Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

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21.11.2009 16:10von ( gelöscht )
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Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

Hallo

Wie war das eigentlich über die Auskunftfreudigkeit des Grenzsoldaten was seine Tätigkeit betrifft ?
Was und wieviel konnte man im privaten Bereich,also in der Familie,im Bekanntenkreis,im Freundeskreis usw erzählen.
Es galt ja keinen Weidezaun zu schützen,sondern die Schnittstelle Ost-West.

23.11.2009 15:46von ( gelöscht )
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guter aussagekräftiger Text, Sentry, da muss ich Feliks beipflichten


hüstel @rainer-maria... das wir auch immer verwechselt werden...

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Manchmal denke ich, ich war ein Glückspilz und irgendeiner, vielleicht Cousine Susanne beim Verein,die Schreibtischfrau, über sie hatte ich in der Elbgrenze schon zwei, drei Texte eingestellt, hielt ihre schützende Hand über mich.


hättest du dazu bitte mal nen link ?

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23.11.2009 15:48von Theo85/2
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Zitat von EK 82/2
Ich glaube die wenigsten haben direkt etwas über den Grenzdienst erzählt.Das mag auch ein Grund sein das man sich keine Gedanken machte als es hieß:Eingezogen zur Grenze.

Auch ich habe es vorgezogen über direkte Dinge an der Grenze,selbst nach der Entlassung,lieber nicht zu reden.Wenn ich mich richtig entsinne wurde uns bei der Entlassung gesagt das wir über Vorgänge an der Grenze,deren Aufbau,Ablösungen usw. Schweigepflicht haben und bis 6 Monate nach der Enlassung noch der Militästaatsanwalt zuständig ist.Also hieße das Schwedt.

Hätte man was gesagt und es wäre rausgekommen oder noch schlimmer jemand hätte sich aus dem gehörten Aufzeichnungen gemacht und die wären gefunden worden,da kannste aber Fässer aufmachen.Ein Bayriches Bierzelt wäre zu klein für den Ärger.

Andy


Ich glaube schon, das sich das Interesse über solche Dinge in Grenzen hielt.Viele meiner Generation (61 geboren) in meiner Heimat wussten nicht einmal, das der "Westen" ziemlich gleich hinter dem nächsten Berg anfing. Bekannte welche an der Grenze dienten hatte man schon, aber ihre Erzählungen waren oft verklärt von den "guten" Erinnerungen, welche sie zum Besten gaben. Man hatte keinen Bezug dazu.Später, als Reservist ging es einem dann auch nicht anders. keiner, außer ehemaligen Soldaten, hörte überhaupt richtig zu. Nur aus reiner Prahlsucht über Die Dinge zu erzählen, welche man während seiner Dienstzeit erfahren hat, liegt mir persöhnlich sowieso nicht. Wem, außer einem Fluchtwilligen interessiert,wie man einen GSZ lahmlegt, was das überhaupt ist, wo Hundelaufanlagen sind, Wasserdurchlässe, Minenfelder,etc. Nein ,nur für das bisschen Aufmerksamkeit den falschen Leuten aufzufallen, war die Sache nicht wert. Das mit dem Militärstaatsanwalt noch 6 Monate nach der Entlassung weis ich nicht mehr, wohl aber, das wir belehrt wurden. Vor der Ausbildung an den M700
wurden wir im Regiment VS belehrt.Dann gab es noch den M-Befehl, da durfte man auch nichts rumerzählen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, daß es über mich eine Akte gibt,habe es aber noch nicht hinbekommen, sie einzusehen. Alles in Allem, fand ich es für mich besser, nicht viel über das Thema Grenzdienst verlauten zu lassen. Theo

23.11.2009 16:00von ( gelöscht )
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Entschuldige Gilbert, die Männer vom Verein, ich nenn euch mal so und ein Anderer wird ein Problem damit haben, ihr seht für mich alle gleich aus in den schicken Uniformen.
Aber Spass beiseit, es sind eigentlich mehr zwei Geschichten, realistische Geschichten, weil der...aber du weißt...ich erzähl sie so gern.
Sie stehen unter Oberthema " Ich war ein DDR- Grenzsoldat- Augenzeuge/ Unterthema Elbgrenze...Seite 3 oder 4 vom 24.09.und 1.10.2008.
Also nichts mit Hausnummer und Klarnamen.

Gruß Rainer- Maria

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23.11.2009 16:07von ( gelöscht )
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Entschuldige Gilbert, die Männer vom Verein, ich nenn euch mal so und ein Anderer wird ein Problem damit haben, ihr seht für mich alle gleich aus in den schicken Uniformen.

ja sicher @rainer-maria, der grösste teil kann auch keine wachregimentsuniform von einer dienstuniform des mfs unterscheiden. diesbezüglich werde ich in einem extra- thema nochmal die unterschiede zeigen.

In Antwort auf:
Aber Spass beiseit, es sind eigentlich mehr zwei Geschichten, realistische Geschichten, weil der...aber du weißt...ich erzähl sie so gern.
Sie stehen unter Oberthema " Ich war ein DDR- Grenzsoldat- Augenzeuge/ Unterthema Elbgrenze...Seite 3 oder 4 vom 24.09.und 1.10.2008.


danke für den hinweis. nen link hätte mir die arbeit erleichtert...

In Antwort auf:
Also nichts mit Hausnummer und Klarnamen.


ich wollte nen link und nicht deine kontonummer

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23.11.2009 17:29von ( gelöscht )
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Daran siehst du am Besten, Zermattone, wie unterschiedlich es in der DDR zuging, also mit IM im Bettkasten und Horchposten am Kneipentisch und Wuhlmaus bei der Post, nein, nein, so war das nicht, es war Anders, halt so wie da geschrieben steht.

Gruß Rainer- Maria


So ist es Rainerone-Mariaone,deine Meinung zu diesem Thema hast du mir ja kundgetan,schon mal
Danke sagt Zermattone,auf eine Meinung eines Kollegen warte ich noch...

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23.11.2009 17:50von ( gelöscht )
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Das Schöne ist heute, das man sich ganz unkompliziert über die alte Zeit, ich nenn sie mal am Ende der DDR" etwas bleierne Zeit" unterhalten kann.
Jeder hat es anders erlebt, hier fließt Alles zusammen und der Interessierte so wie du Zermatt erweitert seinen Horizont.
Wir natürlich ebenfalls, die einmal die graue Uniform anhatten.Ich persönlich war froh, wo der ganze Mist zuende war, konnte wieder Geld verdienen für meine kleine Familie und innerhalb kurzer Zeit war alles vergessen.
Da bringt mich doch mein Schwiegersohn auf so ein Forum.....
Es ist ein Kreislauf, Zermatt, und wenn du den nicht im Griff hast, wird er zur Zentrifuge...aber ich weiß, Zermatt, wie Beide haben ihn im Griff.

Gruß Rainer- Maria

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23.11.2009 19:38von ( gelöscht )
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Aber Spass beiseit, es sind eigentlich mehr zwei Geschichten, realistische Geschichten, weil der...aber du weißt...ich erzähl sie so gern.
Sie stehen unter Oberthema " Ich war ein DDR- Grenzsoldat- Augenzeuge/ Unterthema Elbgrenze...Seite 3 oder 4 vom 24.09.und 1.10.2008.


soooo @rainer-maria, habe alle von dir bezeichneten beträge gelesen. der entscheidende war der vom 24.09.2008.
wolltest du deiner cousine susanne wirklich so ein geburtstagsgeschenk bereiten? ich glaube aber auch, dass dieses geschenk nicht gut angekommen wäre, denn über 90 % aller deutschen stehen nicht zu ihrer vergangenheit oder sind sowieso schon immer helden gewesen.

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23.11.2009 20:06von ( gelöscht )
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Zitat von GilbertWolzow
....denn über 90 % aller deutschen stehen nicht zu ihrer vergangenheit oder sind sowieso schon immer helden gewesen.




Wer sagt das denn, Gilbert? Wir zwei und rainer schon mal nicht...

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23.11.2009 20:23von ( gelöscht )
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Zitat von josy95
Jedenfalls, es war Vereidigung und danach war ja für die Spruze Ausgang angesagt, hauptsächlich für die, die Besuch hatten.
Der Typ hat es doch tatsächlich fertig gebracht, sich zum Ausgangsende bis vor`s KDP (KDP = Kontrolldurchlaßposten, zu gut deutsch Kasernenwache) von seiner Westverwandtschaft (BRD) mit einem Mercedes forfahren zu lassen!

Ihr glaubt gar nicht, was da los war!!! Sackstand vom Feinsten. Unser Batallionskommandeur ist ausgeflippt, aber total. Obwohl das sonst im allgemeinen eher ein ruhiger, sachlicher Mensch war. Der Typ hat dann noch so wie ein Unschuldslamm getan als wenn das das normalste von der Welt wär!



Ich verstehe das auch nicht. Was soll daran so schlimm gewesen sein?

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23.11.2009 20:23von ( gelöscht )
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Gilbert, nicht einmal ihr Sohn ist über die Vergangenheit seiner Mutter informiert.
Ich habe sie einmal gefragt, wann sie ihm über diese Zeit reinen Wein einschenken will, da meinte sie" Es hätte noch Zeit".
Der Junge ist mittlerweile 27 Jahre alt.
Aber es ist ihre Entscheidung,und so ist das Leben.
Manche meiner Entscheidungen sind sehr impulsiv, so die mit dem Bild, und ich nahm an, die Sache ist gegessen, aber ich musste mich eines besseren belehren lassen.

Gruß Rainer- Maria

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24.11.2009 08:15von josy95
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Zitat von Sonny

Zitat von josy95
Jedenfalls, es war Vereidigung und danach war ja für die Spruze Ausgang angesagt, hauptsächlich für die, die Besuch hatten.
Der Typ hat es doch tatsächlich fertig gebracht, sich zum Ausgangsende bis vor`s KDP (KDP = Kontrolldurchlaßposten, zu gut deutsch Kasernenwache) von seiner Westverwandtschaft (BRD) mit einem Mercedes forfahren zu lassen!

Ihr glaubt gar nicht, was da los war!!! Sackstand vom Feinsten. Unser Batallionskommandeur ist ausgeflippt, aber total. Obwohl das sonst im allgemeinen eher ein ruhiger, sachlicher Mensch war. Der Typ hat dann noch so wie ein Unschuldslamm getan als wenn das das normalste von der Welt wär!



Ich verstehe das auch nicht. Was soll daran so schlimm gewesen sein?





Ja, Sonny, so war es, das pure Leben live in der DDR! Heute schmunzelt oder lacht unser eins darüber, auch über den kleinen Deppen, der diesen Korken hat knallen lassen. Und darum werde ich nie die verstehen und aktzeptieren, das die, die heute eine große Lippe riskieren, nicht dabei waren oder besser, zu der Zeit noch gar nicht auf der Welt waren! Die entweder alles schlecht oder gut reden...! Für mich eben die lebensunerfahrene, realitätsfernen Klug***eißer! Es ist schon ein Unterschied, was heute vielen das Selbstverständlichste, das Normalste von der Welt ist war damals eben nicht so selbstverständlich.

Viele Grüße aus dem stürmischen Harz


josy95

24.11.2009 08:17von josy95
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gilbert, nicht einmal ihr Sohn ist über die Vergangenheit seiner Mutter informiert.
Ich habe sie einmal gefragt, wann sie ihm über diese Zeit reinen Wein einschenken will, da meinte sie" Es hätte noch Zeit".
Der Junge ist mittlerweile 27 Jahre alt.
Aber es ist ihre Entscheidung,und so ist das Leben.
Manche meiner Entscheidungen sind sehr impulsiv, so die mit dem Bild, und ich nahm an, die Sache ist gegessen, aber ich musste mich eines besseren belehren lassen.

Gruß Rainer- Maria




Ja, Rainer- Maria, u. a. Dein letzter Satz; Das ist auch realitätskonformes Leben. Man lernt eben nie aus.... Und wie hieß es doch so schön bei James Bond? Sag niemals nie...!

josy95

26.11.2009 20:56von ( gelöscht )
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Zitat von josy95

Zitat von Sonny

Zitat von josy95
Jedenfalls, es war Vereidigung und danach war ja für die Spruze Ausgang angesagt, hauptsächlich für die, die Besuch hatten.
Der Typ hat es doch tatsächlich fertig gebracht, sich zum Ausgangsende bis vor`s KDP (KDP = Kontrolldurchlaßposten, zu gut deutsch Kasernenwache) von seiner Westverwandtschaft (BRD) mit einem Mercedes forfahren zu lassen!

Ihr glaubt gar nicht, was da los war!!! Sackstand vom Feinsten. Unser Batallionskommandeur ist ausgeflippt, aber total. Obwohl das sonst im allgemeinen eher ein ruhiger, sachlicher Mensch war. Der Typ hat dann noch so wie ein Unschuldslamm getan als wenn das das normalste von der Welt wär!



Ich verstehe das auch nicht. Was soll daran so schlimm gewesen sein?





Ja, Sonny, so war es, das pure Leben live in der DDR! Heute schmunzelt oder lacht unser eins darüber, auch über den kleinen Deppen, der diesen Korken hat knallen lassen. Und darum werde ich nie die verstehen und aktzeptieren, das die, die heute eine große Lippe riskieren, nicht dabei waren oder besser, zu der Zeit noch gar nicht auf der Welt waren! Die entweder alles schlecht oder gut reden...! Für mich eben die lebensunerfahrene, realitätsfernen Klug***eißer! Es ist schon ein Unterschied, was heute vielen das Selbstverständlichste, das Normalste von der Welt ist war damals eben nicht so selbstverständlich.




Eine Antwort auf meine Frage war das aber nicht.

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26.11.2009 21:27von S51
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Zitat von Sonny
[
Ich verstehe das auch nicht. Was soll daran so schlimm gewesen sein?




Eine Antwort auf meine Frage war das aber nicht.
[/quote]

Ich versuche es mal ohne Verklausulierung:
"Hier" war der Osten, der Warschauer Vertrag. Alles, was vom Westen kam, was bekanntlich der ultimative Feind war, das war absolut unmöglich. Schon gar, damit zu protzen.
Da es einmal die offizielle Meinung gab und andereseits so gut wie jeder wusste, dass es auch eine andere, politisch absolut unkorrekte aber flächendeckende Meinung gab (Westkaffee, Westautos ahhh....) war das Erscheinen mit dem dicken Daimler vor der Kaserne so etwas wie die ulimative Provokation.
Etwa so, wie das Hissen der Berliner Fahne in München, ein BFC-Schal im Fanblock von Eisern Union, ein FDJ-Hemd im Bundestag, nüchterne Fakten in manchen Museen (früher umgekehrt aber auch), ein Opel-Manta unter VW-Golf, Tierschützer auf der Jagd....

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S51
26.11.2009 22:57von ( gelöscht )
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@ S51

Danke für deine Antwort.

Sicher, daß das ein wenig provokant gewirkt haben mag, leuchtet mir ein. Aber daß deswegen so ein Terz gemacht wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Es war doch kein Verstoß gegen die Gesetze der DDR, oder?

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