Grenzübergang für Ausländer

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08.01.2022 13:34
#1
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Hallo in die Runde...
ich bin neu in diesem Forum und hoffe, dass ich hier an dieser Stelle richtig bin und dass
es diese Frage bisher noch nicht gegeben hat (eine Suche hatte mir nicht geholfen).
Also, meine konkrete Frage:
War es im Oktober 1961 als Ausländer (Däne mit Tochter) möglich, über einen Grenzübergang (wahrscheinlich Charly) für einen Tag oder länger von West- nach Ostberlin zu reisen? Wenn, welche Voraussetzungen mussten erfüllt werden?
Wäre klasse wenn es jemanden gäbe, der mir das beantworten könnnte.
Allen noch ein gesundes Neus Jahr, Gruß,
Matthias


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08.01.2022 14:20
avatar  andyman
#2
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Zitat von MatthiasP im Beitrag #1
Hallo in die Runde...
Also, meine konkrete Frage:
War es im Oktober 1961 als Ausländer (Däne mit Tochter) möglich, über einen Grenzübergang (wahrscheinlich Charly) für einen Tag oder länger von West- nach Ostberlin zu reisen? Wenn, welche Voraussetzungen mussten erfüllt werden?
Wäre klasse wenn es jemanden gäbe, der mir das beantworten könnnte.
Allen noch ein gesundes Neus Jahr, Gruß,
Matthias

Hallo.
Ohne Vorstellung gleich Fragen stellen na,ja.
Vorgang - Einreise in die DDR über Checkpoint Charlie für Ausländer (3)
Die DDR von Innen und außen betrachtet von 1959-1990 (9)
Reiseunterlagen für Besuche in die DDR und nach Berlin (West)
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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08.01.2022 16:51
#3
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Hallo Andyman und Grenzläufer..
ihr habt völlig Recht mit der leichten Rüge. Weil mir die Fragen "auf der Seele" brannten, war ich wohl etwas zu vorschnell und habe die Reihenfolge "vertauscht". Das tut mir leid; ich habe aber meine Vorstellung soeben erledigt und danke dir, dass du mir trotzdem geantwortet hast.
Entweder habe ich beim Lesen etwas übersehen, oder die Frage falsch gestellt. Es ging mir hauptsächlich darum, ob eben Ausländer (in diesem Fall Dänen) bereits zwei Monate nach dem Bau der Mauer, also im Oktober 1961 über den West- in den Ostteil der Stadt einreisen durften. Und; MUSSTEN Ausländer über Checkpoint Charlie einreisen, oder konnten sie auch andere Übergänge nehmen?
Welche Dokumente benötigt wurden und wo diese beantragt werden mussten, steht ja in den Dokumenten deines dritten Links. Da ich bisher mit solchen Dingen nichts zu tun hatte, dachte ich immer dass auch Ausländer ohne große Formalitäten nach Ostberlin einreisen konnten.
Gruß nach Südschweden (da war ich im September auch noch...)
Matthias


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08.01.2022 17:06
#4
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Ich habe dich nicht leicht gerügt.
Ich habe mich bei andyman bedankt weil er dir die maßgeblichen Threads aus dem Forum heraus gesucht hat.

PS
Ich rüge nur orthodox-gläubige Parteikommunisten.


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08.01.2022 17:12
avatar  andyman
#5
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Ein Akt der Höflichkeit,denke ich ist es einfach wenn man zur Tür hereinkommt.Die Links sind in der Forensuche zu finden wie auch noch vieles andere,ansonsten kann ich fachlich nichts weiter dazu beitragen,vielleicht meldet sich noch ein Insider.
Viel Spaß noch hier im Forum.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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08.01.2022 17:23
avatar  ( gelöscht )
#6
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( gelöscht )

Hallo MatthiasP.
Für dieses besondere Thema haben wir eine top Fachkraft im Forum.
Der diplomierte Pass -und Stempelkundige von der Personenkontrolleinheit des MfS
( PKE in Marienborn).
Passport kann zu diesem Thema jede Diensvorschrift des MfS und jede Rechtsverordnung der DDR im Schlaf hervorbeten.
Du kannst ihn 02:47 Uhr aus dem Schlaf erwecken und ihn zum Thema Grenzübergangsstelle (GÜSt) nach der Dienstvorschrift 0815/4711 fragen und die genaue Antwort auf die Frage kommt wie aus der Kalschnikow geschossen.
Einen besseren Experten dazu gibt es nicht.


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08.01.2022 17:45
avatar  berndk5
#7
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Auch wenn die vorstehende Einschätzung so annähernd wohl zutreffen müsste, kann sich bisher noch jeder User im Forum selbst äußern und war bisher nicht auf die Protektion und namentliche Erwähnung per Nickname angewiesen.
Nur mal so am Rande erwähnt, weil die meisten Erwachsenen sehr gut für sich selbst sprechen können.


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08.01.2022 17:55 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 17:56)
#8
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Hallo Matthias,
ob das schon unmittelbar für Ausländer nach 1961 möglich war, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht kann dir der Gert etwas dazu sagen. Er berichtete mal über die Überquerung des Grenzübergangs Checkpoint Charlie im Forum. Aber sicherlich war das nicht in der 1960iger Jahren.

Wo habt ihr zu dieser Zeit in Berlin-West gewohnt und welchen Grenzübergang hast du zum ersten mal nach dem Mauerbau genutzt?


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08.01.2022 18:08
avatar  Gert
#9
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #8
Hallo Matthias,
ob das schon unmittelbar für Ausländer nach 1961 möglich war, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht kann dir der Gert etwas dazu sagen. Er berichtete mal über die Überquerung des Grenzübergangs Checkpoint Charlie im Forum. Aber sicherlich war das nicht in der 1960iger Jahren.

Wo habt ihr zu dieser Zeit in Berlin-West gewohnt und welchen Grenzübergang hast du zum ersten mal nach dem Mauerbau genutzt?

hallo @Grenzläufer, nein das war nicht in den 60erJahren, das wäre mir schlecht bekommen da wäre ich sicher in Hohenschönhausen gelandet- Ich fuhr mit meinem Weib so um 1974 / 1975 einmal von WB nach Ostberlin zu einem Tagesbesuch. Meine Frau hatte bis 1977( Jahr der Einbürgerung in D ) einen Pass der CSSR, mit einem Vermerk dass sie legal im Ausland lebt. Das bedeutete , das wir in Berlin nur den Checkpoint C benutzen durften, ich auch als ihr Ehemann. Das hatte aber auch den Nachteil, wenn wir z.B. nach Malle oder auf die Kanaren fliegen wollten, mussten wir zum spanischen Generalkonsulat in Düsseldorf und ein Visum beantragen.
Obendrein gab es in Westberlin eine tschechoslowakische Militärmission, ausgestattet auch mit Konsularfunktion. Ich habe dort einmal ein Visum für die CSSR beantragt und bekommen.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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08.01.2022 18:30
#10
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #4
Ich habe dich nicht leicht gerügt.
Ich habe mich bei andyman bedankt weil er dir die maßgeblichen Threads aus dem Forum heraus gesucht hat.

PS
Ich rüge nur orthodox-gläubige Parteikommunisten.


Okay...
Alles gut; ich fand' es ja auch sehr nett, dass er mir trotz meines Fauxpas geantwortet hat.


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08.01.2022 18:45
#11
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #8
Wo habt ihr zu dieser Zeit in Berlin-West gewohnt und welchen Grenzübergang hast du zum ersten mal nach dem Mauerbau genutzt?


Ich habe mein langes Leben ( ) zu 99% in Siemensstadt / Spandau "verbracht", wo ich auch heute noch zu finden bin. Wenn man mal in einem Kiez groß geworden ist, dann bleibt man oft auch da.
Wenn ich das richtig erinnere, war mein erster Grenzübergang der an der Oberbaumbrücke. Onkel, Tante und Cousinen wohnten in der Wühlischstrasse, Oma und Opa in der Gärtnerstrasse. Ich kann mich gut erinnern, wie wir von immer dorthin (und zurück) gelaufen sind. Die andere Oma hat im Markgrafendamm gewohnt. Wenn wir die besucht haben, sind wir bestimmt an einem anderen Übergang rüber. Das weiß ich aber nicht mehr. Aber wir sind auch oft über Friedrichstrasse rein und raus. Auch hier kann ich mich noch an die verwirrenden Gänge erinnern. Nachdem ich ein Auto hatte und dieses mitnehmen durfte, bin ich immer über die Invalidenstrasse gefahren. Und bei den vielen Ein-und Ausreisen kann ich mich eigentlich nicht über "schlechte Behandlungen" beschweren.


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08.01.2022 18:54 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 19:07)
avatar  marc
#12
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Richtung Markgrafendamm seid ihr bestimmt auch Oberbaumbrücke rüber, war der naheliegenste Übergang.
In Richtung Markgrafendamm fuhr wimre ein Bus (Richtung Alt-Stralau) vom Ende/Anfang der Warschauer Str.


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08.01.2022 19:06
avatar  Lutze
#13
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Warum sollten Staatsbürger aus dem kapitalistischen Ausland nicht Ost-Berlin besuchen ?
für Westberliner sah es nach dem Mauerbau 61 anders aus,diese durften erst durch ein
Passierscheinabkommen nach 28 Monaten Ost-Berlin besuchen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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08.01.2022 20:10
#14
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Hallo Matthias,
ich kenne nur Friedrichstraße, Invalidenstraße und natürlich Dreilinden noch als Kind und Jugendlicher.
Bornholmer Straße hatte ich mal als Soldat der Bundeswehr -aber in Zivil- wegen einer Familensache überquert.

Die Familie der besten Freundin meiner Mutter aus Charlottenburg hatte ein Laubengrundstück in Siemenstadt.


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08.01.2022 20:13
avatar  icke46
#15
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Zitat von Lutze im Beitrag #13


(….)

für Westberliner sah es nach dem Mauerbau 61 anders aus,diese durften erst durch ein
Passierscheinabkommen nach 28 Monaten Ost-Berlin besuchen
Lutze


Das stimmt zwar, lag aber zu einem guten Teil am Westberliner Senat. Eigentlich gab es (laut Chronik der Mauer) schon im August 1961 von Ostberliner Seite eine Anfrage an den Senat, zwei Büros für Passierscheine zu eröffnen. Die Anfrage ist nie beantwortet worden (was politisch gesehen durchaus nachvollziehbar war). Nach 28 Monaten hat man es dann doch gemacht, zumindest temporär. Man könnte auch irgendwo sarkastisch sagen: Politik wird nie für den Menschen gemacht, sondern ist ein Mittel zur Durchsetzung wie auch immer gearteter Interessen……


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