Helmut Kohl - Der geheime Zehn-Punkte-Plan

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28.11.2009 13:00
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http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_458070.html


Helmut Kohl
Der geheime Zehn-Punkte-Plan
In konspirativer Runde tüftelt Helmut Kohl vor 20 Jahren seinen Zehn-Punkte-Plan zur sukzessiven Überwindung der deutschen Teilung aus. Ehefrau Hannelore tippt die geheime Regierungserklärung auf ihrer Reiseschreibmaschine ab.

Von FOCUS-Online-Redakteur Jens Bauszus
AP Kanzler Kohl mit Kanzleramtschef Seiters (r.) im Kabinett

Die am Ende des Tages meist zitierten Sätze Helmut Kohls fallen ungefähr zur Halbzeit seiner Regierungserklärung. Nur zwei Wochen zuvor hat er in der Bundestagsdebatte über die Situation in der DDR erklärt, die „Landsleute in der DDR“ müssten selbst entscheiden, welchen Weg sie in Zukunft gehen wollten. Nun ergreift der Bundeskanzler an diesem Dienstagvormittag die Initiative. In der Haushaltsdebatte des Bundestages stellt Kohl am 28. November 1989 völlig überraschend ein Zehn-Punkte-Programm zur schrittweisen Überwindung der deutschen Teilung vor. „Wie ein wiedervereinigtes Deutschland schließlich aussehen wird, weiß heute niemand. Dass aber die Einheit kommen wird, wenn die Menschen in Deutschland sie wollen – dessen bin ich mir sicher“, erklärt Kohl am Ende von Punkt fünf – und gibt damit den sich seit Wochen überstürzenden Ereignissen in der DDR eine eindeutige politische Zielrichtung: die Wiedervereinigung.


Perfekter Überraschungsmoment

Das Erstaunen auf den Bänken der Bonner Bundestagsabgeordneten ist nicht gespielt. Kohl hat nur seine engsten Vertraute eingeweiht und sein Programm weder mit der Unions-Führung noch dem Koalitionspartner FDP mitsamt Außenminister Hans-Dietrich Genscher abgesprochen. „Neben mir wussten nur Horst Teltschik, Eduard Ackermann, Wolfgang Schäuble und deren Berater von Kohls Vorhaben“, erinnert sich der damalige Kanzleramtsminister Rudolf Seiters im Gespräch mit FOCUS Online und fügt hinzu: „Wir haben in kleiner Runde im Kanzleramt die Frage erörtert: Wie wirken diese Punkte auf unsere Verbündeten im Ausland.“

Der Plan sieht Sofortmaßnahmen zugunsten der DDR im humanitären Bereich vor und stellt – einen grundlegenden Systemwandel im Osten vorausgesetzt – umfangreiche Wirtschaftshilfen in Aussicht. Von einer Vertragsgemeinschaft mit der DDR, die Ministerpräsident Hans Modrow zuvor angeboten hat, soll über eine Konföderation und Föderation die Einheit Deutschlands erreicht werden. Geschätzte Dauer des Einigungsprozesses: fünf bis zehn Jahre. „Wir hatten damals eine ganz andere zeitliche Vorstellung“, erklärt Seiters.

Aus Rücksicht auf den sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow sowie die westlichen Verbündeten seien alle Punkte vorsichtig und behutsam formuliert worden. „Helmut Kohl brachte die deutsche Einheit immer in einen Gesamtzusammenhang mit der europäischen Einigung, damit keine Zweifel entstehen, dass auch ein wiedervereintes Deutschland die Koordinaten seiner Politik nicht verändern wird.“

Das Projekt ist topsecret. Mit Ausnahme von US-Präsident George Bush wird niemand vorab informiert. „Der Kanzler wollte nicht, dass dieser Plan vorab bekannt und zerredet wird. Er fürchtete Widerstand“, sagt Seiters. Damit nichts durchsickert, schreibt Ehefrau Hannelore die Regierungserklärung auf ihrer Reiseschreibmaschine ins Reine.

Angst vor Fehlinterpretationen
Rudolf Seiters:
„Das SED-Regime war hilflos“Am Vorabend der Regierungserklärung lädt Seiters im Auftrag von Kohl eine Reihe auserwählter Zeitungsjournalisten ins Kanzleramt ein, um sie – nach Verpflichtung zu strikter Vertraulichkeit – zu informieren. „Wir wollten einen Resonanzboden schaffen. Wir wollten erläutern, warum der Kanzler jetzt diese Entscheidung fällt. Wir wollten einfach verhindern, dass seine zehn Punkte von den Medien fehlinterpretiert werden.“

Der Plan geht auf. Kohls Rede und Programm beeindrucken. Der Bundeskanzler schließt mit den Worten: „In wenigen Wochen beginnt das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts, ein Jahrhundert, das so viel Elend, Blut und Leid sah. Es gibt heute viele hoffnungsvolle Zeichen dafür, dass die 90er-Jahre die Chancen für mehr Frieden und mehr Freiheit in Europa und in Deutschland in sich tragen. Es kommt dabei entscheidend auch auf unseren, den deutschen Beitrag an. Wir alle sollten uns dieser Herausforderung der Geschichte stellen.“


Beifall auch von den Genossen

Nicht nur die Abgeordneten der Union und der FDP spenden Beifall. Selbst vom Großteil der SPD kommt Applaus. Der Obmann der SPD- Bundestagsfraktion, Karsten Voigt, bietet dem Kanzler sogar die Zusammenarbeit der Sozialdemokraten an. Die Reaktionen der Grünen bezeichnet Kohl rückblickend als beschämend. Deren Fraktionssprecherin Jutta Oesterle-Schwerin wirft ihm eine „Heim-ins-Reich-Politik“ vor. Kohl habe keine Skrupel, „das deutsche Staatsgebiet um ein Drittel zu vergrößern und sich 16 Millionen neuer Untertanen zu verschaffen“, lästert sie.

Das Echo in den Medien am folgenden Tag ist dagegen eindeutig. „Wiedervereinigung – Der Anfang ist gemacht“, jubelt die „Bild“-Zeitung und selbst die sonst so zurückhaltende „Süddeutsche Zeitung“ spricht von einer „gewissen Faszination“. Mit Kohls Zehn-Punkte-Programm gebe es „endlich konkret einen Weg zum Zusammenschluss beider Teile Deutschlands“, urteilt die „Welt“. Kohls Plan ebnet in der Tat den Weg zur Einheit, wird aber schnell inhaltlich von den Ereignissen überrollt: Bereits im Juli 1990 tritt die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion beider deutscher Staaten in Kraft. Einen Monat später beschließt die Volkskammer in Ost-Berlin den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik


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09.12.2013 19:19
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Heute wissen wir, das Helmut Kohl die Gunst der Stunde genutzt hat. Wie ers gemacht hat ist wieder ein anderes Thema. Aber wie hätte es eigendlich sonst passieren sollen. Die DDR war damals schon am Ende, immer mehr Bürger wanderten in den Westen rüber.Auf Dauer hält das kein Staat aus.Nur hat niemand gewusst, wie es ablaufen soll. Man hat gedacht, wir schicken ein paar Wessis rüber und dann bringen wir den Laden wieder auf Vordermann. Im Nachhinein hat sich das alles als Trugschluss herausgestellt.
Im Nachhinein kann man schon sagen, wir alle ob Westen oder Osten.... wurden beschissen.Man hat den Osten blühende Landschaften versprochen. Ich seh da bis heute nur verbrannte Erde.Nur langsam kommt wieder das Grüne hervor.
Ich hatte Kollegen, die sind hunderte von Kilometern gefahren, damit sie ihre Familie daheim ernähren konnten.Ich habe großen Respekt vor diesen Leuten, die auch heute noch zu den Pendlern gehören, die von Montag bis Freitag hunderte Kilometer auf sich nehmen, um ihre Familie zuernähren.


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09.12.2013 19:37
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Alles Geschriebene stimmt, besonders hervorzuheben ist aber die historische Wahrheit, dass damals kein Land aus dem Ostblock auf einen Bruderstaat aus dem Westen blicken konnte, mit der Aussicht auf ein Zusammengehen, ausser der DDR, deren Menschen man vergeblich bis dato ihre Zugehörigkeit zu einem gesamtdeutschen Staat mit allen Mitteln ausreden wollte.
Ausserdem war schon damals absehbar, dass die angestrebte staatliche Einheit Deutschlands einen unmessbaren Wert bezugnehmend auf die Entspannung im Ost-West-Konflikt haben würde, der den nicht allzu Unrecht geäußerten Zweifeln aus Nah und Fern überlegen war.

In dieser und ähnlichen Diskussionen stellen sich meiner Ansicht immer zwei Fragen:

Gab es wirklich in Bonn seit 1949 einen Plan zur deutschen Wiedervereinigung in dieser Form?

Wer schreibt hier eine akzeptable und historisch bestandsfähige Alternative zur Geschichte, wie sie war, auf, die vom deutschen Volk und der Welt tragfähig gewesen wäre, politisch, ökonomisch und...

Besinnung ist angesagt...

VG Klaus


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09.12.2013 19:42
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#4
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Die Geschichte ,so wie wir sie aus den Geschichtsbüchern kennen, hat so niemals stattgefunden. Wir werden wohl auch nie erfahren, was da so im Vorfeld abgelaufen ist.
Meiner Meinung nach hatte weder Kohl, noch das Volk der DDR da die Zügel in der Hand gehabt.

Die im Dunklen sieht man nicht.


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09.12.2013 19:53
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#5
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #4
Die Geschichte ,so wie wir sie aus den Geschichtsbüchern kennen, hat so niemals stattgefunden. Wir werden wohl auch nie erfahren, was da so im Vorfeld abgelaufen ist.
Meiner Meinung nach hatte weder Kohl, noch das Volk der DDR da die Zügel in der Hand gehabt.

Die im Dunklen sieht man nicht.


Lieber @Eisenacher , ich sehe das dann eigentlich auch so, wie Du, hervorzuheben bleibt aber, dass uns nicht nur ein Bruderkrieg, sondern auch ein vermutlicher Weltkrieg erspart worden ist, mit unendlichem menschlichen Leid flächenendeckend.

VG Klaus


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09.12.2013 20:28
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Zitat Hufklaus :Ausserdem war schon damals absehbar, dass die angestrebte staatliche Einheit Deutschlands einen unmessbaren Wert bezugnehmend auf die Entspannung im Ost-West-Konflikt haben würde, der den nicht allzu Unrecht geäußerten Zweifeln aus Nah und Fern überlegen war

Die Zeiten der Entspannung sind ja nun wohl vorbei,hab gestern gerade gelesen Merkel will die Klitschkos unterstüzen und aufwerten,CDU- Institutionen sollen die oppositionellen der Ukraine ausbilden und unterstützen,mit Hilfe der EU
In meinen Augen ist das schon ein von außen gesteuerter Umsturzversuch ein legetim gewählten Regierung.


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09.12.2013 20:38
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#7
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Kohl hat die Wiedervereinigung auch auf drängen von Gorbatschow und Modrow schnell machen müssen. Damals waren die Bewaffneten Organe der DDR ncht Entwaffnet. Die in der DDR stationierten Sowetischen Truppen schon gar nicht. Gorbatschow befürchtete zudem einen Putsch in der DDR. Seine alten Sowet-Generäle zusammen mit KGB und MFS. Selbst nach den Neuwahlen in der DDR trauten viele Ossis nicht der Regerierung von Lothar Demayziere. Oder wieder der noch hiess. Kohl musste schnell handeln damit das Pulverfass DDR nicht Explodiert. Wie hiess es damals noch bei den Montagsdemos im Frühjahr 1990: Kommt die DM nicht hier...Gehen wir zu ihr. Erst nach Inkrafttreten der Wirtschafts und Währungsunion , also ab. 1 Juli 1990 war die DDR wirklich Entwaffnet. Das MFS am Einpacken. Kohl hat sehr viel für die DDR und später für Ostdeutschland gemacht. Die Kleinen Kohls um ihn herum, viel Falsch gemacht. Ihn später 1991 bei einem Besuch in Halle mit Eiern zu bewerfen, eine Grosse Schmach. Kohl war für seine Zeit ein Staatsmann von Welt. Wie auch Franz-Josef-Strauss. Alle anderen Bundeskanzler nach ihm, nur Kopien ihrer Zeit. Egal ob Schröder oder jetzt Angelika. Seinerzeit Helmuts FDJ Mädche. Was solls ?


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09.12.2013 20:40
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#8
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Öfter habe ich schon geschrieben, dass ich nach 1989/1990 glaubte, die Gefahr von Kriegen sei nun endgültig gebannt. Aber meine Naivität hat mich durch die Geschichte eingeholt. Das gebe ich unumwunden zu. Auch die gegenwärtigen, zahlreichen Krisenherde machen mich nicht optimistischer.
Die Einflussnahme auf die Entwicklungen in den Gebieten der ehemaligen UdSSR durch D finde ich auch äußerst unangemessen, man beachte die Befindlichkeiten der dort lebenden Menschen.
Alles ist wohl aber Tagträumerei, weil wir alle nicht wissen, wohin die Reise geht, und die Eingeweihten in der Regierung und im Auswärtigen Amt sich diesbezüglich zu allen Mitteln ermächtigt fühlen?

Eine eigene Dynamik schließe ich selbst nicht aus, in welche Richtung auch immer.

VG Klaus


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09.12.2013 22:35
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #7
Kohl hat die Wiedervereinigung auch auf drängen von Gorbatschow und Modrow schnell machen müssen. Damals waren die Bewaffneten Organe der DDR ncht Entwaffnet. Die in der DDR stationierten Sowetischen Truppen schon gar nicht. Gorbatschow befürchtete zudem einen Putsch in der DDR. Seine alten Sowet-Generäle zusammen mit KGB und MFS. Selbst nach den Neuwahlen in der DDR trauten viele Ossis nicht der Regerierung von Lothar Demayziere. Oder wieder der noch hiess. Kohl musste schnell handeln damit das Pulverfass DDR nicht Explodiert. Wie hiess es damals noch bei den Montagsdemos im Frühjahr 1990: Kommt die DM nicht hier...Gehen wir zu ihr. Erst nach Inkrafttreten der Wirtschafts und Währungsunion , also ab. 1 Juli 1990 war die DDR wirklich Entwaffnet. Das MFS am Einpacken. Kohl hat sehr viel für die DDR und später für Ostdeutschland gemacht. Die Kleinen Kohls um ihn herum, viel Falsch gemacht. Ihn später 1991 bei einem Besuch in Halle mit Eiern zu bewerfen, eine Grosse Schmach. Kohl war für seine Zeit ein Staatsmann von Welt. Wie auch Franz-Josef-Strauss. Alle anderen Bundeskanzler nach ihm, nur Kopien ihrer Zeit. Egal ob Schröder oder jetzt Angelika. Seinerzeit Helmuts FDJ Mädche. Was solls ?


Also da hatten wir nach deiner Meinung aber noch viiiel Zeit für einen "Umsturz" Ja stimmt , am 30.06.1990 habe ich als letzter meiner Einheit meine Waffe abgegeben. Hätte auch keinen interessierst wenn ich sie behalten hätte

Das MFS hat schon im Februar 90 "eingepackt" . Soviel nur zur Richtigstellung du "Experte"


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09.12.2013 23:39
#10
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #7
Kohl hat die Wiedervereinigung auch auf drängen von Gorbatschow und Modrow schnell machen müssen. Damals waren die Bewaffneten Organe der DDR ncht Entwaffnet. Die in der DDR stationierten Sowetischen Truppen schon gar nicht. Gorbatschow befürchtete zudem einen Putsch in der DDR. Seine alten Sowet-Generäle zusammen mit KGB und MFS. Selbst nach den Neuwahlen in der DDR trauten viele Ossis nicht der Regerierung von Lothar Demayziere. Oder wieder der noch hiess. Kohl musste schnell handeln damit das Pulverfass DDR nicht Explodiert. Wie hiess es damals noch bei den Montagsdemos im Frühjahr 1990: Kommt die DM nicht hier...Gehen wir zu ihr. Erst nach Inkrafttreten der Wirtschafts und Währungsunion , also ab. 1 Juli 1990 war die DDR wirklich Entwaffnet. Das MFS am Einpacken. Kohl hat sehr viel für die DDR und später für Ostdeutschland gemacht. Die Kleinen Kohls um ihn herum, viel Falsch gemacht. Ihn später 1991 bei einem Besuch in Halle mit Eiern zu bewerfen, eine Grosse Schmach. Kohl war für seine Zeit ein Staatsmann von Welt. Wie auch Franz-Josef-Strauss. Alle anderen Bundeskanzler nach ihm, nur Kopien ihrer Zeit. Egal ob Schröder oder jetzt Angelika. Seinerzeit Helmuts FDJ Mädche. Was solls ?



Na, wenn das der amtierende Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maiziere liest wie du den Namen der Familie und des Onkels verhunzt


passport


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10.12.2013 00:00
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #9
Zitat von West_Tourist im Beitrag #7
Kohl hat die Wiedervereinigung auch auf drängen von Gorbatschow und Modrow schnell machen müssen. Damals waren die Bewaffneten Organe der DDR ncht Entwaffnet. Die in der DDR stationierten Sowetischen Truppen schon gar nicht. Gorbatschow befürchtete zudem einen Putsch in der DDR. Seine alten Sowet-Generäle zusammen mit KGB und MFS. Selbst nach den Neuwahlen in der DDR trauten viele Ossis nicht der Regerierung von Lothar Demayziere. Oder wieder der noch hiess. Kohl musste schnell handeln damit das Pulverfass DDR nicht Explodiert. Wie hiess es damals noch bei den Montagsdemos im Frühjahr 1990: Kommt die DM nicht hier...Gehen wir zu ihr. Erst nach Inkrafttreten der Wirtschafts und Währungsunion , also ab. 1 Juli 1990 war die DDR wirklich Entwaffnet. Das MFS am Einpacken. Kohl hat sehr viel für die DDR und später für Ostdeutschland gemacht. Die Kleinen Kohls um ihn herum, viel Falsch gemacht. Ihn später 1991 bei einem Besuch in Halle mit Eiern zu bewerfen, eine Grosse Schmach. Kohl war für seine Zeit ein Staatsmann von Welt. Wie auch Franz-Josef-Strauss. Alle anderen Bundeskanzler nach ihm, nur Kopien ihrer Zeit. Egal ob Schröder oder jetzt Angelika. Seinerzeit Helmuts FDJ Mädche. Was solls ?


Also da hatten wir nach deiner Meinung aber noch viiiel Zeit für einen "Umsturz" Ja stimmt , am 30.06.1990 habe ich als letzter meiner Einheit meine Waffe abgegeben. Hätte auch keinen interessierst wenn ich sie behalten hätte

Das MFS hat schon im Februar 90 "eingepackt" . Soviel nur zur Richtigstellung du "Experte"



Jawoll Chef ! Ich bin kein Experte wie du. Auch kein Blockwart wie du. Schion gar nicht so schlau wie du. Aber nix für ungut. Alles im Sinne Erich Weinerts.


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10.12.2013 00:10
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Zitat von passport im Beitrag #10
Zitat von West_Tourist im Beitrag #7
Kohl hat die Wiedervereinigung auch auf drängen von Gorbatschow und Modrow schnell machen müssen. Damals waren die Bewaffneten Organe der DDR ncht Entwaffnet. Die in der DDR stationierten Sowetischen Truppen schon gar nicht. Gorbatschow befürchtete zudem einen Putsch in der DDR. Seine alten Sowet-Generäle zusammen mit KGB und MFS. Selbst nach den Neuwahlen in der DDR trauten viele Ossis nicht der Regerierung von Lothar Demayziere. Oder wieder der noch hiess. Kohl musste schnell handeln damit das Pulverfass DDR nicht Explodiert. Wie hiess es damals noch bei den Montagsdemos im Frühjahr 1990: Kommt die DM nicht hier...Gehen wir zu ihr. Erst nach Inkrafttreten der Wirtschafts und Währungsunion , also ab. 1 Juli 1990 war die DDR wirklich Entwaffnet. Das MFS am Einpacken. Kohl hat sehr viel für die DDR und später für Ostdeutschland gemacht. Die Kleinen Kohls um ihn herum, viel Falsch gemacht. Ihn später 1991 bei einem Besuch in Halle mit Eiern zu bewerfen, eine Grosse Schmach. Kohl war für seine Zeit ein Staatsmann von Welt. Wie auch Franz-Josef-Strauss. Alle anderen Bundeskanzler nach ihm, nur Kopien ihrer Zeit. Egal ob Schröder oder jetzt Angelika. Seinerzeit Helmuts FDJ Mädche. Was solls ?



Na, wenn das der amtierende Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maiziere liest wie du den Namen der Familie und des Onkels verhunzt


passport



Du meinst dich nicht etwa IM-Czerny ? Meinst du den ? Oder was meinst du den ?


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10.12.2013 08:42
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #8
Öfter habe ich schon geschrieben, dass ich nach 1989/1990 glaubte, die Gefahr von Kriegen sei nun endgültig gebannt. Aber meine Naivität hat mich durch die Geschichte eingeholt.


Trotz der Beendigung des kalten Krieges ist die Welt diesbezüglich nicht sicherer geworden. Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen darf, zu sagen: im Gegenteil.

friedliche Grüße Andreas


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10.12.2013 09:38
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #3
Alles Geschriebene stimmt, besonders hervorzuheben ist aber die historische Wahrheit, dass damals kein Land aus dem Ostblock auf einen Bruderstaat aus dem Westen blicken konnte, mit der Aussicht auf ein Zusammengehen, ausser der DDR, deren Menschen man vergeblich bis dato ihre Zugehörigkeit zu einem gesamtdeutschen Staat mit allen Mitteln ausreden wollte.
Ausserdem war schon damals absehbar, dass die angestrebte staatliche Einheit Deutschlands einen unmessbaren Wert bezugnehmend auf die Entspannung im Ost-West-Konflikt haben würde, der den nicht allzu Unrecht geäußerten Zweifeln aus Nah und Fern überlegen war.

In dieser und ähnlichen Diskussionen stellen sich meiner Ansicht immer zwei Fragen:

Gab es wirklich in Bonn seit 1949 einen Plan zur deutschen Wiedervereinigung in dieser Form?

Wer schreibt hier eine akzeptable und historisch bestandsfähige Alternative zur Geschichte, wie sie war, auf, die vom deutschen Volk und der Welt tragfähig gewesen wäre, politisch, ökonomisch und...

Besinnung ist angesagt...

VG Klaus


fett markiert:
Nein.
Ebenso wenig wie die Ereignisse 1989 in der Form absehbar waren, somit Kohl auch eher vor sich hin dilettierte bzw. die historische Gunst der Stunde roch.

In der Rückschau glauben wir heute eine gewisse historische Übersicht zu haben und vergessen dabei immer, dass Menschen "in ihrer Zeit" handeln, geprägt von deren Bedingungen und Zwängen sowie ihren eigenen Eitelkeiten.

Genau so wie wir alle das tun.
.


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10.12.2013 16:17
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Es war schon das damals möglichst Beste wie die Sache gelaufen ist.
Ich jedenfalls bin dankbar das mein Leben noch einmal eine Wende nehmen und ich es ohne Bevormundung und Gängelei noch einmal selbst in die Hand nehmen konnte.
Das die Marktwirtschaft für die VEB nicht schadlos einzuführen war konnte man verstehen und ich bin auch schon zu DDR-Zeiten zur Arbeit hin gefahren, das dies nun ein kollektives Unglück ist sehe ich nicht so.


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