Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

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24.10.2009 09:42 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2009 09:46)
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#31
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Zitat von Augenzeuge
Ist schon irre was die Dame, die in Brandenburg mitregieren will, auf dem Kerbholz hat.



Dieser Kommentar lässt mich trotz des Morgens nur müde gähnen. Ist schon klar, Fr. Kaiser ist von den Linken, war mal IM, da hat man richtig was auf dem Kerbholz. Da interessiert des den objektiven Augenzeugen nicht, dass in Deutschland schon Personen regiert oder mitregiert haben, die im Vergleich ganz anderes auf dem Kerbholz hatten oder bei denen ein Kerbholz gar nicht ausreichte. Aber die waren halt nicht beim MfS oder kamen von den Linken, daher war es sicher in Ordnung




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24.10.2009 10:08
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#32
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Ist schon irre was die Dame, die in Brandenburg mitregieren will, auf dem Kerbholz hat.



Dieser Kommentar lässt mich trotz des Morgens nur müde gähnen. Ist schon klar, Fr. Kaiser ist von den Linken, war mal IM, da hat man richtig was auf dem Kerbholz. Da interessiert des den objektiven Augenzeugen nicht, dass in Deutschland schon Personen regiert oder mitregiert haben, die im Vergleich ganz anderes auf dem Kerbholz hatten oder bei denen ein Kerbholz gar nicht ausreichte. Aber die waren halt nicht beim MfS oder kamen von den Linken, daher war es sicher in Ordnung






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Nun Merkur, lenk mal mit dem Hinweis auf Deine Müdigkeit nicht von Deiner Vergangenheit ab. Erzähl mir doch lieber mal, was Deine Stellung (Dienstrang) und Dein Arbeitsbereich im MfS war, damit ich Dich besser einschätzen kann. Solltest Du Dich im Dienst auch besonders ausgezeichnet haben, laß es mich wissen, Orden und Auszeichnungen haben mich schon immer interessiert. Lang zurück liegende negative Begebenheiten könnte man gegebenen Falls, als "Jugendsünden" deklarieren.
Ich bin schon richtig neugierig!!
Schönen Gruß aus Kassel.
wosch


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24.10.2009 10:18
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Ist schon irre was die Dame, die in Brandenburg mitregieren will, auf dem Kerbholz hat.


Dieser Kommentar lässt mich trotz des Morgens nur müde gähnen. Ist schon klar, Fr. Kaiser ist von den Linken, war mal IM, da hat man richtig was auf dem Kerbholz. Da interessiert des den objektiven Augenzeugen nicht, dass in Deutschland schon Personen regiert oder mitregiert haben, die im Vergleich ganz anderes auf dem Kerbholz hatten oder bei denen ein Kerbholz gar nicht ausreichte. Aber die waren halt nicht beim MfS oder kamen von den Linken, daher war es sicher in Ordnung




Naja merkur, ich nehme an, wenn du noch gähnst, dann bist du noch nicht richtig ausgeschlafen.
Ganz sicher war es nicht deine Absicht, meinen Satz etwas zusammenhanglos erscheinen zu lassen. Du bist ja einer von den objektiven Guten...und dieser Beitrag ist sicher deiner Müdigkeit geschuldet. Aber du reitetst auf mir rum, obwohl ich nur die von Frau Kaiser zugegebenen Fakten zitiert habe.
Für mich sind die schlimm, für dich nicht. Ok. Wir werden auch einen Minister in der Vergangenheit finden, der sich unreell verhielt. Genau das wird ja immer von den Verharmlosern der Stasi gerne benutzt, um die nun mal begangenen Schandtaten zu relativieren. Aber Menschen, die weinerlich um weitere Spitzeltätigkeit bitten, die findet man doch nicht so häufig.

Ach ja, mit 18 ist man ja auch noch keine Persönlichkeit, nur eine klare Überzeugung hat man, jaja- wie das zusammenpasst weiß ich nicht. Man ist jung und unerfahren, aber sexuell kann man die Mitbürger schon einschätzen, toll.

Allerdings, auch ich rechne es der Dame hoch an, dass sie eine eigene Homepage über ihre Vergangenheit konstruiert hat und ihr Verhalten zu erklären versucht. Sie spielt mit offenen Karten. Das ist gut und ein Anfang. Hier könnte sie auch für dich ein Vorbild sein, merkur! Aber du kanst ja nicht mal sagen, was du genau getan hast...schade eigentlich.


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24.10.2009 10:22
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Zitat von chucky
Hallo,
darf ich nur eine Frage stellen.
Ich glaube nicht das es mit eurer Stasi so schlimm wart wie Ihr schreibt.
Die ganze DDr müsste ja ausgerottet gewesen sein.iCH HABE VIEL SCHEISE GEBAUT,
aber ich hab keine Stasi gesehen.wer nicht gerade mit Heil Hitler ins Parteihaus gerant ist hatte keine Probleme



Naja chucky, wir wollen ja hier objektiv bleiben. Aber wenn du, wie du schreibst, viel Scheisse gemacht hast, dann gebe ich dir einen Tip, stelle mal einen Antrag auf Akteneinsicht. Dann reden wir weiter.


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24.10.2009 10:34
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Zitat von Sonny

Zitat von Augenzeuge
Ist schon irre was die Dame, die in Brandenburg mitregieren will, auf dem Kerbholz hat.


Ja, was hat sie denn "auf dem Kerbholz"?
Hat sie Blut an den Händen? Hat sie jemanden ans Messer geliefert? Hat sie ein menschliches Schicksal zerstört oder nachhaltig geschädigt?




Bist du wirklich sicher, dass du, der diese Zeit nicht oder kaum persönlich erlebt hat, ein so klares Urteil auf der Basis eines Berichte sprechen kann?
Kerbholz hat nicht nur etwas mit Messer und Blut zu tun. Und Stasi Akten sollte man nicht mit Grimms Märchen vergleichen- was soll das? Demnächst vergleichen wir noch die Kinderheime im Westen mit den U-Haft-Anstalten der DDR.

Und eins noch. Wie kannst du von Sauerländer fordern, das er auf die Zeitungsberichte verzichten soll, die zu unserer Meinungsbildung doch beitragen, zumal du ja sogar auf der Basis eines Berichtes deine Meinung klar herausbildest? Hier muss ich doch an deiner Objektivität etwas zweifeln, schade. Du konntest das schon besser.


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24.10.2009 14:21
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#36
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Tut mir leid, wenn ich hier schon wieder einen "Sermon" einstellen muß, aber ich halte den Artikel für interessant.
(Wer das nicht findet, möge jetzt bitte weiterscrollen!)



Stasi-Spitzel drängen in die Parlamente
Von Martin Lutz und Uwe Müller 25. September 2009, 04:00 Uhr

In Brandenburg kandieren acht MfS-Zuträger auf den Wahlzetteln der Linkspartei für den Bundestag und Landtag

Berlin - Brandenburg steht im Ruf, eine "kleine DDR" zu sein. Nach dem politischen Umbruch vor 20 Jahren konnten dort zahlreiche Stützen der Diktatur ihre Karrieren nahtlos fortsetzen. Mit diesem Umstand werden am Sonntag auch die Bürger in der Wahlkabine konfrontiert. Wenn sie ihre Stimmzettel für die Bundes- und Landtagswahl ausfüllen, stoßen sie bei der Linkspartei auf die Namen von mindestens acht Kandidaten mit Stasi-Vergangenheit. Eine derart hohe Zahl gibt es in keiner anderen Partei und in keinem anderen Bundesland.

In Sachsen können Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes aus dem Landtag ausgeschlossen, in Thüringen für "parlamentsunwürdig" erklärt werden. Auf solche Vorkehrungen hat Brandenburg verzichtet. In dem Land hat die Linkspartei, einzigartig in der Republik, gleich ihre beiden höchsten politischen Ämter an ehemalige Stasi-Spitzel vergeben. Fraktionschefin Kerstin Kaiser, die als Spitzenkandidatin für den Potsdamer Landtag antritt, war einst IM "Kathrin". Ebenso wie sie ließ sich der Parteivorsitzende Thomas Nord, der jetzt erstmals in den Berliner Reichstag einziehen will, vom Ministerium für Staatssicherheit als nebenberuflicher Denunziant anwerben.

Bundesweit bekannter sind die Genossen André Brie (Deckname IM "Peter Scholz") und Rolf Kutzmutz (IM "Rudolf"), die sich als Direktkandidaten um ein Mandat im Bundestag bewerben. Der stellvertretende PDS-Bundesvorsitzende und "Vordenker" Brie musste sich 1992 vorübergehend zurückziehen, nachdem seine fast zwei Jahrzehnte währende IM-Laufbahn publik geworden war. Kutzmutz hingegen war in der Partei stets für höhere Aufgaben gut. Daran änderte sich nichts, als der Immunitätsausschuss des Bundestages 1998 seine Verstrickung förmlich feststellte.

In den Potsdamer Landtag strebt Axel Henschke. Er wäre 2002 beinahe Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Frankfurt/Oder geworden. Als Stasi-Wachsoldat hatte er dort einst unter anderem auf "Republikflüchtlinge" im MfS-Untersuchungsgefängnis aufgepasst, später spitzelte er als IM "Ingolf Köhler". Ehemalige politische Häftlinge des SED-Regimes sind empört. "Die Linkspartei verhöhnt mit ihrer Personalpolitik die Stasi-Opfer", sagt Hugo Diederich von der Vereinigung Opfer des Stalinismus.

Akten aus der Birthler-Behörde belasten den Deutschlehrer Joachim Pfützner, der ebenfalls in den Landtag will. Zwar ist keine Verpflichtungserklärung vorhanden, doch der Pädagoge lieferte handschriftliche Berichte. Sie signierte er ebenso mit dem Decknamen "Meyer" wie eine Quittung über eine Geldzuwendung. Das MfS lobte "gute Ergebnisse". Landtagskandidatin Ursel Degner aus Henningsdorf hatte einst Kommilitonen im Studentenwohnheim ausgespäht. In ihrer Verpflichtungserklärung versprach IM "Christiane", sie werde die vom MfS gestellten Aufgaben "gewissenhaft ausüben".

Ein einflussreicher Mann im Potsdamer Parlament ist Hans-Jürgen Scharfenberg. Der innenpolitische Sprecher seiner Fraktion hatte sich 1978 als IM "Hans-Jürgen" zur "inoffiziellen Zusammenarbeit mit dem MfS" verpflichtet. Als Assistent an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam-Babelsberg, der zentralen Kaderschmiede der DDR, berichtete Scharfenberg kontinuierlich aus dem Innenleben der Einrichtung und schwärzte auch Kollegen an. Im Falle eines Wahlsieges der Linken soll er Nachfolger des scheidenden Innenministers Jörg Schönbohm (CDU) werden.

Die brandenburgische SPD hat über derartige Verstrickungen immer wieder mit großer Nachsicht hinweggesehen. Das geht auf den ehemaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe zurück, der selbst Stasi-Kontakte gepflegt hatte und dem Aufklärung wohl deshalb nicht sonderlich am Herzen lag. Sein Nachfolger Matthias Platzeck (SPD) setzt dessen Linie fort. Vorwürfe gegen Stasi-Schergen deutet er mitunter als "Herumgehacke auf den Ossis". Vielleicht auch, weil Platzeck ein Bündnis mit der Linken, laut jüngsten Umfragen mit 27 Prozent auf Platz zwei hinter der SPD, durchaus als "Option" ansieht.

Seine mögliche Koalitionspartnerin Kerstin Kaiser verbreitet auf ihrer Internetseite sogar ein Platzeck-Zitat zu ihrer Entlastung. Es lautet: "Im Jahre 2009 sind zwei Jahrzehnte seit unserer friedlichen Revolution vergangen. Und wer sich 20 Jahre ernsthaft bemüht hat, unser Gemeinwesen zu gestalten und die Demokratie voranzubringen, hat ein Recht darauf, dass seine gesamte Lebensleistung gewürdigt wird." Ihren Schutzpatron lässt Kaiser noch damit zu Wort kommen, dass nicht ausgegrenzt werden dürfe, "wer offen zu seiner Vergangenheit steht".

Der vermeintlich offene Umgang entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Märchen. Kaiser hat nach dem Zusammenbruch der DDR öffentlich nur das eingeräumt, was ohnehin schon bekannt geworden war. In den eigenen Reihen kam das zunächst überhaupt nicht gut an. Mitten im Bundestagswahlkampf 1994 warf ihr das damalige PDS-Vorstandsmitglied Karin Dörre vor, "die Partei über das wahre Ausmaß ihrer Stasi-Zuträgerei belogen" zu haben. Kaiser müsse abtreten, sonst werde Mauschelei mit dem MfS "endgültig eine Empfehlung für Spitzenämter" in der PDS, die bloß vorgebe, eine "Partei der Erneuerung" zu sein.

Doch Kaiser dachte nicht an Rücktritt. Vielmehr ließ sie sich von dem Anwalt und CDU-Politiker Peter-Michael Diestel eine angeblich "sehr geringe Verstrickung" mit dem MfS-Apparat bescheinigen. Erst als sie von fast allen ihren Fraktionskollegen im Bundestag zum Mandatsverzicht aufgefordert worden war und der Schriftsteller Stefan Heym zudem drohte, nicht neben einer Denunziantin Platz nehmen zu wollen, zog sie sich zurück. Später erklärte Kaiser ihren Genossen den perfekten Umgang mit der Geschichte: "Wir haben gelernt, dass es allemal besser ist, die Dinge zu benennen, als sie unter den Teppich zu kehren. Wir haben dabei Federn gelassen und uns trotzdem kein dickes Fell zugelegt." In einer windungsreichen Erklärung zu ihrem Fall spricht sie von einem "Fehler" in jungen Jahren. Wie die meisten stasi-belasteten Linken entschuldigt sich Kaiser mit keiner Silbe bei den Opfern.

Während ihres Studiums in Leningrad hatte das SED-Mitglied reihenweise Kommilitonen denunziert, etwa wegen des Tragens von unsauberen Jeans oder weil sie Westsender einschalteten. Kaiser war eifrig, sie machte auch Angaben zu Nebengeschäften eines russischen Dozenten. Die Information gelangte zum sowjetischen Geheimdienst, mit unbekannten Folgen für den Wissenschaftler. Selbst die Entlobung von ihrem damaligen Lebenspartner berichtete IM "Kathrin" bereitwillig. Dabei äußerte sie die Vermutung, der Freund könne von ihrer Kooperation mit dem MfS wissen. Prompt ordnete dieses eine Überprüfung an.

Als die Stasi den Bund mit "Kathrin" schon lösen wollte, bekundete diese ihren Wunsch, weitermachen zu dürfen. Anfangs habe sie die Aufgabe stolz und "wie ein Jungpionier" übernommen, nun wünsche sie "nicht auf ein totes Gleis gestellt" zu werden. Fünf Jahre später archivierte der Geheimdienst endgültig den Vorgang.


Der Berliner Stasi-Landesbeauftragter Martin Gutzeit sagt: "Die Beteuerung der Linken, sie habe mit der Stasi gebrochen, drückt sich nicht in ihren Personalentscheidungen aus." Der Mitbegründer der Ost-SPD vermutet hinter dem Antritt der Stasi-Kandidaten eine gezielte Strategie: "Die Partei versteht sich auf die Kunst grober Tabubrüche. Sie will eine Spitzelkarriere als normalen Teil einer ostdeutschen Biografie salonfähig machen." Brandenburg scheint dafür das ideale Experimentierfeld zu sein.

http://www.welt.de/die-welt/politik/arti...Parlamente.html


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24.10.2009 14:27 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2009 14:29)
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#37
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@ Sauerländer

Zitat von Sauerländer
Wenn andere, studierte Leute interessante Gedanken haben, kann man die dann nicht zitieren ?



Kann man schon. Aber es ist sinnvoller (nicht zuletzt aus Gründen der Übersichtlichkeit), einfach nur die Links anzugeben, allenfalls die entscheidenden Passagen zu zitieren (vielleicht sogar in eigenen Worten) --- dies zeigt dann, daß man den Text auch wirklich verstanden und sich Gedanken darüber gemacht hat.

Genau dies vermisse ich über weite Strecken in deinen Beiträgen.

In Antwort auf:
Davon ab: Hast Du alle meine Posts gelesen ? Wieviele davon stammen von anderen ?

Willst Du mir unterstellen daß ich keine eigene Meinung habe oder zu eigenen Gedanken fähig bin ?



Wo du eigene Gedanken geschrieben hast, habe ich das sehr wohl zur Kenntnis genommen und z.T. auch darauf geantwortet.

-----

@ Danny

Guter Beitrag! Volle Zustimmung


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24.10.2009 14:35
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#38
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Hallo Sonny, welcome back
(ist ja spät geworden mit uns beiden gestern Nacht

Die Artikel stelle ich nicht als nur link ein, da nach einiger Zeit der link nicht mehr funktionert, der Text also weg ist und der nachfolgende Fred damit ein bißchen sinnlos und unklar wird.

Auch kann ich (für mich) wichtige Passagen im Forum markieren.

Wer wissen will, was in dem Artikel steht, kann im Forum das kurz querlesen um zu entscheiden ob er das genau lesen will und muß im browser nicht immer hin und her springen. Sind also mehr praktische oder "Bequemlichkeitsgründe".

Ich darf Dir versichern das ich die Texte auch selber lese und mir Gedanken darüber mache, ob es sinnvoll und weiterführend ist, den Text ins Forum zu packen. Beim obigen Artikel gibt es auch zig andere, die ich vorher gelesen habe, aber dieser passte am besten ins Thema, er fasste dies alles am kürzesten zusammen. Auch habe ich nach seriösen Quellen gesucht, damit Du mich nicht wieder wegen der "Bild" anmeckerst.
Ich hoffe, ich konnte Dich zufriedenstellen.

Back to you.


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24.10.2009 14:46
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#39
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Zitat von Augenzeuge
Bist du wirklich sicher, dass du, der diese Zeit nicht oder kaum persönlich erlebt hat, ein so klares Urteil auf der Basis eines Berichte sprechen kann?



Eben NICHT --- deswegen bin ich ja so zurückhaltend, wenn es um die Vorwürfe gegen Kerstin Kaiser geht. Ich war niemals in der Situation, von der Stasi angworben zu werden --- somit kann ich nicht sagen, wie ich mich da verhalten hätte.

Grundlage solcher Vorwürfe kann nur die Sach- und Aktenlage sein --- und die belastet Frau Kaiser bisher nicht nennenswert.

In Antwort auf:
Kerbholz hat nicht nur etwas mit Messer und Blut zu tun. Und Stasi Akten sollte man nicht mit Grimms Märchen vergleichen- was soll das?



Sagen wir es so: Jemand hat etwas auf dem Kerbholz, wenn er anderen Menschen geschadet hat --- was Frau Kaiser ja offenkundig NICHT getan hat.

Stasi-Akten sind, wie Danny schon schrieb, mit einer gewissen Vorsicht zu genießen --- nicht alles, was dort steht, entspricht den Tatsachen, noch wurde alles von den Informanten auch genau so abgeliefert.

In Antwort auf:
Wie kannst du von Sauerländer fordern, das er auf die Zeitungsberichte verzichten soll, die zu unserer Meinungsbildung doch beitragen, zumal du ja sogar auf der Basis eines Berichtes deine Meinung klar herausbildest?



Das habe ich ja bereits im Beitrag an ihn geschrieben.

Daß ich mir meine Meinung nur auf Grund eines Berichtes gebildet haben soll, vermag ich nicht recht nachzuvollziehen. Wie kommst du auf diese Idee, bzw. worauf spielst du da konkret an?

Die Vorwürfe gegen Frau Kaiser sind ja nun auch alles andere als neu, sondern spielten bereits bei der Bundestagswahl 1994 (also vor 15 Jahren) eine Rolle. Seitdem ist wenig Neues in dieser Sache aufgetaucht, und insgesamt bewertet man das Stasi-Thema heute auch gelassener als damals, wenige Jahre nach der Wende --- insofern kann ich die jetzige Kampagne nicht so ganz nachvollziehen, sondern halte sie für überwiegend politisch motiviert.

In Antwort auf:
Hier muss ich doch an deiner Objektivität etwas zweifeln, schade. Du konntest das schon besser.



Absolut objektiv wird man niemals sein können, aber man sollte sich darum bemühen --- ich denke schon, daß ich das tue.


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24.10.2009 15:00
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#40
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Zitat von Sauerländer
Hallo Sonny, welcome back
(ist ja spät geworden mit uns beiden gestern Nacht



In dieser Hinsicht hat du mich dann sogar noch übertroffen

In Antwort auf:
Die Artikel stelle ich nicht als nur link ein, da nach einiger Zeit der link nicht mehr funktionert, der Text also weg ist und der nachfolgende Fred damit ein bißchen sinnlos und unklar wird.

Auch kann ich (für mich) wichtige Passagen im Forum markieren.



Gut, das ist ein Argument. Allerdings sind zumindest bei den größeren Zeitungen/Zeitschriften Artikel auch nach Jahren noch abrufbar, werden dann inzwischen auch extra archiviert (z.B. bei Spiegel oder Zeit); vor einiger Zeit fand ich (zu einem anderen Thema) einen Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1949 --- mit so einer "Halbwertszeit" sollten wir hier im Forum leben können

Wenn du der Gefahr begegnen möchtest, daß irgendwann nur noch ein toter Weblink dasteht, dann kannst du ja den Artikel kurz zusammenfassen oder einzelne, besonders entscheidende Passagen zitieren --- aber nicht immer gleich den ganzen Artikel.

Doch da scheinst du eine andere Philosophie zu haben als ich --- deswegen möchte ich, nachdem wir unsere Standpunkte ausgetauscht haben, diesen Aspekt nicht weiter vertiefen

In Antwort auf:
Ich darf Dir versichern das ich die Texte auch selber lese und mir Gedanken darüber mache, ob es sinnvoll und weiterführend ist, den Text ins Forum zu packen. Beim obigen Artikel gibt es auch zig andere, die ich vorher gelesen habe, aber dieser passte am besten ins Thema, er fasste dies alles am kürzesten zusammen. Auch habe ich nach seriösen Quellen gesucht, damit Du mich nicht wieder wegen der "Bild" anmeckerst.
Ich hoffe, ich konnte Dich zufriedenstellen.



Ich bezweifle nicht, daß du die Artikel auch gelesen und verstanden hast.

Wenn ich den Bild-Artikel bemängelt habe, dann auch weniger wegen fehlender Seriosität (ich gehöre nicht zu den "Bild-Hassern"), sondern wegen der eindeutigen Positionierung dieser Zeitung speziell zu Themen, die mit der DDR oder der Linken zusammenhängen --- und da ist die Welt, die ja ebenfalls aus dem Springer-Verlag stammt, naturgemäß nicht besser.


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24.10.2009 15:14
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Zitat von Danny_1000


1.) In Brandenburg wählte nahezu jeder Dritte DIE LINKE und das, obwohl die Vergangenheit der Spitzenkandidatin hinreichend bekannt war.

2.) Frau Kaiser geht mit der dunklen Seite ihrer Biographie ehrlich um und suchte das Gespräch mit den durch sie Bespitzelten. Bis jetzt gibt’s da niemand, der Frau Kaiser im Nachhinein ernsthaft belastete. Selbst die von dir zitierte „BLÖD“- Zeitung konnte offensichtlich nach dem 300- Seiten Aktenstudium niemanden ausfindig machen.

3.) Darüber hinaus gefällt mir an der ganzen Stasidiskussion die weit verbreitete „Aktengläubigkeit“ nicht. Das sind widerrechtlich angelegte Akten einer Geheimpolizei. Diese heute als „Heiligtum“ und Quelle aller Wahrheiten über Menschen, welche sich mit diesem Geheimdienst in sehr jungen Jahren eingelassen haben anzunehmen, halte ich in einem Rechtsstaat für absurd.

4.) All das können Schreiberlinge – die meisten kommen aus dem Westen unseres Landes – beklagen, ja sogar in Brandenburg die „kleine DDR“ wieder entdecken. Letzteres ist natürlich völliger Unsinn und beweist nur, dass diese Meinungsmacher selbst nach 20 Jahren nicht kapiert haben, wie eine große Zahl von Menschen im Osten wirklich tickt.

Einen netten Gruß
Daniel




Hallo Daniel,
netten Gruß zurück.

Ich habe oben die Sätze nummeriert um hier darauf einzugehen:

1.) Irgendwo habe ich geschrieben, daß ich das nicht verstehe und bitte, mir das zu erklären.
Ich sehe einerseits den Marsch der 70.000 in Leipzig 1989 und auf der anderen Seite die Wahlergebnisse 2009.
Aus welchem Grund wählt man die Linke statt SPD, CDU oder Grüne, die ja nun auch schon seit 20 Jahren im Land sind und sich um die Bürger bemühen ? Gibt es im Wahlprogramm der Linken besondere Ziele oder Versprechungen? Bitte klär mich auf.

2.) Zu dem ehrlichen Umgang siehe Zeitungsartikel der Welt.
Trotz langem googlen konnte ich keinen Artikel finden, in dem beschrieben wird, wie sie mit den damaligen Opfern Kontakt aufgenommen hat. (Wenn das so ist, ist dies ja eine Entlastung für sie, aber wo steht das?)
Irgendwo oben wird geschrieben, daß sie sich bei diesen mit keinem Wort entschuldigt hat. (Konnte ich genausowenig finden, bitte mir den link schicken wenn Du etwas findest oder direkt hier einstellen).

Wenn ich das richtig gelesen habe (wimre,ich weiß jetzt was das heißt) war der Name ihres Ex-Verlobten in den Akten geschwärzt, somit kann man nicht weiter nachforschen. Vielleicht meldet sich der ja mal aufgrund der jetzigen Berichterstattung.
Ich nehme an daß die Schwärzungen aufgrund Datenschutz geschehen sind ? Ich weiß ja auch nicht wer geschwärzt hat.

Die Frage ist auch, ob die damals Bespitzelten sich heute melden würden: Wenn Du ein Betroffener wärst: würdest Du Dich mit der Spitzenpolitikerin (Spitze jetzt nicht im Sinne von "gut") in Deinem Bundesland anlegen ? Was würde Dir das bringen ?
Vielleicht handelt man sich in seinem Umfeld damit sogar Ärger ein, nach dem Motto: "Was soll das ? Warum wirfst Du hier mit alten Sachen um Dich?".

Was ist z. B., wenn Du in einem kleinen Ort wohnst und viele von Deinen Bekannten in der Partei der Linken sind ? Würdest Du dann noch vor die Presse treten und sagen, "ich war das mit den dreckigen Jeans und ich hatte auch die sexuellen Bedürfnisse..." ?


3.) "Das sind widerrechtlich angelegte Akten einer Geheimpolizei." Soso, wenn das widerrechtlich angelegte Akten sind, wie bezeichnest Du dann die Informanten, die dazu beigetragen haben ?

"Diese heute als „Heiligtum“ und Quelle aller Wahrheiten über Menschen..."
Also, wenn in der Akte "wichtige Erkenntnisse" beschrieben worden wären, könnte man behaupten, da hätte die Stasi aber ganz schön was aufgebauscht. Der Stasi-Mitarbeiter wollte die Quelle als wichtiger darstellen als sie wirklich war um sich Lorbeeren (oder Goldähren mit Brillanten) zu verdienen.

Im vorliegenden Fall ist dies aber genau umgekehrt: Die Quelle IM Katrin schien so unwichtig zu sein, daß sie abgeschaltet werden sollte. Aus welchem Grund hätte der Stasi-Mitarbeiter die Erkenntnisse wahrheitswidrig herunterspielen sollen ?

Ich nehme schon an, daß die Akten korrekt geführt wurden und die Gespräche exakt wiedergegeben wurden.
Genaueres kann uns aber nur jemand sagen, der diese Akten angelegt hat, und dann kann er wahrscheinlich auch nur für sich sprechen.

Auch in diesem Bereich gab es sicher "sonne und sonne" Beamten. Der eine war genau, der andere handhabte es eher locker ? Ich weiß nicht ob es so war und würde mir weitere Informationen darüber wünschen.

"Diese heute als „Heiligtum“ und Quelle aller Wahrheiten über Menschen,..-..anzunehmen, halte ich in einem Rechtsstaat für absurd."

Das kann ich nicht momentan nachvollziehen: Der heutige Rechtsstaat? soll absurderweise nicht annehmen, dass die Akten richtig sind?

Wenn die Protokolle/Treffberichte etc. nicht als Fakten gelten sollen, was soll man dann zur Beurteilung heranziehen ?
Bitte klär mich auf.


4.) Ich müßte jetzt oben noch mal nachlesen, von wem der Begriff "kleine DDR" stammmt, aber ich meine, dies wäre nicht ein westlicher Journalist gewesen.
Wenn dies, wie Du oben schreibst "völliger Unsinn" ist, dann hilf mir bitte bei meiner Meinungsbildung weiter und beschreibe mir, wie die Menschen im Osten ticken. (Notfalls auch dadurch, das Du beschreibst, wer im Osten nicht richtig tickt)




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24.10.2009 15:34
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Zitat von Sonny


1.) Eben NICHT --- deswegen bin ich ja so zurückhaltend, wenn es um die Vorwürfe gegen Kerstin Kaiser geht. Ich war niemals in der Situation, von der Stasi angworben zu werden --- somit kann ich nicht sagen, wie ich mich da verhalten hätte.

2.) Grundlage solcher Vorwürfe kann nur die Sach- und Aktenlage sein --- und die belastet Frau Kaiser bisher nicht nennenswert.

3.) Sagen wir es so: Jemand hat etwas auf dem Kerbholz, wenn er anderen Menschen geschadet hat --- was Frau Kaiser ja offenkundig NICHT getan hat.

4.) Stasi-Akten sind, wie Danny schon schrieb, mit einer gewissen Vorsicht zu genießen --- nicht alles, was dort steht, entspricht den Tatsachen, noch wurde alles von den Informanten auch genau so abgeliefert.

5.) Die Vorwürfe gegen Frau Kaiser sind ja nun auch alles andere als neu, sondern spielten bereits bei der Bundestagswahl 1994 (also vor 15 Jahren) eine Rolle. Seitdem ist wenig Neues in dieser Sache aufgetaucht, und insgesamt bewertet man das Stasi-Thema heute auch gelassener als damals, wenige Jahre nach der Wende --- insofern kann ich die jetzige Kampagne nicht so ganz nachvollziehen, sondern halte sie für überwiegend politisch motiviert.

6.) Absolut objektiv wird man niemals sein können, aber man sollte sich darum bemühen --- ich denke schon, daß ich das tue.




1.) Als Student in Göttingen hast Du auch wenig Gelegenheit dazu gehabt.

2.) Hast Du da etwas überlesen ? Sie konnte sogar Ämter deswegen nicht antreten!

3.) Wie bitte ? "offenkundig"? "NICHT??" Bin ich hier im falschen Film ?
Dies ist dokumentiert.
Wie kannst Du beurteilen, daß sie anderen nicht geschadet hat ? Hast Du mit allen Opfern gesprochen ????

4.) Woher stammen Deine Kenntnisse darüber, wo steht das belegt und nicht als bloße Annahme von jemandem ?

5.) Daß die Vorwürfe nicht neu sind, macht sie ja auch nicht ungeschehen.
Stell Dir doch mal als Gegenbeispiel die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit vor: "Der hat früher das und das gemacht, aber das
ist ja nicht neu". Deinen Aufschrei (und den von vielen Opferverbänden etc.) möchte ich hören, wenn das heute jemand über einen
SS-Mann o. ä. sagen würde.

"und insgesamt bewertet man das Stasi-Thema heute auch gelassener als damals, wenige Jahre nach der Wende"
Wer bitte ist "man" ?
Dass in dem Thema immer noch Bewegung und Unruhe ist, siehst Du doch auch in diesem Forum, und ist dies auch politisch motiviert ?
Bewirbt sich hier jemand um das Amt des Forenpräsidenten ?

Tut mir leid, aber manche Deiner Bemerkungen halte ich für hingeworfen, negierend und verharmlosend.

6.) Genau das bezweifle ich.


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24.10.2009 15:56
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#43
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Zitat von Sauerländer
Ich habe oben die Sätze nummeriert um hier darauf einzugehen:



Das finde ich nicht so gut --- Zitate sollte man nicht verändern.

In Antwort auf:
Irgendwo habe ich geschrieben, daß ich das nicht verstehe und bitte, mir das zu erklären.
Ich sehe einerseits den Marsch der 70.000 in Leipzig 1989 und auf der anderen Seite die Wahlergebnisse 2009.
Aus welchem Grund wählt man die Linke statt SPD, CDU oder Grüne, die ja nun auch schon seit 20 Jahren im Land sind und sich um die Bürger bemühen ?



Das wird immer so sein, daß man mit diesem oder jenem Wahlergebnis nicht glücklich ist, die Entscheidung der Wähler nicht nachvollziehen kann.

Wenn es um die Ergebnisse der Linken geht, so zeigen diese z.B., daß die Strategie, diese Partei und damit gleich alles, was irgendwie mit der DDR zusammenhängt, gnadenlos zu verteufeln, zumindest in Ostdeutschland weitgehend gescheitert ist.

In Antwort auf:
Zu dem ehrlichen Umgang siehe Zeitungsartikel der Welt.
Trotz langem googlen konnte ich keinen Artikel finden, in dem beschrieben wird, wie sie mit den damaligen Opfern Kontakt aufgenommen hat. (Wenn das so ist, ist dies ja eine Entlastung für sie, aber wo steht das?)
Irgendwo oben wird geschrieben, daß sie sich bei diesen mit keinem Wort entschuldigt hat. (Konnte ich genausowenig finden, bitte mir den link schicken wenn Du etwas findest oder direkt hier einstellen).

Wenn ich das richtig gelesen habe (wimre,ich weiß jetzt was das heißt) war der Name ihres Ex-Verlobten in den Akten geschwärzt, somit kann man nicht weiter nachforschen. Vielleicht meldet sich der ja mal aufgrund der jetzigen Berichterstattung.
Ich nehme an daß die Schwärzungen aufgrund Datenschutz geschehen sind ? Ich weiß ja auch nicht wer geschwärzt hat.

Die Frage ist auch, ob die damals Bespitzelten sich heute melden würden: Wenn Du ein Betroffener wärst: würdest Du Dich mit der Spitzenpolitikerin (Spitze jetzt nicht im Sinne von "gut") in Deinem Bundesland anlegen ? Was würde Dir das bringen ?
Vielleicht handelt man sich in seinem Umfeld damit sogar Ärger ein, nach dem Motto: "Was soll das ? Warum wirfst Du hier mit alten Sachen um Dich?".

Was ist z. B., wenn Du in einem kleinen Ort wohnst und viele von Deinen Bekannten in der Partei der Linken sind ? Würdest Du dann noch vor die Presse treten und sagen, "ich war das mit den dreckigen Jeans und ich hatte auch die sexuellen Bedürfnisse..." ?



Daß die "Welt" als Quelle für derartige Themen wenig hilfreich ist, habe ich ja weiter oben bereits angemerkt.

Es liegt ja auch in der Natur der Sache, daß heutige Gespräche zwischen Kerstin Kaiser und den bespitzelten Personen nicht an die große Glocke gehängt werden und somit auch nicht in sämtlichen Medien auftauchen --- hier ist statt dessen Diskretion und Vertraulichkeit angebracht. Oder würdest du zu so einem Gespräch Journalisten einladen? Wie du richtig vermutest, dürfte kaum jemand Interesse daran haben, in den Medien als derjenige "geoutet" zu werden bzgl. "sexueller Bedürfnisse" etc. (Aus diesem Grunde ja auch die Schwärzungen durch die Stasi-Unterlagenbehörde.)

In Antwort auf:
Der heutige Rechtsstaat? soll absurderweise nicht annehmen, dass die Akten richtig sind?



Diese Diskussion hatten wir ja vor ein paar Jahren bereits, als es um die Stasi-Akten des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl ging.

Hast du das damals verfolgt?


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24.10.2009 16:06 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2009 16:08)
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#44
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Zitat von chucky
Aber ich habe da auch keine bedenken.Ich weis nicht wie du darüber denkst aber eins ist doch klar
wir waren doch nicht durchgehent bewachtoder




Einige scheinbar schon

Interessanter Weise meistens die die frühzeitig in den Westen übergesiedelt sind, oder auch schon immer da gelebt haben.


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24.10.2009 16:13
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#45
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Zitat von Sauerländer
Sie konnte sogar Ämter deswegen nicht antreten!



Was aber rein politische Gründe hatte.

In Antwort auf:
"offenkundig"? "NICHT??" Bin ich hier im falschen Film ? Dies ist dokumentiert. Wie kannst Du beurteilen, daß sie anderen nicht geschadet hat ?



Inwiefern soll sie anderen Menschen geschadet haben? Wo soll das dokumentiert sein?

In Antwort auf:
Woher stammen Deine Kenntnisse darüber, wo steht das belegt und nicht als bloße Annahme von jemandem ?



Es ist die Erfahrung aus fast zwanzig Jahren Aufarbeitung der Stasi-Akten, vornehmlich durch die Unterlagenbehörde --- das ist dann schon etwas mehr als eine "bloße Annahme".

Oder ziehst du die Kompetenz der dort Wirkenden in Zweifel?

In Antwort auf:
Daß die Vorwürfe nicht neu sind, macht sie ja auch nicht ungeschehen. Stell Dir doch mal als Gegenbeispiel die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit vor: "Der hat früher das und das gemacht, aber das ist ja nicht neu". Deinen Aufschrei (und den von vielen Opferverbänden etc.) möchte ich hören, wenn das heute jemand über einen SS-Mann o. ä. sagen würde.



Sicherlich macht das die Vorwürfe nicht ungeschehen. Aber wenn man dieselbe Diskussion vor 15 Jahren schon einmal hatte, dann kann man sich eine Neuauflage ersparen, wenn (wie in diesem Fall) nichts wesentlich Neues hinzugekommen ist.

Dasselbe gilt (bzw. galt) auch bei entsprechenden Fällen geringfügiger NS-Verstrickungen. In einem solchen Fall bemerkte der frühere österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky so treffend:

Immer, wenn etwas Gras über eine Sache gewachsen ist, kommt so ein Kamel daher und frißt es wieder weg.

In Antwort auf:
Wer bitte ist "man" ?



Viele Menschen, im Osten wie im Westen (z.B. der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, der sich unlängst entsprechend äußerte).

In Antwort auf:
Dass in dem Thema immer noch Bewegung und Unruhe ist, siehst Du doch auch in diesem Forum, und ist dies auch politisch motiviert ?



Bei einigen ist es biographisch motiviert --- was (wie Danny schon schrieb) ja auch nachvollziehbar ist.

In Antwort auf:
Tut mir leid, aber manche Deiner Bemerkungen halte ich für hingeworfen, negierend und verharmlosend.



Das muß dir nicht leid tun --- ich kann damit leben


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