Flucht aus der DDR: Wie ein Münnerstädter zum Retter wurde

06.12.2021 13:11
#1
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Hierzu ein BR-Bericht (Film und Text) vom 08.11.2021:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/flu...r-wurde,SoAb5O9


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06.12.2021 15:02 (zuletzt bearbeitet: 06.12.2021 15:04)
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#2
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August 1989 ,da werden bei mir auch Erinnerungen wach: Keine Flucht, aber Urlaub in Leanyfalu bei Szentendre /Ungarn.
Wir waren ein paar Tage in Tschechien (Hluboka) und wollten dann auch noch paar Tage nach Ungarn (ohne Quartierbestellung).
Aufgrund der Botschaftsbesetzung in Budapest, hatten wir schon Bedenken, dass man uns kein Visum erteilt, jedoch es klappte.
Nach Hluboka fuhren wir also nach Leanyfalu, dort waren wir schon mal ca. 1986. Wir steuerten also mehrere Häuser an, an denen Schilder mit "Zimmer frei" angebracht waren. Als die Vermieter jedoch unseren Trabbi sahen hieß dann die Aussage: "leider schon vergeben!"
Ja Westgeld hatten wir leider noch nicht!
Auf einem nahe gelegenen Campingplatz fanden wir dann glücklicherweise ein Quartier in einem Bungalow, er war in vier handtuchartige Räume geteilt, also jeweils für eine Familie mit je 4 Doppelstockbetten (wahrscheinlich alte Armeebestände!) Für uns 3 Personen reichte es. In dieser Zeit (am 19.08.1989) fand an der Östereich-Ungarischen Grenze auch eine kurzzeitige Grenzöffnung, das "Paneuropäisches Picknick" statt.
Wir hörten es im Radio, Fluchtgedanken hatten wir aber trotzdem nicht. Die riskante Fluchthilfe von dem Münnerstädter mit dem Mädchen, wäre mir nie in den Sinn gekommen! Mit 49 war ich natürlich auch schon in einem "gesetzten Alter"! Mit 20 ist das vielleicht etwas anders, da war ich an der Grenze und blieb auch da der Heimat treu!

Schöne Adventszeit vom

GKUS64


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