Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

  • Seite 5 von 9
15.11.2010 11:32
avatar  GZB1
#61
avatar

@ Rabe

Ja wäre interessant zu lesen, mach mal bitte.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2010 12:23 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2010 12:23)
avatar  ( gelöscht )
#62
avatar
( gelöscht )

Nur zu, Rabe !

Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2010 12:28 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2010 14:02)
avatar  ( gelöscht )
#63
avatar
( gelöscht )

Beitrag gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2010 12:47
#64
avatar

Als Fredstarterin und Truckse bin ich daran natürlich auch interessiert Rabe....na dann mann tau....

groetjes uit Milano

Mara


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2010 14:02 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2010 14:06)
avatar  Angelo
#65
avatar

@Wosch dein Beitrag wurde gelöscht
Höre auf den User "Rabe" wegen seinen Nicks lächerlich zu machen"

Themenbezogenheit in den Threads


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2010 15:17
avatar  ( gelöscht )
#66
avatar
( gelöscht )

Zitat von Angelo
@Wosch dein Beitrag wurde gelöscht
Höre auf den User "Rabe" wegen seinen Nicks lächerlich zu machen"

Themenbezogenheit in den Threads




Für den mir unbedacht herausgerutschten Ausdruck "Rabe, dann zwitscher uns mal was" möchte ich mich hiermit in aller Form und bei Allen die daran Anstoß genommen hatten entschuldigen. Nach reiflichem Nachdenken bin auch ich zu dem Ergebnis gekommen, daß ein "Zwitschern" nicht zum Vokabular eines "Rabens" gehört, deswegen finde ich die Löschung meines verunglückten Beitrages auch völlig korrekt von Dir, lieber Angelo. Danke Dir, daß Du mir die Möglichkeit zur "Selbstkritik" hier einräumst.
Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Rabe, ich bin sehr gespannt auf Deine weiteren Berichte, hoffe Du bist nicht nachtragend!!


 Antworten

 Beitrag melden
17.11.2010 19:04
avatar  ( gelöscht )
#67
avatar
( gelöscht )

Mein Vorschlag zu diesem Thema zu schreiben, findet anscheinend Zustimmung. Ich werde es also in Angriff nehmen. Die Schilderung
des Ereignisses erfolgt in Erinnerung des Geschehens. Mir stehen keine Dokumente zur Verfügung. Die fernschriftliche Meldung, die
das wann, wie, wo, wer usw. beinhaltet, ist vor 1 1/2 Jahren noch in den Räumen der ehemaligen Güst Marienborn/A. einsehbar gewesen.
( Hoffentlich legt mir niemand diesen Hinweis als unerlaubte Werbung aus. )
Bitte etwas Geduld, der Beitrag soll ja nicht aus zwei Zeilen bestehen. Ich muß ihn ja schreiben. Mit Zwitschern oder Trillern ginge es
leichter und schneller.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
17.11.2010 22:08
avatar  94
#68
avatar
94

Zitat von Rabe
Mit Zwitschern oder Trillern ginge es leichter und schneller.

Nun kannste aber als ein Corvus leider nur xxxxxxxx. (Habsch gleich mal selber wechzensiert, will ja den Admin niche zur Last werden *grins*)

Doch mach Dir mal keinen Kopp über die genauen Fakten. Bring einfach mal Deine Erinnerungen und vielleicht auch heutigen und damaligen Sichtweisen auf's Tapet. Falls Du bei den sogenannten harten Fakten zu sehr daneben liegst, dann donnert die Hose, den kennste gloobsch noch niche. Ist jetzt kein Angriff, nö! *grins* Achso und damit es ein bissel OffTopic ist, möchte ich Dich HIER herzlich willkommen heißen.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
20.11.2010 21:29
avatar  ( gelöscht )
#69
avatar
( gelöscht )

Hallo,

da Interesse bekundet wurde, schreibe ich........ Versprochen ist versprochen.

Einige Bemerkungen vorab:
- die Schilderung beruht ausschließlich auf meinen Erinnerungslücken. Habe auf Zeit- und Meterangaben verzichten müssen,
Zum versuchten Grenzdurchbruch wurde eine fernschriftliche Sofortmeldung und mehrere Ergänzungsmeldungen absetzt.
Die Sofortmeldung hab ich vor 1 1/2 Jahren in der Ausstellung in der ehemaligen Güst M/A gesehen.
- ich enthalte mich jeglicher Wertung.
- ich schildere mein persönliches Erleben.
- das vom MDR gesendete Video enthält Ungenauigkeiten in den Schilderungen des Fahrers.

Am 22.11.1983 hatte ich als Diensthabender Offizier der PKE an der Güst Marienborn/A. von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr Dienst.
Es war ein normaler Arbeitstag, ohne Besonderheiten, bis der Güst - Alarm ausgelöst wurde.
Der Güst - Alarm bedeutete, daß die Abefertigung eingestellt wurde, die Ampeln sich auf " Rot " schalteten, die Verkehrsleiteinrichtungen
( Schranken ) schließen sich mit Verzögerung ( wie bei einem Bahnübergang ), die Winkelschlagbäume ( ? kann falsche Bezeichnung sein, andere fällt mir im Moment nicht ein ) schließen sich und es sind die Abefertigungbereiche gesichert worden. Die sogenannten Passagentore geschlossen. Zum Zeitpunkt der Auslösung des Alarms, war ich allein im Führungspunkt. Mein Stellvertreter war kurz vor
Geschäftsschluß ( 21.30 Uhr ) der Kantine Zigaretten kaufen. Zeitgleich mit der Alarmauslösung hörte ich ein lautes schepperndes, me-
tallisches Geräusch. In diesem Moment stürmte mein Stellvertreter in den Führungspunkt und brüllte, daß ein Tank - Zug " durch sei ".
Mich durchfuhr ein unglaublicher Schreck und in mir kam eine mir bisher unbekannte Angst hoch. Nicht zu beschreibender Zustand.
Als ganz junger Mitarbeiter war ich beim Zugunglück von Langenweddingen 1967 in einer Einsatzgruppe eingesetzt und kannte somit
die Wirkung eines brennen Tankzuges. Für mich vergingen zähe, lange Sekunden bis ich einen lauten, dumpfen Knall hörte. Natürlich weiter höchste Anspannung, bis die Meldung der DHO der GT auflief, daß der Tankzug auf die Straßenrollsperre aufgefahren sei und zwei Personen ohne Anwendung der Schußwaffe festgenommen wurden. Wie sich später herausstellte, war die Meldung nicht richtig. Es war ganz einfach eine Fehlmeldung, der Aufregung geschuldet. Entsprechend die Befehlen und Weisungen des Führungsdokumentes für Sicherheit und Ordnung erfolgte der Einsatz der Festnahme und Sicherungsgruppe. Diese F/S - Gruppe bestand aus Mitarbeitern, die aus den Abfertigungsbereichen herausgelöst wurden. Die Gruppe führte ein Untersuchungsführer der PKE. Mit dem Einsatz - KfZ
( ein B 100 KOM ) fuhr die Gruppe zur Übernahme der Personen von den GT zu Straßenrollsperre. Der Dokumentateur begann den
Ereignisort zu fotografieren und darauffolgend die anderen Schäden. Mit Eintreffen an der Straßenrollsperre, rief der Untersuchungs-
führer im Führungspunkt an und forderte sofort einen Arzt an, da eine Person eine Schußverletzung erlitten hatte. Ein Arzt mußte über den DHO der GT angefordert werden. Es kam in solchen Fällen immer der normale Bereitschaftsarzt aus dem Zivilbereich zum Einsatz.
Unverzüglich wurden die Personen in vorgesehene Räume ( tagsüber waren es Büroräume ) im Rückwärtigen Raum - getrennt untergebracht und natürlich durch je einen Mitarbeiter der PKE angesichert. Durch den eintreffenden Bereitschaftsarzt wurden beide Personen untersucht. Es war eine leichte Schußverletzung nach meiner Erinnerung, ein Streifschuß am Bein. Der Arzt bestätigte Vernehmungs- und Transportfähigkeit. Die Wunde wurde von Ihm versorgt ( Er hat nicht mal eine Spalt für notwendig erachtet. )Im weiteren Verlauf kam das Untersuchungsorgan des MfS zum Einsatz.
Sie führten die Befragung bzw. die Vernehmung der Personen durch. Die Personen erhielten eine warme Mahlzeit und Kaffee. Nach Beendigung der Vernehmung durch das Untersuchungsorgan sind die beiden Personen in die Untersuchungshaftanstalt verbracht worden.
Der Erlebnisbericht ist nun schon sehr lang. Ich verschone Euch mit den Maßnahmen, wie Beräumung der Fahrbahn, Verkehrsführung usw.
Einfach fragen.
Ich hatte weiter oben, eine Anmerkung zum Zugunglück mit wohl 8o Opfern in Langenweddingen gemacht Aus diesem und anderen Gründen, hab ich gebeten, an dem Gerichtsverfahren teilnehmen zu können/dürfen. Es ist gestattet worden. Leider war ich krank zum Termin. Ein von mir entsandter Vertreten konnte teilnehmen. Seine Berichterstattung befriedigte mich nicht.
Unteranderem wollte ich ja wissen, wie die Sicherheitsbelehrungen der Fahrer erfolgten. Die Motive von beiden Personen usw.
Auf den Punkt gebracht, die Verteidiger legten sich mächtig ins Zeug. Die Strafbarkeit wurde nicht in Zweifel gestellt. Es wurde auf ein mildes Urteil plädiert:mit den Persönlichkeiten der Angeklagten, schwere Kindheit, den Beziehungen der beiden in ihrer Partnerschaft/Freundschaft. Einer von ihnen ( wer ? ) sei doch ein ganz fortschrittlicher Mensch, keine negative Einstellung zur Gesellschaft. Er hatte in seinem Zimmer ein Bild von Che Guevara an der Wand. Unteranderem wurde der Fahrer zum Schadensersatz
für den Tanklastzug verurteilt. Nach Haftentlassung ist ihm wohl der Schadensersatz erlassen worden.

Soweit meine Erinnerungen, stellt bitte nicht so viele Fragen. Schreibt lieber, daß ich schön geschrieben habe, in flüssigen Stil, kurzweilig und so. Dafür kann derjenige, der Wert auf Fundstücke legt, meine Rechtschreibfehler behalten.
Übrigens endete mein Arbeitstag am 23.11.1983 gegen 14.00 Uhr und war gegen 15.00 Uhr im Bett. Schlafen konnte ich nicht.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
21.11.2010 19:16
#70
avatar

Richtig Klasse das du dich hier mit deinen Erinnerungen einbringst Rabe....Dank an Dich....

groetjes

Mara


 Antworten

 Beitrag melden
21.11.2010 19:27 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2010 19:28)
#71
avatar

Zitat von Rabe
Hallo,

da Interesse bekundet wurde, schreibe ich........ Versprochen ist versprochen.

Einige Bemerkungen vorab:
- die Schilderung beruht ausschließlich auf meinen Erinnerungslücken. Habe auf Zeit- und Meterangaben verzichten müssen,
Zum versuchten Grenzdurchbruch wurde eine fernschriftliche Sofortmeldung und mehrere Ergänzungsmeldungen absetzt.
Die Sofortmeldung hab ich vor 1 1/2 Jahren in der Ausstellung in der ehemaligen Güst M/A gesehen.
- ich enthalte mich jeglicher Wertung.
- ich schildere mein persönliches Erleben.
- das vom MDR gesendete Video enthält Ungenauigkeiten in den Schilderungen des Fahrers.

Am 22.11.1983 hatte ich als Diensthabender Offizier der PKE an der Güst Marienborn/A. von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr Dienst.
Es war ein normaler Arbeitstag, ohne Besonderheiten, bis der Güst - Alarm ausgelöst wurde.
Der Güst - Alarm bedeutete, daß die Abefertigung eingestellt wurde, die Ampeln sich auf " Rot " schalteten, die Verkehrsleiteinrichtungen
( Schranken ) schließen sich mit Verzögerung ( wie bei einem Bahnübergang ), die Winkelschlagbäume ( ? kann falsche Bezeichnung sein, andere fällt mir im Moment nicht ein ) schließen sich und es sind die Abefertigungbereiche gesichert worden. Die sogenannten Passagentore geschlossen. Zum Zeitpunkt der Auslösung des Alarms, war ich allein im Führungspunkt. Mein Stellvertreter war kurz vor
Geschäftsschluß ( 21.30 Uhr ) der Kantine Zigaretten kaufen. Zeitgleich mit der Alarmauslösung hörte ich ein lautes schepperndes, me-
tallisches Geräusch. In diesem Moment stürmte mein Stellvertreter in den Führungspunkt und brüllte, daß ein Tank - Zug " durch sei ".
Mich durchfuhr ein unglaublicher Schreck und in mir kam eine mir bisher unbekannte Angst hoch. Nicht zu beschreibender Zustand.
Als ganz junger Mitarbeiter war ich beim Zugunglück von Langenweddingen 1967 in einer Einsatzgruppe eingesetzt und kannte somit
die Wirkung eines brennen Tankzuges. Für mich vergingen zähe, lange Sekunden bis ich einen lauten, dumpfen Knall hörte. Natürlich weiter höchste Anspannung, bis die Meldung der DHO der GT auflief, daß der Tankzug auf die Straßenrollsperre aufgefahren sei und zwei Personen ohne Anwendung der Schußwaffe festgenommen wurden. Wie sich später herausstellte, war die Meldung nicht richtig. Es war ganz einfach eine Fehlmeldung, der Aufregung geschuldet. Entsprechend die Befehlen und Weisungen des Führungsdokumentes für Sicherheit und Ordnung erfolgte der Einsatz der Festnahme und Sicherungsgruppe. Diese F/S - Gruppe bestand aus Mitarbeitern, die aus den Abfertigungsbereichen herausgelöst wurden. Die Gruppe führte ein Untersuchungsführer der PKE. Mit dem Einsatz - KfZ
( ein B 100 KOM ) fuhr die Gruppe zur Übernahme der Personen von den GT zu Straßenrollsperre. Der Dokumentateur begann den
Ereignisort zu fotografieren und darauffolgend die anderen Schäden. Mit Eintreffen an der Straßenrollsperre, rief der Untersuchungs-
führer im Führungspunkt an und forderte sofort einen Arzt an, da eine Person eine Schußverletzung erlitten hatte. Ein Arzt mußte über den DHO der GT angefordert werden. Es kam in solchen Fällen immer der normale Bereitschaftsarzt aus dem Zivilbereich zum Einsatz.
Unverzüglich wurden die Personen in vorgesehene Räume ( tagsüber waren es Büroräume ) im Rückwärtigen Raum - getrennt untergebracht und natürlich durch je einen Mitarbeiter der PKE angesichert. Durch den eintreffenden Bereitschaftsarzt wurden beide Personen untersucht. Es war eine leichte Schußverletzung nach meiner Erinnerung, ein Streifschuß am Bein. Der Arzt bestätigte Vernehmungs- und Transportfähigkeit. Die Wunde wurde von Ihm versorgt ( Er hat nicht mal eine Spalt für notwendig erachtet. )Im weiteren Verlauf kam das Untersuchungsorgan des MfS zum Einsatz.
Sie führten die Befragung bzw. die Vernehmung der Personen durch. Die Personen erhielten eine warme Mahlzeit und Kaffee. Nach Beendigung der Vernehmung durch das Untersuchungsorgan sind die beiden Personen in die Untersuchungshaftanstalt verbracht worden.
Der Erlebnisbericht ist nun schon sehr lang. Ich verschone Euch mit den Maßnahmen, wie Beräumung der Fahrbahn, Verkehrsführung usw.
Einfach fragen.
Ich hatte weiter oben, eine Anmerkung zum Zugunglück mit wohl 8o Opfern in Langenweddingen gemacht Aus diesem und anderen Gründen, hab ich gebeten, an dem Gerichtsverfahren teilnehmen zu können/dürfen. Es ist gestattet worden. Leider war ich krank zum Termin. Ein von mir entsandter Vertreten konnte teilnehmen. Seine Berichterstattung befriedigte mich nicht.
Unteranderem wollte ich ja wissen, wie die Sicherheitsbelehrungen der Fahrer erfolgten. Die Motive von beiden Personen usw.
Auf den Punkt gebracht, die Verteidiger legten sich mächtig ins Zeug. Die Strafbarkeit wurde nicht in Zweifel gestellt. Es wurde auf ein mildes Urteil plädiert:mit den Persönlichkeiten der Angeklagten, schwere Kindheit, den Beziehungen der beiden in ihrer Partnerschaft/Freundschaft. Einer von ihnen ( wer ? ) sei doch ein ganz fortschrittlicher Mensch, keine negative Einstellung zur Gesellschaft. Er hatte in seinem Zimmer ein Bild von Che Guevara an der Wand. Unteranderem wurde der Fahrer zum Schadensersatz
für den Tanklastzug verurteilt. Nach Haftentlassung ist ihm wohl der Schadensersatz erlassen worden.

Soweit meine Erinnerungen, stellt bitte nicht so viele Fragen. Schreibt lieber, daß ich schön geschrieben habe, in flüssigen Stil, kurzweilig und so. Dafür kann derjenige, der Wert auf Fundstücke legt, meine Rechtschreibfehler behalten.
Übrigens endete mein Arbeitstag am 23.11.1983 gegen 14.00 Uhr und war gegen 15.00 Uhr im Bett. Schlafen konnte ich nicht.

Rabe



....................ein sehr guter Sachvortrag. Ist ja fast auf den Tag genau 27 Jahre her. Danke für den Beitrag

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


 Antworten

 Beitrag melden
21.11.2010 22:47 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2010 22:54)
#72
avatar

Zitat von Rabe
...die Winkelschlagbäume ( ? kann falsche Bezeichnung sein, andere fällt mir im Moment nicht ein )...

...Soweit meine Erinnerungen, stellt bitte nicht so viele Fragen. Schreibt lieber, daß ich schön geschrieben habe, in flüssigen Stil, kurzweilig und so. ....


Hallo Rabe,
danke für Deine Erinnerungen, "die Winkelschlagbäume" heißen übrigens Sperrschlagbäume.

Die Akte bezüglich des VGDb des Herrn Fricke liegt im Archiv der GÜSt bzw. der Gedenkstätte Marienborn , wir hatten das Glück, diese beim 2. Forentreffen einsehen zu können.

2007 war übrigens in der Ausgabe Sachsen · 16. Jahrgang · Nr. 04/2007 · www.mdr.de/mittendrin dazu der folgende kleine Artikel zu lesen:

Er hatte einfach die Schnauze voll, erzählt Hans-Jürgen Fricke. Am 21.November 1983 versuchte er den wohl spektakulärsten Durchbruch in der Geschichte der DDR-Grenzfestung Marienborn.
Mit seinem Tanklastzug fegte er Schlagbäume und Absperrungen weg, bis der Fluchtversuch an einer versteckten Betonsperre sein abruptes Ende fand. Sechs Jahre Stasi-Knast. Erst kurz vor Ostern 1990 wird der Magdeburger entlassen. Bis heute hat der Fluchtversuch das Leben von Hans-Jürgen Fricke geprägt: „Ich habe damals ein Zeichen gesetzt. Diese absurde deutsch-deutsche Grenze musste einfach weg.“


Gruß,254

Die hier erwähnte "Betonsperre" trug übrigens die Bezeichnung "Kfz-Sperre" (rechtes Bild rechts) und war hier "versteckt" (linkes Bild, übrigens auch der gleichzeitig der damalige Ereignisort):


 Antworten

 Beitrag melden
25.11.2010 09:53
avatar  sentry
#73
avatar

Schöner Bericht, Rabe. Herzlichen Dank dafür.

Mir hat Herr Fricke bei einem zufälligen Zusammentreffen in Marienborn erzählt, er hätte einen Steckschuss im Bein erlitten (siehe meinen Beitrag irgendwo oben auf Seite 3 dieses threads).

Magst Du mal, vielleicht auch in einem neuen thread, darüber schreiben, wie aus Deiner Sicht das Zusammenwirken PKE und GT an der GÜSt funktionierte?
Wie habt Ihr das Verhältnis zu den Grenzern gesehen, die rings um das Kontrollterritorium die GÜSt bewachten?
Wie habt Ihr die Verantwortlichkeiten gesehen? Hatte tatsächlich der DHO das Sagen oder wurde die GÜSt insgeheim (oder offen) von der PKE kommandiert?

Ich frage das aus ganz persönlichen Grüden und Erfahrungen an der GÜSt. Aus Sicht von uns SiK-Soldaten war das Verhältnis eher gespannt.
Außerdem wird gerade von Außenstehenden oft gemutmaßt, dass tatsächlich die PKE als Teil des MfS die Abläufe an der GÜSt bestimmte und eben nicht der DHO.


 Antworten

 Beitrag melden
25.11.2010 10:11
avatar  GZB1
#74
avatar

Sehe ich auch so, sentry.


 Antworten

 Beitrag melden
25.11.2010 14:09
avatar  ( gelöscht )
#75
avatar
( gelöscht )

ein sehr guter Bericht, Rabe. Das ganze war ja wirklich spektakulär.
Gab es kein Feuer ? Oder war der Tank leer ? Wurde der Laster beschossen ? Das hätte ja bös ausgehen können wenn der Tank explodiert wäre. Ich glaube da wäre die Kontrollstelle weg gewesen.
Es gab ja mal eine solche Explosion in Spanien , wo ein Tanklaster in einen Campingplatz gefahren und explodiert ist. Die Bilder damals waren grauenhaft.

Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!