Bausoldaten

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28.04.2022 20:15
#1
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Moin,
da ich gerade tiefer in die Effektenkiste eintauche, eine Frage zu den Bausoldaten.
Sind die auch im Bereich der Grenztruppen im Einsatz gewesen? Sicherlich nicht zum Zaunbau, da sie ja als eher unsichere Kantonisten zählten, aber evtl. beim Bau von Kasernen oder irgendwelchen Kontrollpunkten im Hinterland.
Kann da jemand was aus eigener Anschauung dazu berichten?
Grüße
Schnorchel

mors corporis poena peccati est


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28.04.2022 20:46 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2022 20:47)
avatar  mibau83
#2
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beim bau von kasernen und wohnungen haben dann eher zivile bauleute mitgebaut.
ich erinnere mich das da @Harsberg mal geschrieben hatte das er in probstzella mit an den wohnungen im einsatz war.

also @Kulmbachpolier , an deiner alten hütte dort hat der fritz mit gewerkelt.

mit bausoldaten bin ich bei der reserve in kontakt gekommen. das waren zwei verschiedene durchgänge. der erste das waren assis, einfach nur gegen alles! im zweiten durchgang waren dann welche aus glaubensgründen (zeugen jehovas), mit denen konnte man sich normal unterhalten.


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28.04.2022 21:18 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2022 21:18)
#3
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Hallo,
im GR- 4, auf dem Richteberg wurde 1985/1986 ein neues Objekt für den Stab des GR errichtet, der sich bis dahin am I Berg befand. Dort waren auch Bausoldaten von der Baukompanie 27 beteiligt.
Gruß Frank


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28.04.2022 21:27
avatar  R-363
#4
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #3
Hallo,
im GR- 4, auf dem Richteberg wurde 1985/1986 ein neues Objekt für den Stab des GR errichtet, der sich bis dahin am I Berg befand. Dort waren auch Bausoldaten von der Baukompanie 27 beteiligt.
Gruß Frank


Die hatten aber bestimmt keinen Spaten auf den Schulterklappen, oder?

Bitte die Bausoldaten (also sowas wie DDR-„Kriegsdienstverweigerer“) nicht mit Baupionieren in einen Topf werfen.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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28.04.2022 21:28
avatar  mibau83
#5
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baukompanie 27 war aber eine einheit der grenztruppen, grenzkommando süd.

also keine bau-spatensoldaten im herkömmlichen sinn (dienen ohne waffe).


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28.04.2022 22:28
avatar  R-363
#6
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Zitat von mibau83 im Beitrag #5
baukompanie 27 war aber eine einheit der grenztruppen, grenzkommando süd.

also keine bau-spatensoldaten im herkömmlichen sinn (dienen ohne waffe).

Genau so meinte ich das.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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29.04.2022 08:14
#7
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Hallo, Guten Morgen,
warum diese Aufregung, habe ich falsch verstanden,,dass es nur um die sogenannten Spatensoldaten gehen soll.Ich weiß das die 27 dem GKS zugeordnet war. Bin ja auch nicht auf der Wurstsuppe angeschwommen gekommen.Für mich waren das auch Bausoldaten, so haben sie sich auch gesehen. Das es dann in der NVA den Dienst ohne Waffe gab, ist den Kirchen gut zu schreiben.Sie haben Druck gemacht. Die Jungs wurden schikaniert und teilweise auch gequält, das war eine Schande für die NVA und deren Staat. Besonders schlimm war es für diese Jungs in Prora, beim Bau des Fährhafens Mukran.
Gruß Frank


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29.04.2022 08:50
avatar  ( gelöscht )
#8
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( gelöscht )

Bis zum November 1982 gab es bei den Grenztruppen Planstellen für "Bausoldaten".
Diese wurden dann gestrichen und die Aufgaben durch andere Bereiche der GT übernommen.

Auch hier wiederholt sich alles wieder mal.
Die Größte Baustelle der DDR [Die Innerdeutsche Grenze] (3)

Soll auch eine Suchfunktion hier im Forum geben.


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29.04.2022 10:39
#9
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1981 waren auf den Richteberg Bausoldaten mit Spaten auf den Schulterklappen.
Hinten im Objekt unterhalb der KFZ Werkstatt war oben die Baracke allein für die PIK 4 und die untere Baracke zur Hälfte mit den Bausoldaten belegt. Dort wohnte ich in meinen 1. Dhj.
Da wir jeden Tag nach Ecklingerode fuhren zum Grenzausbau wurden abends Sammeltransporte durchgeführt von Teistungen ( Materiallager ) um die verbliebenen Kraftfahrer zurückzubringen.
Die Fahrzeuge blieben in Teistungen stehen.
Wenn wir dann abends zurückkamen meist zwischen 17 und 19 Uhr manchmal auch später lagen unsere Zimmernachbarn schon lange grinsend frisch geduscht auf den Sack.
Auch beim Frühstart der bei uns eigentlich eine Lachnummer war konnte ich keine Unterschiede feststellen.
Hatte mich mit einen angefreundet der war wohl mal Fallschirmjäger und hatte irgendwas mit seien Zugführer.
Worüber hat er nie geredet.
Der Bestand nur aus Muskkeln und hat nach der Arbeit auch nur Sport gemacht.
Auch die Verpflegung war für alle gleich.
Damals war auf den Richteberg die PIK 4, die Stabskompanie , die Nachrichtenkompanie und die Baukompanie.
Ob die Baukompanie bis 82/2 da war weiß ich nicht mehr.
Bin dann im 2. Dhj hochgezogen ins Dieselzimmer.
Dort waren alle Bagger Raupen und Treckerfahrer untergebracht.
2. Dhj habe ich Raupe gefahren am Süßloch, Etzenborner Hang und Ministerstandfläche.


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29.04.2022 10:47 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2022 10:49)
#10
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#9
Hallo,
Danke für die Info, dass war mir nicht mehr so bewußt, denn ich war zu dieser Zeit auf den Stab des GR.
Am Ex Platz gab es ja insgesamt 4 Baracken.
Gruß Frank
PS: Wie gesagt in Prora ging es den nicht so gut.


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29.04.2022 11:15
avatar  andyman
#11
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Zitat von stabsfunkmeister im Beitrag #10

PS: Wie gesagt in Prora ging es den nicht so gut.

Ist das jetzt Hörensagen oder was kannst du uns berichten?,gedient hast du doch woanders oder?
Wenn du hier schon auf den Busch kloppst mit Prora dann erzähl doch mal etwas mehr davon.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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29.04.2022 11:33
#12
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#11
Hallo,
persönlich hatte ich keinen Kontakt mit den Bausoldaten. Ich kenne alles nur durch Publikationen ehemaliger Bausoldaten und dem Informationszentrum in Prora. Zum Beispiel gibt es ein Buch von Wolter,
er war als Bausoldat in Prora. Er hat alles genau geschildert.
Gruß Frank


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29.04.2022 11:46
avatar  andyman
#13
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Habe gerade mal auf der Seite gelesen: http://www.proraer-bausoldaten.de/html/tobias_bemmann.html
So schlimm war es wohl doch nicht.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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29.04.2022 12:48
#14
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Bei uns im GKM gab es die Baukompanie 26.
Die wurden nur zum Bauen von Objekten, Unterkünften und Küchen usw. eingesetzt.
Im GR-42 haben Sie Anfang der 80-iger Jahre den Nachrichtenbunker gebaut.
Dienst an der Waffe haben die nicht geleistet, meines Wissens sind die auch nicht zum Schießen gefahren,
KC war damals ein Hptm. .


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29.04.2022 13:08
avatar  Winch
#15
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Die einzigen Spatensoldaden die ich kennengelernt habe ware zwei an der OHS in Plauen, einer war für die Sauna verantwortlich , der andere weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, das ich mich damals tierisch darüber aufgeregt habe welchen Lenz die Beiden doch geschoben haben und ein Schulfreund von mir, der hatte Brillengläser so dick wie Aschenbecher, der durfte mit dem RPG als Motschütze auf dem Acker rumlaufen. Dem hätte ich diesen Job eher gegönnt, zumal der keinen Panzer auf 20 m mehr gesehen hat.


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