Der Tag der Deutschen Einheit 3.Oktober 2008

03.10.2008 09:01
avatar  Angelo
#1
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Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit, und damit der für Gesamtdeutschland wichtigste Feiertag. Der von der Volkskammer der DDR am 23. August 1990 beschlossene Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes nach Art. 23 des Grundgesetzes trat am 29. September 1990 in Kraft. Damit lag die rechtliche Voraussetzung für die Wiedervereinigung vor.einen formalen Abschluss fand der Prozess der Wiedervereinigung eine Woche später am 3. Oktober 1990, dem offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Die DDR hörte damit auf zu existieren. Dies war nicht nur eine Wende für Deutschland, dies war das Ende des Kalten Krieges und Europa ist zusammengewachsen.


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08.10.2017 14:58 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2017 15:00)
#2
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Sorry Fehlpost

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Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


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08.10.2017 15:56 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2017 15:56)
#3
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
Dies war nicht nur eine Wende für Deutschland, dies war das Ende des Kalten Krieges und Europa ist zusammengewachsen.


Es hätte ein Neuanfang für ganz Deutschland werden müssen, nicht nur ein Anschluß für 16 Millionen Menschen, die, wenn ich
immer so die Artikel rund um diesen Tag lese,angeblich alle (16 Millionen !) euphorisch für diesen platten und undurchdachten
Anschluß
waren.
Welch ein Irrtum. Rationales Handeln blieb damals auf der Strecke. Leider.

Was den Kalten Krieg betrifft, der wurde vorübergehend auf Eis gelegt. Schaue ich heute auf die Wanderfreudigkeit der NATO, hier
ganz speziell die Wanderbewegung in Richtung Osten, mir kommen andere Gedanken.
Und auch das Zusammenwachsen der Völker Europas ist ein felsiger Pfad, gespickt mit Spalten und Abgründen. Einzig die Wirtschaft
incl. ihrer Aktionäre ist/sind hier der/die wirklich große/n Gewinner
Dem Bürger bleibt zur Zeit ein schlecht oder auch in Teilen nicht funktionierendes Schengenregime.

Das nur so nebenbei, weil das Thema hier aus der Kiste gekramt wurde.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

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08.10.2017 16:23
avatar  GKUS64
#4
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #3
Zitat von Angelo im Beitrag #1
Dies war nicht nur eine Wende für Deutschland, dies war das Ende des Kalten Krieges und Europa ist zusammengewachsen.


Es hätte ein Neuanfang für ganz Deutschland werden müssen, nicht nur ein Anschluß für 16 Millionen Menschen, die, wenn ich
immer so die Artikel rund um diesen Tag lese,angeblich alle (16 Millionen !) euphorisch für diesen platten und undurchdachten
Anschluß
waren.
Welch ein Irrtum. Rationales Handeln blieb damals auf der Strecke. Leider.



„Platt und undurchdacht“, weder das eine noch das andere trifft zu!
Lafontaine war doch damals so ein kluger Kopf, er proklamierte doch damals eine langsame und durchdachte Lösung.
Was wäre denn bei Realisierung passiert? Selbst zu dieser Zeit der offenen Grenzen wechselten noch tausende DDR-Bürger die Grenze Richtung west.
Die damaligen Wahlergebnisse im Osten drückten das doch deutlich aus.

Muss man nicht sagen: „ Wir hatten gegenüber Polen, Tschechei, Bulgarien usw. großes Glück, dass es die BRD gab“

Und übrigens, Reden und Schreiben ist immer einfacher als Handeln!


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08.10.2017 16:35
avatar  Fred.S.
#5
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#1 als Chef musst Du ja nun sowas sagen, Angelo. Bin leider nicht Deiner Meinung. Die Jungs haben schon zum Teil gesagt warum und in den wichtigsten Punkten sehe ich es auch so. nit freundlichen Grüßen Fred S.


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08.10.2017 16:41 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2017 16:42)
avatar  furry
#6
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #3

Welch ein Irrtum. Rationales Handeln blieb damals auf der Strecke. Leider.



Ich denke, die damals verhandelt haben, hatten es nicht einfach, binnen kurzer Zeit einen einigermaßen erträglichen Konsens zu erarbeiten. Heute dauert Planung und Bau eines Fußweges länger.
Für den Einzelnen kam es nun darauf an, nicht mehr auf die Stimme von oben zu hören, sondern kurz und schnell ausloten, was ist und was kann.
Ich für mich ganz persönlich bin heute noch stolz, dass ich bei der Bewerbung um eine ausgeschriebene Stelle im öffentlichen Dienst in Niedersachsen als einziger Ossi die Nase vorn hatte. Ende Januar 1991 hatte ich mein erstes Zeugnis in der Hand und das war besser als gut.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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08.10.2017 17:30 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2017 17:31)
#7
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Ist ja auch gut, das viele "Ossis" damals auf die Beine gekommen sind, im neuen Westen.
Ich habe meine kleine Firma auch noch über 14 Jahre BRD gerettet.
Alle meine Verwandten haben es ebenfalls überlebt, meist ohne berufliche Pause.
Nur meinem Vater hat es damals das Genick gebrochen, mit knapp 60.
Der berufliche Druck wurde zu stark, besonders durch die drohenden personellen Veränderungen und Konkurrenzkämpfe.

Trotzdem sehe ich das Prozedre der Wiedervereinigung kritisch, und das werde ich doch dürfen .
An einigen der Folgen krankt das Land noch heute.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

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08.10.2017 19:25
#8
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Ahja, ich dachte weil der Post von 2008 war, löschte ich meinen Beitrag wieder, also nun hier doch ... ja ich erinnere mich jedes Jahr bei diesem Datum, aber nicht anders als bei anderen Daten zu Geschichte.
Für mich ist die DDR eben nur eine Epoche in der deutschen Geschichte.
Der richtige Tag der Wiedervereinigung ist für mich der 9. November ... auch wenn dieser Tag Vorbelastet ist, aber auch das gehört dazu den ohne diese Vorbelastung wäre alles nachfolgende anders verlaufen und wir Nachgeborenen mit Sicherheit nicht auf der Welt ... zumindest bei mir wäre das doch sehr schade ... oder ist an diesem Punkt jemand anderer Meinung?

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Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


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08.10.2017 19:59
#9
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #5
#1 als Chef musst Du ja nun sowas sagen, Angelo. Bin leider nicht Deiner Meinung. Die Jungs haben schon zum Teil gesagt warum und in den wichtigsten Punkten sehe ich es auch so. nit freundlichen Grüßen Fred S.
Fred.S, was meinst Du genau?
Angelo hat ja weniger seine Meinung, als vielmehr ein paar Tatsachen formuliert.
Europa ist dadurch nicht zusammengewachsen, aber ansonsten kann man den Rest des Beitrages kaum in Frage stellen.

Ari

Alles wird gut!

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