Zusammenarbeit BGS ZGD etc

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04.02.2022 18:13
avatar  94
#61
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94

Na klar @krelle und Dir hätte ich im besondern und dem Zoll im Allgemeinen schon eine Sonderbriefmarke gegönnt, zumal das Bundesministerium der Finanzen ja nicht nur für den Zoll sondern seit 1997 auch für die Herausgabe von Postwertzeichen verantwortlich zu sein scheint. Doch wage ich mal stark zu bezweifeln daß Du am 12.11.89 im Wildeck vor Ort warst ;)

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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04.02.2022 19:13
avatar  krelle
#62
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Am 12.11.1989 war ich in Lübeck


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05.02.2022 11:17
#63
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OT:

@IM Kressin da du jetzt die neue Sekretärin von B208 bist kann ich ja endlich in Rente gehen

Gruß Schlutup


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05.02.2022 11:39
#64
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Das wurde aber auch Zeit, das Ende meiner Durststrecke ist gekommen, na endlich kann ich meine Reize ansprechender Körperlichkeit mit den heißen Kurven mal zur Geltung bringen.

Auf Deinen Posten war ich schon ewig und drei Tage scharf, nun ist es endlich so weit,
hat aber auch viel zu lange gedauert @Schlutup

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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05.02.2022 14:56
avatar  Ratze
#65
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Moin @IM Kressin ich habe eine Frage zu Deinem Beitrag #50
Die Angaben stimmen nicht mit der Karte siehe #35 aus Anfang 50 überein. (Vergleich Buch von Krelle S 196 mit Standort Hollenbek)
Du schreibst von Frontier Control Service - die Karte spricht von Frontier Inspection Service FIS
Hast du eine Quelle wo man das nachlesen kann, denn falls ich mal dazu komme und das im Museum erwähne, will ich ja nicht falsch liegen.
Unter der FIS Dienststelle Cuxhafen gab es nach Karte den "Bezirk" AD (Was immer das heißt) und dann den DAD vermutlich Deputy Assistent District und dann den BPG Britisch Post Guard

Weitere Frage, hast du die Weisung FTA 81, wenn ja kannst Du die bitte einstellen oder mir auf anderem Wege schicken?
Tschüß Wolfgang


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05.02.2022 14:59
avatar  Ratze
#66
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Ich schiebe noch eine Frage nach @IM Kressin
Du schreibst von den vorgesetzten Behörden der Polizei
Der British Residenz Officer residierte in RZ am Markt, war der Regional Commissionair in Kiel stationiert und wo war dessen Vorgesetzter Stationiert?


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05.02.2022 19:29
#67
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Zu #65 + #66 @Ratze wie besprochen, die Notizen sind wenigstens fünf Jahre alt. Ein zu kurz gesetzter Spiegelstrich zum Beitrag #50 entscheidet u. U. und bestimmt bereits die richtige Trennung der übergeordneten Dienststelle durch

Zitat von Ratze im Beitrag #65
"Frontier Control Service"
und
Zitat von Ratze im Beitrag #65
Frontier Inspection Service FIS
Zitat von Ratze im Beitrag #65
Weisung FTA 81
Beides habe ich den Notizen entnommen, liegt nicht als Dokument vor.

Maßgeblich und das Zünglein an der Waage ist im Zweifelsfall immer einzig und allein die Dislozierung mit der Karte von Dieter aus Deinem Beitrag #35.

Wie schon gesagt, weiterhin ein schönes Restwochenende

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06.02.2022 11:48 (zuletzt bearbeitet: 06.02.2022 11:53)
avatar  hslauch
#68
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #58
Freundliche Grüße an die schreibende Zunft und Foristen des Forums darf ich ausrichten vom ehemaligen User @B208 , einstmals beim Bundesgrenzschutz Ratzeburg tätig. Dem einen oder andere wird er von den Grenzertreffen noch im Gedächtnis sein.


Moin moin....
@IM Kressin .... dann grüße doch bitte mal den @B208 von mir recht herzlich ...
Wir waren beim Treffurter Grenzertreffen gemeinsam im Grenzabschnitt an der "ehemlaigen Schleuserstelle" und ich habe ihn von Ost nach West "geschleust"







so und nun nach OT auch kurz was zum Thema aus "meinen Beobachtungen" im Grenzabschnitt Ifta (1988-1990)...

Also ich habe in der Regel entweder den BGS oder den GZD auf Streifen beobachtet, meist motorisiert mit VW-Bus und meistens zu zweit
unterwegs...

Wenn sich der GZD mit dem BGS "getroffen" hat, was aus meiner Beobachtung aber eher seltener der Fall war, dann waren es laut meiner Erinnerung eher kurze Absprachen .... so "Zigarettenlänge" ... und es waren dann "markante Punkte" wie die Straße Netra oder der Bereich Stange, wo auch in regelmäßigen Abständen westdeutsche Zivilisten unterwegs waren ...
ich habe es auch erlebt, dass der GZD sagen wir mal nachmittags gegen 16:00 Uhr in der Straße Netra am "Aussichtspunkt" eintraf... ca. eine halbe Stunde blieb und dann wieder weg fuhr ... der BGS kam am selben Tag dann so gegen 18:00 Uhr noch mal "vorbei" ... meist ist der BGS dann noch zu Fuß etwa zweihundert Meter links oder rechts der Straße Netra entlang bis zum Rotrain (unterhalb Sohlberg - US Point India) oder Richtung Ziegental und sind dann wieder zurück zum VW Bus

Wie schon vorab von Usern geschrieben wurde, war es ja in den "bewachsenen Abschnitten" sehr schwierig für uns, den BGS oder GZD zu sehen, weil entsprechender Bewuchs durch Pflanzen und Sträucher eine "hervorragende Deckung" gaben...

Wenn du in solchen (zahlreichen Abschnitten) also nicht zufällig bei Dunkelheit den Lichtschein der VW-Busse bei der Anfahrt über Wirtschaftswege erkannt hast, oder das Motorengeräusch wahr genommen hast, hattest du halt als Grenzer der GT das "Pech" gesehen zu werden ohne selbst zu sehen ...

Denn wir waren ja in der Regel ...."Dank freiem Schussfeld" auf dem Kolonnenweg am K6 wirklich wie auf dem Präsentierteller ...

Anders war es da schon, wenn ich mit Dienthund unterweg war, der war abgeleint und lief meist so ca. 20 - 30 m vor uns ...
Da ist dann auch schon mal in der Nachtschicht ne amerikanische getarnte Streife vom Sohlberg "aufgeflogen" wenn Atze "Mänchen" am GZ 1 gemacht hat...

Ohne Hund hätten sie uns trotz Vollmond unbemerkt ins "Ohr spucken können" ..... nach dem Motto "wer zu erst da ist, mahlt zu erst"

Ich erinnere mich aber an einen einzigen Fall, wo es (ich war als KGSi auf der Führungsstelle in der Kompanie) ein "Doppeltreffen" vom GZD und BGS im Grenzabschnitt gab....

Ich musste in der Spätschicht (15-23 Uhr) am 01.05.1989 meinen Posten, der im Bereich Stange (Pferdsdorf bei Creuzburg) eingesetzt war, aufgrund des "technischen Versagens" des "Stoffhundes (Trabant P601) - sprang nicht an .. durch die Alarmgruppe mit LO in den Grenzabschnitt "eskortieren" lassen...

Dort haben sie mir eine Streife vom Grenzzolldienst und eine Streife vom BGS jeweils mit VW-Transporter "bewaffnet" inklusive Kennzeichen gemeldet... Brav hab ich die Meldung ins Buch eingetragen ....

Die Alarmgruppe habe ich nach dem Absetzen des Postenpaares dann über den Kolonnenweg zur Straße Netra (ca. 8 km entlang des K6)
geschickt um da nochmal nach "dem rechten" sehen zu lassen .... Der 01.05. war wie der 17.06. immer "ein besonderer Tag" hinsichtlich eventueller "Störungen" durch Zvilisten ...

Straße Netra damals an der Gak-Hütte (unterhalb vom Sohlberg) angekommen (da wo GAK @schuri) gerade läuft


meldete mir die Alarmgruppe die selbe Streife vom GZD und BGS, wieder mit entsprechenden Kennzeichen noch mal....
Das habe ich, wie schon geschrieben, aber nur ein einziges mal erlebt.... naja man soll ja auch nicht immer so viel in eine Situation "hinein interpretieren" ....

Hatten vielleicht die "gleiche Idee" wie ich .... mal an beiden Stellen des Grenzabschnitts vorsorglich nach "dem rechten" zu sehen ...


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06.02.2022 12:40
#69
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Zitat von hslauch im Beitrag #68
Moin moin....@IM Kressin .... dann grüße doch bitte mal den @B208 von mir recht herzlich ...Wir waren beim Treffurter Grenzertreffen gemeinsam im Grenzabschnitt an der "ehemlaigen Schleuserstelle" und ich habe ihn von Ost nach West "geschleust"
Moin Moin, @hslauch , die norddeutsche Mundart ist Dir vertraut oder schon in "Thüringisch" eingeführt ?

Dein Gruß an @B208 ist soeben raus. Wochenende hatte er frei, ich denke, er war gestern aufm Swutsch.
Ich weiß nicht, wo er jetzt herumbutschert, vielleicht liegt er jetzt gnaddelig und dösig auf der Couch oder klamüstert schon wieder an einer figgelinschen Grenztour. Hier gallert datt in einer Tour ...

Meine besten Grüße an Dich, die Familie, den freundlichen Helfern der letzten, gemeinsamen
Kontrollstreife sowie den Organisatoren, und selbstverständlich ebenfalls
in die schöne, gastfreundliche Burgenstadt Treffurt im Werratal des Wartburgkreises!

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06.02.2022 13:10
avatar  hslauch
#70
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@IM Kressin ...joo... so en bisschen Norddeutsch muss ab und zu ma sin......
ja der Hannes (so war glaub ich sein bürgerlicher Name..)... ein Pfundskerl... so wie Du auch... musste mal kurz geschrieben werden...

Aber meine Frage zum Thema wäre, ob es das gegebenenfalls doch öfter als von mir gedacht gab, dass es vorkam, dass sich zwei identische Streifen vom GZD und BGS mehrmals an markanten Punkten in Grenzabschnitten getroffen haben ?

Euch noch einen schönen Sonntag, trotz Schietwetter....


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06.02.2022 14:01
avatar  RainAir
#71
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@hslauch

Moin Hubertus,

jooooo, das kam durchaus sehr häufig vor, dass man die identische Streife vom BGS mehrmals pro Streife getroffen hat. So groß war unser Abschnitt ja auch nicht. Wenn der BGS laut Plan den Ü-Raum (Überwachungsraum) zugeteilt bekommen hatte, hatten wir nicht frei und sind da ebenfalls auf Streife gewesen.

Die Gespräche waren in der Regel sehr kurz. Man kannte die Buschos ja auch nicht persönlich. Während wir ausschließlich an der Grenze Dienst verrichtet haben, und dementsprechend fast täglich im Grenzbezirk auf Tour waren, gab's für den BGS ja noch sehr viele andere Aufgaben. Traf man dann mal den BGS, waren es gefühlt immer andere. Den Einzigen, den ich bei uns im Abschnitt kannte, war der Herr V. von der Grenzschutzabteilung Schwarzenbek. Der Herr V. war quasi der Wolfgang (@Ratze) aus Schwarzenbek. Wolfgang war ja einen Abschnitt nördlicher aktiv, in Ratzeburg.

Grüssle nach Lauchröden
Rainer


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06.02.2022 18:57
#72
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Hallo, @RainAir,

wenn du den Herrn V... aus Schwerzenbeck kennst, dann doch bestimmt auch den Herrn Haa... (der graue Wolf)? Die waren meist gemeinsam an der Grenze.
Wir haben uns Anfang Januar in Lauenburg auf ein Käffchen getroffen. Wir "kannten" uns aus meiner Zeit als Gakl. Dem Herrn V.. geht es auch noch gut.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"


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07.02.2022 05:01
avatar  RainAir
#73
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Moin @zweedi04 ,

du meinst sicher den Kollegen U. H. vom BGS in Schwarzenbek.
Nein, leider habe ich ihn überhaupt nicht auf'n Schirm. Und wie ich bereits schrieb, namentlich kannte ich wirklich nur Herrn V.. Von U.H. habe ich erst in den letzten Jahren etwas mitbekommen. Es gibt von ihm ein paar Zahlen und Daten zum BGS in Schwarzenbek, die u.a. in der Stadtchronik von Schwarzenbek niedergeschrieben sind.

Schön, dass du dich heute noch mit ihm triffst und schön, dass es auch Herrn V. gut geht. So ist's richtig und so soll es auch sein.

Danke für deine Info.

VG
Rainer


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07.02.2022 16:56 (zuletzt bearbeitet: 08.02.2022 07:40)
#74
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Zitat von hslauch im Beitrag #70
Aber meine Frage zum Thema wäre, ob es das gegebenenfalls doch öfter als von mir gedacht gab, dass es vorkam, dass sich zwei identische Streifen vom GZD und BGS mehrmals an markanten Punkten in Grenzabschnitten getroffen haben?
Zuerst einmal verbindlichen Dank @hslauch für Deine sonnigen, freundlichen Worte beim ungemütlichen Regenwetter.

Zitat von B208
"hast Recht gehabt, beste Grüße an Hubertus und Erich"

Ich schließe mich den Worten von @B208an. Wie am übertragenen Foto ersichtlich, ging ich nicht Fehl in der Annahme,

Zitat von IM Kressin im Beitrag #69
"er war gestern aufm Swutsch."
Als sein 1. Sekretär (von B208) erst einmal eine Pflichtübung, soll heißen, Fotos Eures
Zitat von hslauch im Beitrag #68
"Treffurter Grenzertreffen, gemeinsam im Grenzabschnitt an der "ehemlaigen Schleuserstelle"
einstellen.






Wäre schon mal geschafft und in trockenen Tüchern. Weiter im Text, und nun zu Deiner
Zitat von hslauch im Beitrag #70
... Frage zum Thema wäre, ob es das gegebenenfalls doch öfter als von mir gedacht gab, dass es vorkam, dass sich zwei identische Streifen vom GZD und BGS mehrmals an markanten Punkten in Grenzabschnitten getroffen haben ?

Ein entschlossenes Sowohl-als-Auch,
Zitat von Ratze im Beitrag #8
Der Abteilungsabschnitt war in 8 Überwachungsabschnitte eingeteilt
Der Zollbeamte hatte immer Erstzugriff, da die Beamten aus den GASTen direkt in den Abschnitten wohnten und einen kurzen Weg hatten
Es wurden immer 2 Abschnitte jeder Behörde zugewiesen, für die jeweilige Streifenzeit
Ziel dabei war es so viele Stellen im Grenzraum zu besetzen wie möglich
Die Streifen sollten nicht von beiden Behörden im gleichen Abschnitt sein
Die Erkenntnisse liefen spätestens bei der Lage des Präsidiums zusammen
Abteilung meldete ans Präsidium und Zoll meldete ans HZA und die erstellten eine Meldung an das BGS Präsidium
Einmal im Vierteljahr machten die Spitzen des ZKom und des Sachgebietes eine gemeinsame Streife oder trafen sich nur zum Kaffee und tauschten Infos aus
Ich habe das grundsätzlich als eine gute Lösung empfunden
Größe und Ausdehnung der 8 Überwachungsräume wird begreifbar und ersichtlich unter Zuhilfenahme der Grenzkarte.

In den Fahrzeugen der BGS- und Zollstreifen gehörten die Grenzkarten zum Equipment. Der Übergang der Zarrentiner Straße auf die aktuelle L04, heute wie damals Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern, war westlicher Anlaufpunkt 2838, Schlagbaum Sophienthal auf der Grenzkarte. An diesem Punkt im Grenzabschnitt 5 der BGS-Abteilung RZ ging die Zuständigkeit über zur BGS-Abteilung Schwarzenbek, die Zuständigkeit des ZKom RZ im ÜR 28 endete, wurde übergeleitet in die Zuständigkeit des ZKom Büchen.



Themenbezogen auf Deine Frage bedeutet es, dass BGS- und Zollstreifen im Schichtbetrieb bei Dienstbeginn- und Dienstende zu unterschiedlichen Tag- und Nachtdiensten sich die Klinke in die Hand gaben und beim Sichbegegnen Informationen beim Klönschnack austauschten für die Dauer bspw.
Zitat von hslauch im Beitrag #68
so "Zigarettenlänge" ... und es waren dann "markante Punkte"
wie von Dir zutreffend beobachtet. Die Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern, westlicher Anlaufpunkt 2838, Schlagbaum Sophienthal war einer von verschiedenen, wie von Dir dargelegten, markanten Räumen.

In den 1980er Jahren wurden die Überwachungsräume umfangreicher, der Personalbestand (Zoll) verringert mit der Folge, daß ich im Tag oder Nachdienst einen Überwachungsraum bis Rothenhusen (Nordspitze Ratzeburger See), siehe Grenzabschnitt 3 / Überwachungsraum 21 als Einzelstreife mit ZH abgedeckt habe. Der Kontakt im Grenzdienst bestand überwiegend mit Kollegen aus angrenzenden Zkom, fallweise BGS, die überlappend Dienst verrichteten.
Zitat von Ratze im Beitrag #7
"Alle 2 Wochen trafen sich der BzbV des Zoll und der Bearbeiter Sicherheit und stimmten ab welche Behörde an welcher Stelle Streife läuft"
Zitat von Ratze im Beitrag #8
"Ziel dabei war es so viele Stellen im Grenzraum zu besetzen wie möglich
Die Streifen sollten nicht von beiden Behörden im gleichen Abschnitt sein"
Die Grenzaufsicht in diesen Ü-Räumen erfolgte nach einem abgesprochenen Rahmenplan zwischen Zollkommissariat RZ / GSA Küste 2 RZ. Die a.B. der GASt´en im Zuständigkeitsbereich des ZKom waren verantwortlich für die Umsetzung.

Die Zielstellung des >>Rahmenplanes<< lag in der Vorgabe, „Doppelbesetzungen“ von BGS plus Zoll in einem Ü-Raum definitiv, wie von @Ratze eingangs bereits benannt, zu verhindern.

Die größtmögliche Effektivität des GAD beider Behörden war auf diese Weise sichergestellt.

Der a.B. (aufsichtführende Beamte m. D.) erstellte den Dienstplan, Führte das Dienstbuch, berechnete Monatsabschlüsse der eingesetzten Beamten seiner GASt, führte die Dienstplanabsprache der Überwachungsräume mit dem ZKom, anderen GASten des Kommissariats und dem BGS,
der ZKom (Zollkommissar) genehmigte und übte mit seinem VZKom (Vertreter) und dem BzbV (Beamter zur besonderen Verwendung) die Dienstaufsicht aus. Sie verrichteten wie der a.B. des mittleren Dienstes Dienst nach Ermessen (n.E.)

Unterstützt wurde das Kommissariat vom ZHLW (Zollhundelehrwart) der verantwortlich für die Ausbildung im Zollhundewesen war, ebenso erfolgte die Ausbildung durch den SchlW (Schießlehrwart), der BzbV (Beamter zur besonderen Verwendung) unterstützte ZKom und VZKom, BzbV, ZHLW und SchLW, waren Beamte des mittleren Dienstes.

ZKom und VZKom gehörten mit der Amtsbezeichnung ZI, ZOI, ZAmt (Zollinspektor, Zolloberinspektor, Zollamtmann) zur gehobenen Beamtenlaufbahn.
Zitat von hslauch im Beitrag #68
Ich erinnere mich aber an einen einzigen Fall, wo es (ich war als KGSi auf der Führungsstelle in der Kompanie) ein "Doppeltreffen" vom GZD und BGS im Grenzabschnitt gab....

Ich musste in der Spätschicht (15-23 Uhr) am 01.05.1989 meinen Posten, der im Bereich Stange (Pferdsdorf bei Creuzburg) eingesetzt war, aufgrund des "technischen Versagens" des "Stoffhundes (Trabant P601) - sprang nicht an .. durch die Alarmgruppe mit LO in den Grenzabschnitt "eskortieren" lassen...

Dort haben sie mir eine Streife vom Grenzzolldienst und eine Streife vom BGS jeweils mit VW-Transporter "bewaffnet" inklusive Kennzeichen gemeldet... Brav hab ich die Meldung ins Buch eingetragen ....

Die Alarmgruppe habe ich nach dem Absetzen des Postenpaares dann über den Kolonnenweg zur Straße Netra (ca. 8 km entlang des K6) geschickt um da nochmal nach "dem rechten" sehen zu lassen .... Der 01.05. war wie der 17.06. immer "ein besonderer Tag" hinsichtlich eventueller "Störungen" durch Zvilisten ...

Straße Netra damals an der Gak-Hütte (unterhalb vom Sohlberg) angekommen (da wo GAK @schuri) gerade läuft meldete mir die Alarmgruppe die selbe Streife vom GZD und BGS, wieder mit entsprechenden Kennzeichen noch mal....
Das habe ich, wie schon geschrieben, aber nur ein einziges mal erlebt.... naja man soll ja auch nicht immer so viel in eine Situation "hinein interpretieren" ....

Hatten vielleicht die "gleiche Idee" wie ich .... mal an beiden Stellen des Grenzabschnitts vorsorglich nach "dem rechten" zu sehen ...
Deine Beschreibung ist durchaus plausibel für eine besondere Situation, nicht ungewöhnlich, passt ins Bild für "besondere Lagen" insofern auf Grund besonderer Umstände "alle zwei beiden" Behörden vor Ort waren.

Alle Voraussicht nach konnten die westlichen Grenzer das Geschehen und das Drumherum auf der östlichen Seite absout nicht, bzw. unzureichend einsehen und den tatsächlichen Stand der Dinge mit Wirkursache weder ermitteln noch bewerten.

Zu diesem Zeitpunkt konnten die beiden Fahrzeugbesatzungen von Euren Startschwierigkeiten mit der Rennpappe nichts wissen. Ich mutmaße einmal, wäre das Gelände ein einsehbarer Bereich gewesen, und die Ursache Eurer Aktivität unzweifelbar, hätten sie sich schnell verflüchtigt.

Reges Verkehrswesen auf dem Kolonnenweg in Verbindung mit Auslösen einer oder mehrerer Rundumleuchten oder „LK- 3 Stern-Rot, 2-Stern-Grün, 1-Stern-Gelb“ waren für uns immer "Alarmierend", eine "besondere Lage" ,nicht zuletzt, weil die Ursache nicht durchschaubar war.

Passierte so ein „Vorkommnis“, eine "besondereLage" gegen Schichtende und eine Übergabe war wegen der Ausdünnung der Streifentätigkeit im Grenzbezirk an eine Zoll- oder BGS-Streife nicht möglich, war der Feierabend vermasselt und Dienstverlängerung angesagt.



Die Sprengung von Minen steht naturgemäß auch in Verbindung mit "besonderen Lagen"

Das Foto wurde 1984 von "IM Wallis" Redakteur der Zeitung "Lübecker Nachrichten" aufgenommen und zeigt
im Überwachungsraum 28 / Grenzabschnitt 5 den westlicher Anlaufpunkt 2833, Schlagbaum Marienstedt. Er war uns vertraut, seinerzeit waren wir nicht eingestellt auf "IM" und von seinem Doppelleben
ahnungslos. Schwamm drüber, nun verdanken wir ihm nicht nur die obere Fotoaufnahme



auch die zweite Aufnahme mit meinem Konterfei zeigt bildhaft und lebensnah das manierliche
Zusammenwirken, die tadellose Kooperation zwischen Bundesgrenzschutz und Zoll an der ehemaligen
Grenze zur DDR.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde das einvernehmliche Zusammenwirken erweitert auf GT und
darauffolgend auf die PKE, eine Entwicklung, zu diesem Zeitpunkt der Entstehung der Aufnahmen, noch undenkbar, aber mit eigener Fotostrecke zu belegen!

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07.02.2022 21:23
avatar  hslauch
#75
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #74
Alle Voraussicht nach konnten die westlichen Grenzer das Geschehen und das Drumherum auf der östlichen Seite absout nicht, bzw. unzureichend einsehen und den tatsächlichen Stand der Dinge mit Wirkursache weder ermitteln noch bewerten. Zu diesem Zeitpunkt konnten die beiden Fahrzeugbesatzungen von Euren Startschwierigkeiten mit der Rennpappe nichts wissen. Ich mutmaße einmal, wäre das Gelände ein einsehbarer Bereich gewesen, und die Ursache Eurer Aktivität unzweifelbar, hätten sie sich schnell verflüchtigt.Reges Verkehrswesen auf dem Kolonnenweg in Verbindung mit Auslösen einer oder mehrerer Rundumleuchten oder „LK- 3 Stern-Rot, 2-Stern-Grün, 1-Stern-Gelb“ waren für uns immer "Alarmierend", eine "besondere Lage" ,nicht zuletzt, weil die Ursache nicht durchschaubar war.


@IM Kressin ... erstmal ein gaanz grooßes Dankeschön für Deine sehr detaillierten Schilderungen bezüglich meiner Frage...
(Ebenso für die Bilder vom "Hannes" von unserem Grenzertreffen in Treffurt... es war ein sehr aufschlussreiches und schönes Treffen
und ich hoffe, dass wir noch viele solcher Treffen gemeinsam durchführen können, wo auch immer sie statt finden werden..)

Natürlich auch mein persönlicher Dank an @Ratze, @RainAir , @harbec und natürlich auch an alle anderen User,, die immer wieder gern zur "Aufhellung" und Erklärung einiger Beobachtungen und Vermutungen unsererseits als Grenzer von damals beitragen bzw. beigetragen haben ...
und uns somit tiefere Einblicke in die "Strukturierung und Abläufe der Grenzüberwachung" (so nenne ich es mal..) durch BGS und GZD an der ehemaligen Grenze gewähren..

Auch ein Dankeschön für die zwei sehr interessanten Foto`s vom "IM Wallis" ....
und das Foto vom "Nährstoff- aufnehmenden-Hannes"

Also die Rundumleuchten gab es zu meiner Dienstzeit 1988- 1990 im Grenzabschnitt Ifta nicht mehr ... aber die Signalgeräte und Handleuchtzeichen schon...

Und meine Beobachtung (als Posten im Grenzabschnitt wie als Kommandeur Grenzsicherung auf der Führungsstelle) war schon so, dass wenn es eine "Lage" in einem "markanten Raum" gab (meist von der Westseite her dann auch gut einsehbar), es dann auch nicht lange dauerte, bis eine Streife vom GZD oder BGS auf "die Lage" aufmerksam wurde und dann entsprechend versucht wurde, "das Vorkommnis" aufzuklären.

Es hätte sich ja jederzeit um einen "Grenzverletzer" sprich Flüchtling handeln können, der bereits zwischen den beiden Zäunen im Grenzabschnitt war.

Und "viel Verkehr auf dem Kolonnenweg" war ja auch ein untrübliches Zeichen einer "Lage" ...

Nun noch ein paar kurze Erläuterungen meinerseits zum Ablauf auf unserer Seite, die von mir erwähnte Doppelstreife BGS-GZD betreffend, die ich noch nicht geschrieben hatte, aber die hoffentlich noch etwas Klarheit bringen können.

Die beiden Streifen vom BGS und GZD konnten natürlich nicht wissen, dass der "Stoffhund" des Postenpaares "streikte" und deshalb die Alarmgruppe (also 4 Mann im LO ) mit dem regulären Postenppaar anrückte...nur um es am Postenpunkt abzusetzen....
Als der A-Gruppenführer die beiden Streifen wahr genommen hat, hatte er mich per GMN-Säule am K6 darüber informiert und den LO
"leider" an einer eher vom Westen aus gut einsehbaren Stelle "geparkt" ... und wie es eben so ist, steigen bis auf den LO-Fahrer
3 Mann Besatzung Alarmgruppe und 2 Mann reguläres Postenpaar Stange aus ... um eine zu rauchen... um sich die Beine zu vertreten ... zu pinkeln oder was auch immer..
Also 6 Mann an einem Ort... das war dann für die Doppelstreife wohl eher nicht alltäglich ? ...und "erregte" vielleicht deshalb ihre Aufmerksamkeit ?

Und das war dann vielleicht für die "Doppelstreife" auch der Grund die Ferngläser nochmal zu zücken und als der LO mit Alarm-Gruppe dann abfuhr, ebenfalls zu wenden und abzufahren... natürlich alles Mutmaßungen von mir..

Denn erst als die beiden Streifen (BGS und GZD) abfuhren, sprich wendeten, waren die Kennzeichen per Fernglas zu erkennen... vorher standen sie, wie vom A-Gruppenführer gemeldet seitlich zur Blickrichtung unserer Posten. deshalb meldete der am Standort verbliebene reguläre Grenzposten mir auch die Kennzeichen...

Hätte ich vielleicht gleich detaillierter schreiben sollen ... vielleicht erklärt das ja das "Doppeltreffen der Doppelstreife"
vielleicht hatte es aber auch rein gar nichts damit zu tun ....weiß wahrscheinlich nur die Doppelstreife von damals selbst...

Also die Alarmgruppe befuhr den K6 bis zum nächsten markanten Abschnitt (Straße Netra) und "parkte" aber noch oberhalb, der besseren Übersicht halber..., was dann vielleicht erneut das "Interesse" der Doppelstreife geweckt hat, denn ich gehe mal davon aus, dass beim BGS und GZD bekannt war, dass die Alarmgruppe als motorisierter Posten aus 4 Mann (2 Postenpaaren) bestand.

Nun konnte der A-Gruppenführer selbst die Kennzeichen erkennen und melden .., was mich wie bereits geschrieben, damals etwas verblüffte ....eine Doppelstreife beim Doppeltreffen .... aber das haben wir nun geklärt ... Danke dafür.


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