Wer ist hier Ossi? Und wer Wessi?

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15.11.2014 19:30 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2014 19:35)
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#46
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Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #45
es sei dir verziehen, aber nicht für Fidels handverlesenen Café!


Danke. ***aber nicht für Fidels handverlesenen Café!*** Das war böse von mir, ich weis.... <


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15.11.2014 19:53
#47
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Zitat von furry im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #40
mir ist es egal,aus welcher Ecke die Leute
aus Deutschland kommen,meinetwegen auch aus Pinneberg
Lutze


@Lutze , sehr gut erkannt. Nun sind wir hier, machen mit, mischen uns ein und keiner fragt nach Neubrandenburg oder Nordhausen. Wir reden über das Jetzt und Heute.
Und sollte doch mal einer den Versuch unternehmen, uns unser vergangenes Leben zu erklären, der wird in wenigen Minuten abgefrühstückt, und damit zurück zur Tagesordnung.


Grün: Recht so ! Diese Fremderklärer werden es dann irgendwann sein lassen. Oder es sind die ganz hartnäckigen Rechthaber und Missionierer, die sich durch Nichts von ihrer selbstauferlegten Aufgabe abbringen lassen, ihre ansichten ihren Mitmenschen aufzudrücken.


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16.11.2014 00:01
#48
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Zitat von steffen52 im Beitrag #39
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #38
Warum sollte das vorbei sein?

Fakt ist doch eins, Westdeutsche und Ostdeutsche haben in den Jahren der Trennung, bedingt durch die gesellschaftliche Struktur und allem was dazu gehört, ihre eigne, ganz eigne Mentalität entwickelt.
Ich kann, wenn ich fremde Menschen in Deutschland treffe, mit ziemlicher Genauigkeit sagen, wer Ost und wer West ist, oft schon ohne mit denen ein Wort gesprochen zu haben.
Die Unterschiede sind spürbarer als zwischen einem Münchner und einem Hamburger.

Diese Unterschiede weichen nicht in 20-30 Jahren, die weichen erst wenn wir in der Kiste liegen und noch nichtmal da ist die Zeit weit genug geschritten, weil wir vieles erstmal vererben.
Die Gräben werden also sicherlich noch in der übernächsten Generation zu spüren sein.

Es kommt natürlich immer darauf an wie man diese Worte verwenden will.
Für sich selber, sind sie keine Schimpfworte zum verächtlich machen anderer.
Sie können allerdings dazu genutzt werden und werden es auch,dass wird sich auch in 10 Jahren noch nicht erledigt haben, auch vermutlich in 20 Jahren nicht.
Dieses per "Dekret" abzustellen, wäre Heuchellei, also überlassen wir es der Natur, egal wie lange es dauert.





Eine Frage: An was erkennst Du Ost oder West? An den Dialekt kann es ja nicht liege, da Du nicht mit ihnen nicht gesprochen hast! An was dann?
Grüsse steffen52


Kleidung (ja auch nach der Wende noch erkennbar), Auftreten, Verhalten, Gestik usw.
Dieses Erkennen ist nicht negativ behaftet, obwohl in manchen Fällen schon, das betrifft aber das erkennen der Westseite genauso.
Die 2 Mentalitäten wirken sich auf viele Dinge aus.
Wenn man mir 100 hinstellt mit 50 zu 50 Anteil, werde ich natürlich nicht alle 100 fehlerlos unterscheiden, aber einige Treffer lassen sich sicher landen.
Meist erkenne ich dann wenn sie sprechen woher sie kommen und da gibts dann oft ein AHA Effekt, oder eben diesmal hab ich mich geirrt.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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16.11.2014 00:22
#49
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Ich mag das Wort Wossi nicht so.
Meine Nichte und ihr Mann nannten sich auch so.
Ossis im Westen lebend.
Ich bin Ossi und werde das bleiben auch wenn ich im Westen leben sollte.
Ein Bayer bleibt ein Bayer auch wenn er in Hamburg wohnt.
Und wenn ich Kinder habe die mit einer WessiFrau gezeugt wurden, dann sind das Deutsche.

Und zu dem Cafe von Fidel, beim Kaffee ist die Röstung, also die Veredelung, das Wichtigste und die wurde in der DDR gemacht.
Nach Jahren, habe ich voriges Jahr mal wieder zu Rondo gegriffen und bin dabei geblieben, in Bohnen, ich mahle selber und Brühe türkisch.
Ich kaufe keinen gemahlenen mehr, frisch gemahlen ist doch was anderes.
Ich mahle mittlerweile wie schon als Kind die Kaffeemühle meiner Oma, die mir meine Mutter nun vererbt hat, an die ich auch viele schöne Erinnerungen an meine Oma habe.

Aber das wär auch ein Thema für sich, der Kaffeegenuss.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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16.11.2014 00:23
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#50
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Junge Leute heute sehen das sehr pragmatisch, ich empfinde eher eine (sprachliche und mentalitätsmäßige) "Mauer" zwischen Süd und Nord in der Bundesrepublik, als zwischen Ost und West, ich verstehe Brandenburger und Thüringer besser, als Badener, Schwaben, Bayern oder Franken, ganz ehrlich! Und im Süden der Republik ists generell Spießiger, als im Norden! Meine Meinung!


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16.11.2014 00:26
#51
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #49
Ich mag das Wort Wossi nicht so.
Meine Nichte und ihr Mann nannten sich auch so.
Ossis im Westen lebend.



Ich bin und bleibe ein Thüringer !
Ich mag weder Ossi noch Wessi- Begriffe ,-
ich bin ein Thüringer , der seinen Wohnsitz im badischen Weinland hat ,- und erst , wenn alle sich zu ihrer Herkunft bekenne ,- egal wo sie momentan leben- wird die langersehnte Einheit vollzogen sein....

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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16.11.2014 00:29
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#52
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #51
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #49
Ich mag das Wort Wossi nicht so.
Meine Nichte und ihr Mann nannten sich auch so.
Ossis im Westen lebend.



Ich bin und bleibe ein Thüringer !
Ich mag weder Ossi noch Wessi- Begriffe ,-
ich bin ein Thüringer , der seinen Wohnsitz im badischen Weinland hat ,- und erst , wenn alle sich zu ihrer Herkunft bekenne ,- egal wo sie momentan leben- wird die langersehnte Einheit vollzogen sein....





ich bin auch ringer , sogar Thüringer


Hapedi


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16.11.2014 10:21
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#53
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #49
Ein Bayer bleibt ein Bayer auch wenn er in Hamburg wohnt.

Das sehe ich nicht so, jedenfalls nicht generell: Es kommt doch sehr stark darauf an, wie lange jemand in einer bestimmten Region gelebt hat, wie stark er (oder sie) die dortigen Sitten und Gebräuche einschließlich des Dialekts oder einer Sprachfärbung angenommen hat - kurz: Wie sehr er (oder sie) diese Region als "Heimat" empfindet und auch so bezeichnet. Oder würdest Du jemanden, der in München geboren wurde und im Alter von 2 Jahren durch seine Eltern nach Hamburg "verpflanzt" wurde und dort seit mehr als 50 Jahren lebt, als Bayern bezeichnen? Ich nicht.


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16.11.2014 11:01
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #51
und erst , wenn alle sich zu ihrer Herkunft bekenne ,- egal wo sie momentan leben- wird die langersehnte Einheit vollzogen sein....


Dann sag mir doch mal, zu welcher Herkunft ich mich bekennen soll, um die Einheit zu vollziehen:

Geboren in Österreich, gelebt in Bayern, Ostfriesland, am Niederrhein, in der Voreifel, im Münsterland, im Sauerland, in Hamburg und jetzt in Berlin.

Nun? Ach ja - meine Eltern stammen beide aus dem Warthegau im heutigen Polen. Ist das etwa meine Herkunft??


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16.11.2014 11:03 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2014 11:53)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #53
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #49
Ein Bayer bleibt ein Bayer auch wenn er in Hamburg wohnt.

Das sehe ich nicht so, jedenfalls nicht generell: Es kommt doch sehr stark darauf an, wie lange jemand in einer bestimmten Region gelebt hat, wie stark er (oder sie) die dortigen Sitten und Gebräuche einschließlich des Dialekts oder einer Sprachfärbung angenommen hat - kurz: Wie sehr er (oder sie) diese Region als "Heimat" empfindet und auch so bezeichnet. Oder würdest Du jemanden, der in München geboren wurde und im Alter von 2 Jahren durch seine Eltern nach Hamburg "verpflanzt" wurde und dort seit mehr als 50 Jahren lebt, als Bayern bezeichnen? Ich nicht.



Da sehe ich auch so. Mein bester Freund ist in Braunschweig geboren und mit 2 Jahren nach Leonberg bei Stuttgart gekommen. Er bezeichnete sich immer als Schwabe und nicht als Niedersachse. Ich fühle mich sehr den Portugiesen zu getan und nenne mich oft scherzhaft als 1/2, mindestens aber als 1/3 Portugiese. Wenn es um meine Herkunft geht, bin ich ein 'stolzer Ossi', Ex-DDR-Bürger würde mir nicht über die Lippen kommen.


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16.11.2014 11:32
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#56
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #49


Und zu dem Cafe von Fidel, beim Kaffee ist die Röstung, also die Veredelung, das Wichtigste und die wurde in der DDR gemacht.
Nach Jahren, habe ich voriges Jahr mal wieder zu Rondo gegriffen und bin dabei geblieben, in Bohnen, ich mahle selber und Brühe türkisch.
Ich kaufe keinen gemahlenen mehr, frisch gemahlen ist doch was anderes.
Ich mahle mittlerweile wie schon als Kind die Kaffeemühle meiner Oma, die mir meine Mutter nun vererbt hat, an die ich auch viele schöne Erinnerungen an meine Oma habe.

Aber das wär auch ein Thema für sich, der Kaffeegenuss.




Aus verkaufstaktischen Gründen haben sich ja manche Produktnamen noch bis in die Jetzt-Zeit "gerettet". Es ist aber nicht mehr das drin, was drauf steht, was wohl auch weitestgehend besser ist. Vermutlich wird der RONDO in Hamburg geröstet, wie viele andere Kaffeesorten auch. Vielleicht eine kleine Ausnahme, die Sonja-Margarine, die hier bei mir im Kaiser's Regal steht. Die ist billig und sehr gut zum braten.


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16.11.2014 11:37
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#57
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Hallo Dandelion, ich würde sagen "Europabummler". Bist Du immer freiwillig weitergereist, oder hat man dich immer verjagt?
Ich habe meinen Ort nur zu meiner Geburt (in der Kreisstadt) und für die Dauer der Militärzeit und des Fachschulstudiums verlassen. Das waren aber alles nur Nebenwohnsitze.

Der Hesselfuchs


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16.11.2014 15:52
#58
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Ich bin Berliner, noch vor dem Mauerbau geboren, deshalb steht und stand für mich nie ernsthaft die Frage, Ossi oder Wessi.
Dazu wurden die Deutschen erst richtig nach dem 9. November gemacht, je nach Wohnsitz.
Wiki gibt hier ausreichend und "tiefschürfend" Auskunft, mir stinkt diese Bezeichnung generell, ich bin Deutscher, geboren in Berlin.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ossi_und_Wessi

Im Übrigen halte ich es hier zu 100 % mit Claus Strunz :
http://www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernse...n-muss-weg-clip


.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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16.11.2014 16:30 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2014 16:33)
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#59
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Als @Dandelion und ich uns vor 7 Jahren kennen lernten - ich damals in Stuttgart, er in Hamburg - spielten Ossi und Wessi keine Rolle. Er war der Vagabund und ich die Zigeunerin, die sich beide ihre Umzüge, ob aus privaten oder beruflichen Gründen vorzählten. Dann fing er an zu "prahlen", dass seine familiären Wurzeln ganz weit im Osten liegen. Tja, da hatte er schlechte Karten gehabt.

Je mehr wir uns kennen lernten, um so mehr Gemeinsamkeiten haben wir entdeckt - ob nun der Tante Emma Laden an der Ecke, in den wir stolz mit ein paar Groschen in der Hand zum Einkaufen geschickt wurden, der Stress mit den Eltern, als es um Kleidng oder Haare in der Pubertät ging, den ersten Liebeskummer, die Geburt der Kinder und die Sorgen um sie, die Monotonie im Arbeitsleben einerseits und die Suche nach Herausforderungen andererseits, Erfolge und Mißerfolge, politische Einflüsse - ich könnte die Aufzählung fortsetzen.

Nun leben wir seit fast sieben Jahren gemeinsam in Berlin und es spielt keine Rolle,.woher wir ursprünglich kamen. Jetzt hätte ich beinahe geschwindelt Wenn ihm dass Essen zu heiß ist, erkläre ich ihm immer wieder, dass auch im Osten schon immer mit Feuer gekocht wurde.

LG von der Moskwitschka


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16.11.2014 17:13 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2014 17:13)
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#60
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nicht Nordi, nicht Südi...weder Ossi noch Wessi....bin Mitti!

Dann ratan sa mal!

SEG15D


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