Warum wurde man BO/ BU der NVA/ GT?

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18.12.2021 14:42
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#31
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Thüringer,
schön das du uns wieder mit deinen qualifizierten Beiträgen/Kommentaren beglückst.
Ohne deine pöbel.... Kommentare würde mir hier etwas fehlen. Nochmals Danke dafür.
Du wirst es wiederum nicht glauben, es war in der DDR nach dem Abitur möglich, einen Studienplatz auch ohne eine Verpflichtung als UaZ zu erhalten.


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18.12.2021 14:45
#32
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #28
Wenn sich jemand aufgrund seiner traumatischen Erlebnisse im Krieg für eine Laufbahn bei der VP/Kasernierte VP oder auch beim Aufbau der Armee entschieden hat, dann habe ich da vollstes Verständnis. Es ging vielen ja darum eine bessere Gesellschaftsordnung aufzubauen.

Spätestens nach dem Bau der Mauer, den Umsiedelungsaktionen aus dem Grenzgebiet, der Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft und der Enteignung von Handwerkern/Industrieunternehmen war aber klar wo die Reise hingeht.

Wer sich danach noch für eine berufliche Laufbahn in bewaffneten Organen entschieden hat muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass der Blick einseitig getrübt war. Volkspolizei und Kripo nehme ich da mal aus, denn da stand eine andere Hauptaufgabe. Auch in der DDR war man als Einwohner froh, wenn das Eigentum geschützt war und wenn Straftaten geahndet wurden.

Uli



Ich kann mir nicht so Recht vorstellen, dass Anfang der achtziger Jahre Mauerbau, Umsiedlungen oder Kollektivierung noch eine Rolle spielten.
Der Staat DDR existierte und bot scheinbar sichere Arbeitsplätze bei den Organen. Auch war man wer, da kann ich das schon nachvollziehen, wenn man das machte.
Und das es eben auch sehr viele gab, die dies mit Überzeugung gemacht haben


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18.12.2021 15:58 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2021 16:23)
#33
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Zitat von birx20 im Beitrag #31
Thüringer,
schön das du uns wieder mit deinen qualifizierten Beiträgen/Kommentaren beglückst.
Ohne deine pöbel.... Kommentare würde mir hier etwas fehlen. Nochmals Danke dafür.
Du wirst es wiederum nicht glauben, es war in der DDR nach dem Abitur möglich, einen Studienplatz auch ohne eine Verpflichtung als UaZ zu erhalten.


Das kann ich bestätigen. Ich hatte meinen Ingenieur-Studienplatz vor meinem GWD in der Tasche, delegiert vom Betrieb (Berufsausbildung mit Abitur).
Bei meinen Kameraden waren es u. a. Uni-Sudienplätze in Zahnmedizin und Mathematik.

Andere haben wegen ihres Studienplatzes 3 Jahre Wehrdienst absolviert.

Das System war eben nicht total konsequent - und wurde erst im Laufe der Zeit perfektioniert.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.12.2021 16:38
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#34
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In meinem Zug an der Grenze im GWD waren wir 4 Kameraden mit Abitur, die alle einen Studienplatz nach dem Wehrdienst sicher hatten (Pädagogik, Zahnmedizin, Physik und Volkswirtschaft).
Eine Verpflichtung zum UaZ war nicht zwingend notwendig.


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18.12.2021 16:57
avatar  Mike59
#35
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Zitat von axelloko im Beitrag #32
Zitat von Fall 80 im Beitrag #28
Wenn sich jemand aufgrund seiner traumatischen Erlebnisse im Krieg für eine Laufbahn bei der VP/Kasernierte VP oder auch beim Aufbau der Armee entschieden hat, dann habe ich da vollstes Verständnis. Es ging vielen ja darum eine bessere Gesellschaftsordnung aufzubauen.

Spätestens nach dem Bau der Mauer, den Umsiedelungsaktionen aus dem Grenzgebiet, der Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft und der Enteignung von Handwerkern/Industrieunternehmen war aber klar wo die Reise hingeht.

Wer sich danach noch für eine berufliche Laufbahn in bewaffneten Organen entschieden hat muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass der Blick einseitig getrübt war. Volkspolizei und Kripo nehme ich da mal aus, denn da stand eine andere Hauptaufgabe. Auch in der DDR war man als Einwohner froh, wenn das Eigentum geschützt war und wenn Straftaten geahndet wurden.

Uli



Ich kann mir nicht so Recht vorstellen, dass Anfang der achtziger Jahre Mauerbau, Umsiedlungen oder Kollektivierung noch eine Rolle spielten.
Der Staat DDR existierte und bot scheinbar sichere Arbeitsplätze bei den Organen. Auch war man wer, da kann ich das schon nachvollziehen, wenn man das machte.
Und das es eben auch sehr viele gab, die dies mit Überzeugung gemacht haben

Ich sag mal, als Kind der DDR war mir alles was vor meiner Geburt geschah eher egal. Ich weiß, wir haben hier im Forum User die waren mit 14 schon so fit und haben seit ihrer Geburt im Widerstand gelebt. Ich nicht.
Der Fall Weinhold und der damit verbundene Medienfeldzug (in Ost und West) hat meine patriotischen Gefühle (meinen Zorn) geweckt und ich habe mich als BS Bewerber beim WKK gemeldet. Ich hatte da noch keine Ahnung, dass es einen MfS Akte gibt wo ich der Auslandsspionage (hab ich hier im Forum erfahren) verdächtigt wurde.
Na war Schluss endlich egal, Personal fehlt(e) halt überall.
Irgendwann kommst du an einen Punkt an welchem man sich entscheidet. Permanenten Sackgang oder einfach das Arschloch am kacken halten und deine Version vom Leben versuchen umzusetzen.
Den Weg der da von mir und meiner Frau begangen wurde möchte ich jetzt nicht weiter ausleuchten. Aber wir finden das wir alles richtig gemacht haben.


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18.12.2021 20:43
avatar  berndk5
#36
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Sehr vieles wurde in diesem Thema nun schon geschrieben, die bisherige Sachlichkeit macht wirklich Mut zur Beteiligung im Thema.

Es sind sehr oft Ansatzpunkte im Ausgang des II. WK benannt, Auswirkungen, die die einzelnen Familien über Verluste und Schäden, aber auch ewiges gezeichnet sein von familienangehörigen erleiden mussten- die späte Heinkehr Kriegsgefangener und deren Erlebnisse eingeschlossen.

Dennoch kann es bei nahezu ähnlichen Ansätzen zu völlig unterschiedlichen Folgen bzw. gelebten Haltungen kommen. Dazu bin ich vielleicht mit JG 1956 ein Beispiel.
Die Familie Mütterlicherseits war in Berlin ausgebombt, der Vater im Krieg verschollen in Stalingrad. Die Mutter mit einer Tochter und 2 Söhnen wurde auf`s Land, bzw. in die Provinz geschickt- nach Neuruppin.
Die Familie meines Vaters lebte in einem Dorf unweit von Neuruppin. Der Vater, als Tischlermeister lange Zeit freigestellt wurde am 08. April 1945 noch in die Uniform gepresst und sollte das letzte Aufgebot verstärken. Im Ergebnis der schweren russischen Angriffe auf Berlin hatte man niemals wieder auch nur irgend etwas von ihm gehört- er blieb verschollen. Mein Vater, Jahrgang 1933 war also im Alter von 12 Jahren als Ältester Sohn für die Ernährung der Familie maßgeblioch verantwortlich. Außer der Mutter waren da ja noch 11 Geschwister, von denen bis 1950 noch 3 gestorben sind.
Bis zu seinem 18 Geburtstag arbeitet er bei einem so genannten Großbauern und konnte mit den Naturalien die Familie über Wasser halten.
Dann hörte er , welche Verdienstmöglichkeiten es bei der Polizei gab- so kam er zur KVP.
Es soll erwähnt werden, dass ein Kind im Alter von 12 Jahren zum Kriegsende mit den zu tragenden Lasten auf dem Dorf, natürlich weit davon entfernt war ein Abitur abzulegen oder gar ein Studium aufzunehmen. Nur zum Nachrechnen: JG 1933, also 1939 in die Schule- was konnt man da bis 1945 denn schaffen? Abitur war es jedenfalls nicht. Bildung zu erwerben war auch nicht so wichtig, wie etwas zum tagtäglichen Essen beizutragen.
Beide Brüder meiner Mutter waren ebenfalls zur KVP gegangen, wodurch gegenseitige Besuche in den Familien erfolgten und später unsere eigene Familie entstanden ist.
Im Rahmen innerpolizeilicher Aus- und Weiterbildungen hatte mein Vater dann den Abschluss der 8.Klasse in Abendschul-Lehrgängen wimre über 2 Jahre lang abgelegt.
Nach einem schweren Verkehrsunfall, im dienstlichen Einsatz wurde seine Besatzung von einem sowjetischen LKW überrollt, musste er aus dem Polizeidienst ausscheiden.
Auch dann legte er in der Abendschule noch den Abschluß der 10.Klasse ab.
Von der elterlichen Wohnung zur Miete, folgte der Umzug in ein fast baufälliges Miethaus (EFH) dass einer im Westen lebenden Fliegerwitwe gehörte und das von einem Neuruppiner Anwalt verwaltet wurde. Hier erfolgten sehr viele Umbauten, die beim Verkauf durch die Erben an meine Eltern nochmals bezahlt werden mussten. Das war aber Ende der 1970èr Jahre, so dass es keine Rückforderungen nach der Wende gab.
Fortsetzung folgt


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18.12.2021 21:07
avatar  berndk5
#37
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Die Vorgeschichte habe ich erzählt, weil sie das Leben meiner Eltern maßgeblich geprägt hat. Weil die daraus folgernde Erziehung dann mein Leben beeinflusst hat.

Man könnte es in Anlehnung an die These "Vom Tellerwäscher zum Millionär" ähnlich beschreiben, so in der Art: "Vom mittellosen Proleten zu einem geachteten Bürger der DDR , mir einem eigenen Haus- und alles selbst iund redlich erarbeitet. Den PKW gab es leider nicht, dafür hatte das Geld nie gereicht.
Die älteste Tochter konnte ein Studium erfolgreich beenden und arbeitet als Ingenieur in Stahlwerken der DDR.
Mein Weg war natürlich auch vorgezeichnet. Weil die Heimat ja geschützt werden muss- eine Heimat, die unserer Familie das Alles ermöglicht hat. Ich wurde am 04. Juni 1974 eingezogen, es ging nicht eher, da ich kurz zuvor erst 18 Jahre alt geworden war.

Vielleicht erinnern sich ältere User noch? Von irgendwelchen größeren politischen Problemen hatte man kaum etwas mitbekommen- wenn wirklich mal etwas bekannt wurde, so waren das ja immer nur Verbrecher oder Auswirkungen der West-Hetze. Meistens hatte man aber gar nichts mitbekommen, außer dass es angeblich immer besser und schöner wurde. Wenn man kein Westgeld hatte (woher auch?) und an "kleine Brötchen" gewöhnt war, konnte man sich schon an den "Erfolgen des Sozialismus" erfreuen.

Wirklich in den späteren 1970èr Jahren festgestellte Probleme schob man meistens auf die Unfähigkeit einzelner Funktionäre oder staatlicher Mitarbeiter- das Kränkeln des Systems wurde von mir bis zum Beginn des Jahres 1989 völlig ausgeschlossen.
Natürlich war man auch spätestens ab der 7./8. Klasse nicht so blöd, dass man bestimmte Tendenzen nicht bemerkt hätte.
So war ich ab der 8. Klasse, als man dezent mit Werbung von Längerdienenden begann, der einzigste Bewerber an der gesamten Schule des Friedens in Neuruppin.
Ach wie waren da die Lehrer und Schulleitung froh, dass sie wenigstens einen hatten.
Bei Kumpels und auch wirklichen Freunden stieß das auf totales Unverständnmis und Ablehnung- man hat es nur meinetwegen und mir zuliebe toleriert bzw. geduldet. Selbst in der Lehre war es gleich.
Beworben hatte ich mich für die Ausbildung als Jagdflieger, das ging ja nur mit einer Offiziersausbildung. Beim medizinischen Gutachtertest zur Studienaufnahme bin ich allerdings wegen einer ausgeheilten Genickverletzung nach einem schweren Unfall durchgefallen. Man tröstete mich dann mit dem Weg zur Grenze rund um Berlin.
Das erwies sich aber dann auch als Halbwahrheit, denn ich musste einsehen, dass ich in Thüringen gebraucht wurde.


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19.12.2021 10:26 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 10:41)
#38
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Ich kann diese Lebensgeschichte von @ Berndk 5 auch als Westdeutscher gut nachvollziehen.

Wer sich daran erinnert, wie gerade ab Mitte der siebziger Jahre die DDR in der Bundesrepublik gesehen wurde, nämlich in der Regel recht positiv, kann eigentlich niemand in der DDR einen Vorwurf machen.

Spätestens nach der Ostpolitik der SPD galt man doch als "kalter Krieger" wenn mann Mauer und Stacheldraht erwähnte.
Konservative Kräfte in der CDU waren fast die Einzigen, die den Gedanken an die Wiedervereinigung noch aufrechterhielten, Und diese waren deutlich in der Minderheit und Helmut Kohl war das auch gar nicht recht.


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19.12.2021 14:36 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 15:41)
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#39
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( gelöscht )

@berndk5 , mir liegt es am Herzen mich für deine beiden Beiträge und dem Aufzeigen deines Lebensweg zu bedanken.
Das sind Erfahrungen die man nicht vergessen wird Sie haben unseren Lebensweg geprägt, zumal in zwei unterschiedlichen Systemen und den unterschiedlichen Erfahrungen. Wir sind dazu berufen nicht alles was uns vorgesetzt zu essen. Nein die eigene Kritik und Erfahrungen muss man da von sich geben. Es mag manchen nicht gefallen.
Wer in der sozialistischen Hängematte, staatlich gut entlohnt wurde, dem Bürger gegenüber nicht freundlich gegenüber stand wird unsere Stellung nie verstehen. Sind wir Stolz darauf das wir uns durchgekämpft haben und nicht über Renten heulen.


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19.12.2021 17:20
#40
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Hallo berndk5,
Deine Schilderungen sind sehr aufschlussreich, offen und ehrlich. Zeigen Sie doch, wie unterschiedlich die einzelnen Lebenswege der User sind. Nicht jeder hat den Mut sich hier so "nackig" zu machen (und muss auch niemand). Dafür hast Du meine größte Hochachtung.
Den größten Einfluss auf unseren Lebensweg machte das Elternhaus aus, so sehe ich es auch.

Klauwida


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19.12.2021 18:51
#41
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Hallo,
um auf das eingestellte Thema einzugehen, muß ich erst mal von der allgemeinen Berufswahl, etwas sagen.
Ich habe mich schon immer für die Elektrotechnik/Elektronik interessiert. Mein Abachlußzeugnis der 10.war nicht schlecht.Ich wollte gerne Rundfunk- und Fernsehmechaniker werden.Es gab aber nicht viele Lehrstellen im Kreis, ich habe keine bekommen. Es kamen dann in der neunten Klasse, Vertreter des Kraftwerkes Trattendorf/Spremberg, um Berufe im Kraftwerk vorzustellen. Ich entschied sofort zuzugreifen und den Beruf eines Elektromonteurs zu erlernen. Allgemein muß man ja sagen, dass jeder einen Beruf erlernen konnte, denn das war garantiert, natürlich nicht immer den den man wollte.Im Prinzip ist das heute auch so. Eine Übernahme ist heute jedoch nach Beendigung der Lehrzeit nicht mehr garantiert.
Dann erfolgte die Musterung nach der üblichen Prozedur. Später erfolgte dann noch ein Musterungsgespräch im Speisesaal des Lehrlingswohnheimes. Dort saßen dann Vertreter aller Waffengattugen an verschiedene Tische. Man merkte sofort, dass eine Vorauswahl getroffen wurde, man wurde an bestimmte Tische dirigiert.
Ich kam an den Tisch der GT. Ich hatte natürlich überhaupt keine Vorstellungen von der NVA/GT. Der Hauptmann war gut informiert über meine persönliche Verhältnisse. Er bot mir sofort an, eine Ausbildung bei der Armee zu machen und eine Ausbildung zum Uffz. und mit einen einen Abschluss als Funkmechaniker abzuschließen. Damit stieß er natürlich auf mein Interesse.Funkmechaniker könnte eine gute Perspektive sein. Ich hatte keinerlei politische Motivation, war aber überzeugt, dass der Staat verteidigt werden muß.Möglichkeiten, mich in der der Familie oder anders wie zu informieren hatte ich nicht.Ich habe mich dann entschieden diesen Weg zu gehen.
Gruß Frank

19.12.2021 19:02 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 19:24)
avatar  Fred.S.
#42
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zu 40
Der letzte Satz von Dir, Klauwida, kann ich nur voll zustimmen.
Im Gartenschuppen, 2m hoher dichter Zaun, da war ich immer wenn ich Draußen spielen durfte.
Nur eine Schaukel, durfte mit kein Kind aus dem Haus spielen.
Dann mit 8 ein Fahrrad und war dann immer weg Umgebung von Nbg. kannte ich genau, Brodaer Wald, Mühlenholz.
Bis Friedland fuhr ich. Durfte auch Keinen von der Schule mit nach Hause bringen. So blieb ich alleine,
was ich auch noch Heute bin. Gäste wie sturmbahn König, Sylvia versetzen mich in hellster Aufregung, natürlich im positiven Sinne. Fred


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19.12.2021 19:16
#43
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zu #42
Ja Fred, ich kann das gut nachvollziehen. Manche hatten eine schöne Kindheit, andere hatten nicht so viel Glück und Unterstützung durch das Elternhaus. Man kann sie sich nicht aussuchen.
Entscheidend ist doch was man dann aus seinem Leben gemacht und Erfüllung gefunden hat.

Klauwida


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19.12.2021 22:25
#44
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zu #41
Frank, auch an Dich mein Dank für Deine offene Schilderung wie Dein Werdegang zum Berufssoldat war. Als Du Berufssoldat wurdest bin ich ja mal gerade geboren.
Vielleicht hätte ich mich bei beruflichen Perspektiven auch so entschieden, aber diese ganze politische/ ideologische Schiene hat mich abgeschreckt. Diesen Spagat hätte ich nicht hinbekommen.

Klauwida


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20.12.2021 19:24
avatar  hslauch
#45
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So dann will ich auch mal noch "meinen Senf" hinzugeben.

Nach 10 Klassen POS und danach 2 Jahren Abitur an der EOS in Eisenach (Thüringen) ging es am 03.11.1987 per Einberufung nach Perleberg.

Bereits so ab der 8.Klasse (laut meiner Erinnerung) wurde mit der Frage "Was möchtest du denn mal werden" der unmißverständliche "Wunsch" geäußert, uns für einen Dienst bei der NVA / GT zu werben .... also mal Minimum 10 Jahre als BU,
wenn möglich 25 Jahre als BO

Da hatte die Lehrerschaft wohl eine "Liste" ? auf der sie dann abhaken konnten .... "Plan erfüllt" ? ... aber alles nur Mutmaßungen von mir.
Ich antwortete auf die Frage, was ich mal werden will, dass ich Kfz-Schlosser werden möchte .... LADA, Wartburg, Skoda, Trabbi und Moskwitsch haben mich damals "fasziniert" ... Polski Fiat, Dacia, Wolga und eher seltener Zastava natürlich auch .. grins ..

Aber mal im Ernst ... aufgrund meiner doch wohl recht guten Noten wurde ab der 9.Klasse dann doch oft auf mich eingeredet
(meine Eltern übrigens NIE ... Vater Klempnerinstallateur... Mutter Krankenschwester)Abitur zu machen...
OK, dann studiere ich nach dem Abitur eben Kraftfahrzeugtechnik war dann mein Gedanke, denn meine Bewerbung als Kraftfahrzeugschlosser wurde trotz Notendurchschnitt von 1,1 (nur im Sport und Musik eine 2 auf dem Zeugnis)
in der 9.Klasse glatt weg abgelehnt.
Tja, da war ich wohl zu unbekannt oder unwichtig oder hatte eben nicht die notwendigen Beziehungen, wie auch immer.
Meine Studienzulassung erhielt ich dann für den Studiengang Maschinenbau - Fertigungsmitteltechnik an der TU in Dresden.
"Voraussetzung" hierfür war die Verpflichtung für drei Jahre bei der NVA oder den Grenztruppen.

PS: Als ich 1990 am 01.09. mein Studium an der TU Dresden begann waren tatsächlich auch ein paar Studenten darunter, die Grundwehrdienst geleistet hatten und ich glaube 2, die noch gar nicht "gedient" hatten.

So weit so gut. NVA kam für mich nicht in Frage ... vielleicht weit weg... Infanterie, Panzer ?? alles nicht mein Ding..Ahnung von der Arnee hatte ich ja eh nicht, alles nur Hören-Sagen ...
Deshalb habe ich mich als gebürtiger und wohnhafter Eisenacher (ca. 15 km von der hessischen Grenze entfernt) für die Grenztruppen entschieden, um so nah wie möglich wieder in Richtung Heimat zu kommen. was dann auch mit einigem Glück (GK Ifta) gelang.

Naja und als "Ahnungsloser" gab es dann die Ausbildung zum Diensthundeführer ... mit Rottweiler .. die Schlaueren in Sachen Hund hatten einen Schäferhund.

Aber egal ... am Ende kamen dann noch ein paar andere Funktionen wie Kommandeur Grenzsicherung, Wachhundebetreuung in den Hundelaufanlagen hinzu.

Achso .. Kraftfahrzeugtechnik habe ich dann doch nicht mehr studiert, obwohl ich es ab 1992 nach dem Grundstudium Maschinenbau hätte tun können .... aber es war zu dieser Zeit dann doch die Heizungs-, Sanitärtechnik, Klima- und Raumlufttechnik mehr gefragt...

Allerdings war 1995 als ich fertig war der große Boom für die Heizungstechnik dann auch schon durch .....


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