Der S- Bahnhof Wollankstraße

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16.11.2009 15:07
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#1
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Aufgrund seiner Lage stellte der Bahnhof nach dem Mauerbau eine Besonderheit dar: er gehörte zum westlichen Teilnetz der S-Bahn, lag aber im Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow. Er war in Betrieb, hatte einen geöffneten Ausgang zum Westsektor direkt auf der Grenzlinie und konnte daher vom Westteil aus ohne Kontrolle benutzt werden. Ein Schild neben dem Eingang wies Passanten auf diese Situation hin. Bewirtschaftet wurde er von der Deutschen Reichsbahn mit Ostberliner Personal. Die Mauer verlief unmittelbar östlich des Bahnhofs, seine Zugänge Richtung Ost-Berlin waren versperrt. Der Bahnhof bot zu Anfang einen Ausblick in Ost-Berliner Wohnungen, später auf den sogenannten Todesstreifen.

Viel interessantes zu Lesen auch über die Sanierung 1984 gibt es hier:
http://www.stadtschnellbahn-berlin.de/ba...hof.php?bhf=511
Bearbeitet von Luchs: Link nutzbar gemacht
Bearbeitet von CaptnDelta: Titel korrigiert


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16.11.2009 15:35
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#2
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Wo liegt da nun das grenztechnisch, geosomantisch oder irgendwelch anders geartete Problem?


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16.11.2009 15:47
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#3
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Zitat von Patriot
Wo liegt da nun das grenztechnisch, geosomantisch oder irgendwelch anders geartete Problem?



Ich verstehe ihre Frage so, daß es Menschen in Restdeutschland gibt, die meinen, daß im Forum nur die Absicht besteht, hier "Probleme" auszutragen, nu?

Mir ist nicht bekannt, daß solche Absicht besteht, sondern daß sich die Menschen hier vor allem auch zum Meinungsaustausch um auch interessante Kleinigkeiten treffen und ihre Arbeitskraft dafür voll eingesetzt wird.

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

(..außer einige Wenige hier? )

----------------------

Zur Wollankstrasse:

Hier mal ein Film aus einer S-Bahn Richtung Gesundbrunnem kommend, Fahrstrecke an der Mauer entlang.

0:30 Besonders hohe Sperrmauer, weil die Ostberliner S-Bahn dahinter fuhr und an dieser Stelle sehr dicht an die Westberliner S-Bahn herankam. Mehrere geglückte Fluchtversuche an dieser Stelle. In den 70gern stand da nur ein hoher Zaun. Da haben sich die West- und Ostberliner nicht selten zugewunken, wenn die Züge auf gleicher Höhe in die gleiche Richtung fahrend ein Stück nebeneinander fuhren.

01:10 Ganz hinten in klein ist die Ostberliner S-Bahn zu sehen (Blickrichtung S-Pankow)

ab 01:20 Grenze zwischen Westberliner S-Bahn und Ostberliner Häusern.

01:39 S-Wollankstrasse

Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=fsCIeFEY0Ig



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16.11.2009 15:52
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#4
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Und so sieht der phöööööööööööööööööööööse Klassenfeind aus ->


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16.11.2009 17:40
avatar  Angelo
#5
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Zitat von Patriot
Und so sieht der phöööööööööööööööööööööse Klassenfeind aus ->




Komm jetzt esse mal einen und bleib ruhig Pferdchen sonst mußt du wieder in den stall


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16.11.2009 17:52
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#6
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Zitat von Angelo

Zitat von Patriot
Und so sieht der phöööööööööööööööööööööse Klassenfeind aus ->




Komm jetzt esse mal einen und bleib ruhig Pferdchen sonst mußt du wieder in den stall




Es gibt leider immer wieder Pferde die man nicht allein auf die Weide lassen kann, wenn auch ein Koppelzaun darum ist, da fehlt oft ein "Rittmeister"


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16.11.2009 18:12
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#7
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Hmm, also interessiert euch nicht.
Naja, ich fand es ganz lesenswert.


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16.11.2009 18:23
avatar  Angelo
#8
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Zitat von Frank
Hmm, also interessiert euch nicht.
Naja, ich fand es ganz lesenswert.



Natürlich interessiert und das Frank ich mußte nur mal wieder das Wilde Pferd beruhigen


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16.11.2009 18:25
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#9
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Zitat von Frank
Hmm, also interessiert euch nicht.
Naja, ich fand es ganz lesenswert.



Hallo Frank,
auch für mich als geborenen Berliner immer wieder interessant, mach ruhig weiter, das Abschweifen lag nur an einem der immer wieder stänkern muß, danke für deinen Beitrag,
Gruß aus Berlin


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16.11.2009 18:27
#10
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Zitat von Frank
Hmm, also interessiert euch nicht.
Naja, ich fand es ganz lesenswert.



..........doch Frank, ist schon interessant der Beitrag. Es war immerhin ein Bahnhof auf DDR Gebiet, welcher von Westberliner Bürger und Bürgerinnen ohne Grenzkontrolle betreten werden konnte. Aber es gab noch eine Besonderheit an diesem Bahnhof: Unterhalb der Straßenbrücke befand sich eine Metalltür, diese konnte jedoch nur von der DDR Seite betreten werden. Durch diese Tür gelangte man in das Zwischengeschoß, wo sich weitere Räume befanden. 1994 hatte ich Gelegenheit mir diese an zu sehen. Sahen aus wie normale Büroräume. Diese waren besenrein - also kein Schrank kein Tisch vorhanden.


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16.11.2009 19:31
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Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Frank"]Aber es gab noch eine Besonderheit an diesem Bahnhof: Unterhalb der Straßenbrücke befand sich eine Metalltür, diese konnte jedoch nur von der DDR Seite betreten werden. Durch diese Tür gelangte man in das Zwischengeschoß, wo sich weitere Räume befanden. 1994 hatte ich Gelegenheit mir diese an zu sehen. Sahen aus wie normale Büroräume. Diese waren besenrein - also kein Schrank kein Tisch vorhanden.


Hallo Chris,

ist es heute bekannt, wozu diese Raeume verwendet worden sind (zu DDR-Zeiten oder auch davor)?

Vielen Dank, ich finde den Beitrag auch hoechst interessant.

Duane


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16.11.2009 20:08
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#12
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Zitat von Berliner

Hallo Chris,

ist es heute bekannt, wozu diese Raeume verwendet worden sind (zu DDR-Zeiten oder auch davor)?



Ich bin auch ganz Ohr....


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16.11.2009 20:15
#13
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Zitat von Berliner

Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Frank"]Aber es gab noch eine Besonderheit an diesem Bahnhof: Unterhalb der Straßenbrücke befand sich eine Metalltür, diese konnte jedoch nur von der DDR Seite betreten werden. Durch diese Tür gelangte man in das Zwischengeschoß, wo sich weitere Räume befanden. 1994 hatte ich Gelegenheit mir diese an zu sehen. Sahen aus wie normale Büroräume. Diese waren besenrein - also kein Schrank kein Tisch vorhanden.


Hallo Chris,

ist es heute bekannt, wozu diese Raeume verwendet worden sind (zu DDR-Zeiten oder auch davor)?

Vielen Dank, ich finde den Beitrag auch hoechst interessant.

Duane




Hallo Duane,
ich glaube genau geklärt ist dass nicht. Es ist jedoch an zu nehmen, dass evtl. diese Räumlichkeiten als Möglichkeiten für Vernehmungsräume des MfS genutzt wurden. Also eins steht fest, diese Räumlichkeiten wurden nicht von der Deutschen Reichsbahn oder BVG (West) genutzt. Die jeweiligen S-Bahnaufsichten (DR Personal) erhielten in BFRIU (Berlin Friedrichstraße Unten) eine Fahrkarte der Klasse 10. Fuhren dann mit der S-Bahn zum Bf. Wollankstraße, lösten die alte Schicht ab und absolvierten ihren Dienst. Das verlassen des Dienstgebäudes auf dem Bahnsteig, war nur bei betrieblichen Störungen gestattet. Das umziehen in Dienstbekleidung erfolgte im Aufsichtsgebäude.
Übrigens Frank hatte Recht. Die Bahnhofseingangstür gehörte bis zur Schwelle zum französischen Sektor anschließend war ein weißer Strich auf dem Fußboden und da fing die DDR an. Rechts von der Eingangstür stand ein Schild mit der Aufschrift "Sie verlassen den französischen Sektor".


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16.11.2009 20:20
#14
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.............achso und bevor einer fragt. Die Nord/Südbahn kenne ich aus meiner dienstlichen Tätigkeit. Und wie dass so ist kam man sehr häufig mit S-Bahnaufsichten ins Gespräch, welche bereits vor 1990 dort Dienst absolvierten. Interessant ist auch die Geschichte des S-BW Nordbahnhof, der Postbahnhof NOB, die Gleisanlagen im Bereich Luisenbrücke (alles im Grenzgebiet). Aber auch der Bereich zwischen Posdamer Platz und Anhalter Bahnhof, wo im Streckenkilometer 17 die Staatsgrenze verlief. Und alles unterirdisch.


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17.11.2009 09:19
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#15
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Zitat von Stabsfähnrich

ich glaube genau geklärt ist dass nicht. Es ist jedoch an zu nehmen, dass evtl. diese Räumlichkeiten als Möglichkeiten für Vernehmungsräume des MfS genutzt wurden.


@stabsfähnrich, auch diese möglichkeit kann ausgeschlossen werden, denn vernehmungsräume des mfs bestanden nur in den bekannten einrichtungen (sollten hier unklarheiten gebe, können wir gerne noch einmal...). wäre es nicht möglich, das die räume von den gt genutzt wurden und mit grenzöffnung dort der zoll einzog? analog war es auch auf den u-bahnhöfen.


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