Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

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05.12.2009 20:20
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#31
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Zitat von karl143
Wenn jetzt hier bei jedem Thema immer die Meinung vorherrscht, nur die, welche schon mal in dieser Situation standen, können darüber mitduskutieren, können wir das Forum hier schließen. Es fängt doch bei "Sprüchen" wie diesen an. Und wenn dann hier geschrieben wird, das wird in anderen Staaten auch nicht anders sein, muß ich auch dem widersprechen. Wenn hier ein Vollzugsbeamter gleich welcher Art, Polizei, Zoll oder so auch nur mal die Schusswaffe gebraucht, dann steht der Staatsanwalt auf der Matte. Diese Art wie sie hier praktiziert wurde, wo Akten generell hinterher vernichtet wurden o. ä. war wohl ein Privileg der DDR.



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Halllo Karl,
ich hoffe ich war in meinem Beitrag deutlich genug. Die Rechtspflege war ja nun offensichtlich keine Stärke der DDR. Und das mit den vernichteten Akten - Schwamm drüber. Gab /gibt es immer und überall. Ist Kein Privileg der ehem. DDR.
Wenn der Eindruck entsteht das nur der hier mit diskutieren darf der dabei war, dann hast du das aber als erster erkannt. Bleib mal schön hier und mach mit.

Mike59


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05.12.2009 21:36
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#32
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Zitat von Rostocker

Zitat von ek40
Hallo Bürger,
Die Zeilen in dem Beitrag sagen alles.Da braucht man nichts mehr hinzu zufügen.
Es verschlägt einem immer wieder die Sprache.....ein 14-jähriger "Verbrecher",regelrecht hingerichtet.
Wer jetzt noch behauptet,der ist doch selber Schuld,dem kann man nicht mehr helfen.
Leute......,der getötete war noch ein Kind und sich den Folgen seines Tun's überhaupt nicht bewußt!
Du bist wahrlich nicht zu beneiden.Mir blieb dieser Horror zum Glück erspart.
Ich war zwar 1x bei einer regelrechten Treibjagd zwischen GSZ und Grenzzaun 1 dabei und einmal per A-Gruppe.
Aber es wurde nicht rumgeballert.
Über diese Menschenjagd werde ich noch berichten.
Diese erlebten Geschichten lassen einen nie mehr los.Ich muß oft daran denken.
Nur dein erlebtes ist ja der Supergau!
Danke für den Beitrag.
Gruß ek40


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Hallo EK 40!
Möchte mal sagen,Du scheinst vieles auf die leichte Schulter zu nehmen.In Deiner Ausdrucksform wie ,Menschenjagd, Rumgeballert,Treibjagd und Supergau.Alles klinkt so nach Verherlichung.Aber glaub mir,auch der geschossen hat ,den plagt das leben.
Aber ich will Dir nicht zu nahe treten,aber EK 40. Was bedeutet die 40?


Hallo Rostocker,

Ich kann dir versichern,dass ich hier und damals nichts auf die leichte Schulter nahm.
Es liegt mir fern,auch nur irgend etwas aus dieser Zeit zu verherrlichen.
Ich weiß überhaupt nicht wie du zu diesem Schluß kommst.
Auch weiß ich nicht,was du an meiner "Ausdrucksform" zu bemängeln hast bzw.was daran falsch sein soll?
Man kann sich natürlich immer eine Aussage so zurecht legen,wie man sie hören möchte.
Wie du meine Aussage verstehst oder interpretierst/auslegst,ist nun deine Sache.
Aber ich werde von meiner Ausdrucksform nicht abweichen,weil es für mich genau die richtige ist.
Ob dir das nun gefällt oder nicht.
Was wäre denn deiner Meinung nach eine "angemessene Ausdrucksform"?
Wie ist es denn richtig,was willst du denn hören?
Wie nennt man es denn sonst,wenn ein Mensch im Abschnitt regelrecht gejagt wird,Suche oder Fange spielen....?
Ich könnte das jetzt wirklich krass in der damaligen Grenzersprache(zumindest in unserer Kompanie) ausdrücken....und genau diese Form des Ausdrucks war für mich Menschenverachtend,Reißerisch und wie du es nennst,eine Verherrlichung.
Da hätte es geheißen,eine "Gnujagd"war im Gange um dieses subversive Verbrecherschw...in Richtung Kolonnenweg zu treiben oder zu jagen,wo schon die "Glatten" mit der "Knarre" im Anschlag auf den "Gnu" warteten.
(Dazu aber später mal mehr,denn diese "Glatten" hätten fast aus Angst bei jedem Geräusch aus dem Wald auf uns "Treiber","Jäger",oder "Grenzer auf Suche"?......geschossen.)
Oder war das vielleicht eine Wildschweinjagd eines Verbrechers und Feindes?Was denn nun?
Nur um mal eins kar zu stellen,es ging in Bürgers Beitrag um Kinder und nicht um eine Hasenjagd!
(Die hat der liebe "Onkel Erich" immer in der Börde abgehalten und wir durften als Schüler die Treiber spielen.)
Das die "Kinder-Grenzverletzer/Verbrecher/Staatsfeinde" sich wieder vom Zaun Richtung "freundwärts" bewegten und einer von ihnen durch "sehr viele Patronen zu Tode kam"(richtig und genehm ausgedrückt?),ist ja normal.
Das der Schütze durch seine Tat sicherlich mit sich selber bis heute und in alle Ewigkeit zu tun hat,braucht mir niemand zu erzählen.Es sei denn,er hat überhaupt kein Gewissen.
Trotzdem ist und wäre für mich persönlich solch ein Vorfall der "Supergau".Was ist daran falsch?
Oder vielleicht mit deinen Worten,ein "unglücklicher Umstand",Pech....?
Nochmal,ich bin froh,dass ich nie in solch missliche Lage kam.
Abschließend möchte ich noch anmerken,dass mir hier in einigen Beiträgen so manche Ausdrucksformen auch nicht gefällt.
Dennoch werde ich sie akzeptieren und nicht Maßregeln,da es um die Sache an sich geht.

Nun möchte ich dir noch deine Frage beantworten,was es mit der 40 auf sich hat.Wurde von mir hier schon mal erklärt.
Schau mal nach unter: https://www.forum-ddr-grenze.de/t1673f2-W...ie-Antwort.html


Gruß ek40


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06.12.2009 10:06
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#33
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Es ging mir auch nur um das "mitdiskutieren". Wie schlimm diese Situation für den persönlich Betroffenen ist, kann ich mir vorstellen. Ich bin zum Glück beim BGS nie in die Lage gekommen, die Schusswaffe mal zu gebrauchen. Das ist ja generell auch heute ein Problem. Der Beamte muß in Bruchteilen entscheiden, die Justiz hat Monate den Fall zu beurteilen, oder der Soldat in Afganistan, der ein Auto auf sich zufahren sieht. Weiß den überhaupt jemand, was aus diesem KC geworden ist. Darüber ist nichts zu finden. Hat er denn eine Strafe nach dem sexuellen Übergriff bekommen, oder wurde er nur entlassen?


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06.12.2009 13:15
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#34
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Hallo zusammen,

Was aus diesem KC geworden ist. Darüber ist nichts zu finden. Hat er denn eine Strafe nach dem sexuellen Übergriff bekommen, oder wurde er nur entlassen?

Ja, karl 143 ich kann Dir nur so viel sagen das Er aus den Reihen Entlassen wurde.
Heute ist er Rentner und wohnt immer noch in Benneckenstein.
Nach dem er damals Entlassen wurde, haben wir ihn immer in seinem Garten gesehen als wir mit den Fahrzeugen durch Benneckenstein gefahren sind zum Grenzdienst.

Der Zoll und der BGS müssten aber genug Fotos von im haben. Sein Bild hing zu meiner Zeit an dem Kiosk in Hohe Geiß, genau gegenüber vom Abschnitt 7.
Habe ich mal von einem Zöllner erfahren im Grenzdienst.
Ja, ich habe mich auch damals mit Allen Leuten unterhalten die mich angesprochen haben.
Dadurch entstand auch so eine kleine Freundschaft zwischen uns. Immer wenn wir uns gesehen haben, haben wir uns gegrüßt. Entweder per Handzeichen oder Mündlich.

Gruß Bürger


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07.12.2009 21:30
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#35
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Nur mal so zur Korrektur.
Der Ort in Niedersachsen heißt Hohegeiß und nicht Hohe Geiß.

http://www.harzinfo.de/orte/34/index2.html


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07.12.2009 21:43
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#36
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Also wie gesagt ich bin ein laie,

aber schüler 15 jahre 51 schuss!!!!!,ich weis war ja nicht dabei aber..............!!!???
das hört sich ja an alsob das ganze magazin lehr geschossen ist!!!
Dieser u ander todesopfer kann ich immer noch nicht verstehen u begreifen !!???,und wie es schon geschrieben als laie soll man nicht so schnell urteilen .

gr Klaus NL


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02.12.2013 18:37
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#37
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Auch hier wieder haben die Grenzer wieder korrekt gehandelt.Anhand des Fotos ist zu sehen,das der GV nicht gerade einen kindlichen Eindruck macht.


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02.12.2013 21:11 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2013 21:19)
#38
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Zitat von damals wars im Beitrag #37
Auch hier wieder haben die Grenzer wieder korrekt gehandelt.Anhand des Fotos ist zu sehen,das der GV nicht gerade einen kindlichen Eindruck macht.


Ja, ein ganz tolle, korrekte Leistung..........todsicher..........fehlt nur noch, dass du sie zu Helden machst. Ob es den Beiden heute weiterhilft, das sie "korrekt" gehandelt haben, wage ich zu bezweifeln............

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02.12.2013 21:43
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#39
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Schuddelkind,

er ist einer, der nur seine Ideale im Kopf hat, keine menschliche Regung. Und für diese, seine Ideale, reagiert er so schoddrig, vielleicht versteht er es auch intellektuell nicht, was da abgegangen ist und wieso ich diesen Link wieder gesetzt habe. Der, der sich da Bürger nennt, hat in der Kompanie gedient und beschreibt doch sehr drastisch, was da seitens des KC abgegangen ist. Und wenn der tatsächlich wegen sexueller Übergriffe auf einen Untergebenen abgelöst worden ist, zeichnet es doch ein bezeichnendes Bild von einem, der junge Männer anheizte. Wenn Bürger dieses Tarnen im Schnee beschreibt, was der KC da machte, um seine Soldaten zu erschrecken, wahrscheinlich um sie ständig zu kontrollieren und zu überprüfen, dann ist dies doch mehr als krank. Und damals hat nichts anderes dazu zu sagen. Wieder kann ich nur schreiben, zum Glück haben solche Menschen nicht mehr die Macht, andere zu schikanieren, zu indoktrinieren und sie können auch nicht mehr ihre Meinung zum Dogma machen, dem sich Millionen anders denkende beugen müssen. Schlimm genug, was sie hier so absondern.


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03.12.2013 09:20 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2013 09:33)
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#40
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Zitat von damals wars im Beitrag #37
Auch hier wieder haben die Grenzer wieder korrekt gehandelt.Anhand des Fotos ist zu sehen,das der GV nicht gerade einen kindlichen Eindruck macht.


Auf jemanden zu feuern der Richtung freundwärts läuft halte ich nicht gerade für korrekt.
Für mich ist aber das Thema nun erledigt, war wohl doch alles eine revolutionäre Notwendigkeit.


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03.12.2013 10:15
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#41
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ABV

Das Thema haben wir ja schon bis zum "Erbrechen" durchgekaut. Nein, korrekt war das Verhalten der Grenzer auf keinen Fall. Wäre auf dem Schusswaffengebrauch eine ordnungsgemäße Untersuchung erfolgt, hätten die Schützen schon in der DDR belangt werden müssen! Man hätte aber auch die konkreten Umstände der Schusswaffenanwendung erforschen müssen. Und wäre dann unweigerlich bei der Rolle des unseligen KC gelandet. Der, zumindest indirekt, einen großen Anteil an der schon nach DDR-Gesetzen rechtswidrigen Anwendung der Schusswaffe besitzt!
Für mich ist erstaunlich, dass man von höherer Seite dem Treiben dieses Majors solange untätig zugesehen hat. Jeder, der nur ein wenig Ahnung hat, konnte doch erkennen, dass es früher oder später, unweigerlich zu einer Katastrophe kommen musste! Oder wurde, im Interesse der Grenzsicherung, darüber hinweg gesehen, dass die Grenzkompanie von einem Verrückten geführt wird?
Wahrscheinlich wären bei einer umfassenden Überprüfung auch im Stab der vorgesetzten Dienststelle die sprichwörtlichen Köpfe gerollt. Ein Grund mehr, dass es diese Überprüfung nie gegeben hat.

Gruß an alle
Uwe

03.12.2013 11:14
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#42
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Zitat von ABV im Beitrag #41
Das Thema haben wir ja schon bis zum "Erbrechen" durchgekaut. Nein, korrekt war das Verhalten der Grenzer auf keinen Fall. Wäre auf dem Schusswaffengebrauch eine ordnungsgemäße Untersuchung erfolgt, hätten die Schützen schon in der DDR belangt werden müssen! Man hätte aber auch die konkreten Umstände der Schusswaffenanwendung erforschen müssen. Und wäre dann unweigerlich bei der Rolle des unseligen KC gelandet. Der, zumindest indirekt, einen großen Anteil an der schon nach DDR-Gesetzen rechtswidrigen Anwendung der Schusswaffe besitzt!
Für mich ist erstaunlich, dass man von höherer Seite dem Treiben dieses Majors solange untätig zugesehen hat. Jeder, der nur ein wenig Ahnung hat, konnte doch erkennen, dass es früher oder später, unweigerlich zu einer Katastrophe kommen musste! Oder wurde, im Interesse der Grenzsicherung, darüber hinweg gesehen, dass die Grenzkompanie von einem Verrückten geführt wird?

Wahrscheinlich wären bei einer umfassenden Überprüfung auch im Stab der vorgesetzten Dienststelle die sprichwörtlichen Köpfe gerollt. Ein Grund mehr, dass es diese Überprüfung nie gegeben hat.

Gruß an alle
Uwe



Uwe,

genau dieses ist es doch, was ich anklage. Warum hat keines der entscheidenden Organe etwas dagegen getan? Dieses Treiben muss bekannt gewesen sein. Und sowas wird nun auf junge Soldaten losgelassen und man braucht sich nur die Ausführungen des Users Bürger durchlesen, dann erfährt man, was da in der Kompanie für eine Stimmung war.
Ich mache den Schützen keinen Vorwurf, denen saß die Furcht vor dem KC so sehr im Nacken, dass sie seinen Parolen ohne nachzudenken gefolgt sind. Verführt - wie andere in paar Jahrzehnten zuvor auch.


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03.12.2013 11:19
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Eventuell war überzackig besser als überweich?


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03.12.2013 15:08 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2013 15:09)
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ABV

Auf jeden Fall hat es im Verantwortungsbereich des Major P., einen überaus korrekten Grenzdienst gegeben. Allerdings nicht aus Einsicht in die Notwendigkeit, sondern aus purer,nackter Angst. Solange nichts passiert, weder im positiven noch im negativen, wird man dieses Treiben von höherer Stelle auch mit Wohlwollen betrachtet haben. Frei nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel!
So wie sich die Sache darstellt und auch von einem damals dabei gewesenen Augenzeugen bestätigt wurde, müssen sich die beiden Schützen in einem regelrechten psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Das trifft zunächst auf alle Fälle zu, in denen die Schusswaffe angewendet wurde.
Aber: in diesem Fall hätte, wie bereits gesagt, selbst nach den Gesetzen der DDR nicht geschossen werden dürfen.
Die beiden Soldaten waren jedoch vor lauter Angst vor dem Zorn des Kompaniechefs derart konfus, dass ihnen eine nüchterne Beurteilung der Situation kaum mehr möglich war. Es ging ihnen nur noch darum, die "Grenzverletzer" zu stellen. Nicht mehr um die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Angst lähmt die eigene Psyche, verursacht Panik und führt letztendlich zu Fehlentscheidungen.
Die beiden Soldaten waren nicht nur Täter, sondern mindestens gleichermaßen auch Opfer!

Gruß Uwe

03.12.2013 17:04
#45
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Mal dumm gefragt: War das für den KC nicht gefährlich, den Posten so aufzulauern? Wenn sie den in Panik erschossen hätten?

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