Harald Jäger, der Oberstleutnant, der die Mauer öffnete

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03.11.2009 22:25
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#1
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http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-D...;art705,2181838

Eine interessante Lebens-Geschichte des früheren Oberstleutnants, der die Bornholmer Strasse 1989 öffnete.


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03.11.2009 22:40
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#2
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Hallo, Jörg,

danke für den Link - ich hatte ihn am frühen Abend schon gelesen und überlegt, ihn hier einzustellen. Nun hast Du das erledigt, das finde ich gut.

Ich hatte ja im Zusammenhang mit der Doku über "Schabowskis Zettel" nach Harald Jäger gesucht. Schönerweise hat Sauerländer ja einen längeren Text von Stefan Aust zu diesem Film in dem anderen Thread eingestellt - daraus möchte ich
mal den letzten Absatz zitieren:

Es waren nicht nur die Flüchtlinge, die Christen und die Bürgerrechtler, die das Ende der DDR herbeiführten. Es waren auch Offiziere wie Gerhard Lauter und Harald Jäger, die das Tor in die Freiheit öffneten.

Es hat mich immer gestört, dass bei Gedenkveranstaltungen an der Bornholmer Brücke jede Menge Politprominenz auf der Matte stand, aber die Leute, die dort gewesen sind und in der Situation - man muss es wohl so sagen - über ihren eigenen Schatten gesprungen sind, mit keinem Wort erwähnt wurden.

Das hätte meiner Meinung nach viel zum Zusammenwachsen beigetragen.

Gruss

icke






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03.11.2009 22:47
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#3
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Abgesehen vom WM-Endspiel 1990 (nicht Italien, sondern Argentinien) ein sehr interessanter und informativer Beitrag.

Allerdings hat sich Harald Jäger schon früher öffentlich geäußert: Ich erinnere mich an eine Fernseh-Doku-Reihe 1999 (also zum 10. Jahrestag des Mauerfalls), als er im wesentlichen auch schon erzählte, wie es am 9. November an der betr. GÜST abgelaufen war.


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04.11.2009 21:05
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#4
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Das mit der Frau, welche zu ihren Kindern zurück wollte hat mich eben sehr mitgenommen.


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04.11.2009 21:17
#5
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Über Harald Jäger gibt es auch ein Buch.
In diesem Buch sind in einer chronologischen Folge (bestimmte Tage) die Zeit ab dem 30. September 1989 bis zum 03. Oktober 1990 die erlebnisse des H. Jäger festgehalten.

Der Mann, der die Mauer öffnete.

Heyne Verlag.


Im Buch in Kopie abgedruckt, die Notizen G. Schabowskis für die Pressekonferenz am 09.11.1989.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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04.11.2009 21:18
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#6
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Zitat von Bergmensch
Das mit der Frau, welche zu ihren Kindern zurück wollte hat mich eben sehr mitgenommen.



Hey du da oben...kennste noch den Film, wie eine Frau gegen die Grenzoffiziere am wettern war, das se einmal in ihrem leben durchs Brandenburger Tor gehen wollte....dem Berliner Symbol schlechthin das zu DDR-Gebiet gehörte aber für Normalsterbliche tabu war.....nou, bei diesem Film war ich echt auch sehr ergriffen.....am Ende nahm sie ein Offizier mit und sie gingen beide durchs Brandenburger Tor.....

.....Tränen der Verzweiflung wurden Freudentränen....auch beim Zuschauer....glaub ma...

Mara


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04.11.2009 21:19
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#7
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Nein Mara, kenne ich glaube ich nicht.
Schönen Abend


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04.11.2009 21:24
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#8
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Zitat von Bergmensch
Nein Mara, kenne ich glaube ich nicht.
Schönen Abend



Hab ich hier irgendwie im Forum gesehen.....aber det is ja nu schon so gross geworden das Forum.....und ich bin ganzschön müde....aber irgendein You-Tube-File gibbet davon.....

Viel Spass beim Finden....

Mara


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04.11.2009 21:38
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#9
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Hallo, Mara,

die Szene habe ich seinerzeit, also 89, im Fernsehen gesehen - und das war wirklich eine starke
Sache - wie es seinerzeit einige gegeben hat.

Gruss

icke


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04.11.2009 21:59
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#10
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Zitat von icke46
Hallo, Mara,

die Szene habe ich seinerzeit, also 89, im Fernsehen gesehen - und das war wirklich eine starke
Sache - wie es seinerzeit einige gegeben hat.

Gruss

icke



*Du46* ja genau....das war sehr sehr emotional.....die Frau war so verzweifelt und verstand einfach nich, warum sie da nie hindurfte.....nur diesen einen Wunsch, einmal durchs Tor gehen zu dürfen.....die Szene schreibt Bände über die Zustände in der DDR.....und ist Symbol fur die Verzweiflung vieler damals dort....

Mara


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04.11.2009 21:59
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#11
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( gelöscht )

Hallo zusammen,

wenn über die Geschehnisse der Grenzöffnung am 09.11.1989 berichtet wird, ärgere ich mich immer darüber, dass die Leistungen der damals tätigen Angehörigen von PKE, Zoll und Grenztruppe kaum erwähnt werden.Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn einige Hardliner unter Anwendung unmittelbaren Zwangs ihren Grenzübergang abgeriegelt hätten.Das es an diesem Tag keine nennenswerten Zwischenfälle gab, ist für mich auch heute noch ein kleines Wunder.

Gruß an alle

Alpha4550


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04.11.2009 23:52 (zuletzt bearbeitet: 05.11.2009 00:07)
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Zitat von Mongibella

Zitat von Bergmensch
Nein Mara, kenne ich glaube ich nicht.
Schönen Abend



Hab ich hier irgendwie im Forum gesehen.....aber det is ja nu schon so gross geworden das Forum.....und ich bin ganzschön müde....aber irgendein You-Tube-File gibbet davon.....
Viel Spass beim Finden....
Mara



http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/c...916F3E9A77B02FC , <--
ungefaehr bei 1:04:00

-Th

PS: Harald Jaeger kommt darin auch sehr oft zu Wort, sehenswert. Zur Doku haben wir uebrigens schon einen Thread hier: https://www.forum-ddr-grenze.de/t2033f52-...kis-Zettel.html
Ich wollte nur auf die angesprochene Szene hinweisen.


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05.11.2009 10:57 (zuletzt bearbeitet: 05.11.2009 10:57)
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#13
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ABV

Zitat von Alpha4550
Hallo zusammen,

wenn über die Geschehnisse der Grenzöffnung am 09.11.1989 berichtet wird, ärgere ich mich immer darüber, dass die Leistungen der damals tätigen Angehörigen von PKE, Zoll und Grenztruppe kaum erwähnt werden.Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn einige Hardliner unter Anwendung unmittelbaren Zwangs ihren Grenzübergang abgeriegelt hätten.Das es an diesem Tag keine nennenswerten Zwischenfälle gab, ist für mich auch heute noch ein kleines Wunder.

Gruß an alle

Alpha4550



Harald Jäger hatte damals unheimlich viel riskiert. Imnmerhin hatte er sich mit seiner Entscheidung eines ziemlich schweren Dienstvergehens schuldig gemacht. Die persönlichen und dienstlichen Konsequenzen waren für ihm damals unabsehbar und trotzdem hatte er sich zu der Entscheidung die Grenzkontrollen einzustellen, durch gerungen!! Respekt, Respekt, kann man da nur sagen. Er muss sich aber auch unheimlich einsam vorgekommen sein, in diesem Augenblick. Immerhin hatten ihn ja alle an die er vorher geglaubt hatte, allein gelassen. Die Regierung hatte es nicht für nötig gehalten, den Grenzern wenigstens eine Vorabinformation zukommen zu lassen. Und seine dienstlichen Vorgesetzten hatten nur Anweisungen parat, welche die Lage zusätzlich anheizten. Ich denke da nur an den Schwachsinn mit dem Passstempel auf dem Lichtbild. Harald Jäger hat mit seiner Zivilcourage <<<<<<<< möglicherweise schlimmstes verhindert.
Übrigens was diese Frau am Brandenburger Tor angeht, welche sich in der Nacht der Maueröffnung unter Tränen bat, einmal durch dieses Tor gehen zu dürfen: Es geht das Gerücht um, dass es sich bei der Frau um eine Schauspielerin des Berliner Ensembles handeln würde. Wie gesagt es ist ein Gerücht, welches immer mal wieder zu vernehmen ist.
Vielleicht weiß ja jemand im Forum genaueres darüber?

Gruß Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de

05.11.2009 11:04
avatar  Alfred
#14
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ABV,

Genosse Jäger hätte seine Informationen vom MfS erhalten müssen. Die "normalen" Grenzer hatten damit kaum was zu schaffen.


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05.11.2009 11:09
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#15
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@abv, osl jäger wurde in dieser nacht auch durch die vp bewusst im stich gelassen, die, die gesamte vorlandsicherung einstellte. ja, er stand fast allein...


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