Warum wurde man BO/ BU der NVA/ GT?

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05.01.2022 16:10
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#346
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Zitat von Ebro im Beitrag #344
Sieh es ihm nach, hat er mit Strafvollzug verwechselt! Kann ja im Eifer des Gefechts mal passieren!



das nenne ich mal Korpsgeist, egal was für ein Mist der Anlass ist

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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06.01.2022 12:29
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#347
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zu 313, meine Entscheidung, damals in 1974, nur den Grundwehrdienst zu machen, hatte keine politischen Gründe. Ich war nun mal erst 18 und mit dem DDR - System nicht großartig kollidiert. Ich konnte mir nur einfach nicht vorstellen, dass ich bei der Armee andere befehligen sollte. Das war der eigentliche Grund. Ich fühlte mich nicht dazu berufen.
Als ich dann in Glöwen war, wusste ich, dass es die richtige Entscheidung gewesen war. Das was die Uffz. da teilweise mit uns veranstaltet haben, hätte ich so nicht gekonnt und nicht gewollt.
Das ging oft über das, was man eine harte militärische Ausbildung hinaus. Es gab oft nach eigentlichem Dienstschluss sinnlose Bestrafungen. Ich musste z.B. mal nach Dienstschluss bis zur Nachtruhe die Waffenkammer bohnern und zum glänzen bringen. Grund war, ich hatte mein Seitengewehr falsch rum eingehängt.
Zweites Beispiel: Wer in Glöwen war, weiß, das die Unterkünfte mit Kohlen beheizt wurden. Dafür gab es kleine Bunker unter den Treppen zu dem Obergeschoss. Wir mussten mal, auch als Strafe für die ganze Gruppe, aus unserem Bunker alle Kohlen rausholen, um den Kohlengrus unten zu entfernen. Dann die Kohlen wieder rein und natürlich das ganze Umfeld von dem Bunker sauber machen. War also eine Riesenaktion, total sinnlos. Wenn man sowas mit Kameraden ertragen muss, ist es schon schlimm. Aber dabei auf der Seite der Befehlenden zu stehen, wäre für mich noch viel schlimmer gewesen. Es gab Uffze, nicht alle, die haben unsere Situation alles Neue, Unerfahrene, schonungslos ausgenutzt. Genau bei diesen Uffzen gab es zum Ende des Halbjahres ein wachsendes "Aufmucken" von unserer Seite.

Sie drohten uns dann mit "kommt Ihr erst mal an die Grenze". Ich war trotzdem froh, dass es dann in Glöwen zu Ende ging. Und ich war froh, in Glöwen kein Uffz gewesen zu sein.
An der Grenze in Aulosen habe ich dann ein ganz anderes Klima kennengelernt. Nachdem man sich einlebt hatte, gab es eine vernünftiges Klima zwischen den Grundwehrdienstleistenden und den Uffzen. Man hat zusammen Dienst geschoben und war irgendwann sogar mit welchen befreundet. Selbst unser Zugführer, ein Unterleutnant, stellte sich nach und nach raus, war vollkommen in Ordnung. Es gab keine zusätzlichen Schikanen und dieses ständige Gebrülle von Glöwen gab es auch nicht. Nur der KC hat ab und zu mal gebrüllt, wenn die EK- Kugel rollte. Ansonsten waren die Umgangsformen zwar militärisch, aber in Ordnung.
In Glöwen hingegen hatte man, glaube ich, mit den dortigen Zuständen bei vielen aus dem 1. DHJ großen Schaden angerichtet.
Gruß EK 76/1


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06.01.2022 13:01
avatar  R-363
#348
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Zitat
… Das was die Uffz. da teilweise mit uns veranstaltet haben, hätte ich so nicht gekonnt und nicht gewollt.
Das ging oft über das, was man eine harte militärische Ausbildung hinaus. Es gab oft nach eigentlichem Dienstschluss sinnlose Bestrafungen. …



Solche Idioten gab es wohl überall. War bei uns in der Ausbildungskompanie des FuAR-2 in Dessau auch so, nicht nur in den 4 Wochen Grundausbildung sondern etwas abgestuft in dem ganzen Jahr Unteroffiziersschule. Ich hatte mir nach ein paar Tagen bereits vorgenommen, später keinesfalls so zu werden und ich denke, es ist mir gelungen. Jedenfalls wechseln ehemalige Soldaten von mir bei Begegnungen in der Stadt nicht die Straßenseite und für ˋn Pläuschchen findet sich immer Zeit.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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06.01.2022 13:25
avatar  Ebro
#349
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Stimmt genau. Ging mir auch so, im NR-2 als Uffz Neuzugang versuchte ein blöder Uffz mir unbedingt seine Bude zum bohnern aufzudrücken. Da ich aber aus der Region stammte und ich den Kerl sogar von früher kannte, hat sich seine Idee schnell erledigt.

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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