Grenzsicherung GR 24 im Zeitraum 75/76 1. Kompanie Aulosen

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18.12.2021 19:55
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#46
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Zu 41. Danke dass Du dich hier zu Wort gemeldet hast GR 24. Ein Jahr vor mir und in Riebau. Dann kennst Du dieselben Abschnitte wie ich, nur ei Jahr früher. Und das ist nicht allzuviel. Werde noch vor Weihnachten berichten, wie das mit dem Hochwasser bei uns war. Allen einen schönen Abend.


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19.12.2021 16:43
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#47
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Zu 43. Hallo GR 24, Du hattest geschrieben, dass Du von 74 bis 75 in Riebau warst. Aulosen hatte ja gemeinsam mit Gollensdorf, Kaulitz und Riebau die ersten 4 Abschnitte des GR 24 zu sichern. Dann beschreibst Du die Situation mit dem Hochwasser, dass Du erlebt hast. Als Zeitpunkt gibst Du hier an kurz vor Weihnachten 75. Könnte es auch sein, dass es vielleicht kurz vor Weihnachten 74 war mit dem Hochwasser, welches Du erlebt hast. Wenn Du im Grundwehrdienst gewesen bist, wärst Du wenn Du ab 74 in Riebau angefangen hattest vor Weihnachten 75 schon zu Hause gewesen. Es sei denn Du hast länger gedient. Vielleicht hast Du nur das Jahr verwechselt, ansonsten kann ich alles nachvollziehen.
Ich war vom Frühjahr 75 bis zum Frühjahr 76 in Aulosen. Ich hatte ja angekündigt, dass ich auch was zu dem Hochwasser schreiben wollte, welches ich miterlebte und dabei erzählen wollte welche Auswirkungen es auf den Grenzdienst hatte. Das war nach meiner Erinnerung aber erst nach dem Jahreswechsel, also in 76. Das ging über etliche Wochen. Dies werde ich beim nächsten Mal ausführlich beschreiben.
Wenn man sich Geländesituation vom Elbufer, Elbdamm, über Sommerdamm, Alanddamm bis Stresower Damm ansieht, war da wahrscheinlich in jedem Jahr in unterschiedlicher Qualität Hochwasser. Bis auf die Dämme gab es ja nichts, was spürbar höher lag als die Elbe.


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19.12.2021 19:45
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#48
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1974 Weihnachten Hochwasser Sorry


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19.12.2021 19:57
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#49
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GR 24 als wir 1975 Oktober die Kompanie in Riebau verlassen haben da kam euer LO mit den Neuen
und wir haben unser Besteck weggeschmissen auf den Hof
Major Krol.... unser KC
Hauptm. Sieb.....
ZugFührer Gess.....
Spiess Fähnr. Tesk....
war ein irres Jahr ohne Vorkomnisse
Gruss GR 24 EK 75


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19.12.2021 22:42
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#50
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Danke Ek 75 GR 24. Was meine Erinnerungen an die Postenpunkte angeht bin ich was die 4 Abschnitte angeht unterschiedlich bestückt. Vom 1. Abschnitt kenne ich noch alle, im 2. und 3. hab ich ein paar Lücken. Vom 4. fehlt mir viel, war ich aber auch am wenigsten. Kannst Du mir auf die Sprünge helfen, wie es ab großen Grenzknick in welcher Reihenfolge weiterging. Es gab da den BT 11 Jarsauer Sack, eine Jeebeler Waldschneise, volzendorfer weg, handtuchwald, kastenwald, bohldamm? Welches war der letzte Postenpunkt? Beste Grüße Ek 76/1


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19.12.2021 22:58
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#51
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Hallo Fred, an wen habt ihr die Kissenplatten verkauft. Die Krüge und Fässer, die bei uns gebaut wurden, waren für Eltern, Geschwister und Kumpels. Mit dem Lötkolben noch schön verziert. Du hast bei mir nebenbei eine Erinnerungsstücke geschlossen indem Du die GK Horst erwähnt hast. Als ich noch in Glöwen war sind wir eine Woche in etwa dorthin gefahren. Uns wurde gesagt wir fahren nach Schwanheide Horst. In Glöwen wusste man als 1. Diensthalbjahr natürlich kaum wo das lag.Wie ich schon an anderer Stelle mal schrieb machten wir dort eine Woche lang Nachtschichten an irgendwelchen Feldwegen im Sperrgebiet außerhalb vom Schutzstreifen. Wir wussten garnicht wo genau die Grenze war. Man horchte und schaute in die Nacht. Unterbricht waren wir wahrscheinlich in einem Reserveobjekt ? Reguläre GT haben wir jedenfalls nicht gesehen. Gruß ek 76/1


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20.12.2021 01:56
avatar  Fred.S.
#52
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zu 51
Verkauft wurden die Kissenplatten an unsere Frauen in der Küche und wir gaben sie die Verkäuferin in unsern Kaufhof ab, wo wir de Garn kauften, die verkauften sie weiter. Waren ja neugierig was Matrosen mit soviel dicker Wollknäuel wollten.
Du sagtes Horst 74 /75. Reserveobjekt.
Hm... In der Zeit wo ich da war auch 74 /75 wurde neben der Kaserne ( Rechts neben den Haupteingang,
aus Fertigteilen eine Baracke gebaut. Zusammengesetzt, da stand sie. Wart Ihr da untergebracht ? mfg. Fred


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20.12.2021 05:23
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#53
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Ja Fred mit einer Baracke das könnte hinkommen. Die müsste aber irgendwo ein bisschen Abseits gestanden haben. Von den regulär eingesetzten GT haben wir nichts mitbekommen. Man hätte sicher eine Erinnerung, wenn man die Jungs mal beim Losfahren oder Ankommen gesehen hätte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir uns in dem Objekt fast ausschließlich von diesen Komplektedosen ernähren mussten. Ziemlich zum Abschluss der Woche erschien ein Offizier, der nicht zu Glöwen gehörte. Er lobte unsere hohe Einsatzbereitschaft angesichts unserer Komplekteverpflegung. Er hatte einen höheren Dienstgrad und war im Vergleich zu dem was man im Tonfall von Glöwen her kannte angenehm rübergekommen. Nochmal zu dem möglichen Objekt. Warum habe ich Schwanheide Horst in Erinnerung? Wofür steht dieses Schwanheide? Fred, vielleicht hast Du eine Erklärung.


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20.12.2021 09:11 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2021 09:27)
avatar  Fred.S.
#54
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zu 53
Du, das weiß ich nicht, an Land mit den GK kenne ich mich nicht so aus.
zweedi kann Dir da bestimmt eine Antwort geben, schade das Thunderhorse nicht mehr anwesend ist,
der wusste das bestimmt. mfg. Fred

Die Bahnstrecke führte in den Westen bei Schwanheide.
Irgendwie habe ich in Erinnerung im Regimentsstab im Fotolabor da auch Bilder entwickelt zu haben.

20.12.2021 11:59
avatar  GR24
#55
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Da kennt sich Jumbo 2 bestens aus war 1 Jahr in Riebau da gab es nur Kompaniesicherung


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20.12.2021 12:25
avatar  andyman
#56
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GÜST Schwanheide(Bahn) -hier mal ein Link dazu :Grenzregiment-7
Steht auch alles im Archiv.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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20.12.2021 13:07
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#57
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Danke an Fred und Andyman aus Südschweden. Meine Erinnerungen an die eine Woche Grenzeinsatz von Glöwen aus ist eben doch recht dünn. Ich wusste ja nicht mal, dass Schwanheide im Westen lag. Ich hatte nur in Erinnerung, dass uns in Glöwen gesagt wurde, es geht nach Schwanheide/Horst. Vermutlich war der Einsatz eher so ein Test, ob es in der ABK welche gibt, die Probleme haben nachts mit einer Waffe im Vorgebiet der Grenze zu sein.


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20.12.2021 14:17
avatar  R-363
#58
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Zitat von EK 76/1 im Beitrag #57
Danke an Fred und Andyman aus Südschweden. Meine Erinnerungen an die eine Woche Grenzeinsatz von Glöwen aus ist eben doch recht dünn. Ich wusste ja nicht mal, dass Schwanheide im Westen lag. Ich hatte nur in Erinnerung, dass uns in Glöwen gesagt wurde, es geht nach Schwanheide/Horst. Vermutlich war der Einsatz eher so ein Test, ob es in der ABK welche gibt, die Probleme haben nachts mit einer Waffe im Vorgebiet der Grenze zu sein.

Schwanheide im Westen? Ja, im Westen vom Bezirk Schwerin und jetzt von Mecklenburg.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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20.12.2021 14:27
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#59
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Wie angekündigt wollte ich mal was dazu schreiben, wie ich das Hochwasser Anfang 76 im ersten Abschnitt erlebt habe. Der erste Teil des Abschnittes bis etwa Stresower Damm, war wie ich schon mal dargestellt habe, pioniertechnisch wenig ausgebaut. Es gab keinen GSZ, keine Erdminen und keine 501. Hätte wohl wegen der Gegebenheiten auch keinen Sinn gemacht. Es gab nur einen 3 m Streckmetallzaun, davor Hunde an der HULA und ein paar R67 (mit Leuchtpatronen) und vielleicht noch hier und da ein SP 1, was man den Posten mitgegeben hat. Als das nach Neujahr 76 irgendwann mit dem Hochwasser losging, hatte ich Frühschicht am Alanddamm. Wir sind da noch ganz normal vom LO dort am Kolonnenweg abgesetzt worden. Zur Ablösung wurden wir schon nicht mehr mit dem LO von dort abgeholt. Wir sollten vom Alanddamm zum Sommerdamm rüberlaufen, ein vergleichsweise niedriger Damm, und von dort Richtung 500 er vorlaufen. Von dort wurden wir dann abgeholt, wobei das KFZ hier und da schon durch ein paar cm Wasser fahren musste. Der Sommerdamm war zwar niedrig, aber wie ein Kolonnenweg ausgebaut.
Als ich das nächste Mal, ein paar Tage später, wieder am Alanddamm war hatten wir schon das "richtige" Hochwasser. Wir wurden von hinten also irgendwie über Wanzer angefahren, und mussten uns von zu Fuss dem PP Alanddamm nähern. Die HULA gab es nicht mehr, alle Hunde waren weg. Der ungefähre Grenzverlauf war nur daran zu erkennen, dass von dem 3 m Zaun vielleicht noch ein Drittel rausschaute. Ansonsten gab es keinerlei Grenzsicherungsanlagen mehr.
GR 24 EK 75 hat ja geschildert, dass bei seinem Hochwasser vor Weihnachten 75 gar nichts mehr zu sehen war.

Das Hochwasser hatte zur Folge, dass in der Kompanie eine Art Sondergruppe gebildet wurde. Es gingen irgendwie immer die gleichen Leute Richtung Postenpunkte Hochwasser. also Stresower Damm, Alanddamm und Elbdamm. Als Nachteil erwies sich hier, was ich schon mal erwähnte, dass man über dass Hinterland, also vorm 500 er zu wenig Ortskenntnis hatte. Man wurde ja normalerweise immer vom Kolonnenweg eingesetzt. Ob der Elbdamm überhaupt während der gesamten Hochwasserperiode bedient werden konnte, weiß ich nicht mehr genau. Er war zwar höher als der Sommerdamm, aber nicht so hoch wie der Alanddamm und der Stresower Damm. Einmal war ich auf jeden Fall auch während des Hochwassers am Elbdamm. Daran erinnere ich mich genau, da wir zum Schichtende nach hinten durch den Elbwald, laufen mussten. Es war stockfinster und wir hatten kaum Ortskenntnisse.
Später wurde es dann in der Hochwasserperiode auch noch kalt. Es bildete sich Eis auf dem Binnenmeer, eine geschlossene Eisdecke. Man hätte mit Schlittschuhen zum Restzaun laufen können. Von da an hatten wir Handleuchtzeichen mit (keine Leuchtpistole). Wir haben ein oder zweimal eins abgeschossen, natürlich vorher dem Führenden mitgeteilt. War dann schon gigantisch hell auf der Eislaufbahn.
Als ich dann ein paar Tage später wieder am Alanddamm war, gab es auf einmal eine breite Rinne in Richtung Elbe runter, so vielleicht 100 m weg vom Kolonnenweg. In der stand Wasser. Wodurch die entstanden ist, dass wüssten wir nicht. Vielleicht ein "Minieisbrecher" oder Zauberei von Grenzpionieren? Vielleicht hat einer von den Pionieren eine Idee, wenn er mitliest.

Während des Hochwassers gab es auch ein trauriges Ereignis. Betroffen war ein Postenführer aus meinem Zimmer, eingesetzt am Stresower Damm Führungspunkt. Entweder funktionierte an dem entsprechenden Tag das GMN nicht, oder er sollte einem Nachbarposten ein Zeichen geben, dass er sich mal beim Führenden meldet. Jedenfalls sollte er ein SP 1 auslösen und hat sich dabei schwer am Daumen verletzt. Vielleicht hatte er es in die Hand genommen. Er war dann einige Wochen in einem Militärkrankenhaus, bevor er wieder bei uns war. Er war
sich nicht sicher, wieweit die Verletzung ihn später bei der Arbeit beeinträchtigen wird.
Das Hochwasser reichte bei uns in Anfang 76 nur bis zum Stresower Damm. Deshalb denke ich, die Sache mit den angeschwemmten Minen stammt eher von einem noch größeren Hochwasser, wie es GR 24 EK 75 beschrieben hat. In dem nach Stresower Damm anschließendem Gebiet gibt es den Schaugraben und den Zehrengraben. Das Wasser wird da reingedrückt und die Minen aufgeschwemmt haben. Zu meiner Zeit lagen da schon die Schuhcremedosen, davor wohl der alte Typ. Ich müßte jetzt im Forum nachschauen, wann das mit den angeschwemmten Minen war. Aber ich glaube, es war vor meiner Zeit.

Gruß EK 76/1


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20.12.2021 14:50
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#60
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Tut mir leid, dass ich Schwanheide in den ehemaligen Westen verortet habe. Hätte mir mal die Karte, die Fred zur Verfügung gestellt hat, genauer anschauen sollen.


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