Die "arroganten Wessis"

  • Seite 18 von 18
22.05.2022 21:42 (zuletzt bearbeitet: 23.05.2022 06:59)
avatar  Dirk
#256
avatar

Zitat von Fähnrich im Beitrag #251

Deutschland gehört zu den größten Rüstungsexporteuren der Welt, davon hängen jede Menge Arbeitsplätze ab.
Mache ich nicht das Geschäft, dann macht es ein anderer Hersteller, damit würde man nichts verhindern. Also mache ich das Geschäft und bei uns klingelt die Kasse. Wer Frieden will muss für den Krieg rüsten und der Krieg in Europa bestätigt es doch.
Fähnrich


Ja dass hat die Firma Krupp vor dem 1. Weltkrieg auch schon gemacht und so war dann auch ein Gleichgewicht der Waffen zwischen Frankreich und Deutschland hergestellt.
Ich habe vor Jahren mal gelesen, dass eine deutsche Firma einen Bombenzünder entwickelt und auch an die Briten verkauft hat. Im Krieg haben die Briten dann den Zünder selber in Lizenz produziert und an die deutsche Firma Gebühren bezahlt. Da muss dein Herz doch höher schlagen. Bomben aus Engelland auf deutsche Städte mit Zündern aus deutscher Erfindung.


 Antworten

 Beitrag melden
22.05.2022 22:28
#257
avatar

Zitat von Fähnrich im Beitrag #227
Zitat von DoreHolm im Beitrag #224
Zitat von Dirk im Beitrag #222
Zitat von kringel im Beitrag #220
Googelt bitte mal, Ukrainischer Botschafter Andrij Melnyk unterstützt ultrarechtes Asow-Regiment
Und somit seit ihr nicht nur von einer Seite informiert.
Außerdem sollte man mal die Frage in den Raum stellen wer ist der Gewinner bzw. macht Profit bei den Menschen verachteten Krieg.


Das der Krieg für die Waffenindustrie wie ein warmer Regen ist und dort jetzt die Sektkorken knallen, kann ich mir vorstellen.
Somit hat Putin der Waffenindustrie volle Auftragsbücher verschafft. Nicht das er da noch Provisionen dafür einfordern will?
Wenn Putin den westlichen Waffenproduzenten Schaden zufügen will, dann soll er schnellstens seine Mordbrenner nach Russland zurückbeordern und demilitarisieren.


Volle Auftragsbücher nutzen den Waffenproduzenten allerdings nur etwas, wenn die Gewinne in Privattaschen fließen, also nicht, wenn sie sich in Staatseigentum befinden und/oder wenn diese Waffen exportiert werden.



@DoreHolm,
ich musste gerade laut lachen, denn Dein Beitrag erinnert mich an sozialistische Betriebswirtschaft, wurde Dir wahrscheinlich auf der Parteihochschule gelehrt.
Die deutsche Rüstungsindustrie gehört zu den Weltmarktführern, ihre Produkte sind weltweit gefragt. Die Geschäfte laufen gut und Dank Despot Putin noch besser. Die Unternehmen sind private Unternehmen, meistens als Gesellschaftsform Aktiengesellschaften. Sollte der Staat auch Aktien von einem Unternehmen besitzen und das Unternehmen macht Gewinne, gehen die Gewinne für seinen Aktienanteil an den Staat, also auch an Dich als Bürger.
Besonders interessant ist Deine Aussage, wenn sie ihre Produkte exportieren machen sie keine Gewinne.
Um es deutlich zu sagen, einen größeren Schwachsinn habe ich noch nicht gehört. Die deutsche Wirtschaft ist im Gesamten auf Export aufgebaut. Damit macht sie nach Deiner Aussage keine Gewinne. Würdest Du mir den Vorgang bitte betriebswirtschaftlich erklären.
Ist Dir der meistverkaufte Kampfpanzer der Welt bekannt? Deine Gedanken gehen in die falsche Richtung, es ist nicht der Russenschrott, sein Name ist Leopard, aus dem Hause Kraus-Maffei Wegmann. Unsere Technik für Ihre Ziele. Wir machen den Weg frei. Made in Germany lässt Grüßen.
Fähnrich



Hier hatte ich mich verschrieben. Ich meinte es anders und habe es falsch formuliert. Natürlich macht der Staat dann Gewinn, wenn ihm die Firmen f. Militärausrüstung gehören und diese Produkte exportiert werden. War ja in der DDR nicht anders. Wafffen wurden exportiert und nur aus diesem exportiertem Anteil erwuchs auch Gewinn, sonst nicht. Aber er (der Staat) macht keinen Gewinn, wenn er auch den Einsatz selbst finanzieren muß. Da entsteht kein Nutzen für den Staat, sondern nur Kosten. Kapazitäten, die besser für nützlichere Dinge ausgegeben werden würden. Wenn es anders wäre, dann müßte die BW ein riesiges Unternehmen sein, das keine Steuergelder verschlingt, sondern jede Menge Gewinn abwirft. Wenn der Staat an diesen Unternehmen Aktienanteile besitzt, ist das daher nur ein Hin- und Hergeschiebe von Mitteln, wenn die Waren (hier Waffen) nicht verkauft werden.
So, nun dürften Unklarheiten beseitigt sein, meine ich.


 Antworten

 Beitrag melden
22.05.2022 23:01
avatar  icke46
#258
avatar

Zitat von Dirk im Beitrag #256


(….)
Ja dass hat die Firma Krupp vor dem 1. Weltkrieg auch schon gemacht und so war dann auch ein Gleichgewicht der Waffen zwischen Frankreich und Deutschland hergestellt.

(….)

.


Zumindest bei Großbritannien war es wohl so, dass die Zahlungen an Krupp aus GB für Munitionslieferungen an den getöteten deutschen Soldaten bemessen wurde, wie sich das für eine patriotische deutsche Firma gehört….


 Antworten

 Beitrag melden
23.05.2022 10:58
avatar  Tobeck
#259
avatar

Zitat von Hackel39 im Beitrag #229
Zitat von Roland K. im Beitrag #186
Einen gewissen Unterhaltungswert kann man Ihren Texten nicht absprechen.
In einer historischen Betrachtung ähneln sie allerdings eher den kleinen Fettaugen auf einer dünnen Suppe jahrzehntelanger Indoktrination.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Russia_1533-1896.gif


Meine jahrzehntelange Indoktrination währte nur vom Sommer 1986 bis zum Sommer 1987, da war ich an jedem Donnerstag Kreisparteischüler in der SED- KL Eisleben und auch umgeben von einigen Teilnehmern, die frech und fröhlich das Staatswesen verspotteten, da war der Postfrosch, den ich aus meiner FDJ- Funktion schon kannte und der auch bei den Anleitungen immer aneckte oder ein besonders mutiger Genosse vom Korrosionsschutz Eisleben, einer vom Kraftverkehr und 2-3 andere, die ich nicht weiter kannte, die hatten eine komische Narrenfreiheit und waren oft mit der Schnauze vornweg unterwegs ohne daß denen was passierte, die blieben bis zuletzt im Seminar dabei.
Auch einer der Seminarleiter vom BMK Chemie meinte mal zu mir, daß es auch mit „einem Gang weniger“ noch gehen würde, da war ich mit meinen 20 Jahren schon etwas perplex und verstand es als Schutzerdung.
Will heißen, daß die Berufspropagandisten von damals das eine und die Volksgemeinschaft der berufstätigen lebenserfahrenen Genossen das andere war und da mußte man irgendwo dazwischen andocken.
Zwar diskutierte ich auch manchmal etwas schief, aber meine Dankbarkeit im Heimatland im Traumjob arbeiten zu dürfen war damals immer mein Leuchtturm und so stellte ich das große Ganze nie in Frage, was ich auch heute nicht tue, wenngleich das aktuelle Konzept mehr auf Glück, Beziehungen und Chuzpe baut als das bessere von früher.
Die erreichte Zivilisation und Teilhabe ist ein hohes Gut, das sehr viel Wert hat und wenn der Sozialismus aus dem Regal verschwunden ist, so war das von der inzwischen verdeckt reumütigen überwiegend abgehängten Mehrheit zumindest meiner näheren Umgebung eben doch ursprünglich (Märzwahl 1990) so gewollt und nur das zählt.

Übrigens sollten manche Aktienfonds- Investoren nicht frohlocken, daß Putins Feldzug ihren Depots nichts anhaben könnte, gerade Fonds mit Schwerpunkt „Dividendenstärke“ und „Schwellenländer Europa“ wurden arg gerupft, hoffentlich steckt da nicht die halbe Altersvorsorge drin.
Ich selbst hab zurzeit 700 € an (noch nicht realisierten) Kursverlusten Lehrgeld gezahlt, meine Kündigungsgebühr der Deutsch- Sowjetischen Freundschaft.


Das ist hier nicht das Thema, so wie auch die Geschichte der Kirche nicht oder der Krieg in der Ukraine. Darum auch ein kurzer Einwand zu Deiner Aussage. Die Aussage bezüglich Dividendenstärke stimmt nicht, wenn man weltweite Streuung betrachtet und beginnend ab dem 24. Februar.


 Antworten

 Beitrag melden
23.05.2022 11:45
#260
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #257
Zitat von Fähnrich im Beitrag #227
Zitat von DoreHolm im Beitrag #224
Zitat von Dirk im Beitrag #222
Zitat von kringel im Beitrag #220
Googelt bitte mal, Ukrainischer Botschafter Andrij Melnyk unterstützt ultrarechtes Asow-Regiment
Und somit seit ihr nicht nur von einer Seite informiert.
Außerdem sollte man mal die Frage in den Raum stellen wer ist der Gewinner bzw. macht Profit bei den Menschen verachteten Krieg.


Das der Krieg für die Waffenindustrie wie ein warmer Regen ist und dort jetzt die Sektkorken knallen, kann ich mir vorstellen.
Somit hat Putin der Waffenindustrie volle Auftragsbücher verschafft. Nicht das er da noch Provisionen dafür einfordern will?
Wenn Putin den westlichen Waffenproduzenten Schaden zufügen will, dann soll er schnellstens seine Mordbrenner nach Russland zurückbeordern und demilitarisieren.


Volle Auftragsbücher nutzen den Waffenproduzenten allerdings nur etwas, wenn die Gewinne in Privattaschen fließen, also nicht, wenn sie sich in Staatseigentum befinden und/oder wenn diese Waffen exportiert werden.



@DoreHolm,
ich musste gerade laut lachen, denn Dein Beitrag erinnert mich an sozialistische Betriebswirtschaft, wurde Dir wahrscheinlich auf der Parteihochschule gelehrt.
Die deutsche Rüstungsindustrie gehört zu den Weltmarktführern, ihre Produkte sind weltweit gefragt. Die Geschäfte laufen gut und Dank Despot Putin noch besser. Die Unternehmen sind private Unternehmen, meistens als Gesellschaftsform Aktiengesellschaften. Sollte der Staat auch Aktien von einem Unternehmen besitzen und das Unternehmen macht Gewinne, gehen die Gewinne für seinen Aktienanteil an den Staat, also auch an Dich als Bürger.
Besonders interessant ist Deine Aussage, wenn sie ihre Produkte exportieren machen sie keine Gewinne.
Um es deutlich zu sagen, einen größeren Schwachsinn habe ich noch nicht gehört. Die deutsche Wirtschaft ist im Gesamten auf Export aufgebaut. Damit macht sie nach Deiner Aussage keine Gewinne. Würdest Du mir den Vorgang bitte betriebswirtschaftlich erklären.
Ist Dir der meistverkaufte Kampfpanzer der Welt bekannt? Deine Gedanken gehen in die falsche Richtung, es ist nicht der Russenschrott, sein Name ist Leopard, aus dem Hause Kraus-Maffei Wegmann. Unsere Technik für Ihre Ziele. Wir machen den Weg frei. Made in Germany lässt Grüßen.
Fähnrich



Hier hatte ich mich verschrieben. Ich meinte es anders und habe es falsch formuliert. Natürlich macht der Staat dann Gewinn, wenn ihm die Firmen f. Militärausrüstung gehören und diese Produkte exportiert werden. War ja in der DDR nicht anders. Wafffen wurden exportiert und nur aus diesem exportiertem Anteil erwuchs auch Gewinn, sonst nicht. Aber er (der Staat) macht keinen Gewinn, wenn er auch den Einsatz selbst finanzieren muß. Da entsteht kein Nutzen für den Staat, sondern nur Kosten. Kapazitäten, die besser für nützlichere Dinge ausgegeben werden würden. Wenn es anders wäre, dann müßte die BW ein riesiges Unternehmen sein, das keine Steuergelder verschlingt, sondern jede Menge Gewinn abwirft. Wenn der Staat an diesen Unternehmen Aktienanteile besitzt, ist das daher nur ein Hin- und Hergeschiebe von Mitteln, wenn die Waren (hier Waffen) nicht verkauft werden.
So, nun dürften Unklarheiten beseitigt sein, meine ich.



Nun gut, Du hast Dich verschrieben, kann ja passieren. Nun hast Du ein neues Konstrukt aufgebaut. Das der Staat ein Aktionär des Unternehmens war ja nur ein Beispiel, um Dir zu widerlegen, dass er auch Gewinne macht, wenn der Konzern erfolgreich ist.
Gehe davon aus, dass der Staat keine Beteiligungen hat. Viel interessanter ist, nenne mir mal einen Staat der Welt, wo das Militär nicht aus Steuergeldern finanziert wird. Gibt es auch noch Auslandsmissionen, dann werden diese auch aus Steuergeldern finanziert.
Dein Konstrukt ist ein Wunschdenken, zudem mache Dir keine Gedanken, dass sie ihre Produkte nicht verkaufen würden. Die Konzerne produzieren auftragsbezogen und damit ist die Abnahme garantiert. Ich produziere doch keine Produkte auf Halde, es ist doch betriebswirtschaftlich unlogisch.

Es ist in dieser Welt nicht möglich Kapazitäten für nützlichere Dingen auszugeben, da es Staaten wie Russland gibt, mit einem Kriegsverbrecher an der Spitze. Ich habe Russland immer kritisch gesehen und war mit meiner Einschätzung im Recht, da ist doch der Krieg in der Ukraine der beste Beweis. In Moskau versteht man nur eine Sprache und das ist die Sprache der Stärke. Oder um es ganz deutlich zu sagen, sollten sie frech werden, dann muss man ihnen auf die Fresse schlagen, danach kennen sie wieder ihren Platz auf der Welt.
Diese Politik haben wir jahrzehnte erfolgreich betrieben und nun kehren wir dahin zurück und schalten noch ein paar Gänge höher.
Fähnrich


 Antworten

 Beitrag melden
23.05.2022 11:50 (zuletzt bearbeitet: 23.05.2022 12:12)
avatar  Gert
#261
avatar

Übrigens sollten manche Aktienfonds- Investoren nicht frohlocken, daß Putins Feldzug ihren Depots nichts anhaben könnte, gerade Fonds mit Schwerpunkt „Dividendenstärke“ und „Schwellenländer Europa“ wurden arg gerupft, hoffentlich steckt da nicht die halbe Altersvorsorge drin.
Ich selbst hab zurzeit 700 € an (noch nicht realisierten) Kursverlusten Lehrgeld gezahlt, meine Kündigungsgebühr der Deutsch- Sowjetischen Freundschaft.

nun @Hackel39 habe ähnliche Erfahrung gemacht. Der Putin hat mir die Performance versaut. Aber ich sitze das aus.
Lese gerade auf n-tv Russland fordert Ukraine zu Verhandlungen auf. Das wird nicht mehr allzulange dauern, dann ist dort mindestens Waffenstillstand. Dann sehe wir auch wieder bessere Zeiten oder vielleicht gehen dann die Kurse durch die Decke

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


 Antworten

 Beitrag melden
23.05.2022 15:32
#262
avatar

Zitat von Tobeck im Beitrag #259
[quote="Hackel39"|p843776][quote="Roland K."|p843586]
.

Zitat von Gert im Beitrag #261
Übrigens sollten manche Aktienfonds- Investoren nicht frohlocken, daß Putins Feldzug ihren Depots nichts anhaben könnte, gerade Fonds mit Schwerpunkt „Dividendenstärke“ und „Schwellenländer Europa“ wurden arg gerupft, hoffentlich steckt da nicht die halbe Altersvorsorge drin.
Ich selbst hab zurzeit 700 € an (noch nicht realisierten) Kursverlusten Lehrgeld gezahlt, meine Kündigungsgebühr der Deutsch- Sowjetischen Freundschaft.

nun @Hackel39 habe ähnliche Erfahrung gemacht. Der Putin hat mir die Performance versaut. Aber ich sitze das aus.
Lese gerade auf n-tv Russland fordert Ukraine zu Verhandlungen auf. Das wird nicht mehr allzulange dauern, dann ist dort mindestens Waffenstillstand. Dann sehe wir auch wieder bessere Zeiten oder vielleicht gehen dann die Kurse durch die Decke


Ich hatte Russland wirklich favorisiert, unfaßbar wie man ein solches Potenzial brach liegen läßt, die wirtschaftlichen Chancen und deren Unabhängigkeit sowohl von Rohstoffen, Energie als auch fremden Know how auf diesen wichtigen Sektoren, keine Übervölkerung, stabile Machtverhältnisse, die Ausschüttungen an die Aktionäre….beinahe alles sprach dafür, sich zu engagieren, das war nicht nur finanziell eine Enttäuschung.
Ob es auch daran lag, daß sie ihre Ex- Republiken mit durch schleifen mußten oder die Oligarchen wirklich in dem befürchteten Ausmaß Schädlinge sind, vermag ich nicht zu sagen.
Das Geprotze vieler Auslandsrussen ist extrem widerlich und primitiv, ich habe selber erleben dürfen wie die in den grenznahen Hotels in Weil am Rhein regelmäßig die Frühstückstische verließen, als wäre eine Wildschweinrotte da drüber gelaufen.
Da ist nichts oft nichts dahinter, ein paar geerbte Millionen, ein paar überteuerte Mietshäuser in England, die großen Aktienpakete sind eventuell garnicht mehr handelbar, vielleicht an der Hong Kong Börse oder anderswo, keine Ahnung, es ist einfach nur noch ein Trauerspiel so eine einstmals erfolgreiche angesehen Nation so im Feuer zu sehen.
Kaufen werde ich bei Putin nichts mehr, genauso wie ich weder ukrainische oder argentinische Staatsanleihen jemals wieder ordern werde, diese Klientel hat auf Grund früherer Zahlungsausfälle verschissen bis in die Steinzeit, das ist in etwa vergleichbar mit Deiner „Freundschaft“ zu Ulbricht.
Ist zwar nicht ganz rational, muß aber sein.
Wenn der Waffenstillstand kommt, feiern wir das zusammen am Rhein, mache jetzt schon mal den Anlauf, heute Nacht geht‘s wieder in Neuss an den Start mit der Diesellok….mal sehen ob noch was im Tank ist….

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein aber kein Sofa.


 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2022 10:35 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2022 10:40)
avatar  Tobeck
#263
avatar

Zitat von Hackel39 im Beitrag #262
Zitat von Tobeck im Beitrag #259
[quote="Hackel39"|p843776][quote="Roland K."|p843586]
.

Zitat von Gert im Beitrag #261
Übrigens sollten manche Aktienfonds- Investoren nicht frohlocken, daß Putins Feldzug ihren Depots nichts anhaben könnte, gerade Fonds mit Schwerpunkt „Dividendenstärke“ und „Schwellenländer Europa“ wurden arg gerupft, hoffentlich steckt da nicht die halbe Altersvorsorge drin.
Ich selbst hab zurzeit 700 € an (noch nicht realisierten) Kursverlusten Lehrgeld gezahlt, meine Kündigungsgebühr der Deutsch- Sowjetischen Freundschaft.

nun @Hackel39 habe ähnliche Erfahrung gemacht. Der Putin hat mir die Performance versaut. Aber ich sitze das aus.
Lese gerade auf n-tv Russland fordert Ukraine zu Verhandlungen auf. Das wird nicht mehr allzulange dauern, dann ist dort mindestens Waffenstillstand. Dann sehe wir auch wieder bessere Zeiten oder vielleicht gehen dann die Kurse durch die Decke


Ich hatte Russland wirklich favorisiert, unfaßbar wie man ein solches Potenzial brach liegen läßt, die wirtschaftlichen Chancen und deren Unabhängigkeit sowohl von Rohstoffen, Energie als auch fremden Know how auf diesen wichtigen Sektoren, keine Übervölkerung, stabile Machtverhältnisse, die Ausschüttungen an die Aktionäre….beinahe alles sprach dafür, sich zu engagieren, das war nicht nur finanziell eine Enttäuschung.
Ob es auch daran lag, daß sie ihre Ex- Republiken mit durch schleifen mußten oder die Oligarchen wirklich in dem befürchteten Ausmaß Schädlinge sind, vermag ich nicht zu sagen.
Das Geprotze vieler Auslandsrussen ist extrem widerlich und primitiv, ich habe selber erleben dürfen wie die in den grenznahen Hotels in Weil am Rhein regelmäßig die Frühstückstische verließen, als wäre eine Wildschweinrotte da drüber gelaufen.
Da ist nichts oft nichts dahinter, ein paar geerbte Millionen, ein paar überteuerte Mietshäuser in England, die großen Aktienpakete sind eventuell garnicht mehr handelbar, vielleicht an der Hong Kong Börse oder anderswo, keine Ahnung, es ist einfach nur noch ein Trauerspiel so eine einstmals erfolgreiche angesehen Nation so im Feuer zu sehen.
Kaufen werde ich bei Putin nichts mehr, genauso wie ich weder ukrainische oder argentinische Staatsanleihen jemals wieder ordern werde, diese Klientel hat auf Grund früherer Zahlungsausfälle verschissen bis in die Steinzeit, das ist in etwa vergleichbar mit Deiner „Freundschaft“ zu Ulbricht.
Ist zwar nicht ganz rational, muß aber sein.
Wenn der Waffenstillstand kommt, feiern wir das zusammen am Rhein, mache jetzt schon mal den Anlauf, heute Nacht geht‘s wieder in Neuss an den Start mit der Diesellok….mal sehen ob noch was im Tank ist….


Russische Unternehmen und damit russische Aktien waren immer sehr niedrig bewertet, abzulesen an wichtigen Kennziffern wie z.B. extrem niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnisse und extrem niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnisse - falls Dir diese Begriffe etwas sagen, wovon ich ausgehe, da ich schon lange von Dir Beiträge zu dieser Thematik lese, wie z.B. über Deine Erfahrungen mit argentinischen Anleihen. Russische Unternehmen gehören schon seit Langem zu den am niedrigsten bewerteten weltweit. Warum ist das so? Weil es kein Vertrauen der internationalen Kapitalmärkte in den russischen Staat gibt, in die russische Politik, in die Rechtssicherheit und Berechenbarkeit von Russland. Dies rührt sicherlich noch von den Erfahrungen mit der russischen Revolution, als insbesondere französische Privatanleger viel Geld verloren. Diese hatten in den Jahren zuvor russische Staatsanleihen gekauft, vielleicht auch um einen Verbündeten bei der antideutschen Revanche-Politik Frankreichs zu unterstützen. Mit der Machtergreifung Lenins erklärte dieser, dass er russische Auslandsschulden, also auch russische Anleihen nicht mehr bedienen wird, also weder Zinsen zahlen wird, noch die Anleihen bei Fälligkeit zurückzahlen wird. Erst die Erben der französischen Staatsanleihenkäufer bekamen achtzig Jahre später einen Teil des Geldes zurück - der russische Staat wollte damit seine Bonität verbessern, seine Kreditwürdigkeit wiederherstellen.

Ich wollte das heutige Misstrauen der Kapitalmärkte einige Zeit lang auch nicht wahrhaben, hielt das Misstrauen der internationalen Märkte für übertrieben, wusste aber gleichzeitig, dass man sich nie gegen den "Markt" stellen soll, dass die "Masse" mit ihrer Meinung oft richtig liegt. Ich hatte deshalb zeitweilig nur in homöopathischen Dosen in Fonds mit russischen Aktien Geld angelegt; vor dem jetzigen Krieg überhaupt nicht, denn erst mit dem Krieg gegen Georgien 2008 und dann gegen die Ukraine 2014 war klar, dass die relativ stabile Phase seit 1990 vorbei war. Wenn die internationalen Märkte auch für den Begriff "Schwarmintelligenz" stehen, dann zeigt die jetzige Entwicklung wieder einmal, dass die vielen Individuen mit ihrer misstrauischen Einschätzung richtig lagen.


 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2022 11:22
avatar  Tobeck
#264
avatar

Zitat von Dirk im Beitrag #247
Zitat von Fähnrich im Beitrag #227

ich musste gerade laut lachen, denn Dein Beitrag erinnert mich an sozialistische Betriebswirtschaft, wurde Dir wahrscheinlich auf der Parteihochschule gelehrt.
Die deutsche Rüstungsindustrie gehört zu den Weltmarktführern, ihre Produkte sind weltweit gefragt. Die Geschäfte laufen gut und Dank Despot Putin noch besser. Die Unternehmen sind private Unternehmen, meistens als Gesellschaftsform Aktiengesellschaften. Sollte der Staat auch Aktien von einem Unternehmen besitzen und das Unternehmen macht Gewinne, gehen die Gewinne für seinen Aktienanteil an den Staat, also auch an Dich als Bürger.
Besonders interessant ist Deine Aussage, wenn sie ihre Produkte exportieren machen sie keine Gewinne.
Um es deutlich zu sagen, einen größeren Schwachsinn habe ich noch nicht gehört. Die deutsche Wirtschaft ist im Gesamten auf Export aufgebaut. Damit macht sie nach Deiner Aussage keine Gewinne. Würdest Du mir den Vorgang bitte betriebswirtschaftlich erklären.
Ist Dir der meistverkaufte Kampfpanzer der Welt bekannt? Deine Gedanken gehen in die falsche Richtung, es ist nicht der Russenschrott, sein Name ist Leopard, aus dem Hause Kraus-Maffei Wegmann. Unsere Technik für Ihre Ziele. Wir machen den Weg frei. Made in Germany lässt Grüßen.
Fähnrich


Das die deutsche Rüstungsindustrie zu dem Weltmarktführern zählt und der Leo auch in viele unsichere Staaten verkauft wird, erfüllt mich nicht gerade mit Stolz.
Beschämend ist, dass gerade in der Solarbranche und bei der Windenergie die Marktführung durch falsche Wirtschaftspolitik abgegeben wurde. Jetzt wollen wir da beim Ausbau zuschlagen und müssen die Komponenten in China einkaufen. Da wurde in den letzten 20 Jahren viel verpennt.


Ein kleiner Staat ohne viel Agrarfläche um ein großer Agrarexporteur zu werden und ohne große Rohstoffvorkommen hat gar keine andere Wahl, als in möglichst vielen Branchen Weltmarktführer zu sein. Luxusdiskussionen über "moralisch schlechte" Branchen wie Waffen, Tabak, Spirituosen, Glücksspiel, Kernkraft, Kohle, Öl u.s.w. verstehen in der dritten Welt nur wenige, denn diesen Luxus kann man sich dort nicht leisten.

Die Welt war immer schlecht, ist schlecht und wird auch immer schlecht bleiben. Darum werden Waffen auch niemals verschwinden. Und nicht jeder, der Waffen kauft, will damit Schlechtes tun, sondern sich vor anderen schützen, wie z.B. die Schweiz, Österreich, Schweden, Finnland und andere Länder, die seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten keine anderen Staaten angegriffen haben. Und wenn Deutschland die Waffen nicht liefert, dann tun es die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, die Ukraine und viele andere. Der Waffenhandel würde sich nur unterbinden lassen, wenn es ein weltweites Exportverbot gäbe, an das sich ALLE halten. Wenn man selbst nicht teilnimmt, steht man zwar moralisch gut da, Kriege wird es trotzdem genauso viele geben und nicht ein Schuss weniger wird abgefeuert werden. Klingt hart, ist aber leider so.


 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2022 11:22 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2022 11:22)
avatar  Tobeck
#265
avatar

doppelt


 Antworten

 Beitrag melden
24.05.2022 13:03 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2022 13:13)
avatar  Dirk
#266
avatar

Zitat von Tobeck im Beitrag #264

Ein kleiner Staat ohne viel Agrarfläche um ein großer Agrarexporteur zu werden und ohne große Rohstoffvorkommen hat gar keine andere Wahl, als in möglichst vielen Branchen Weltmarktführer zu sein. Luxusdiskussionen über "moralisch schlechte" Branchen wie Waffen, Tabak, Spirituosen, Glücksspiel, Kernkraft, Kohle, Öl u.s.w. verstehen in der dritten Welt nur wenige, denn diesen Luxus kann man sich dort nicht leisten.

Die Welt war immer schlecht, ist schlecht und wird auch immer schlecht bleiben. Darum werden Waffen auch niemals verschwinden. Und nicht jeder, der Waffen kauft, will damit Schlechtes tun, sondern sich vor anderen schützen, wie z.B. die Schweiz, Österreich, Schweden, Finnland und andere Länder, die seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten keine anderen Staaten angegriffen haben. Und wenn Deutschland die Waffen nicht liefert, dann tun es die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, die Ukraine und viele andere. Der Waffenhandel würde sich nur unterbinden lassen, wenn es ein weltweites Exportverbot gäbe, an das sich ALLE halten. Wenn man selbst nicht teilnimmt, steht man zwar moralisch gut da, Kriege wird es trotzdem genauso viele geben und nicht ein Schuss weniger wird abgefeuert werden. Klingt hart, ist aber leider so.


Vom Prinzip her hast Du schon Recht, aber man sollte trotzdem unterscheiden, wem man was verkauft. Indirekt haben die Natoländer auch ihren Anteil an der Raketenproduktion in Nordkorea. Beispielsweise haben die Briten haben China beliefert und sich schriftlich bestätigen lassen, dass die Teile nicht weiterverkauft werden dürfen. Trotzdem sind diese Teile in Raketentrümmern gefunden worden. Die Empfängerländer deutscher Rüstungsgüter oder Technik welche zivil wie auch militärisch verwendbar ist, sind auch nicht immer in friedlicher Mission unterwegs.

Ja der Mensch denkt zu kurzsichtig. Welcher Raucher denkt an die Krebsgefahr?


 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 20:29
#267
avatar

Meine Freundin/ Frau hatte sich zum Ende der DDR einen tragbaren Farbfernseher von RFT mit Fernbedienung gekauft (ca.5000 Mark).
So um 1992/93 war er defekt. Zu dieser Zeit machte ich ja meine Ausbildung bei der Bundesbahn. Mein Ausbilder war jahrelang in der freien Wirtschaft als Meister für Radio-und Fernsehtechnik tätig bevor er sich einen "Ausruhposten" bei der Bahn zugelegt hat .
Er sagte: "mitbringen, vielleicht kann man da was machen". Also hab ich den mit dem Zug nach Hannover "geschleppt".
Aufgeschraubt, der Fehler war schnell gefunden, Schaltnetzteil defekt. Mein Ausbilder war von der Technik begeistert: "da kann man ja noch richtig reparieren" (Schaltnetzteil war nicht ein Block und vergossen wie es im Westen üblich war). Defekt war ein Chip mit "14 Beinen", Original von Siemens. Chip für 7 DM besorgt und der Fernseher erwachte wieder zum Leben.
Bis etwa zu Jahr 2000 leistete er uns noch gute Dienste, dann war sein "technisches Ende" erreicht. Defekt war er nicht, haben ihn dann aber zum Sperrmüll an die Straße gestellt, schweren Herzen .
Ja, so sind die "arroganten Wessis" zu den Zonendödels .

Klauwida


 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 20:42
avatar  andyman
#268
avatar

Zitat von Klauwida im Beitrag #267

Ja, so sind die "arroganten Wessis" zu den Zonendödels .
Klauwida

Kann gut sein das der "Siemenschip" aus dem Osten stammte,aber mal im Ernst die Schlepperei hättest du dir sparen können denn jeder Ostfernsehtechniker hat mehr Zeit für Fehlersuche und Lötarbeit verwendet als im Westen.Einfach aus dem Mangel heraus der an allem herrschte.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 21:04
#269
avatar

Zitat von andyman im Beitrag #268
aber mal im Ernst die Schlepperei hättest du dir sparen können denn jeder Ostfernsehtechniker hat mehr Zeit für Fehlersuche und Lötarbeit verwendet als im Westen.Einfach aus dem Mangel heraus der an allem herrschte.


Die Reparatur hat ja nichts gekostet (bis auf die 7DM für den Chip). Mein Ausbilder hatte Interesse an "Osttechnik" und für uns/mich war es Übung in Fehlersuche. Löten war nicht notwendig, Chip war auf Sockel gesteckt. Ersatz für den Chip im Schuricht-Katalog gefunden, der bestellte Chip sah genau so aus wie der defekte.

Klauwida


 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 21:51
avatar  icke46
#270
avatar

Ich denke mal, damals, also vor 30+ Jahren, waren die Geräte durchaus noch DIY(Do it yourself).geeignet, ob in Ost oder West. Heutzutage ist fast alles auf wegwerfen optimiert.

Nur mal zwei Beispiele aus der Zeit: vor 30 Jahren habe ich meinen ersten PC gekauft, Schnäppchenpreis von 2.398 DM mit einer gigantischen 1.2 GB Festplatte . Als Freak braucht man natürlich immer das aktuelle BIOS, aber auch ein gutes Leseauge. Das hatte ich nicht, ergo, BIOS falsch aktualisiert, PC tot. Was tun? In den Anfangsgründen des Inet gestöbert: Man nehme einen PC mit dem gleichen BIOS, fahre ihn hoch, ziehe den BIOS-Chip ab und stecke den zerschossenen auf. Dann BIOS neu aufspielen - alles paletti. Aber: das funktionierte natürlich nur, wenn man die entsprechenden Austauschgeräte verfügbar hatte, aber zum Glück saß ich ellerst da beruflich an der Quelle.
Zweites Beispiel: Chef und Professor ist die Festplatte verreckt, allgemein gesprochen. Untersucht und festgestellt, mechanisch ist alles in Ordnung, liegt an der Elektronik. Zum Glück hatten wir diese Festplattenmodelle zu Hauf, also einfach die Platine ausgewechselt, und der Prof war glücklich.
Heutzutage ist sowas sicherlich nicht oder mit einem enorm höheren Aufwand möglich.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!