Vor 70 Jahren am 1. Mai: Rebellion im Männelland

01.05.2022 10:43
#1
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Vor 70 Jahren am 1. Mai: Rebellion im Männelland

Am 1. Mai 1952 wagten einige Seiffener, sich gegen den Staat aufzulehnen. Ihre Störaktion der Maifeier hatte schlimme Folgen. 21 Männer wurden verhaftet und zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Zum 70. Jahrestag erzählt einer der "Konterrevolutionäre", was damals geschah.
https://www.freiepresse.de/erzgebirge/ma...artikel12147638

Zitat
Für den 1. Mai 1952 hätten sie sich dann eine besondere Störaktion ausgedacht. "Die Maikundgebung sollte auf dem großen Platz neben dem Spielzeugmuseum stattfinden. Kaum einer traute sich, da nicht zu erscheinen, aus Angst, verpfiffen zu werden. Einer von uns hatte die Idee, einfach einen Feueralarm auszulösen und einen Brand vorzutäuschen", berichtet Glöckner. "Die Sirene heulte auf und einer schrie: ,Es brennt in Bad Einsiedel!' In dem Moment ging alles drunter und drüber. Die Leute rannten auseinander und unsere Maikundgebung war im Keim erstickt. Nur ganze wenige wussten, dass das eine geplante Aktion war und es gar kein Feuer gab."

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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01.05.2022 11:01 (zuletzt bearbeitet: 01.05.2022 11:07)
#2
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Interessanter Bericht von einer Aktion, die mir bis dahin nicht bekannt war.

Es zeigt auch, wie hart die Strafmaßnahmen in den fünfziger Jahren waren.


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01.05.2022 11:18 (zuletzt bearbeitet: 01.05.2022 11:34)
avatar  Dirk
#3
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Ja da waren die damals gnadenlos. Was heute unter "Dumme Jungen Streich" gebucht wird, konnte damals 10 bis 20 Jahre Haft einbringen. Kenne da auch einen, den sie mal bei einem Streich einkassiert haben. Da es sich aber als private Fehde herausstellte ging es noch recht glimpflich ab.


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01.05.2022 11:32
#4
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Im Bericht wind ja auch die "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" (KgU) erwähnt.
Die sind natürlich auch mit ihren Aktionen immer radikaler geworden. Das muss man schon berücksichtigen, dass damals auf beiden Seiten mit harten Bandagen gearbeitet wurde.

Das war wohl auch ein Grund für sehr harte Strafen, dass man immer die KgU und das Ostbüro der SPD dahinter vermutete.


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01.05.2022 18:55
avatar  Gert
#5
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Zitat von axelloko im Beitrag #4
Im Bericht wind ja auch die "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" (KgU) erwähnt.
Die sind natürlich auch mit ihren Aktionen immer radikaler geworden. Das muss man schon berücksichtigen, dass damals auf beiden Seiten mit harten Bandagen gearbeitet wurde.

Das war wohl auch ein Grund für sehr harte Strafen, dass man immer die KgU und das Ostbüro der SPD dahinter vermutete.


kann mich gut erinnern die waren das Hassobjekt Nr. 1, ähnlich wie die Bonner Ultras was oder wer auch immer damit gemeint war ( es wurden aber sicher keine Fussballfans gemeint

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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