Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

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03.11.2009 20:49
#61
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Zitat von ek40

Zitat von Stabsfähnrich
@SanGefr: Nicht alle an der GÜSt waren verkniffene Typen, wie diese gerne in Filmbeiträgen dargestellt werden. Der von Dir beschriebene junge Uffz.............wenn diese Begebenheit vor dem 16.02.1990 war, ist mit Bestimmtheit von der HA VI gewesen.
@EK40: die Sachen hatten sogar eine eigene Nationalhymnde: Wir sind überall. Um das Klischee zu vervollkommenden: Stasi Mitarbeiter tranken ausschließlich Meldekorn



@Stabsfähnrich:Hieß die Hymne nicht...Sing mei Sachse sing!?Und jetzt weiß ich auch,warum ich nicht bei der Stasi war... pfui Teufel....Meldekorn.....




.............aber erst in Hohenschönhausen

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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03.11.2009 20:55
#62
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Mit 54 Jahren möchte ich mal sagen.Freiwillig war ich nicht bei den Grenztruppen,aber mich hat es auch nicht gestört das ich zu den GT gezogen wurde.Ich war damals 19 Jahre als ich zum Wehrdienst gezogen wurde und ich war auf einer Seite froh das ich in den Alter meinen Wehrdienst (Pflicht)Ableisten musste.Denn ich war dann mit fast ende 20 wieder zu Hause.Und Damals fast am Ende meiner Jugendzeit hatte ich ein anderes Denken wie heute.Das das nun alles Spaß gemacht haben soll,der Ansicht bin ich bis heute nicht.Wenn ich an die Ausbildung in Glöwen denke oder das Jahr am Kanten,jeden Tag ne andere Schicht und dann der Winter.Ja da war der Spaß weit weg.OK-man hat ruhiger gelebt wie bei den Muckern bei der NVA:Wiederrum,es wird auch Freiwillige gegeben haben.Aber das nun zu verallgemeinern,das es alles Freiwillige waren.Damit liegt man verkehrt.


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03.11.2009 21:03
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#63
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Ist ja ok manudave,

ich wollte nur noch mal betonen das ich nicht freiwillig dort gelandet bin und keinen angreifen.Sorry.Was ich mir vorwerfen lassen muß und kann ist die damalige Inkonsequenz.Jedoch sollte man unser damaliges Alter nicht ausser acht lassen.Es wurde doch auch ständig mit irgend welchen Sachen gedroht.Wenn ich mir heute überlege,was man mit 19 Jahren in unserem heutigen Land alles anstellen kann - ohne wirkliche Konsequenzen.Ich sage nur Jugendstrafrecht usw.
Und die Verweigerung in der DDR konnte man auch nicht mit der in der Bundesrepublik vergleichen.Wie gesagt,jeder mußte letzendlich für sich entscheiden.Eigentlich wäre jetzt die Quintessenz zu fragen,warum nicht alle DDR Bürger einen Ausreiseantrag gestellt haben?Oder wieso es die böse Wehrmacht so lang gab?
Ich persönlich hatte später im Beruf unter Repressalien zu leiden.Da ich nicht in die Partei ging und wollte,durfte ich keinen Meisterlehrgang absolvieren.Eigentlich war ich als Meister mit der späteren Option Abteilungsleiter im Maschinenbauservice vorgesehen.Ich wurde etliche male zu den Bonzen hochgeholt.Da saß der Parteisekretär der SED,die BPO,FDJ,BGL und wie die alle hießen.Die sagten wortwörtlich zu mir,"junge Bäume lassen sich biegen"!Aber ich nicht,bekamen sie zur Antwort.Nun wurde ich zur Strafe im Betrieb für 8 Wochen zur "Sozialistischen Hilfe"in eine andere Abteilung "gebeamt".Danach wollten die nochmal verlängern,doch ich ging zum Anwalt der Gewerkschaft,den gab es schon zu Ostzeiten.Jedenfalls durfte ich in meine alte Abteilung zurück.Natürlich ab jetzt unter dem besonderen Augenmerk der Werkstattleitung.Das ging noch mal so ca.2 Jahre bis sich die Lage etwas enspannte.
Zur Wende waren es genau diese Typen,die die Kollegen in die Kurzarbeit nach Hause schickten.Die bekamen alle wieder einen Posten und ziehen heute ne klasse Rente ab.Oh man(n),wenn ich die überig gebliebenen Typen sehe,kommt mir die Wut hoch.
Letztendlich möchte ich jetzt damit auch abschliessen und niemand hier mit meinen Ausführungen persönlich angreifen.

Gruß ek40


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03.11.2009 21:05 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2009 21:06)
avatar  TOMMI
#64
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Ich setze hier mal ganz vorn an, bei der Musterung.
Man wird es mir nicht glauben, aber ich war einer von denen,
die sich die Grenze ausgesucht haben. Wobei man sagen muss,
ich habe mich auch zu 3 Jahren breitschlagen lassen.
Da hatte ich wohl eher Chancen, dass meinem "Wunsch" entsprochen wird.
Welche Motivation hatte ich? Nun, erstens, aus meiner Verwandtschaft war
jemand da. Zweitens habe ich überlegt, dass es mir dann unter Umständen
erspart bliebe, im Dreck herumzukriechen, wie bei der NVA.
Aussicht auf bessere Verpflegung taten ihr übriges. OK, damals war
ich jung und naiv. Auf jeden Fall macht man sich erst einmal verdächtig,
diesen Wunsch zu äußern. Ich bin mir sicher, dass ich mit und ohne
mein Wissen durch gewisse Stellen auf Herz und Nieren geprüft wurde.
Man bedenke, ich hatte Westverwandtschaft.
Das ging dann gleich bei der Musterung los. Nette Herren führten mit mir
Gespräche, wohl um meine Staatstreue zu testen. Offenbar ist mir dies gelungen,
denn in dem System lernte man, Opportunist zu sein.
Mit fiel auf dass auf dem Tisch, hinter dem sie und vor dem ich saß ein Brett
im Winkel von 30° von mir abgewandt angebracht war, so dass ich Schriftstücke,
die dahinter lagen, nicht sehen konnte. Die Leute hatten NVA-Uniformen, die
Litzen mit den Waffenfarben waren wein-rot. Merkwürdig, ich zählte in Gedanken
alle durch, also von dieser hatte ich nie was gehört. Erst später fiel mir ein,
dass dies das MfS gewesen sein musste.
Später wurde ich dann tatsächlich zu den Grenztruppen eingezogen.
Mehrmals wurde mir die Frage gestellt, ob ich auch schießen würde.
Als gelernter Opportunist versuchte ich mich, so durchzuschlängeln, dass ich erstens
nicht als schießwütig galt und zweitens mein Gegenüber eine zufriedenstellende Antwort
erhielt.

Das erste mal fragte man mich bei der Musterung:
"Sie haben ja Verwandtschaft in der BRD. Stellen Sie sich vor, von denen würde einer
die Staatsgrenze verletzen. Dann müssten Sie schießen."

Bemerkenswert war, dass man hier noch nicht zugab, dass die GT dazu eingestzt wurden,
um hauptsächlich Fluchten AUS der DDR zu verhindern. Stattdessen das Märchen vom
Schutz vor dem bösen Westen. Absicht oder Naivität eines Etappenoffiziers?
Jedenfalls antwortete ich: "Das würden die nie machen." Offenbar war man mit dieser Antwort
zufrieden. Man hakte nicht nach.

Das zweite Mal von meinem Gruppenführer in der "Keimschmiede".
"Würden Sie die Schusswaffe anwenden?"
Hier versuchte ich, das ganze ins Lächerliche zu ziehen.
Ich sagte: "Wenn ich nachts wegen so jemanden aus dem Bett geholt werde."
Tatsächlich konnte ich richtig sauer werden, wenn man mich nachts weckte.
Wieder war man mit meiner Antwort zufrieden.

Dann gab es drei Gespräche, die, fast auf den Wortlaut genau, ähnlich verliefen.
Und zwar in der "Keimschmiede" mit meinem Zugführer, in der Grenzkompanie mit
meinem KC und dann mit meinem StKC, welcher auch mein inoffizieller Zugführer war.
Hier stellte man mir diese Frage wieder.
Und ich schlängelte mich wieder. Ich lenkte das ganze in Richtung Notwehr und sagte
in etwa sinngemäß: "Wenn man bedenkt, dass schon 25 Grenzer ums Leben gekommen sind,
da würde ich mich auf jeden Fall wehren."

Bemerkenswerterweise kam dann als Antwort: "Das schlimme ist, dass die meisten von
denen auch noch selbst Schuld sind."

Das gab mir etwas von einem aha-Effekt. In der Öffentlichkeit wurden diese Leute zu
Helden und Märtyrern gemacht und hier das? Also haut man uns da draußen die Taschen voll?
Wie dem auch sei, ich habe in keinem Gespräch zum Ausdruck gebracht, dass ich einfach so
auf Flüchtlinge losballern würde. Man hat dann nie mehr nachgefragt. Grenzdienst durfte
ich trotzdem machen.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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04.11.2009 00:06
avatar  glasi
#65
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hallo jungs. ich bin gerade nach hause gekommen.. ich will auch noch ein parr zeilen schreiben. der bund und die nva das ist ein unterschied wie tag und nacht. das erste wochenende zuhause. kein uniformzwang nach dienstschluß. im 2 dienstjahr mit fast allen vorgestzten per du. und und . wenn ihr noch was wissen wollt fragt mich einfach. lg glasi


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04.11.2009 09:26
#66
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Ich wurde am 04.05.1988 einberufen und diente bis zum 26.10.1989 meine vollen 18 Monate, damit waren wir wohl der letzte Durchgang der seine 18 Monate schruppen musste.

Am Abend des 04.05.88 mussten ich mich um 19.00 Uhr am Rat des Kreises in Leipzig einfinden, danach kam langes Warten. Um ca 23.00 Uhr "marschierten" ich zusammen mit all den anderen zum Güterbahnhof und standen nochmals ca. eine 1/2 Stunde rum bevor es zum Zug ging, der fuhr etwa 2 Stunden durch die Nacht und an einem Güterbahnhof irgendwo in der Einöde stiegen wir aus und warteten auf einen anderen Zug dieser war voller "Neuer" und mit diesem ging es nach Potsdam zur Grundausbildung.

Und danach war es ja bei jedem der gleiche Ablauf (außer Längerdienende)!


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04.11.2009 11:35
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#67
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...es war ein grauenhafter Tag, dieser 03.05.88!

Wir trafen uns damals auf dem Hauptbahnhof in Leipzig und es ging ab nach Perleberg.

Warum hab ich das gemacht, hab ich mir auf der Fahrt dahin immer wieder gedacht...dann die Ankunft in dieser kalten Kaserne, wir mußten in Formation rein marschieren per Befehlston.
Niemand wußte, wie es weiter geht.
Wir bekamen später unsere Ausrüstung und Uniformen und noch in der Nacht ging es nach Potsdam-Wilhelmshorst zur Ausbildung.
Dort war es für mich das härteste, was ich bis dahin erlebt habe. Ich habs geschafft, wie viele andere auch und durfte ein reichliches Jahr später die blanke Freude erleben!

MfG


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04.11.2009 15:33
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#68
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Zitat von ek40
...
Das nervt mich auch immer in manchen Filmen und sogenannten Komödien.Ich weiß nicht wo die Filmemacher recherchieren.Ich habe niemals einen Grenzer auf einer GÜST (Grenzübergangsstelle) gesehen.(Daneben am Zaun-ja)Die war für uns so tabu wie für jeden anderen ehem.DDR-Bürger.Auch das immer diese sächsische Mundart angeschlagen wird.Nichts gegen den sächs.Dialekt.Den hör ich auch mal gern.Aber es ist schlicht falsch und gelogen,wenn dargestellt wird,als ob der ganze Osten sächselt(e).

ek40



Hallo ek40,

ich komme aus einer Gegend, in der doch ziemlich hochdeutsch gesprochen wird.

Die Grenze bildete auch eine, ich nenne das mal Dialektgrenze. So konnte sich das Hochdeutsch aus dem hannoverschen Sprachraum bis an die Grenze ausbreiten, ebenso die sächsische Mundart.

Als ich die ersten Kontakte zu den Leuten in der DDR hatte, kam es mir immer vor, als würden sie alle sächseln. Nachdem ich Anfang 1990 in einen Karnevalsverein in der Nähe von Halberstadt eintrat, hatte ich das Thema sächseln mal angesprochen. Keiner der Vereinskameraden war der Meinung, dass er mit sächsischem Dialekt sprach.

Seit 14 Jahren wohne ich in Ostthüringen. Den Dialekt hier höre ich gar nicht mehr. Wenn ich mich aber mit Freunden oder Verwandten im Westen unterhalte, sagen die mir häufiger, ich würde sächseln . Das finde ich nicht schlimm. Es ist ein alter, deutscher Dialekt.
Viele Grüße
Micha


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04.11.2009 15:35
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#69
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( gelöscht )

09.11.09
Es wird, abends bei einem Bier, ein Tag der Besinnung. Ich werde zurück denken, was in den letzten 20 Jahren passiert ist, nicht nur bei mir, sondern vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Familie, beruflich wie privat.
Eine Wehmut wird mich wohl nicht erfassen, geht es mir doch in dieser Bunten Republik eigentlich ganz gut. Das dies so ist, habe ich allerdings nicht diesem Staat, sondern ausschließlich mir selbst und meiner Familie zu verdanken.
Mir ist allerdings sehr wohl bewusst, dass dies, im Osten, nicht überall so ist.
Udo


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04.11.2009 16:25
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#70
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Zitat von Udo
09.11.09
Es wird, abends bei einem Bier, ein Tag der Besinnung. Ich werde zurück denken, was in den letzten 20 Jahren passiert ist, nicht nur bei mir, sondern vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Familie, beruflich wie privat.
Eine Wehmut wird mich wohl nicht erfassen, geht es mir doch in dieser Bunten Republik eigentlich ganz gut. Das dies so ist, habe ich allerdings nicht diesem Staat, sondern ausschließlich mir selbst und meiner Familie zu verdanken.
Mir ist allerdings sehr wohl bewusst, dass dies, im Osten, nicht überall so ist.
Udo



Hallo Udo,

da bist du wohl im falschen Thread gelandet,hier geht es um die Einberufung.
Probier es mal hier.

Der 9. November 2009 was bedeutet dir dieser Tag?

gruß ek 40


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04.11.2009 16:57
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#71
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Zitat von Luchs

Zitat von ek40
...
Das nervt mich auch immer in manchen Filmen und sogenannten Komödien.Ich weiß nicht wo die Filmemacher recherchieren.Ich habe niemals einen Grenzer auf einer GÜST (Grenzübergangsstelle) gesehen.(Daneben am Zaun-ja)Die war für uns so tabu wie für jeden anderen ehem.DDR-Bürger.Auch das immer diese sächsische Mundart angeschlagen wird.Nichts gegen den sächs.Dialekt.Den hör ich auch mal gern.Aber es ist schlicht falsch und gelogen,wenn dargestellt wird,als ob der ganze Osten sächselt(e).

ek40



Hallo ek40,

ich komme aus einer Gegend, in der doch ziemlich hochdeutsch gesprochen wird.

Die Grenze bildete auch eine, ich nenne das mal Dialektgrenze. So konnte sich das Hochdeutsch aus dem hannoverschen Sprachraum bis an die Grenze ausbreiten, ebenso die sächsische Mundart.

Als ich die ersten Kontakte zu den Leuten in der DDR hatte, kam es mir immer vor, als würden sie alle sächseln. Nachdem ich Anfang 1990 in einen Karnevalsverein in der Nähe von Halberstadt eintrat, hatte ich das Thema sächseln mal angesprochen. Keiner der Vereinskameraden war der Meinung, dass er mit sächsischem Dialekt sprach.

Seit 14 Jahren wohne ich in Ostthüringen. Den Dialekt hier höre ich gar nicht mehr. Wenn ich mich aber mit Freunden oder Verwandten im Westen unterhalte, sagen die mir häufiger, ich würde sächseln . Das finde ich nicht schlimm. Es ist ein alter, deutscher Dialekt.
Viele Grüße
Micha




Hi Micha,

ich komme ja aus der Magdeburger Börde,also nicht weit weg von Niedersachsen.Die Hannoveraner,(dort hab ich jede Menge Verwandschaft) sprechen ja nun bekanntlich das extremste Hochdeutsch.Ich wollte in meinem Beitrag nur zum Ausdruck bringen,das nicht in ganz Ostdeutschland gesächselt wird.Erzähl das mal einem Brandenburger,Berliner,Mecklenburger etc.Denn das sind nun mal alles eigene Dialekte in den "Neuen" Bundesländern.Auch der Thüringer Dialekt unterscheidet sich vom Sächsischen erheblich.Genauso wenig wird im Magdeburger Raum "gesächselt".Denn hier herrscht noch das "Bördeplatt" vor.Leider is aber dieser Dialekt auch auf dem Rückzug und wird wohl nicht mehr lang zu hören sein.A wie Arbse / J wie Jurke / und E wie Elsardine sind bekannte Beispiele dafür.Es greift immer mehr dieses "feine" Hochdeutsch hier um sich,was ich sehr bedaure.Warum geben die Menschen ihre Mundart auf?Die "Dialektgrenze"zwischen sächsisch und "machteburjerrisch" liegt in der Gegend zwischen Schönebeck/E. und Bernburg/Köthen.Ab Nienburg / Bernburg / Köthen wird "gesächselt",bzw.alles miteinander vermischt.Halle/S.,Leipzig,Dresden,sowie das Erzgebirge und Vogtland sind die echten Sachsen-(hochburgen).Hier wird wirklich gesächselt.Und schlimm find ich das auch nicht.Doch wenn Leute aus den "alten"Bundesländern behaupten,hier wird im ganzen Osten gesächselt,wäre das so als wenn ich behaupten würde,in Schleswig bis Bayern wird hochdeutsch gesprochen.
Aber das wichtigste ist eh das wir miteinander reden und uns auch verstehen.

Gruß ek40


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04.11.2009 18:57
avatar  Brandy
#72
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Hallo Ek 40 Habe gerade deinen Bericht über die Einberufung nach Halberstadt gelesen und kann bestätigen das es wirklich so war uns ging es auch so die Zylindernummer war Millitärischer Standart.Ich war1976 in Halberstadt also einige Jahre vor Dir,ich habe am zweiten Tag nach der Einberufung mal vergessen zu grüssen es war unser Hauptfeld Fähnrich Fr..... man hat der mich zur Sau gemacht er behauptete doch das er Gott sei und ich sein Untertan.


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04.11.2009 19:58
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#73
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Nabend Leutz
Um mal wieder zum Tehma zu kommen.
Früh morgens, ich glaube 5:00Uhr war sammeln im "Max Dittel" in Meißen. Dort sasen 3Offz.,Vormalitäten wurden gemacht und danach war Taschenkontrolle nach Alk angesagt.Wir waren so 5 Mann. Dan ging es in die S-Bahn richtung Dresden. In Dresden-Zischewig wieder raus, der ganze Bahnsteig war voll von uns GLATTEN. Dan kam der Sonderzug und los ging es, alle Mann rein, Abfahrt. Unterwegs stiegen immer mehr von uns ein. Nachmittags ankommen in Potsdam, alles raus und auf die bereit stehenden W50. Ab gings in die ABK, alls es durchs Tor ging wuste ich das wars. Alles aufstellung nehmen auf dem Sportplatz, Blick richtung Sturmbahn, und dan wurde sortiert. In welche Komp. und die für die die Fahrt noch nicht zu Ende war. Das waren die Jungs die mit den W50 noch nach Glöwen musten. Dan gings auf die Komp. und die Zimmer wurden aufgeteilt, unsere Namen standen ja schon an den Betten. Nachtruhe!
Am nächsten Morgen ging es dan weiter mit Klamottenemfang und Haare schneiden.
Den Rest kennt Ihr ja dan auch alle.

EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke


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04.11.2009 20:49
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Zitat von Brandy
Hallo Ek 40 Habe gerade deinen Bericht über die Einberufung nach Halberstadt gelesen und kann bestätigen das es wirklich so war uns ging es auch so die Zylindernummer war Millitärischer Standart.Ich war1976 in Halberstadt also einige Jahre vor Dir,ich habe am zweiten Tag nach der Einberufung mal vergessen zu grüssen es war unser Hauptfeld Fähnrich Fr..... man hat der mich zur Sau gemacht er behauptete doch das er Gott sei und ich sein Untertan.



Nabend Brandy,

ja,die Sacki's konnten dort schon ganz schön laut werden.Eigentlich wurde da permanent geschrien.Auch ich vergaß mal solch Sack zu grüßen,oder der Arm war nicht hoch genug.Da ist der Typ voll ausgerastet.An den Namen meines KC und des Fähnrichs kann ich mich leider nicht mehr erinnern.Und mit ihren "Witzen" hatten es die Bonzen also auch leicht.Konnten so jedes neue halbe Jahr den gleichen Mist von sich geben.....Wie einfallsreich.....

Gruß ek40


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05.11.2009 01:17
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#75
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Die Beiraege zu Gilbert's Uniform-Sammlung sind jetzt im folgenden Thread:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t2066f84-...rmsammlung.html

-Th


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