Vorstellung "Fragensteller"

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04.06.2022 10:30
#1
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Hallo liebe Forennutzer,

seit meiner frühesten Kindheit war bei uns in der Familie immer etwas ein bisschen daneben, aber ich konnte es nie genau verorten. Auf der Straße wurde über nichts privates gesprochen, wenn jemand klingelte, wurde die Tür nicht geöffnet, andere Leute wurden stets im Unklaren gelassen ... Bis es erst kürzlich aus meiner Großmutter heraus brach: mein Großvater war beim MfS mit diversen Tätigkeiten betraut. Nach längerer Suche konnte ich hier und da offizielle Schnipsel finden, aber so recht ergibt sich da für mich noch kein Bild, oder sagen wir: es ist noch nicht zufriedenstellend.

Was genau hat mein Großvater gemacht und warum? Wie kam das und wie selten/häufig war dieser Übergang von Aufgaben?

Ich finde leider kaum eine andere Möglichkeit zur Kommunikation, tatsächlich befinde ich mich wegen einer Angststörung in psychotherapeutischer Behandlung und meine Therapeutin meinte, ich solle mit Menschen, die vielleicht ähnliche Erfahrungen haben, oder mir da zumindest ein paar Auskünfte geben könnten, in Kontakt treten. Entschuldigt also, dass ihr hier vielleicht nur eine Notnagel seid, ich finde schlicht kein Forum ehemaliger MfS-Mitarbeiter.

Bevor ich nun aber ganz einsteige und erzähle, was mir und nach viel Nachbohren auch meiner Familie "ganz plötzlich" so alles einfiel, wollte ich mich noch vergewissern, dass das für euch in Ordnung ist. Ich kann mir vorstellen, dass einige Menschen vielleicht damit ein Problem haben könnten und ich möchte hier keinen Streit losbrechen. Ich will einfach nur ein klareres Bild über meinen Großvater bekommen und wie das unsere Familie verstört hat/haben könnte.

Lasst mich also gerne wissen, wenn wir hier darüber schreiben können/dürfen/wollen und dann lege ich einfach los.

Vielen lieben Dank im Voraus.


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04.06.2022 11:01
avatar  andyman
#2
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Zitat von fragensteller im Beitrag #1

Lasst mich also gerne wissen, wenn wir hier darüber schreiben können/dürfen/wollen und dann lege ich einfach los.
Vielen lieben Dank im Voraus.

Hallo und willkommen im Forum.
Eine Hilfe könnte auch das Archiv sein,einfach mal die Suchfunktion nutzen.Es gibt viele Threads im Zusammenhang mit dem MfS und Fragen stellen darf wohl jeder hier.Viel Spaß beim lesen.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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04.06.2022 11:05
avatar  Fred.S.
#3
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zu1
Um Deine Fragen beantworten zu können, Fragesteller, möchten wir doch gerne wissen einiges über Dich, bevor Du mit Deinen Großvater anfängst. Stelle Dich kurz erst einmal vor. Das Obige reicht leider nicht.
Ob wir Dir helfen können ? Wir haben hier viele User, die sich mit der Problematik auskennen. Wir werden dann sehen. Fred


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04.06.2022 12:16
#4
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Oh ja, die eigentliche Vorstellung ging unter!

Geboren und aufgewachsen in Mecklenburg-Vorpommern war ich zur Wendezeit gerade einmal fünf bzw. sechs Jahre alt und habe entsprechend wenige Erinnerungen an die DDR selbst, dafür aber umso mehr an die direkte Nachwendezeit. Mein Vater machte sich direkt nach der Wende im Handwerk selbstständig und so kam ich auch immer wieder mit ehemaligen NVA-Soldaten und deren Geschichten in Kontakt. Ich erinnere mich auch noch besonders gut an einen ehemaligen Kampfschwimmer, der dann Taxi-Unternehmer wurde. Überhaupt schien kaum jemand noch das zu machen, was er vor der Wende tat und viele meiner Klassenkameraden zogen von heute auf morgen ohne Vorwarnung weg, Alkohol war bei vielen Eltern an der Tagesordnung oder Scheidungen standen an. Das war für mich, der es gar nicht anders hatte kennengelernt, ganz normal und ziemlich deprimierend.

Es gab auch einige Hochhäuser in unserer Stadt, aus denen sich mit zunehmender Regelmäßigkeit Leute in den Freitod stürzten, was letztendlich nach der Trennung meiner Eltern meine Mutter, bei der ich dann lebte, dazu bewog, "nur weg aus dem Osten" ziehen zu wollen. So landeten wir in Niedersachsen, wo ich noch heute mit 36 Jahren als Sachbearbeiter in einem kommunalen Betrieb arbeite. Ich bin glücklich verlobt und gerade durch die Unwissenheit meiner Verlobten kamen in jüngerer Zeit immer wieder diese Themen zur Sprache, wie etwa, wenn es um meinen Großvater ging, der 1996 verstarb.

Was ich bis vor einigen Jahren nur wusste, war, dass er eine Art Leibwächter für einen ehemaligen Minister war. Tatsächlich sah ich einmal im Kleiderschrank meiner Großeltern mehrere (Jagd-?) Gewehre, ein Sturmgewehr (optisch ähnlich einer AK-47, ich kenne sowas nur aus Videospielen, aber es sah sehr, sehr ähnlich aus), eine Gasmaske (die mein Großvater einmal anzog, als er mich einmal erschrecken wollte) und eine Uniform mit Schirmmütze. Ich glaube, bin mir aber nicht sicher, ob ich mir das nicht nachträglich einbilde, das dort auch noch eine Handfeuerwaffe und eine Handgranate waren - aber ich erinnere mich sehr gut an die Gewehre, vor allem an das Sturmgewehr und die Uniform.

Genau auf diese Erinnerung sprach ich dann immer wieder Familienmitglieder an, vor allem meine Mutter, aber das wurde mit wenigen, nichtssagenden Worten abgetan. Irgendwann sagte meine Mutter dann aber endlich in etwa wie selberstverständlich: "Opa war ja der Leibwächter für Onkel XY", einen Mann, der auf der anderen Straßenseite in einem größeren Einfamilienhaus wohnte, bei dem ich hin und wieder mit meinem Großvater zu Besuch war. Während die beiden dann unter sich über Politik redeten, saß ich öfter im Garten oder Wohnzimmer und aß frischgebackene Kekse zusammen mit Tante XY.

Wie sich also dann durch meine Mutter heraus stellte, war dieser "Onkel" ein ehemaliger Minister und bis zum Ende der DDR noch immer Mitglied des Zentralkomitees. In der Zwischenzeit hörte ich immer wieder, dass mein Großvater an diversen Mordermittlungen beteiligt war, aber (so sagte es jedenfalls meine Familie) immer erst hinzugezogen wurde, wenn "die Polizei nicht weiter kam". So fragte ich auch hier immer wieder nach und es gab die seltsamsten Geschichten, die mich daran zweifeln ließen, dass mein Großvater bei der Polizei war. So hatte er einmal unerlaubt in einem Wald einen Weihnachtsbaum geschlagen und sich auf sein Autodach gebunden. Als die Polizei vorbei fuhr und anhielt, beschwerten diese sich, dass so viele Weihnachtsbäume geklaut würden und mein Opa habe gesagt (so geht die Geschichte, ich kann das nur wiedergeben): "Nur gut, dass ich sowas nicht mache. Schönen Tag dann noch" und sei nach hause gefahren. Ein anderes Mal habe er einen Kartoffeldieb auf einem Acker gestellt und diesen überredet, die gerade geklauten Kartoffeln doch in SEINEN Kofferraum zu verladen, damit der Dieb straffrei bliebe. Meine Tante, die als einzige dabei war, musste meinem Großvater versprechen, nichts davon zu erzählen. Als sie es erst neulich, über 25 Jahre nach dem Tod meines Großvaters tat, sagte meine Großmutter erschrocken "DAHER kamen die ganzen Kartoffeln damals?" und für mich war das wieder sehr merkwürdig.

Er war Leibwächter, aber irgendwie auch ein Dieb, aber irgendwie auch bei der Polizei, wenn die nicht weiterkamen, und hatte Gasmaske und Sturmgewehr im Kleiderschrank?

Über die Jahre sammelten sich viele verwunderliche bis verrückte Fakten an. An der Wohnungstür waren Schlösser aller Ort, eines musste man verkehrt herum aufschließen, dahinter war ein Vorhang mit Glocken, damit ein Eindringling beim Gehen durch den Vorhang diese Glocken auslösen würde, gefolgt von einer Diele, die er mit Absicht nicht wechselte, weil die so schön knarzte. Die Wasserleitung wurde einbetoniert und immer wieder wurde er nachts aus dem Bett geklingelt und von Männern in schwarzen Ledermänteln abgeholt und blieb tagelang fort, erinnerte sich meine Mutter. Einmal waren sie als Familie im Urlaub, als meine Mutter noch ein Kind war, und wieder fuhr ohne Vorwarnung ein Wagen vor, mein Großvater müsse sofort einsteigen und weg war er. Der Rest der Familie blieb zurück.

Als meine Mutter ein Kind war, hatte ihr Haushalt einen der ersten Telefonanschlüsse und manchmal telefonierte sie mit ihrer Schulfreundin so lange, dass sich jemand von außen in die Leitung schaltete und sagte "Ihr habt jetzt genug gequasselt" und auch da wurde ich wieder hellhörig.

Letztendlich kam es nun so, dass meine Großmutter eine schwere Operation vor sich hatte und ich sie vorher besuchte. Endlich machte sie reinen Tisch und erzählte (genau wie meine Mutter mit einer ganz selbstverständlichen Art) dass mein Großvater "beim Ministerium" war. Was für ein Ministerium? "Na bei der Staatssicherheit." Bei der Stasi? "Na ja, das sagt man so ..."

Irgendwann in den 1940ern saß er noch im Zweiten Weltkrieg im Gefängnis, da er sich auf irgendeine Art abfällig geäußert haben soll, sein Onkel hatte in den 30ern eine rote Fahne auf dem Hof gehisst und saß dafür ebenfalls im Gefängnis (manche behaupten, es sei ein Konzentrationslager gewesen, wir wissen es nicht mehr genau. Diese Ereignisse sollen dazu geführt haben, dass mein Großvater nicht in Gefangenschaft geriet, wohl aber als Soldat mit Fronterfahrung gleich nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich Leibwächter für den damals sehr aktiven bereits erwähnten dann späteren Minister aktiv war. Dadurch soll auch die Übernahme zum später gegründeten MfS erfolgt sein. Hier durchlief er dann mehrere Stellen, von denen nur wenige bekannt sind. Was aber bekannt ist, ist dass meine Mutter als Kleinkind zwischen 1958 und 1960 mehrmals mit meinem Großvater über die Grenze nach Berlin fuhr, um (wie sie beschwört) Agenten zu treffen. Als meine Großmutter davon erfuhr, soll sie außer sich gewesen sein und es habe einen Streit einmaliger Größe gegeben und danach sei mein Großvater nur noch ohne meine Mutter unterwegs gewesen. Der Bruder meiner Mutter, der wesentlich jünger ist, äußert aber die Erinnerung, dass er als sehr junges Kind genauso mit seinem Vater über die Grenze gefahren sei, um dort jemanden nur kurz zu treffen.

In der Zwischenzeit schrieb er seine Offiziersarbeit, den genauen Titel möchte ich hier nicht schreiben, aber über eine Internetsuche zu seinem Namen fand ich diese und meine Mutter erinnerte sich an die Zeit, als er diese Arbeit schrieb und dafür oft in Berlin "im Büro" und "an der Schule" war. Anhand der Fipro-Liste, die einigen hier vielleicht etwas sagt, angeblich sind dort so gut wie alle hauptamtlichen Mitarbeiter des MfS mit Stand Dezember 1989 verzeichnet, konnte ich jedenfalls feststellen, dass es keinen anderen Mitarbeiter mit seinem Namen gab und Art der Arbeit und Datum passen mit den Erinnerungen meiner Mutter zusammen. Jedenfalls ging es in dieser Arbeit darum, wie man feindliche Agenten bei der Einreise erkennen könne.

Die letzte Aufzeichnung, die ich im Internet zu seinem Namen finde, ist die des Oberstleutnant in der Abteilung VII der Bezirksverwaltung des MfS, das heißt (wie ich herausfinden konnte), Zitat:

"Die Linie VII agierte in den Bezirksverwaltungen des MfS in der Überwachung der Organe der Territorialverteidigung. Dazu gehörten die Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP), das Präsidium der Deutschen Volkspolizei (PdVP), die Volkspolizeibereitschaften, die Stäbe der Zivilverteidigung (ZV), die Kampfgruppen (KG) der Arbeiterklasse und die Bezirkssekretariate des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

In den zivilen Einrichtungen waren die Abteilungen VII verantwortlich für die abwehrmäßige Sicherung der Abteilung Inneres bei den örtlichen Räten, der Organe der Verwaltung Strafvollzug, der staatlichen Archivverwaltung, der Staatsarchive, der Betriebe im Bereich Geodäsie und Kartographie sowie der Organe der Zollverwaltung der DDR.

Die Abteilungen VII waren weiter zuständig für die Sicherheitsüberprüfungen zu Geheimnisträgern und Antragstellern auf sicherheitsrelevante und staatliche Erlaubnisse und Genehmigungen im Zusammenhang mit Kontrolle von Waffenscheinen sowie für die Genehmigungen im Umgang mit Gift- und Sprengmitteln oder radioaktiven Stoffen.

Ebenso waren sie verantwortlich für die rückwärtige Grenzsicherung, d. h. für die Einschätzung der Lage im Grenzgebiet, die Verhinderung von Grenzdurchbrüchen, die Unterstützung der Tätigkeit der Grenzschutzbeauftragten und die Genehmigung zum Betreten des grenznahen Gebietes.

Ab 1981/1982 wurde die Stelle eines „Abwehroffiziers Volkspolizei (VP)“ zur geheimpolizeilichen Aufsicht der Volkspolizeikreisämter in den Kreisdienststellen der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit eingerichtet. Die Abwehroffiziere „Volkspolizei“ waren die Fortsetzung der Linie VII auf der Ebene der Kreisdienststellen. Sie waren zuständig für die personelle und strukturelle Sicherheit der Volkspolizeikreisämter (VPKÄ), der Zivilverteidigung, der Abteilungen Innere Angelegenheiten beim Rat des Kreises, der Kampfgruppen und des Deutschen Roten Kreuzes."

GLEICHZEITIG war er aber weiterhin (offiziell? Niemand weiß es) eine Art Leibwächter für erwähnten damals schon ehemaligen Minister.

Zusammenfassung: mein Opa war Oberstleutnant des MfS, irgendwie Leibwächter, irgendwie traf er Agenten im Westen, irgendwie hat der Volkspolizei und Co. kontrolliert, hatte ein Sturmgewehr im Kleiderschrank, irgendwie half er bei Mordermittlungen und irgendwie ist er (so reime ich mir das jetzt zusammen, reine Spekulation) hin und wieder durchgedreht und hielt im Kreisverkehr an, um einen besonders schönen Rosenbusch auszugraben.

Unsere ganze Familie ist davon zutiefst ver- und zerstört. Ruft jemand mit unterdrückter oder unbekannter Nummer an, werden neun von zehn Mitgliedern unserer Familie nicht abheben. Klingelt jemand und es ist kein Postbote zu sehen, wird die Tür nicht aufgemacht. Kommt jemand beim Spazierengehen auf der Straße entgegen, muss das Gespräch gestoppt werden, überhaupt wird nie laut geredet und schon gar nicht über persönliche Dinge. Man soll immer im Kopf behalten, dass "DAS" irgendwo "gespeichert" wird und das zum eigenen Nachteil geschieht. Ich muss überlegen, ob mir ein gutes Beispiel dafür einfällt ... Oh ja! Mein Nachbar hatte nach Mitternacht zu laut Musik an, persönliches Vorsprechen half nicht, ich berichtete meiner Mutter davon, beim nächsten Mal einfach die Polizei zu rufen. Ihre Aussage war ein sichtlich erschrockenes "Oh! Pass bloß auf dich auf." und als ich meinte, dass man vor dem Nachbar überhaupt keine Angst haben müsse, der reagiere einfach nur nicht, entgegnete sie "Nein, nicht dass du Ärger von der Polizei oder so bekommst!"

Das zieht sich, wie erwähnt, leider durch die ganze Familie. Alle haben mehr oder weniger das Gefühl, verfolgt zu werden und das irgendwo irgendwer bei irgendwas zuhört und die Gefahr hinter jeder Ecke lauert. Kindesentführung, Einbruch, wasauchimmer.

Ich finde das alles so unglaublich, dass ich lange (und immer noch) Probleme damit habe, das überhaupt zu glauben, aber ich habe auch diverse Fotos, auf denen mein Großvater eindeutig die Uniform des MfS trägt, zusammen mit anderen gleichermaßen Uniformierten und einige Dokumente. Da sonst niemand Interesse daran hat, ich habe immer wieder nachgefragt habe, ist meine Großmutter von sich aus sogar auf mich zugekommen (was ich in der Hinsicht nun als sehr heilsam empfinde) und hat mir angeboten, alles, was sie noch von meinem Großvater "und seiner Arbeit" hat, mir zu schenken. "Im Keller ist auch noch irgendwo die Uniform." Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die haben will, oder wo ich damit hin sollte, aber andererseits habe ich auch sonst überhaupt nichts von meinem Großvater, der zu mir immer sehr gut war, den ich aber offenbar nie richtig habe kennenlernen können.

Also erstmal vielen Dank, wenn ihr das so lest, das hat auch ein bisschen was therapeutisches für mich. Es fühlt sich wirklich etwas irre für mich an. Ich möchte vor allem wissen, ob und wie ich an offizielle Dokumente kommen kann. Es muss ja Unterlagen geben, was er so gemacht hat und ob das zum Schaden anderer war. Ich will das irgendwie beurteilen können und mir ein besseres Bild von ihm machen können. Könnt ihr mir irgendwie bei der Einordnung helfen?

Bestimmt vergesse ich tausend Sachen, aber für den Moment hab ich sicher schon viel zu viel geschrieben. Vielen Dank noch mal, dass ich hier im nur so halb richtigen Forum mit euch schreiben kann.

Bleibt gesund und liebe Grüße


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04.06.2022 12:46 (zuletzt bearbeitet: 04.06.2022 14:45)
avatar  Fred.S.
#5
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zu 4
Danke Fragesteller, für eine sehr ausführliche Vorstellung.
Ich persönlich muss sie wohl mehrmals lesen um das Alles zu verstehen und einzuordnen.
Bin auch sehr gespannt auf die Reaktion der User.
Ich kann Dir in dieser Frage nicht weiter helfen, da ich ein Grenzer bin. mfg. Fred

Interessant, interessant. habe eben im net. ein Leibwächter gefunden. L.H. der Name steht da offen. Fred
Bild: War es so etwas ?


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04.06.2022 17:29
#6
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Ich kann mich ehrlich gesagt nur an das Grau der Uniform und silberfarbene Verzierungen erinnern, aber ich habe ein Bild von ihm (4. von links oder eben 3. von rechts) und ich vermute, dass das rein vom äußeren Erscheinungsbild/Alter Ende der Achtziger war. Auf jeden Fall müsste es ihn aber als Oberstleutnant zeigen. Die anderen Herren auf dem Bild sollen "Arbeitskollegen" zeigen.


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04.06.2022 17:33
#7
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Moin,
nach dem Bild zu urteilen war es spätestens 1981, denn da wurden die Ärmelplatten generell abgeschafft

Speul

mors corporis poena peccati est


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04.06.2022 19:50
#8
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Uniformjacken mit der Aufschrift MfS gab es nicht. Nach der Wende wurde solche Fakes zum Verkauf angeboten


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04.06.2022 19:54
#9
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Ich glaube hier will uns jemand mal wieder einen Bären auffinden.
Die ganze Vorstellung klingt für mich nicht schlüssig.

Mfg Batrachos

Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach


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04.06.2022 20:30
#10
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@fragensteller ,

Du hast eine PN.

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Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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04.06.2022 20:39
#11
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Ich kann euren Argwohn verstehen, aber am Ende möchte ich vor allem Infos dazu, wie ich mehr über meinen Großvater erfahren und ob jemand mit den wenigen Infos etwas in diese Richtung anfangen kann. Ich wüsste nicht, was ich davon hätte, hier Märchen zu erzählen, oder wie ich etwas davon beweisen soll oder warum ich das überhaupt sollte. Wer etwas damit anfangen kann, kann mir ja einfach Hinweise geben, was offizielle Dokumente betrifft. Ich habe mich in der Vergangenheit an "Gauck-Behörde" gewandt und da hieß es nur, da ich nicht betroffen sei, könne man mir nicht weiterhelfen. In einem anderen Fall, von dem ich wieder online las, wurde aber (angeblich) wieder anders entschieden. Hat da jemand Erfahrungen gemacht, bzw. kann ich da Widerspruch einlegen oder mir einen Anwalt nehmen und was kann sowas kosten, oder gibt es andere Wege?


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04.06.2022 20:59
#12
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Für mich in jedem Fall interessant alles zu lesen. Danke auch dafür.
Halte dir aber bitte vor Augen, wenn dein Großvater sich nicht geoutet hat, warum sollten sich die hier Gleichgesinnten offenbaren und dir Hinweis liefern.
Ich habe da meine Zweifel.
Schönen Abend und ein schönes Pfingstfest
Bahndamm 68


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04.06.2022 21:42
#13
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Fragensteller, das ist alles recht abenteuerlich, was Du da schreibst. Bitte verstehe die Skepsis vieler User, aber wir hatten hier schon Neue, die ebenfalls Sachverhalte über sich und Verwandtschaft schrieben, die nach und nach durch andere User mit Fakten zerpflückt wurden oder User, die sich mit falschen Legenden zu ihrer politischen Richtung erst mal Vertrauen aufbauen wollten. Kann sein, daß es sich alles so verhält, wie Du schriebst, kann aber auch sein, daß es nicht so ist. Habe deshalb Geduld, wenn die Antworten und Hinweise nicht gleich so kommen, wie Du es Dir erhoffst. Wie Dir schon empfohlen, gehe auch selbst auf die Suche in den Tiefen des Forums. Bei den Stichworten für die Themensuche können Dir sicher viele User behilflich sein.


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04.06.2022 22:10
#14
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Vielen Dank für das Vertrauen. Ich kann nur noch mal schreiben, dass das so der Wahrheit entspricht und am Ende will ich wirklich nur mehr über meinen Großvater erfahren, zum Beispiel wie seine Aufgaben aussahen. Das liest sich alles sehr kryptisch, falls man überhaupt etwas findet und wenn man an "die Stasi" denkt, kommen doch nur schlechte Assoziationen, oder? Ich will da nichts beschönigen, verteufeln, oder irgendwie Partei ergreifen. Mir fällt es schon schwer, gerade weil das so ein sensibles Thema ist, mit anderen drüber zu reden und überhaupt wissen davon nur sehr wenige. Aber ich würde schon gerne wissen, was mein Großvater so gemacht hat. Als so eine Art Abteilungsleiter in der Abteilung VII, was hat man da gemacht? Hat er Andersdenkende bei der Polizei gesucht und weggesperrt? Ich habe dazu einfach keine Bilder im Kopf und meine Familie schweigt und erzählt nur lustige Anekdoten oder dass er Personenschützer gewesen sei.

Also nochmal danke für die Hilfe, ich verstehe die Skepsis, gerade im Internet und wenn ihr das nicht glauben mögt, verstehe ich das. Es ist einfach alles etwas irre, darum ist es ja auch ein so schwieriges Thema für mich, das ich aufarbeiten möchte. Hinweise und allgemeine Erklärungen sind immer gerne gesehen. Wie wurde man Oberstleutnant beim MfS? Musste er den o. g. Ex-Minister vielleicht auch ausspionieren? War es normal, dass Mitarbeiter des MfS Sturmgewehre zuhause hatten? Ich habe dazu keine Vergleichsmöglichkeiten, sondern finde das einfach nur irgendwo spannend über abstoßend bis unglaublich.

Nochmal eine Frage zu Behördenunterlagen: Gibt es ein Recht für mich als Angehörigen, bspw. so etwas wie seine Personalakte zu lesen, falls es sowas noch gibt?


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04.06.2022 23:53 (zuletzt bearbeitet: 04.06.2022 23:57)
#15
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Es gab beim MfS auch "ständige Waffenträger". Das galt für die Dienstpistole. Das ein MA eine Mpi AKM zu Hause hatte da kenne ich keine Beispiele. Warum auch ? Bei Jagdwaffen bei entsprechender Sicherung in der Wohnung und Jagderlaubnis gab es.

Das ein ehemaliger Minister PS hatte kenne ich auch keine Beispiele.


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