Zukunft des Grenzmuseums Schlutup und des Gedenkens generell

14.09.2022 11:25 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2022 11:26)
#1
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Hallo,

die Diskussion um die "Grenzdokumentationstätte Schlutup" in Lübeck geht weiter. Sie soll wohl (endlich) überplant werden. Und damit gleich auch die ganze Erinnerungskultur der Stadt.
https://www.shz.de/lokales/luebeck/artik...stellt-43137497

Gruß
Markus


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14.09.2022 14:16
avatar  Ratze
#2
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Moin
Ich würde es bedauern, wenn kein Geld für die engagierte Truppe fließt, aber es gibt so viele Grenzmuseen und die Anzahl der Interessierten ist endlich
Welche Museen wird man erhalten, sicher auf lange Sicht nur die großen in Mödlereuth, Point Alpha, Schifflersgrund, Teistungen und Marienborn
Selbst mein Museum in Schlagsdorf hat sicher bereits ein Enddatum der Förderung


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14.09.2022 21:44 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2022 21:45)
avatar  mibau83
#3
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leider hatte das museum zu in schlutup, als ich 2018 während eines grevesmühlenurlaub dort war. hatte dennoch ein gespräch mit einen museumsmitarbeiter auf den parkplatz.
schlagsdorf war auch nicht viel anders, dort wurde damals gerade umgebaut.
bißchen input gabs dort zur familiengeschichte von exdieter1945.

@Ratze ich finde es gut wenn z.b. bürgermeister ihr eigenes ding fahren, wie in kleinlichtenhain. 3 häuser auf ddr-gebiet und die bewohner hatten bundesdeutsche pässe.

https://www.srf-online.de/mediathek/5987/Niemandsland.html


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15.09.2022 10:40
#4
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Hallo,
ja, schade wäre es mit jedem Museum, aber trotz allem ehrenamtlichen Engagements: Das in Schlutup ist wirklich ohne jedes Konzept. Beim Rundgang werden einem Halbwahrheiten aufgetischt, da ist leider wenig fachlicher Hintergrund zu erkennen. Insofern ist eine Neuausrichtung bzw. Unterstützung von außen zu begrüßen. Angenommen wurde diese ja leider bislang nicht. Vielleicht wird es durch den demografischen Wandel was...
Gruß
Markus


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27.09.2022 13:19 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2022 13:21)
avatar  B Man
#5
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Zitat
Zukunft des Grenzmuseums Schlutup und des Gedenkens generell



Generell musste ich immer wieder feststellen das Leute die + / - um die 90 geboren sind sehr wenig über den kalten Krieg und das ganze drumherum wissen.

Am Grenzmuseum Schifflersgrund hatte ich jetzt ein sehr interessantes Gespräch mit einem Niederländer.
Der war mitte der 80er als Soldat in Niedersachsen stationiert.
Wenn er zuhause davon erzählt, fragen die Leute immer, wieso das denn, der Krieg in Nazideutschland war doch 45 zuende ?
Seine Kinder können wie viele Junge Leute auch hier in Deutschland mit dem Thema Deutsche Teilung wenig anfangen.

Gestern war ich bei einem Westlichen Atomwaffenlager. Das ist soweit ich weiss das einzige noch relativ komplette was auch noch in einem Zustand ist das man daraus ein Museum machen könnte.
In gesamt Deutschland gibt es sowas weder in Ost noch West.
Niemand der sich nicht etwas mit dem Thema befasst hat, weiss überhaupt wie sowas mal ausgesehen hat.
Wenn ich Leuten Bilder davon Zeige, bekommen die immer einen Schrecken.
Der Schrecken wird bei den Älteren noch grösser wenn die hören wo die überall waren.

Aus einem der 3 Sowjetischen Atomwaffenlager in Polen hat man mit EU Fördermitteln ein gut besuchtes Museum gemacht.
Warum geht das hier nicht ?

Etwas Interesse ist da durchaus vorhanden, das habe ich immer bei den Azubis bemerkt wenn die mitbekommen haben mit was ich mich so beschäftige.

Das Geld ist knapp, und man muss nicht an jeder Ecke so ein Museum errichten.
Aber eine Bundesweite Koordination ist wohl nicht möglich weil jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Gruss Andreas


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27.09.2022 18:37
avatar  Ratze
#6
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Mit dem Süppchen kochen hast Du Recht, jedes Bundesland an der ehemaligen Grenze achtet darauf mindestens ein Museum aufweisen zu können, wobei SH sein Museum in Schlutup sehr vernachlässigt.
Auch wenn die Museen Bundeszuschüsse beantragen ist der Topf meistens leer, ist ja klar bei den vielen Anmeldern von Unterstützung
Es wäre sicher notwendig wenn die Ministerin für Kunst und Kultur da regelnd eingreifen würde und die Themen nicht in zu vielen Museen gezeigt werden
Obwohl ich beim Thema Grenze der Meinung bin, wenn die Schüler/innen das lernen sollen sind kurze Wege besser


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02.10.2022 11:26
#7
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Bei dem "Museum" in Lübeck spielt aber noch Parteipolitik mit. Die Initiative zu dem Sammelsorium hatte seinerzeit eine CDU-FRau übernommen. Das war sicherlich für viele in der SPD-geführten Stadt wie auch dem Land auch vielleicht ein Grund, sich nicht stärker zu positionieren bzw. engagieren. Bei kontinuierlicher Begleitung/Förderung wäre sicherlich schon eher etwas Richtiges draus geworden.


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07.10.2022 10:56
avatar  Ratze
#8
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Hier mal was Neues zur Zukunft des Museums in Schlutup, war heute in den LN Abgedruckt
Da kommt also ein Konzept, wenn das bezahlt ist kommt es darauf an das die Leute auch was Gutes umsetzen


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