Heute vor 40 Jahren, Weferlingen / Grasleben

29.04.2022 23:17 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2022 23:40)
avatar  Jörg65
#1
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Heute genau vor 40 Jahren am 29.04.1982 gelang die Flucht mit der Planierraupe im Bereich Weferlingen in Richtung Grasleben. Hier die Berichte von damals dazu, und so sieht es heute an der Stelle aus. Durch die gute Dokumentation des BGS kann man die Stelle wo der Durchbruch gelungen ist genau identifizieren. Auf Westlicher Seite sind sogar noch der Betriebszaun und das Tor wo der BGS entlang gegangen ist noch vorhanden. Bei dem Link etwas runter scrollen, da ist der Bericht von der Flucht von damals.
Schade, den Link darf ich leider nicht speichern.
Also BGS Wolfgangroehl Googln. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand.
So sieht es heute aus.


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03.05.2022 09:40
avatar  Jörg65
#2
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Update, hier noch der Berichte zu dem Ereignis.
"Die Flucht mit der Planierraupe"

"( 29. April 1982 )
Zwei Bauarbeiter flüchteten mit einer Planierraupe ostwärts Grasleben durch den Metallgitterzaun mit SM-70 in die Bundesrepublik Deutschland
Nach der Flucht wurde über Megaphon eine Aufforderung (kleiner Dienstweg) an die auf DDR-Gebiet stehenden Grenzsoldaten gegeben.
Es wurde um Entsendung eines verantwortlichen Offiziers zum Grenzverlauf gebeten, damit die Modalitäten der Rückführung der Planierraupe erörtert werden konnten.
Das dauerte natürlich seine Zeit, wurde aber nach 90 Min. mit einer erneuten Durchsage vehement durch den BGS gefordert.
Kurze Zeit später erschien oben abgebildeter Grenztruppen-Offizier (Major Höhne vom 25. Grenzregiment, zuständig für das Pionierwesen) und regelte mit dem auf Bundesgebiet wartenden EPHK Jürgen Klode alles Weitere.
Es wurde vereinbart, dass die Planierraupe durch DDR-Bauarbeiter wieder unmittelbar zurückgefahren wird. Die Erlaubnis zum Betreten des Bundesgebietes für Zivilisten wurde gegeben.
Der Vereinbarung nach Bauarbeiter, aber es wurde gemutmaßt, dass es sich hier um „verkleidete“ Grenzsoldaten gehandelt hat, da ihnen die Bedienung des Gefährtes sichtlich Schwierigkeiten bereitete."

"Am 29.04.1982 durchbrachen zwischen 05.30 Uhr und 05.45 Uhr drei Zivilisten mit einer Planierraupe vom VEB Straßen- und Tiefbaukombinat Magdeburg die Grenzsperranlagen ca. 100 Meter südlich der Straße Grasleben-Weferlingen direkt neben dem Graslebener Bach. Bei ihrem Grenzdurchbruch walzten sie den Sperrzaun auf einer Breite von etwa 10 Metern nieder und lösten dabei eine Reihe der am Grenzzaun angebrachten Splitterminen (SM 70) aus. Die drei Personen konnten aber unverletzt das Bundesgebiet erreichen. Die Raupe ließen die Flüchtlinge ca. 200 Meter vom Grenzverlauf auf Bundesgebiet stehen.
Gegen 07.30 Uhr trafen erste Kräfte des Bundesgrenzschutzes vor Ort ein.
Nach Aufforderung durch den BGS wurde die Raupe um 17.37 Uhr von angeblich zivilen Arbeitern wieder über die Grenze auf DDR-Gebiet zurück gefahren."


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03.05.2022 09:50 (zuletzt bearbeitet: 03.05.2022 09:53)
avatar  ( gelöscht )
#3
03.05.2022 11:17
#4
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #3
https://www.wolfgangroehl.de/Grenzzwischenfaelle/Grenzzwischenfaelle.htm#2.3
https://www.wolfgangroehl.de/Braunschwei...tm#Planierraupe

Ergo, nichts Neues!


Stimmt, nichtssagende Kommentare sind nichts Neues...


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03.05.2022 11:18
avatar  Fred.S.
#5
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zu 3
Doch, doch, Thunderhorse, doch etwas Neues.
Danke für die Einstellung Deiner beiden https. Den neben den eigentlichen Sachverhalt lese ich auch die vielen anderen Berichte, was ich auch nicht kannte. mfg. red


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03.05.2022 11:43
avatar  Jörg65
#6
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Danke für das einstellen der Links in den Beitrag, das war auch meine Absicht die zum Beitrag mit einzustellen, das ging leider nicht da ich noch nicht genug eigene Beiträge geschrieben habe, hatte ich aber im Eingangspost rein geschrieben.
Neu in der Sache nicht das Stimmt, aber wie es jetzt dort aussieht ist für den ein oder anderen vielleicht doch interessant.


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03.05.2022 12:01
avatar  Fred.S.
#7
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zu 6
Jeder Beitrag, Jörg 65, insbesondere zum Anliegen des Forum ist wertvoll.
Vor allen freut es mich, das doch einige " Lesende User " -- wie Du Jörg, sich auch dem Schreiben widmen.
Egal zu welchen Thema das auch sein mag.
Du hast Recht, für den Einen oder anderen User, ein alter Hut, für Andere, wie mich, doch etwas Neues.
Den jeder Grenzabschnitt war ja anders und bei dem einen ' Tote Hose ', bei dem Anderen, pures Leben. mfg. Fred
Ja, auch die Gegenüberstellung eines Abschnitt von Damals und Heute, kann sehr interessant sein.


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04.05.2022 08:05
#8
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Als damaliger Raupenfahrer zu der Zeit in der PIK 4 haben wir / ich nichts gehört.
Aber es wurde über Fluchten nie offiziell geredet.
Nur der Buschfunk hat einigermaßen funktioniert.


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04.05.2022 08:19
avatar  Jörg65
#9
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Hätte man wahrscheinlich Westradio hören müssen. Im NDR und in der Tageszeitung wurde drüber Berichtet, kann ich mich noch gut dran erinnern.


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04.05.2022 15:32 (zuletzt bearbeitet: 04.05.2022 15:36)
#10
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Hallo Jörg
Schön von jemanden zu hören der sich an diesen Abschnitt erinnert. Pottkuhlenweg war der Name des B-Turmes gegenüber. War eine KC-Führungsstelle. An der Magdeburger Warthe, auf der Ostseite, habe ich im November 1978 meinen allerersten Grenzdienst, eine Nachtschicht, verbracht. Allerdings gab es den
B- Turm dort noch nicht. Der wurde erst nach meiner Zeit errichtet.
Übrigens bin ich am 23.04.2022 abends durch den pottkuhlenweg gefahren. Wir hatten an diesem Wochenende ein Forumtreffen in Hötensleben und Marienborn auf der Güst. Ich hatte in Mariental übernachtet.
Grüße Mathias


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04.05.2022 18:37
avatar  Jörg65
#11
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Alte Wache kenn ich natürlich auch, da kehren wir gelegentlich ein wenn wir mit den den Rädern unterwegs sind. Übrigens, mit "Moped" bin ich immer noch unterwegs, habe letztes Jahr zufällig Bilder an der Magdeburger Warte gemacht.


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05.05.2022 08:48 (zuletzt bearbeitet: 05.05.2022 10:16)
#12
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Hallo @Jörg65
Ich habe fast das gleiche Bild. Nur ohne Moped aber mit Auto. Desweiteren habe ich einige Fotos von Grenzaufklärern an der Warthe.
Ich möchte Sie aber hier nicht einstellen. Datenschutz!!


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07.05.2022 10:47 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2022 10:50)
avatar  Jörg65
#13
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Ich werde hier mal weiter einige Bilder aus dem Bereich einstellen. So sieht die ehemalige Führungsstelle Weferlingen heute aus, sie ist nur unweit nördlich von dem Flucht Punkt entfernt. Interessant ist wieviel Mühe man sich gegeben hat um die Fahrzeuge zu verbergen die gerade vor Ort waren. Fahrzeugstand mit Rampe ins Erdreich, aussen als weiteren Sichtschutz ringsum noch eine Mauer. Davor in Richtung Grasleben eine Beobachtungsstelle aus einem fertigen Betonteil. Im Hinteren Bereich in unmittelbarer Nähe der Wasserturm von Weferlingen.

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