich will mal die Katze aus dem Sack lassen, ich suche eine Grenzverletzung mit Todesfolge 1980 bei Sorge. Da ist damals ein 14 Jähriger Junge erschossen worden. Und mich interessiert das schon Jahre lang, haben die Angehörigen alles erfahren , ist überhaupt etwas darüber bekannt geworden?
Also ich habe in der besagten Nacht vier Postenpunkte weiter gestanden. Und hab alles was da über GMN kam leider mit gehört. Ich weis aber nicht wie er hieß, ich wir haben dann nur später erfahren das er vierzehn Jahre war und er trug einen Rucksack.
Aber ich weis das er noch zwei Tage in unserem KFZ Garage lag und als wir wieder zum Dienst an die Grenze mussten haben Sie Ihn abgeholt. Die Leute von Hohe Geis höre ich heut noch rufen Mörder!!!!!! Denn die haben die Schüsse ja als erste gehört und der Zoll und BGS sind danach noch ständig Streife gefahren und haben das Niemandsland noch abgeleuchtet.

War bei dem Vor fall dabei und habe ihn nach Grenzöffnung mit Öffentlich gemacht.
Danke allen die mir dabei geholfen haben das erlebte zu Verarbeiten.


Gruß Bürger


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04.12.2009 23:05
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#2
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Dieser Brehme ist oft mit unseren Zug von Elend nach Sorge und wieder zurück gefahren.
Ich vermute mal das er in Elend gewohnt und in Sorge geschafft hat.
An den kann ich mich noch erinnern. Der hat immer so cool getan.
Von diesen Piotrowski habe ich voher noch nichts gehört, oder ich hatte es nicht abgespeichert.


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04.12.2009 23:16
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#3
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Zitat von Bürger
Hallo zusammen,
habe das Thema noch mal aufgenommen, hatte vor langer Zeit schon mal darüber geschrieben
unter:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t476f8-To...ze.html#msg2576
Rainer-Maria das ist es auch nicht was ich suche. Ich will mal die Katze aus dem Sack lassen, ich suche eine Grenzverletzung mit Todesfolge 1980 bei Sorge. Da ist damals ein 14 Jähriger Junge erschossen worden. Und mich interessiert das schon Jahre lang, haben die Angehörigen alles erfahren , ist überhaupt etwas darüber bekannt geworden?
Also ich habe in der besagten Nacht vier Postenpunkte weiter gestanden. Und hab alles was da über GMN kam leider mit gehört. Ich weis aber nicht wie er hieß, ich wir haben dann nur später erfahren das er vierzehn Jahre war und er trug einen Rucksack.
Aber ich weis das er noch zwei Tage in unserem KFZ Garage lag und als wir wieder zum Dienst an die Grenze mussten haben Sie Ihn abgeholt. Die Leute von Hohe Geis höre ich heut noch rufen Mörder!!!!!! Denn die haben die Schüsse ja als erste gehört und der Zoll und BGS sind danach noch ständig Streife gefahren und haben das Niemandsland noch abgeleuchtet.
War bei dem Vor fall dabei und habe ihn nach Grenzöffnung mit Öffentlich gemacht.
Danke allen die mir dabei geholfen haben das erlebte zu Verarbeiten.
Gruß Bürger



Meinst Du diesen Fluchtversuch?

Am 08.12.1979 kam es im Abschnitt der 7. GK Sorge zu einem versuchten Grenzdurchbruch von 2 Schülern. Die beiden Jugendlichen brachen den Versuch, die vorderen Sperranlagen zu überwinden vor dem GZI ab, nachdem diese entdeckt wurden.
Bei der Flucht in das Hinterland der DDR (beide befanden sich zw. GZI und GSSZ) wurde ein 15-jähriger Schüler durch Anwendung der Schusswaffe getötet.
Insgesamt wurden 51 Schuß abgegeben.


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04.12.2009 23:21
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#4
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04.12.2009 23:21
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#5
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Hallo Bürger,

Die Zeilen in dem Beitrag sagen alles.Da braucht man nichts mehr hinzu zufügen.
Es verschlägt einem immer wieder die Sprache.....ein 14-jähriger "Verbrecher",regelrecht hingerichtet.
Wer jetzt noch behauptet,der ist doch selber Schuld,dem kann man nicht mehr helfen.
Leute......,der getötete war noch ein Kind und sich den Folgen seines Tun's überhaupt nicht bewußt!
Du bist wahrlich nicht zu beneiden.Mir blieb dieser Horror zum Glück erspart.
Ich war zwar 1x bei einer regelrechten Treibjagd zwischen GSZ und Grenzzaun 1 dabei und einmal per A-Gruppe.
Aber es wurde nicht rumgeballert.
Über diese Menschenjagd werde ich noch berichten.
Diese erlebten Geschichten lassen einen nie mehr los.Ich muß oft daran denken.
Nur dein erlebtes ist ja der Supergau!
Danke für den Beitrag.

Gruß ek40


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04.12.2009 23:38
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#6
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Servus Bürger
Ich ziehe vor Dir den Hut, weil Du sagst das du bei dem Vorfall dabei warst.
Es ist ja nicht gerade einfach zu sagen ich war dabei, auch wen Du nicht geschossen hast.
Wegen der Frage darüber von Dir kann ich Dir leider auch nicht helfen darüber habe ich noch nie was gehört.
88 hatte ich in Schierke auch so einen ähnlichen Vorfall, 3PP neben mir zwei GVs ohne Anwendug der Schußwaffe festgenommen. Da ging uns auch allen der Arsch auf Grundeis.
Was mich im Bezug Deiner PDF Datei stutzig macht ist, das die gleich geschossen haben.
War nicht erst anrufen, dann anrufen mit Warnschuß und dann erst der gezielte Schuß?
So war es zumindest zu meiner Zeit, als Weisung.
Man weis zwar nicht wie man selbst in so einer Situation gehandelt hätte aber das man da ein ganzes Mag. rausgelassen hat ist auch ein bisschen komisch.
Als ich nach Hause gegangen bin habe ich gesagt: Nur gut das ich nie am Kanten schießen muste, und das sage ich heute auch noch.

EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke


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04.12.2009 23:41
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#7
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Hallo zusammen,

Genau Augenzeuge das ist er. Ja, Thunderhorse so war es nicht! Wenn Du die angehängte Datei als PDF liest da weist Du was wahr ist.

Gruß Bürger


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04.12.2009 23:51
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#8
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Zitat von Bürger
Hallo zusammen,
Genau Augenzeuge das ist er. Ja, Thunderhorse so war es nicht! Wenn Du die angehängte Datei als PDF liest da weist Du was wahr ist.
Gruß Bürger



Was ist in den knappen Zeilen anderes dargestellt?


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04.12.2009 23:52
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#9
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Hallo EK89/1,

Ich könnte so viel dazu sagen. Sie haben auch angerufen und sie haben auch Warnschüsse abgegeben , aber die zwei sind weiter gelaufen. Es war Nebel, es war Abend und es war kalt. Und wir sind erst aus der Schicht gekommen und wir hatten Nächte vor her nicht geschlafen wegen ständiger Grenzarlarme. Und es gab da noch den KC der die Überschrift als Befehl machte.

Gruß Bürger


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04.12.2009 23:53
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#10
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Zitat von Bürger
Hallo zusammen,
Genau Augenzeuge das ist er. Ja, Thunderhorse so war es nicht! Wenn Du die angehängte Datei als PDF liest da weist Du was wahr ist.
Gruß Bürger



Schön das ich dir helfen konnte, auch wenn es eine sehr traurige Geschichte ist. Dieses Thema war mir bekannt, der Junge kam nicht nur aus meiner Gegend, er war genau in meinem Alter. Damals hatte man die wilden Storys erzählt.
Es ist für mich nach wie vor unglaublich, wie man auf Menschen noch schiessen muss, die wieder ins Hinterland flüchten, die man angeblich nicht erkannt hatte und dann noch sämtliche Massnahmen rechtfertigt und den Tod als Unfall verkauft. Aber den Schiessbefehl gab es ja nicht.....

Gruß, AZ


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04.12.2009 23:58
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#11
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Thunderhorse,

Sie sind vor dem K 6 gewesen und da ist auch geschossen worden. Alles andere ist gelogen. Noch 20 Schritte mehr und sie währen in die SM 70 gelaufen.

Gruß Bürger


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05.12.2009 00:19
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#12
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Zitat von Bürger
Thunderhorse,
Sie sind vor dem K 6 gewesen und da ist auch geschossen worden. Alles andere ist gelogen. Noch 20 Schritte mehr und sie währen in die SM 70 gelaufen.
Gruß Bürger



Kommt so auch in der angehängten PDF-Datei nicht rüber.



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05.12.2009 00:43
#13
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Zitat von ek40
Hallo Bürger,

Die Zeilen in dem Beitrag sagen alles.Da braucht man nichts mehr hinzu zufügen.
Es verschlägt einem immer wieder die Sprache.....ein 14-jähriger "Verbrecher",regelrecht hingerichtet.
Wer jetzt noch behauptet,der ist doch selber Schuld,dem kann man nicht mehr helfen.
Leute......,der getötete war noch ein Kind und sich den Folgen seines Tun's überhaupt nicht bewußt!
Du bist wahrlich nicht zu beneiden.Mir blieb dieser Horror zum Glück erspart.
Ich war zwar 1x bei einer regelrechten Treibjagd zwischen GSZ und Grenzzaun 1 dabei und einmal per A-Gruppe.
Aber es wurde nicht rumgeballert.
Über diese Menschenjagd werde ich noch berichten.
Diese erlebten Geschichten lassen einen nie mehr los.Ich muß oft daran denken.
Nur dein erlebtes ist ja der Supergau!
Danke für den Beitrag.

Gruß ek40


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Hallo EK 40!
Möchte mal sagen,Du scheinst vieles auf die leichte Schulter zu nehmen.In Deiner Ausdrucksform wie ,Menschenjagd, Rumgeballert,Treibjagd und Supergau.Alles klinkt so nach Verherlichung.Aber glaub mir,auch der geschossen hat ,den plagt das leben.
Aber ich will Dir nicht zu nahe treten,aber EK 40. Was bedeutet die 40?


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05.12.2009 01:04
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#14
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Zitat von Augenzeuge
Ich denke das sollte es sein:

http://www.bstu.bund.de/cln_012/nn_71416...lt_Quellen2.pdf



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Hallo Jörg!
Ich habe mir den von Dir eingestellten "Bericht" und danach die PdF-Datei von Bürger angesehen und bin erschüttert. Erschüttert über das Schicksal des erschossenen Jungen und desweiteren erschüttert über die Aufarbeitung des Falles von den beteiligten DDR-Stellen.
Nach dem Durchlesen dieser Protokolle muß eigentlich auch dem Letzten klargeworden, daß man der Firma "Horch und Guck" getrost noch den Zusatz "Lug und Trug" anhängen könnte. Noch nicht einmal ordenlich zu Grabe durfte die Familie den Jungen tragen und das Alles unter dem Oberbegriff: "Ich liebe doch, ja ich liebe doch alle Menschen"!! Was muß die Mutter mitgemacht haben, mir fehlen die Worte!!
Wosch


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05.12.2009 01:15
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#15
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Wenn ich das richtig sehe, dann ist das ist doch genau der Fall, der in Schönberg/Meckl. "künstlerisch dargestellt" wird, was dort (i.V.m. dem Streit um den Bürgermeister) zu einer tiefen Spaltung des Ortes geführt hat:

https://www.forum-ddr-grenze.de/t1151f80-...r-behalten.html

Oder irre ich da?


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