Die "arroganten Wessis"

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06.05.2022 14:04
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#46
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94

Zitat von Berlinerin im Beitrag #43
Arroganz ist nicht von einer Himmelsrichtung oder der Sozialisierung abhängig, sondern es ist eine Frage des Charakters.
Nun, da wage ichs mal elegant zu widersprechen, also falls mit 'Sozialisierung' die Sozialisation gemeint sein wollte? Insbesondere die sekundäre Sozialisation hat einen signifikanten Einfluß auf das was gemeinhin 'Charakter' genannt wird. Es ist schon so wies ein gewisser Sierke mal gesagt haben will ... Die Politik verdirbt den Charakter.
Nicht vergessen sollte man auch den teilweise weit klaffenden Spalt zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung.
Ein schönes Beispiel lieferte mal @Gert, er beschrieb vor Jahren mal wie er seine Verwandschaft im Osten besuchte, sein Sohn (?) war im Kindergartenalter. Seinerzeit waren im Westen sogenannte Stockwagen voll im Trend. Die Firma Chicco, also eher ein Billigheimer hatte diese gerade 'erfunden'. Also im Westen wäre man damit nun nicht gerade aufgefallen. Im Osten dagegen staunte die Elternschaft dieses Teil an als wärs vom andern Stern. Das dem jungen Vater ein solches Angestauntwerden eher lästig bis peinlich ist ist ja wohl klar. Nun, genauso klar ist das sein zurückhaltend abweisender Habitus vom Gegenüber als arrogant und überheblich wahrgenommen wird.

Achso, wie wärs mit'ner ordentlichen Vorstellung?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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06.05.2022 15:06
#47
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Zitat von Fähnrich im Beitrag #44
...In der Aufbauphase 1990, 1991 war ich auch oft im Osten, manchmal eine ganze Woche am Stück. Ich gebe auch mal zu bedenken, ein gelernter Westdeutscher kam in eine ganz andere Welt. Was bei uns Standard war, gab es dort einfach zu Anfang nicht...


"Aufbauphase" klingt irgendwie als kämen Engel und brächten die wonder world, als hätte man uns damals gerade aus der Erdhöhle gelockt…offensichtlich aber der spezifischen damaligen Betrachtungsweise geschuldet…aber dies nur nebenbei.

Für mich in meinem Bauleiterzimmer gegenüber dem Sekretariat und Chefzimmer war es anfangs schon ein spezifisches Gefühl zu sehen, wenn ein BMW oder Mercedes neben meinem alten 353er parkte und dann wieder ein Vertreter die Vorzüge seiner einzigartigen Produkte pries, nachdem gerade Tags zuvor ein anderer Vertreter gleiches ausdrücklich nur von seinem Verkaufsgut behauptete.

Nun, nach der Währungsunion erwarben auch wir Neufahrzeuge, für alle unserer nun sogenannten Kolonnen nagelneue Pritschen mit Doppelkabinen, für unsere paar Bauleiter eher wieder nur kleinere PKW. Wie hätte es denn ausgesehen, mit nagelneuen oder geleasten BMW oder Mercedes damals hier bei Ost-Bauherren um Aufträge zu buhlen, die selbst mit ihren paar Westgroschen nur gebrauchte Kleinwagen fuhren?

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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06.05.2022 17:14 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2022 17:15)
#48
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Hallo,
so einfach ist das nicht. Dann müßten wir erst mal klären, wo eine Aufbauphase statt fand in den Jahren1990/1991, denn große Teile der Wirtschaft wurden erst mal platt gemacht, egal wie marode die waren.
Gruß Frank


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06.05.2022 17:17
#49
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Hallo,
so einfach ist das nicht. Dann müßten wir erst mal klären, wo eine Aufbauphase statt fand in den Jahren1990/1991, denn große Teile der Wirtschaft wurden erst platt gemacht, egal wie marode die waren.
Gruß Frank
PS: Wer z.B. den Film über die ostdeutsche Kaliindustrie sah, konnte arrogante Menschen aus dem Westen sehen, die ohne Skrupel platt gemacht haben.


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06.05.2022 17:21
avatar  RalphT
#50
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Schon immer hatten sich so manche Wessis, als Übermenschen aufgeführt. Ob das in der DDR war oder in sonst einem "Entwicklungsland". Gerade in Ländern, wo der uralte Stand der Technik sichtbar war, da traten so manche Wessis wie die hohen Herren auf.
Leider guckte so mancher Einwohner auch noch zu diesen Leuten hoch. Dadurch fühlte der Wessi sich bestätigt.

Ja, diese Macke konnte ich gut beobachten.


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06.05.2022 18:21 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2022 18:22)
avatar  Tobeck
#51
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #48
Hallo,
so einfach ist das nicht. Dann müßten wir erst mal klären, wo eine Aufbauphase statt fand in den Jahren1990/1991, denn große Teile der Wirtschaft wurden erst mal platt gemacht, egal wie marode die waren.
Gruß Frank

Darüber gibt´s Literatur mit Statistiken. "Große Teile" ist ein dehnbarer/interpretierbarer Begriff. Ein Drittel der Gesellschaften wurde abgewickelt, ein weiteres Drittel wurde nach erheblichen Investitionen weitergeführt. Ein weiteres Drittel wurde ohne größere Investitionen weitergeführt. Das war doch auch branchenabhängig, nicht nur davon abhängig ob Betriebe marode waren. Im Mansfelder Kupferbergbau, wo die Förderung von Kupfer zehn mal so viel kostete wie es am Weltmarkt kostete, war nichts mehr zu machen. Oder die Textilindustrie, die auf dem Weltmarkt ebenfalls nicht konkurrenzfähig war. Dieses Verschwinden von solchen Branchen gab es zuvor auch im Westen. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal des Ostens. Die Textilindustrie in Westdeutschland ist in den Jahrzehnten nach den sechziger Jahren auch weitgehend verschwunden. Vielen Regionen mit einem Schwerpunkt in diesem Bereich brach die wirtschaftliche Grundlage weg - auf der schwäbischen Alb und in anderen Regionen brach die Textilindustrie weg, in der Region in und um Offenbach und Pirmasens die Leder- bzw. Schuhindustrie, an der Küste viele Werften. Die Unterhaltungselektronik (Grundig, Blaupunkt, Saba u.s.w.) ist im Westen auch überwiegend verschwunden. Auch im Bergbau gab es im Westen dieses Plattmachen, in Großbritannien unter Thatcher noch rigoroser (schneller) als in Westdeutschland. Branchen wie Bergbau, Textil, u.s.w. sind in vielen westlichen Ländern weggebrochen. In den USA hat es sogar die Automobilindustrie erwischt (Detroit), die zu einem nicht unerheblichen Teil nach Mexiko abgewandert ist. Wenn man mit dem Zug von New York nach Süden fährt, kann man stundenlang neben der Strecke die Industriebrachen sehen. Um ein weiteres Beispiel zu nennen - 70 % der weltweiten Spielzeugindustrie befindet sind heute in China, und war früher in den USA stark vertreten.

Die Wiedervereinigung hat in Ostdeutschland diesen Strukturwandel im Zeitraffer nachgeholt - was in westlichen Ländern manchmal zwanzig Jahre dauerte, wurde im Osten in wenigen Jahren nachgeholt.

Wo es eine Aufbauphase gab? Zum Beispiel Infrastruktur - Straßen, Schienen, Telefonnetz, Kanalisation/Klärwerke. Allein die Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur, die sich z.T. auf dem technischen Stand der dreißiger Jahre befand, verschlang 150 Mrd. DM. Gebäudeinstandsetzungen waren ein weiterer Posten. Oder die genannten erheblichen Investitionen in ein Drittel der Betriebe.


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06.05.2022 18:33
#52
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Zitat von Tobeck im Beitrag #51
...Ein Drittel der Gesellschaften wurde abgewickelt, ein weiteres Drittel wurde nach erheblichen Investitionen weitergeführt. Ein weiteres Drittel wurde ohne größere Investitionen weitergeführt..


Bedeutet, zwei Drittel der "Gesellschaften" haben überlebt, vergiss es!
Aber definiere erstmal "Gesellschaften"

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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06.05.2022 18:50 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2022 18:59)
avatar  Tobeck
#53
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #52
Zitat von Tobeck im Beitrag #51
...Ein Drittel der Gesellschaften wurde abgewickelt, ein weiteres Drittel wurde nach erheblichen Investitionen weitergeführt. Ein weiteres Drittel wurde ohne größere Investitionen weitergeführt..


Bedeutet, zwei Drittel der "Gesellschaften" haben überlebt, vergiss es!
Aber definiere erstmal "Gesellschaften"


Nach dem Zeitpunkt der Währungsunion zum 01.07.1990 waren das Kapitalgesellschaften, also AG oder GmbH. Was Du "Überleben" nennst, heißt nicht unbedingt eigenständige Fortführung, aber Fortführung innerhalb anderer Gesellschaften oder unter anderem Namen. Gesellschaften können auch aufgekauft oder fusioniert werden. Wenn manche in der Zeitung den Fakt lesen, dass es in den USA vor 100 Jahren 500 Automobilfirmen gab und heute noch 5, dann heißt das nicht, das 495 "pleite" gegangen sind. Viele wurden schlicht aufgekauft oder fusionierten.


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06.05.2022 19:53 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2022 19:53)
#54
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Zitat von RalphT im Beitrag #50
Schon immer hatten sich so manche Wessis, als Übermenschen aufgeführt. Ob das in der DDR war oder in sonst einem "Entwicklungsland". Gerade in Ländern, wo der uralte Stand der Technik sichtbar war, da traten so manche Wessis wie die hohen Herren auf.
Leider guckte so mancher Einwohner auch noch zu diesen Leuten hoch. Dadurch fühlte der Wessi sich bestätigt.

Ja, diese Macke konnte ich gut beobachten.



Teilweise verständlich. Was wußten wir denn darüber, wie das in der BRD genau ablief, in den Firmen und Behörden. Die Reklamesendungen der Westfernsehens hatten da auch einen Anteil dran. Daß Vieles, was da als so einfach gezeigt wurde, war in Wirklichkeit eine vorbereitete Manipulation, bei der das gewünschte Ergebnis für den Zuschauer zwangsläufig eintreten mußte. Meine Schwiegermutter dazu, wenn sie sah, wie leicht etwas z.B. wegzuwischen war " da sieht man es doch, wie es geht". Wir konnten es ja kaum überprüfen. Entzaubert wurde dann nach und nach alles, ob Produkte oder auch die überschlauen Töne einiger Westdeutscher. Das ging bei mir recht schnell zu erkennen, daß die auch nur mit Wasser kochen und wir für so Manches schon bessere Lösungen hatten und daß dort auch nicht mit Hektik und Arbeitsstress gearbeitet wird.


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06.05.2022 19:53 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2022 19:58)
#55
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Zitat von Tobeck im Beitrag #53
Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #52
Zitat von Tobeck im Beitrag #51
...Ein Drittel der Gesellschaften wurde abgewickelt, ein weiteres Drittel wurde nach erheblichen Investitionen weitergeführt. Ein weiteres Drittel wurde ohne größere Investitionen weitergeführt..


Bedeutet, zwei Drittel der "Gesellschaften" haben überlebt, vergiss es!
Aber definiere erstmal "Gesellschaften"


Nach dem Zeitpunkt der Währungsunion zum 01.07.1990 waren das Kapitalgesellschaften, also AG oder GmbH. Was Du "Überleben" nennst, heißt nicht unbedingt eigenständige Fortführung, aber Fortführung innerhalb anderer Gesellschaften oder unter anderem Namen...



Dies waren allein die größeren VEB-Betriebe mit bis zu Tausenden von Beschäftigten, die von der Treuhand in meiner Kreisstadt betreut wurden und alle nicht weiter existierten, auch nicht in anderer Form. Einzig allein die "Möve" mit vormals schätzungsweise mindest ein bis zwei Tausend Leuten hatte einen Nachfolger, übrigens gleichen Namens jedoch mit unvergleichbar weniger Leuten:

VEB (B) Baustoffkombinat Mühlhausen

VEB Bekleidungswerk Mühlhausen

VEB Brauhaus Mühlhausen

VEB Möve-Werk Mühlhausen

VEB Elektrogerätebau Mühlhausen

VEB Etikettendruck Mühlhausen

VEB Holzverarbeitung Mühlhausen

VEB Kinderfahrzeuge Mühlhausen

VEB Knochenaufschlußwerk Mühlhausen

VEB Kombinat Kinderfahrzeuge Zekiwa

VEB Kombinat Landschafts- und Grünanlagenbau Mühlhausen

VEB Kraftfutter- und Mühlenwerke Mühlhausen

VEB Lederwarenfabrik Mühlhausen

VEB Lokomotivreparatur

VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck

VEB Möbelwerke Mühlhausen

VEB Vereinigte Strick- und Wirkwarenfabriken Mühlhausen

VEB Ofen- und Herdbau Mühlhausen

VEB Textilwerke Mühlhausen

VEB Thuringia-Brauerei Mühlhausen

VEB Spezialnähmaschinenwerk Mühlhausen


Und nun kommen wir wieder zu Deiner Drittelung...

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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06.05.2022 19:57
#56
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#51
Hallo,
Deinen letzten Absatz kann ich natürlich voll zustimmen. Natürlich sind meine Ausführungen sehr kurz gegriffen, dass weiß ich natürlich auch.Trotzdem wurden viele Ostdeutsche ziemlich enttäuscht, nicht zuletzt weil sie die Marktwirtschaft nicht kannten.
Gruß Frank


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06.05.2022 20:00
#57
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Hallo Hohenstücken7072, #55
Danke für Deine Mühe.
Gruß Frank


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06.05.2022 20:00
#58
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #47
Zitat von Fähnrich im Beitrag #44
...In der Aufbauphase 1990, 1991 war ich auch oft im Osten, manchmal eine ganze Woche am Stück. Ich gebe auch mal zu bedenken, ein gelernter Westdeutscher kam in eine ganz andere Welt. Was bei uns Standard war, gab es dort einfach zu Anfang nicht...


"Aufbauphase" klingt irgendwie als kämen Engel und brächten die wonder world, als hätte man uns damals gerade aus der Erdhöhle gelockt…offensichtlich aber der spezifischen damaligen Betrachtungsweise geschuldet…aber dies nur nebenbei.

Für mich in meinem Bauleiterzimmer gegenüber dem Sekretariat und Chefzimmer war es anfangs schon ein spezifisches Gefühl zu sehen, wenn ein BMW oder Mercedes neben meinem alten 353er parkte und dann wieder ein Vertreter die Vorzüge seiner einzigartigen Produkte pries, nachdem gerade Tags zuvor ein anderer Vertreter gleiches ausdrücklich nur von seinem Verkaufsgut behauptete.

Nun, nach der Währungsunion erwarben auch wir Neufahrzeuge, für alle unserer nun sogenannten Kolonnen nagelneue Pritschen mit Doppelkabinen, für unsere paar Bauleiter eher wieder nur kleinere PKW. Wie hätte es denn ausgesehen, mit nagelneuen oder geleasten BMW oder Mercedes damals hier bei Ost-Bauherren um Aufträge zu buhlen, die selbst mit ihren paar Westgroschen nur gebrauchte Kleinwagen fuhren?


@Hohenstücken7072,
der Westen versteht den Osten nicht und der Osten den Westen nicht. Nun gut, Aufbauphase klingt nach Erdhöhle,
dann benötigen wir eine andere Begrifflichkeit. Vielleicht Erschließung eines neuen Absatzgebietes?
Da stand nun BMW und Mercedes neben deinem 353er. Sollten nun für den Osten speziell andere Dienstfahrzeuge angeschafft werden, da hätte ich mich aber schon gefragt, in welcher Veranstaltung bin ich gelandet. Mal ganz abgesehen von den Kosten.
In meiner Company bekamen Mitarbeiter aus dem Osten, genau den PKW wie sein Kollege aus dem Westen, der ihm für seine Position zustand. Die Bandbreite ging von VW Golf bis Mercedes E-Klasse.

Was sollte der arme Vertreter denn machen, er wollte sein Produkt XY verkaufen. Zwei Tage später kam ein anderer, sein Produkt XZ erfüllte die gleichen Aufgaben, der lobte seine Produkte in höchsten Tönen, wollte halt auch einen Abschluss machen.

Autos sind wohl in Deutschland speziell oftmals ein Reizthema, es war im Westen nicht viel anders. Ich hatte ein Firmenfahrzeug, was keine Kosten verursachte, inklusiv Tankkarte, die auch für private Fahrten einschl. Urlaub benutzt werden durfte. Damit entfiel der Kostenfaktor für ein zweites Auto. Somit fuhr meine Frau einen größeren Mercedes SLK. Eine spezielle Nachbarin konnte sich Bemerkungen nicht verkneifen. Ich nannte sie immer die Öko-Tante. Die Frau hatte zu allen Themen seltsame Einstellungen. Nun ja, man muss die Menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine anderen.
Fähnrich


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06.05.2022 20:14
#59
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Zitat von Fähnrich im Beitrag #58
..der Westen versteht den Osten nicht und der Osten den Westen nicht. Nun gut, Aufbauphase klingt nach Erdhöhle,
dann benötigen wir eine andere Begrifflichkeit. Vielleicht Erschließung eines neuen Absatzgebietes?
Da stand nun BMW und Mercedes neben deinem 353er. Sollten nun für den Osten speziell andere Dienstfahrzeuge angeschafft werden..


Weichen wir doch nicht aus, es ging doch um solches: "Aufbau-", "Pionierarbeit", "Aufbauphase"...

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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06.05.2022 20:17
#60
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #55
Dies waren allein die größeren VEB-Betriebe mit bis zu Tausenden von Beschäftigten, die von der Treuhand in meiner Kreisstadt betreut wurden und alle nicht weiter existierten, auch nicht in anderer Form. Einzig allein die "Möve" mit vormals schätzungsweise mindest ein bis zwei Tausend Leuten hatte einen Nachfolger, übrigens gleichen Namens jedoch mit unvergleichbar weniger Leuten:

VEB (B) Baustoffkombinat Mühlhausen

VEB Bekleidungswerk Mühlhausen

VEB Brauhaus Mühlhausen

VEB Möve-Werk Mühlhausen

VEB Elektrogerätebau Mühlhausen

VEB Etikettendruck Mühlhausen

VEB Holzverarbeitung Mühlhausen

VEB Kinderfahrzeuge Mühlhausen

VEB Knochenaufschlußwerk Mühlhausen

VEB Kombinat Kinderfahrzeuge Zekiwa

VEB Kombinat Landschafts- und Grünanlagenbau Mühlhausen

VEB Kraftfutter- und Mühlenwerke Mühlhausen

VEB Lederwarenfabrik Mühlhausen

VEB Lokomotivreparatur

VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck

VEB Möbelwerke Mühlhausen

VEB Vereinigte Strick- und Wirkwarenfabriken Mühlhausen

VEB Ofen- und Herdbau Mühlhausen

VEB Textilwerke Mühlhausen

VEB Thuringia-Brauerei Mühlhausen

VEB Spezialnähmaschinenwerk Mühlhausen


Und nun kommen wir wieder zu Deiner Drittelung...



@Hohenstücken7072,
die Aufstellung aus deiner Kreisstadt nehme ich dir als glaubhaft ab.
Dazu habe ich jedoch eine Frage. Wie sollte denn die Vorgehensweise sein?
Gebe aber nicht als Antwort, die Überlebensfähigkeit der Betriebe durch staatliche Subventionen sichern.
Fähnrich


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