DDR-Museum in Rodgau-Rhein Main Gebiet

06.11.2009 06:14
avatar  Angelo
#1
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Er hat sich herangeschlichen. Nah, so nah wie möglich. "Das Foto hätte ich sonst auf keinen Fall machen können", sagt Günther Jäkel und deutet auf eines der Bilder an der Wand. "Denn selbstverständlich war es Angehörigen der DDR-Grenztruppen verboten, sich vom Klassenfeind fotografieren zu lassen. Wenn die Posten das bemerkten, waren sie blitzschnell verschwunden." Also war der Klassenfeind mit der Kamera äußerst vorsichtig, weshalb auch das Bild der Männergruppe weit hinter dem Stacheldraht, dem Metallgitterzaun, den Minen und Selbstschussanlagen recht unscharf geworden ist. Jäkel lächelt. "Aber Hauptsache, ich habe es."Und der Mann hat noch viel, viel, viel mehr. Mehr Fotos, aber auch unzählige andere Exponate. Ob Orden, ob Haushaltsgeräte, ob das berühmte DDR-Sandmännchen oder Uniformen, die er auf zig Schaufensterpuppen drapiert hat - der 71 Jahre alte Sammler stellt eine Fülle von Stücken zur Geschichte der deutschen Teilung aus. Versammelt sind sie in zwei Kellerräumen im Rodgauer Stadtteil Nieder-Roden. In ihnen hat Jäkel ein beeindruckendes privates DDR-Museum geschaffen.Es verblüfft, dass ausgerechnet mitten im Rhein-Main-Gebiet die Treppe hinunter zu der riesigen Sammlung führt, vorbei am Original-Schild "Achtung! Nach 10 m Grenze". Doch es ist wahrlich kein Zufall, dass Jäkel im Wortsinne nichts liegen lässt, was in irgendeiner Form an diesen Teil der Geschichte erinnert. Denn: Von 1958 bis 1966 hat der in Schlesien geborene und in Bayern aufgewachsene Mann selbst beim Bundesgrenzschutz im Grenzdienst gearbeitet, genauer: im Hünfelder Abschnitt zwischen Fulda und Bad Hersfeld - am Todesstreifen.

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_he...esstreifen.html


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19.03.2015 18:32
#2
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Hat sich jemand mal dieses kleine Museum angeschaut?


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