Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

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29.11.2009 11:39
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#1
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Es gab mal im Trucker oder dem Fernfahrer nen Artikel mit Bildern usw wo ein LKW-Fahrer versucht hatte die GÜST Marienborn zu durchbrechen mit nem Volvo F88 und Minol-Tank-Auflieger....der allerdings leer war.....

....ich hab bis jetzt im Netz noch nichts dazu gefunden, leider hab ich auch keinen Scanner um das hier rein zu stellen....ich will auch jetzt eigendlich meine ganze Sammlung von Truckerzeitungen in die Tonne hauen zwecks Umzug....ich habe die mal gesammelt von 1990 an.....ich hab etliche Kartons voll davon.....Trucker, Fernfahrer und die holländische Truckstar.....

....vielleicht will die jemand ja haben....geht aber nur zur Selbstabholung bis zur ersten Januarwoche 2010....ich wohne bei Aachen über die Grenze.....meine Nachbarin hat einen Schlüssel zur Wohnung, weil ich halt nich oft da bin....

Aus dem Artikel ging hervor, das der Tankauflieger leer war und das der Truck intensiv beschossen wurde bevor er gegen den *Fiffy* geprallt ist, Tote gab es nicht, allerdings wurden Fahrer und Beifahrer verletzt.....dem Fahrer wurden sogar die verballerten Patronen in Rechnung gestellt, die auf ihn abgefeuert wurden....

.....ich stell mir gerade vor, was wäre passiert, wenn dieser Truck echt voll gewesen wäre mit Benzin.....die ganze GÜST wäre doch in einem Schlag ausradiert geworden, wenn so 30.000 liter Benzin explodieren.....der Fahrer ging ja davon aus, das niemand auf einen Tanklaster schiessen würde, was sie aber trotzdem getan haben.....se wussten wohl ziemlich schnell, das der leer war.....statt 40 Tonnen prallten halt nur 15 harmlose Tonnen in den Fiffy.....

Mara


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29.11.2009 11:48
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#2
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Moin Mara,alte Truckse


In diesem Fall durften wir,die wir beim Treffen in Helmstedt dabei waren,in der Gedenkstätte Marienborn sogar Einblick in die Stasiakte nehmen.Leider war die Zeit zu kurz für ein intensives Studium der Akte.





Gruß vom MAN-Trucker maja


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29.11.2009 11:57 (zuletzt bearbeitet: 29.11.2009 12:08)
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#3
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Es handelt sich hierbei um den Fluchtversuch vom 22. November 1983 von Hans-Jürgen Fricke der damals versuchte, mit einem vollgetankten @mara Minol-Tanklaster die Grenze zu durchbrechen. Die Flucht scheiterte jedoch am Betonrammbock, der dem Lkw die Vorderachse wegriss. Der Republikflüchtlig erhielt, entsprechend der Schwere der Schuld, 8 Jahre Freiheitsstrafe und wurde erst April/Mai 1990 entlassen. Der durfte also fast seine ganze Strafe absitzen.


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29.11.2009 12:09
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#4
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Echt, der war vollgetankt....??? Pffff, ich dachte der war leer.....???? Ich bin jetzt zu faul um all die Kartons abzusuchen nach bewussten Artikel....ich kann mich aber an die Bilder erinnern und da halt daran, das es halt nich nen Betonklotz, sondern so ein stählerne Fiffy war wo er reingeknallt ist.....dabei stand wohl auch, das wenn er voll gewesen wäre, es wohl viel verheerender ausgegangen wäre.....aber naja, ich weiss es eben nich genau mehr.....

.....aber stellt euch mal vor....30.000 liter Benzin und was wäre, wenn sich die plötzlich allemal auf einem Schlag entzündet hätten mitten in der GÜST.....die Ravage wäre wohl heftig gewesen....geschweigen denn all die Toten, die es dadurch gegeben hätte....

....ich muss mich an eine Tankwagenexplosion in Spanien erinnern vor ich weiss nich etwa 20 Jahren nähe eines Campingplatzes, die den Campingplatz komplett vernichtet und vielen das Leben gekostet hatte.....

Mara


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29.11.2009 12:16 (zuletzt bearbeitet: 29.11.2009 12:17)
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Zitat von Mongibella
das es halt nich nen Betonklotz, sondern so ein stählerne Fiffy war wo er reingeknallt ist...

Mara



Ich meine das Teil was auf die Straße geschossen kamm, wenn das Ding "Fiffi" heißt und aus Stahl war, dann meinen wir das gleiche. Ich war kein Grenzer und habe daher auch kein spezielles Fachwissen in diesem Bereich, auf jeden Fall riss ihm besagtes Teil die Vorderachse weg.

Ja es hätte ne Menge passieren können, daher auch die Verurteilung zum Höchststrafmaß, dass der §213 zuließ, da es nach Abs. 3 ein schwerer Fall war. Wer so handelt und das Leben vieler gefährdete und schlimmeres bewußt in kauf nahm, der hatte díeses meiner Meinung nach aber auch verdient.


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29.11.2009 12:24
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#6
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Zitat von maja64
Moin Mara,alte Truckse


In diesem Fall durften wir,die wir beim Treffen in Helmstedt dabei waren,in der Gedenkstätte Marienborn sogar Einblick in die Stasiakte nehmen.Leider war die Zeit zu kurz für ein intensives Studium der Akte.





Gruß vom MAN-Trucker maja



Das näxte Mal das ich nach Berlin fahre werd ich da mal anhalten und mir die GÜST mal ankucken....ich kenn se halt nur vom Vorbeifahren.....und ja, schade das ich zum Forumtreffen nich frei nehmen konnte.....für's näxte Forumtreffen in Marienborn haste mich jetz aber neugierig gemacht Maja, wann auch immer....dann will ich aber auch mal in den Akten schnüffeln gehen.....

Mara, die sich damit auskennt, wie 40 Tonnen und mehr schieben können....mein Scania is für 50 Tonnen zugelassen und die habe ich auch oft wenn ich nur in NL rumfahre....auch bin ich mal ne zeitlang nur in Norwegen rumgetruckt mit nem 6 Achser und da waren es voll auch immer 50 Tonnen.....man kricht mächtig Respekt vor soviel Masse, bin damit aber trotzdem dauernt mit 90 über de Nationale durche Fjorde gebrettert voll mit Lachs von den einzelnen Züchtern da.....war ne schöne Zeit....


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29.11.2009 12:28
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#7
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Zitat von Feliks D.
Ja es hätte ne Menge passieren können, daher auch die Verurteilung zum Höchststrafmaß, dass der §213 zuließ, da es nach Abs. 3 ein schwerer Fall war. Wer so handelt und das Leben vieler gefährdete und schlimmeres bewußt in kauf nahm, der hatte díeses meiner Meinung nach aber auch verdient.



Ja-nee, die Strafe find ich gerechtfertigt, wie du schon sagst Feliks, hatte er den Tot vieler in Kauf genommen....makaber allerdings, das se ihm die verschossene Munition in Rechnung gestellt haben.....

Mara


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29.11.2009 12:42
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#8
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Mara guck Dir das aber schon mal davor an wieste dahin kommst zur Gedenkstätte.
Also ich kann Dir sagen bei uns wars ne Odyssee.
Der Rainman auf meinem Beifahrersitz als mein Navi,den Kerl konnste glatt vergessen.Und hinter uns der josy,der ist mir doch überall hin gefolgt,wir sind sogar verkehrt rum durch ne Einbahnstraße.


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29.11.2009 12:51
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#9
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Maja, ich glaub ich weiss noch wo die GÜST ist....gleich hinter Helmstedt rechts vonna Autobahn oder so....am Turm vorbei und dann die Abfahrt wars doch, oder....???

Ich komm aus der Feindrichtung, da wird man so schnell kein Geisterfahrer....


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29.11.2009 12:51
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#10
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Zitat von maja64
Mara guck Dir das aber schon mal davor an wieste dahin kommst zur Gedenkstätte.
Also ich kann Dir sagen bei uns wars ne Odyssee.
Der Rainman auf meinem Beifahrersitz als mein Navi,den Kerl konnste glatt vergessen.Und hinter uns der josy,der ist mir doch überall hin gefolgt,wir sind sogar verkehrt rum durch ne Einbahnstraße.



Lokführer kennen nur Signale und keine Verkehrszeichen, Du als MAN-Kutscher bist aber auch kein Vorbild,
Schönen Sonntag aus Berlin


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29.11.2009 13:40
avatar  Pitti53
#11
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also ich war damals in marienborn dabei...der tanker war leer.und beschossen wurde er auch nicht,unsere jungs waren doch nicht lebensmüde...beschossen wurden aber die beiden insassen als sie nach dem aufprall richtung westen flüchteten.einer wurde an der wade getroffen.mehr war nicht


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29.11.2009 14:16
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#12
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Gut, dass Du es erwähnst, Pitti, wollte auch gerade drauf antworten. Ich kam nach dem Ereignis zur ablösenden Schicht, habe es also nicht mit eigenen Augen miterlebt. Wenn da alle Unwägbarkeiten mitgespielt hätten, wäre es in einer Katastrophe geendet. Zumal große Teile der GÜST überdacht waren. Aber erstens konnte der ganz gut fahren, er hat ein Tor einer geschlossenen Abfertigungsspur exakt mittig durchfahren, und zweitens wurde da auf dem Territorium der GÜST nicht geschossen. Erst später, wie Pitti geschildert hat.

An der Straßenrollsperre, wie das Teil hieß, war für Fahrzeuge kein Durchkommen. Dieser Fall war nicht der einzige. Ich habe mal Bilder gesehen von einem PKW, der aus der BRD kam auf der GÜST eine Drehung machte und mit excellenter Beschleunigung zurück fuhr. An der Rollsperre war Schluß, im wahrsten Sinne des Wortes. Von dem Auto hat mann nicht erkannt, was das mal war. Ich denke die Ursache für seine Irrfahrt ist bis heute ungeklärt.

OH


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29.11.2009 14:33
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#13
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Zitat von Pitti53
also ich war damals in marienborn dabei...der tanker war leer.und beschossen wurde er auch nicht,unsere jungs waren doch nicht lebensmüde...beschossen wurden aber die beiden insassen als sie nach dem aufprall richtung westen flüchteten.einer wurde an der wade getroffen.mehr war nicht



Gut zu wissen. Ich habe bisher immer gelesen und gehört, dass der Tank nicht leer gewesen sein soll. Aber eine glaubwürdigere Quelle als euch 2 wird es hier wohl nicht geben, von daher danke für die Infos.


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29.11.2009 14:39
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#14
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Zitat von Onkel Hu
Gut, dass Du es erwähnst, Pitti, wollte auch gerade drauf antworten. Ich kam nach dem Ereignis zur ablösenden Schicht, habe es also nicht mit eigenen Augen miterlebt. Wenn da alle Unwägbarkeiten mitgespielt hätten, wäre es in einer Katastrophe geendet. Zumal große Teile der GÜST überdacht waren. Aber erstens konnte der ganz gut fahren, er hat ein Tor einer geschlossenen Abfertigungsspur exakt mittig durchfahren, und zweitens wurde da auf dem Territorium der GÜST nicht geschossen. Erst später, wie Pitti geschildert hat.

An der Straßenrollsperre, wie das Teil hieß, war für Fahrzeuge kein Durchkommen. Dieser Fall war nicht der einzige. Ich habe mal Bilder gesehen von einem PKW, der aus der BRD kam auf der GÜST eine Drehung machte und mit excellenter Beschleunigung zurück fuhr. An der Rollsperre war Schluß, im wahrsten Sinne des Wortes. Von dem Auto hat mann nicht erkannt, was das mal war. Ich denke die Ursache für seine Irrfahrt ist bis heute ungeklärt.

OH









Auch in die Akte durften wir dort mal reinschauen,wie gesagt die Zeit langte gerade für das Anschauen der Bilder.Der PKW war glaube ich ein Mercedes,beide Insassen (Ehepaar,stammten aus dem Ruhrpott)tot.Die müßen sich wohl schon auf westlicher Seite gestritten haben (wurde vom BGS damals festgestellt).
Mara so einfach kommste nicht an die Akten rann,wir durften nur Einsicht nehmen weil wir uns vorher als Gruppe angemeldet hatten und einige unter uns waren,die den Wissensstand unserer Führerin noch erweitern konnten.
Wir waren dort sozusagen "im gesperrten Bereich".




maja


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29.11.2009 14:48
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#15
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