Warum wurde bei der NVA die Wehrpflicht eingeführt?

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22.01.2022 17:58
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#1
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https://podcasts.podinstall.com/deutschl...ehrpflicht.html

Hier mal einige Ausführungen zum Aufbau der NVA und der Einführung der Wehrpflicht.

Die Bundeswehr war ja von Beginn an eine Armee mit Wehrpflichtigen, die NVA erst nach dem Mauerbau.

Uli


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22.01.2022 18:25
#2
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Warum wurde bei der NVA die Wehrpflicht eingeführt?

https://www.deutschlandfunknova.de/beitr...nva-wehrpflicht

Erklärt sich von selbst.

"Mobility, Vigilance, Justice"


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22.01.2022 18:40
avatar  R-363
#3
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #1
https://podcasts.podinstall.com/deutschlandfunk-nova-eine-stunde-history-deutschlandfunk-nov/202201211400-ddr-einfuhrung-der-nva-wehrpflicht.html

Hier mal einige Ausführungen zum Aufbau der NVA und der Einführung der Wehrpflicht.

Die Bundeswehr war ja von Beginn an eine Armee mit Wehrpflichtigen, die NVA erst nach dem Mauerbau.

Uli


Schon der erste Satz in diesem Podcast hat es ja in sich:

Zitat
… Die Nationale Volksarmee (NVA) war eine Freiwilligenarmee, bis im Jahr 1962 die allgemeine Wehrpflicht in der DDR eingeführt wurde. Für die Soldat*innen hatte das große psychische und physische Folgen. …



„Soldat*innen“ gab es in der „Schreibweise“ in der DDR nicht und Frauen unterlagen nicht der Wehrpflicht.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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22.01.2022 22:55
avatar  Ehli
#4
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Bis 1962 existierte in der DDR keine allgemeine Wehrpflicht. Doch da die Freiwilligen für die Nationale Volksarmee (NVA) nicht ausreichten, verpflichtete ein neues Gesetz alle Männer zwischen 18 und 26 Jahren zum Grundwehrdienst von 18 Monaten. Einen zivilen Wehrersatzdienst gab es nicht, die einzige Alternative war, als "Bausoldat" den Dienst ohne Waffe abzuleisten.
https://www.mdr.de/geschichte/nva-wehrpf...0zu%20gehorchen.

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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23.01.2022 08:38 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2022 08:41)
#5
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Mein Vater gehörte zu denen, die 1945 zu jung und 1962 zu alt waren.

Meine Söhne wiederum waren bis zur Aussetzung der Wehrpflicht jung genug, mein Großer gerade so.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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23.01.2022 08:52 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2022 11:19)
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#6
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@Freienhagener Ja manche hatten Glück mit dem Geburtsjahrgang. Mein Vater leider nicht, der ist mit 19 in den Krieg und mit 23 aus der Gefangenschaft zurück. Mein Großvater hatte 1911 seine zwei Jahre abgedient und dann den ganzen Krieg vom 08.10.14 bis zum 28.01.19 mitmachen müssen. 18/19 waren Kämpfe zur Unterstützung der Ukraine.
6 1/2 Jahre ungewollt in Uniform waren 8 % seiner Lebenszeit.

Meinen GWD empfinde ich zwar als gestohlene Lebenszeit, aber die physische Belastung war geschenkt und die psychische Belastung hielt sich in engen Grenzen.

Mein Junior hat das Problem gar nicht auf dem Schirm.

Uli


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23.01.2022 09:29
#7
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Ich habe gleich mal nachgerechnet.
Mein Großvater war 1914 16 Jahre alt, 1939 demnach 41.

Das mit unserem GWD sehe ich so wie Du.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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23.01.2022 11:29 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2022 22:21)
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#8
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@Freienhagener

Mein Großvater wurde im Alter von 54 Jahren und einem steifen Bein aus dem I.WK 1943 endgültig ausgemustert.

Die wollten den alten Mann noch verheizen. Wenige Monate danach ist sein einziger Sohn vor Kiew gefallen.

Uli


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23.01.2022 15:06 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2022 16:07)
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#9
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Zitat von R-363 im Beitrag #3
Zitat von Fall 80 im Beitrag #1
https://podcasts.podinstall.com/deutschlandfunk-nova-eine-stunde-history-deutschlandfunk-nov/202201211400-ddr-einfuhrung-der-nva-wehrpflicht.html

Hier mal einige Ausführungen zum Aufbau der NVA und der Einführung der Wehrpflicht.

Die Bundeswehr war ja von Beginn an eine Armee mit Wehrpflichtigen, die NVA erst nach dem Mauerbau.

Uli


Schon der erste Satz in diesem Podcast hat es ja in sich:

Zitat
… Die Nationale Volksarmee (NVA) war eine Freiwilligenarmee, bis im Jahr 1962 die allgemeine Wehrpflicht in der DDR eingeführt wurde. Für die Soldat*innen hatte das große psychische und physische Folgen. …


„Soldat*innen“ gab es in der „Schreibweise“ in der DDR nicht und Frauen unterlagen nicht der Wehrpflicht.



@R-363 Ja einige Ungereimtheiten sind mir auch aufgefallen, kann ja sein, dass es dem Gendersprech geschuldet ist.

Frappierend ist nur die Tatsache, dass nach vollmundigen Verkündungen keine Wehrpflicht einzuführen, 6 Jahre später doch das Gesetz über die Wehrpflicht erschaffen wurde und dann auch konsequent eingezogen wurde.
Klar man hat den Bau der Mauer abgewartet, sonst wären noch mehr junge Leute in die Bundesrepublik "übergesiedelt".
Auch die Bundeswehr hatte Probleme geeignete Leute zu rekrutieren, obwohl dort ein anderer Geist eingezogen war.
Im Gegensatz zur Bundeswehr eiferte die NVA dem Preußischen Militär nach.
In der Bundeswehr setzte man bei höheren Offizieren auf Erfahrungen der Wehrmacht, in der NVA mehr bei den Unteroffizieren.

Uli


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25.01.2022 22:14
avatar  mibau83
#10
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #8
@Freienhagener

Mein Großvater wurde im Alter von 54 Jahren und einem steifen Bein aus dem I.WK 1943 endgültig ausgemustert.

Die wollten den alten Mann noch verheizen. Wenige Monate danach ist sein einziger Sohn vor Kiew gefallen.

Uli



aha!!!

lese da was von weimar und im kyrillischen stempel von apolda.

das passt doch eher zum thomas aus hammerstedt im landkreis weimarer land (ap-kreis), merlini, kontrollstreife, keudelstein, fall 80. kompaniefahrer auf der 1.gk des grenzregimentes 1 in mackenrode-weidenbach.
als wie zum uli aus dem landkreis werratal in hessen.


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26.01.2022 12:52
#11
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #9


Frappierend ist nur die Tatsache, dass nach vollmundigen Verkündungen keine Wehrpflicht einzuführen, 6 Jahre später doch das Gesetz über die Wehrpflicht erschaffen wurde und dann auch konsequent eingezogen wurde.

Uli


Von „konsequent eingezogen” kann gar keine Rede sein.

Weder gab es genügend Unterkünfte, geschweige denn ausreichend Ausrüstungsgegenstände, um alle damals Wehrpflichtige dienen zu lassen.
Es gibt noch reichlich Vertreter der sogenannten „weißen Jahrgänge” - wohl wurden die mal gemustert, aber hörten nie wieder was von NVA.

Kenne da mindestens drei.


Gruß


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27.02.2022 18:24 (zuletzt bearbeitet: 27.02.2022 18:25)
avatar  anjo
#12
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Will kein neues Thema aufmachen passt auch hier. Die Dienstzeit der "Ehrenpflicht" Bei VEB Gleichschritt. im ersten Gesetz und auch in dem von 1982 18 Monate.
Als aber 98... 90 klar wurde, das die DDR den Bach runtergeht sind es irgendwann 12 Monate geworden. Hat es dann in dieser Zeit auch "Ehrenpflichtige" die 13, 14 ....17 Monate gedient haben gegeben?? Oder gab es da einen Stichtag und die davor eingezogen wurden hatten halt die Arschkarte gezogen? Gibt es jemanden, der das noch kennt und aufschlüsseln kann???? Gab es da Verordnungen, oder wie ist das geregelt gewesen???? Ich hatte im Bekanntenkreis niemanden den dies betroffen hat. Meine Kinder sind da noch zu jung gewesen. Ist nur mal so aus Interesse.


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27.02.2022 18:38
avatar  R-363
#13
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Mit der Verkürzung der Wehrpflicht wurden alle, die bereis mindestens 12 Monate gedient hatten, entlassen.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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27.02.2022 18:41
avatar  Marder
#14
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Das war bei der BW anders. Sie haben schön die 18 Monate gedient und sind mit dem 3 Monate später gezogenen entlassen worden.

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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27.02.2022 20:40
avatar  anjo
#15
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Vielen Dank Euch beiden. Da hatten also mal die Armen Kerle in den "gebrauchten" Ländern die "A*karte" gezogen. Hatte es mir fast schon so gedacht, in der DDR ging ja in dieser Zeit sowieso alles darunter und darüber.

Vielen Dank aus Sachsen


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