Dr. Hubertus Knabe

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13.11.2009 16:28
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#1
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kam soeben über den ticker und steht auch auf videotext beim mdr-fernsehen:

+++ dr. hubertus knabe erhält am montag von bundespräsident horst köhler das bundesverdienstkreuz. dr. hubertus knabe sieht damit seine arbeit gewürdigt +++



anmerkung meinerseits: na, mit der historischen wahrheit nahmen es ja beide in der letzten zeit nicht so genau...


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13.11.2009 16:40 (zuletzt bearbeitet: 13.11.2009 16:41)
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#2
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[quote="GilbertWolzow"]kam soeben über den ticker und steht auch auf videotext beim mdr-fernsehen:

+++ dr. hubertus knabe erhält am montag von bundespräsident horst köhler das bundesverdienstkreuz. dr. hubertus knabe sieht damit seine arbeit gewürdigt +++



anmerkung meinerseits: na, mit der historischen wahrheit nahmen es ja beide in der letzten zeit nicht so genau...

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Na mal sehen, wer sich jetzt Alles an die eigene Nase fassen wird. Gilbert, Du auch? Tschuldigung, war nur ne Frage
Schönen Gruß aus Kassel


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13.11.2009 16:53
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#3
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hier die ap meldung:

Berlin (AP) Der Direktor der Gedenkstätte für die Stasi-Opfer in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande. Bundespräsident Horst Köhler überreiche Knabe am kommenden Montag die Auszeichnung, teilte die Gedenkstätte am Freitag mit. Köhler würdige damit das Engagement des Historikers für Freiheit und Demokratie und für die Aufarbeitung des SED-Unrechts. Knabe sei «einer der konsequentesten Vertreter der Interessen der Opfer der SED-Diktatur», heißt es demnach in der Begründung. Diesen Artikel weiter lesen
Knabe betrachte die Auszeichnung als Würdigung der Arbeit der Gedenkstätte im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. «Es gibt wenige Einrichtungen in Deutschland, die in den letzten Jahren so viel für die Aufklärung über das SED-Unrecht geleistet haben wie die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen», erklärte er.

Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, gratulierte Knabe, der «ein unermüdlicher Kämpfer für Freiheit und Demokratie und die Aufarbeitung des SED-Unrechts» sei.

http://de.news.yahoo.com/1/20091113/ten-hu...st-207a97c.html


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14.11.2009 18:46
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#4
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In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ , einem Blatt dem man schwerlich DDR-Sympathie oder Nähe unterstellen kann erschien am 24.08 2005 ein Beitrag von Autor Klaus-Dietmar Henke zu Hubertus Knabes Buch: »Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland«. Obwohl sich Henke sichtlich um Höflichkeit bemüht, deutet er an, daß es sich bei Knabe um eine Art wissenschaftlicher Flachpfeife handeln muß: »Der intellektuellen Genügsamkeit des Autors entspricht die handwerkliche Sorglosigkeit. Entgegenstehende Forschungserkenntnisse werden ignoriert, Zahlenkaskaden nicht belegt«.

Hubertus Knabe hat in der Sparte der seriösen Historiker, um es mal vorsichtig auszudrücken, einen eher mittelmäßigen Ruf.


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14.11.2009 19:19
#5
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Ich kenne den Herrn Knabe nicht. Habe den Namen auch durch jene Veröffentlichung zum ersten Mal wargenommen. Aber schon die Begründung zur Verleihung dieses Kreuzes regt mich zum Nachdenken an.

Gruß

westsachse


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14.11.2009 19:30
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#6
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H. Knabe hat viele Bücher geschrieben. Es ist richtig, dass er bei einigen Rezensionen nicht so gut weggekommen ist. Aber die gibt es immer. Zur Auszeichnung sollte man sein gesamtes Wirken berücksichtigen.
Zum Vergleich mal ein Artikel zu einem Buch, in welchem er laut Kritiker sehr sachlich argumentiert:

http://appl.welt.de/media/download/b16ec...1_archiv_50.pdf

Quelle: welt.de


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14.11.2009 22:36
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#7
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Zitat von Augenzeuge
H. Knabe hat viele Bücher geschrieben. Es ist richtig, dass er bei einigen Rezensionen nicht so gut weggekommen ist. Aber die gibt es immer. Zur Auszeichnung sollte man sein gesamtes Wirken berücksichtigen.
Zum Vergleich mal ein Artikel zu einem Buch, in welchem er laut Kritiker sehr sachlich argumentiert:
http://appl.welt.de/media/download/b16ec...1_archiv_50.pdf
Quelle: welt.de



Der Link funzt nicht.

TH


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14.11.2009 22:39
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#8
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Oh, sorry, dann nochmal auf diese Art:

Gruß, AZ

Dateianhänge

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15.11.2009 00:12
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#9
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Zitat von Augenzeuge
Es ist richtig, dass er bei einigen Rezensionen nicht so gut weggekommen ist. Aber die gibt es immer. Zur Auszeichnung sollte man sein gesamtes Wirken berücksichtigen.



Dass denn wäre?


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15.11.2009 00:16
avatar  Pitti53
#10
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eben.was hat der (knabe )eigentlich bewirkt?


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15.11.2009 00:28
#11
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Das Bundesverdienstkreuz hat jeder verdient,der dort aus politischen Gründen eingesperrt war und Jahre seines lebens verloren hat.Nur weil er andere Gedanken hatte, von der Aufrfassung seines Lebens.


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15.11.2009 02:12
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#12
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Zitat von Pitti53
was hat der (knabe )eigentlich bewirkt?



Er hat das Thema Teilung/Mauer/DDR/Stasi in starkem Maße auf die Tagesordnung zurückgebracht --- nach meinem Eindruck wird darüber heute deutlich stärker (und "schärfer") diskutiert als vor zehn Jahren.

Ob dies nun ein Verdienst von Herrn Knabe ist, oder ob er nicht eher eine chronische Nervensäge ist --- das muß jeder selbst beurteilen.


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15.11.2009 09:24 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2009 09:34)
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#13
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Das Wirken von Knabe hat dafür gesorgt, dass Hunderttausende das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen besucht und überhaupt erstmal etwas über DDR-Gefängnisse erfahren haben.
Sicher tut er nicht viel dafür, Kritiker mit Fakten zu überzeugen - allerdings ist es die Frage, ob es überhaupt seine Aufgabe ist.
Meiner Meinung nach ist er sehr radikal in seinen Büchern und Formulierungen, was ihm haufenweise Feinde bringt, die ihn verfluchen.
Aber er tut wenigstens etwas - und schweigt nicht bzw. hält nicht aus falschen Respekt den Mund über viele Sachen.


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15.11.2009 09:32
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#14
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Pro und Kontra bei Knabe,

ich wunder mich garnicht, das hier viele Kontra Kommentare ankommen. Aber mal ganz ehrlich, bei jedem
Historiker gibt es doch nie eine vollkommene Übereinstimmung seiner Leistung. Es läßt sich bei jedem
etwas finden was negativ behaftet ist. Wer von uns geht durch das Leben ohne negative Begleiterscheinungen?
Und bei jedem der eine Auszeichnung bekommt, gibt es Kritiker. Das war übrigens bestimmt in der DDR auch nicht
anders. Auszeichnungen gab es jede Menge. Es gab zwar keine öffentliche Kritik, aber bestimmt hat jeder so
seine Meinung zu dem Auszuzeichnenden gehabt. Also Leute, geht mit der Kritik vernünftig um. Sicher hat er
versucht sein Bestes zu geben. Nicht immer wird es gelungen sein. Es ist nun mal aber wirklich gelungen,
das er diese Gedenkstätte in das Licht gerückt hat, wohin sie gehört.


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15.11.2009 10:27 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2009 11:06)
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#15
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Zitat von karl143
Pro und Kontra bei Knabe,
Es ist nun mal aber wirklich gelungen,
das er diese Gedenkstätte in das Licht gerückt hat, wohin sie gehört.



@karl: gerade hier liegt nun mal der Hase im Pfeffer. In der „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ findet alltäglich vor einem nach jährlich tausenden zählenden zumeist unwissenden Publikum ,(überwiegend heran gekarrte Schüler, Studenten und Bundeswehrangehörige) eine "Abrechnung" mit der DDR statt, bei der die besoldeten Erklärer zugleich Ankläger, Zeugen, und Richter, andere Zeugen oder gar Verteidiger nicht zugelassen sind und die Angeklagten keinerlei Recht auf Gehör haben(eigendlich genau dass was man an diesem Ort dem MfS ,teilweise zurecht vorwirft). Die Glaubhaftigkeit des Dargebotenen wird mittlerweile selbst in den eigenen Reihen angezweifelt und die Berufung auf angebliche Forschungsergebnisse dubios, da noch nicht einmal die Erkenntnisse der Birthler-Behörde Beachtung finden.

Die Methode „Haltet den Dieb!“ ist nicht originell, wird aber heftig praktiziert, wenn den zweifelnden ehemaligen MfS-Angehörigen unterstellt wird, sich Deutungshoheit, Verharmlosung ihrer angeblichen Verbrechen, Beleidigung oder Verhöhnung ihrer Opfer anzumaßen. Auch von Geschichtsklitterung ist die Rede. Dieser Vorwurf soll aber vor allem verdecken, dass nach alliierten Beschlüssen internierte Nazis und vom MfS entlarvte und verurteilte Nazi-Verbrecher heute klammheimlich in „Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft“ verwandelt werden.

Wie ich in einem anderen Beitrag schon mal ausführte, mit sicherheit waren hier auch Menschen zu Unrecht oder aus nichtigen Gründen inhaftiert. Das ist schlimm und bedarf der Aufklärung. Allerdings ist die Geschichts Aufbereitung ala'
Hubertus Knabe in Hohenschönhausen nicht dazu geeignet.

Als amtierender Bundespräsident schrieb Richard von Weizsäcker: „Die Menschen wollen Auf­klärung, nicht Abrechnung. Die Wahrheit soll ans Licht, damit Aussöhnung und Frieden möglich werden. Das geht nur durch Differenzierung. Pauschalurteile führen nicht zur Einsicht, sondern zur Verstockung."

SCORN


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