Grenzsicherung GR 24 im Zeitraum 75/76 1. Kompanie Aulosen

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30.11.2021 16:41
#16
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Hallo EK 76/
Schau Dir mal den Link über den Fluchtweg an.
mfG henning


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30.11.2021 16:45 (zuletzt bearbeitet: 30.11.2021 16:46)
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#17
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zu 16
Hallo henning,
Darf ich Dir helfen ?
Skizze ist von Dir von Früher. Fred


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30.11.2021 16:52
#18
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Hallo Fred
Das war aber lieb von Dir.
mfG henning


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30.11.2021 16:55 (zuletzt bearbeitet: 30.11.2021 16:58)
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#19
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Ich denke nun die Flucht von @Henning194902 wurde hier genug aufgekocht. Ich kann ihn nur in seiner Flucht bestaunen, meine Hochachtung.
Zum anderen sind die angefügten Belege Aussage genug. Jeder der seinen Weg in die Freiheit gesucht und gefunden hat ist ein Fluchtopfer weniger auf der Liste der Toden. Vielleicht schreibt der "Zweifler" etwas dazu, eine Richtigstellung, oder ...?


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30.11.2021 20:20
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#20
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zu 15
Zu Deinen Betrag EK 76/1.
Kannst Du mit den Karten was anfangen ? Fred


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06.12.2021 13:51
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#21
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Hallo Henning!
Du schreibst, dass Du mit dem Motorrad aus Aulosen kommend den "Schichtwechsel der GT" kurz vor Bömenzien beobachtet hättest. Kurz vor Bömenzien biegt im rechten Winkel die Straße nach Kapern/Schnackenburg ab. Dort war das Einfahrtstor des Grenzsignalzaunes für den 2. Abschnitt. Kann es sein, dass die LO, die Du dort gesehen hast, dort zum Öffnen des Tores angehalten haben. So vielleicht 50 m von der Straße Aulosen nach Bömenzien entfernt, wie gesagt im rechten Winkel. Dort ist man in den Schutzstreifen ein- und ausgefahren. Ein regulärer Schichtwechsel am Schutzstreifen macht keinen Sinn. Die Postenpaare hätten im Dunklen vom 500 er zum Kolonnenweg vorlaufen müssen. Dies hätte zu bösen Überraschungen bei der Ablösung führen können. Bei uns sind Kontrollstreifen daher im Dunklen nie von hinten gekommen. Wenn es Kontrollstreifen des nachts gegeben hat, kamen die parallel auf dem Kolonnenweg. Weiter schreibst Du, dass Du mit dem Motorrad bis zum Ortsende von Bömenzien gefahren bist um dann rechts in einen Wald abgebogen bist. Dort hast Du das Motorrad abgestellt. Davon hast Du ja das Foto eingestellt. Am Ortsrand, wo Du jetzt warst, gab es damals 2 kleine Wäldchen, bei uns mit 1 und 2 bezeichnet wurden. Etwas weiter begann das riesige Waldgebiet von BT 11 Nienwalder Weg, über Prezeller Weg, Wirl, Ziemendorfer Weg. Meine Frage, warum bist Du von dort wo dein Motorrad abgestellt war zum Zehrengraben zurückgekehrt. Den Zehrengraben kanntest Du zwar durch durch Arbeiten an denen Du mal beteiligt warst. Aber Du musstest nochmals durch Bömenzien durch bzw. vorbei, wobei Du hättest gesehen werden können. Am Zehrengraben hattest Du auch die Ansammlung von Grenztruppen gesehen und dann gab es dort den Scheinwerfer. Der war wie Du schreibst auf das Wehr gerichtet bzw. suchte den Zehrengraben ab. Was ich immer noch nicht verstanden habe, wo der BT 9 gestanden hat, der mit dem Scheinwerfer. War er Richtung Grenze links von Dir, oder rechts von Dir. Und wie weit war er weg.Wie ich schon mal geschrieben habe, gab es 75/76 nur den BT 11 Melkstand etwas nördlich von der beschriebenen Einfahrt KB Königsbrücke. Er stand relativ dicht am Schutzstreifen, also relativ weit vom Kolonnenweg vorne entfernt. Also, warum hast Du Weg von deinem Motorrad zum Zehrengraben mit Scheinwerfer auf Dich genommen. Von Deinem Motorrad über die Grenze hättest Du es auch nicht weiter gehabt und wärst im Dunkeln gewesen.


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06.12.2021 14:13
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#22
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Ja Fred mit den Karten kann ich was anfangen. Es ist der 1. Abschnitt, der zu Aulosen gehört. Normalerweise sind wir über den Kolonenweg an den Postenpunkten abgesetzt worden. Das Hinterland vor dem Schutzstreifen kannte man kaum. Im Frühjahr 76 gab es Hochwasser und der Kolonnenweg war nicht befahrbar. Die Posten Elbdamm und Aalanddamm mussten weite Wege von hinten laufen. Man hat dann gemerkt, dass man das Hinterland viel zu wenig kennt. Wir waren normalerweise nur im Schutzstreifen, als etwa die letzten 500 m.


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06.12.2021 14:50
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#23
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BT 11 in den 4 Abschnitten der GK Aulosen, Gollensdorf, Kaulitz und Riebau des GR 24 in 76/76

Elbdamm
Stresower Damm (Führungsstelle 1. Abschnitt)
Melkstand (Königsbrücke)
Nienwalder Weg (Nachfolger steht heute wohl noch, wird als Grenzturm Bömenzien bezeichnet)
Alte 9
Prezeller Weg (Führungsstelle 2. Abschnitt)
Forsthaus Wirl
Ziemendorfer Weg
Schramper Straße (Führungsstelle 3. Abschnitt)
Vorwerk Kaulitz
Mahnstein
Hahneberg
Jahrsauer Sack (Führungstelle 4. Abschnitt)

Zu Ende meiner Dienstzeit ist noch ein BT 6 im 1. Abschnitt am Elbufer hingestellt worden. Auf dem war ich jedoch nicht mehr. Die BT 11 waren bis auf den Alte 9 tagsüber immer besetzt. Die Führungsstellen natürlich auch nachts mit dem Zugführer. Das dazugehörige Postenpaar aber draußen in der Nähe.
Alte 9


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06.12.2021 16:10
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#24
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Danke Fred für die Karte Fluchtweg Henning. In einem Punkt liege ich falsch. Er hätte es von seinem Motorrad bis zur Grenze etwas weiter gehabt als vom Zehrengraben. War mir nicht mehr bewusst, dass die Grenze zum Nienwalder Weg so einen Bogen schlägt. Bleibt trotzdem die Frage warum er zum beleuchteten Zehrengraben zurück ist.


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06.12.2021 16:24
#25
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zu 21
Hallo Ja,ich habe den Weg durch Bömenzien genommen.
Dort am Zehrengraben kannte ich mich aus.Alles andere
währe noch riskanter gewesen.Kurz vor der Brücke über den Zehrengraben
fand die Ablösung statt.(von Aulosen gesehen).An der Spitze des Dreieckigen Wäldchens
stand der BT.Dort begann der Schutzstreifen.Der Scheinwerferkegel war die meiste Zeit
auf das Sperrwerk gerichtet.Hin und wieder schwenkte er mal über das freie Feld.Er
wurde nicht abgestellt.Die Ansammlung von so vielen Soldaten,bedeutete für mich
Wachablösung.Könnte so gegen 22 Uhr gewesen sein.
mfG henning


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06.12.2021 19:46
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#26
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Danke für die Antwort auf meine Ausführungen. Für mich ist das Thema mit deiner Flucht am Zehtengraben bei Bömenzien damit so wie es aussieht erstmal abgeschlossen.
Viele Grüße Ek 76/1


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08.12.2021 10:19
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#27
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Ich will mal den pioniertechnischen Ausbau in meiner Dienstzeit in 75/76 weiter beschreiben. Leider habe ich keine Karte zum eintragen der PP und der Sicherungsanlagen. Bis zum Stresower Damm, das sind vom Elbufer ca. 2/3 des 1. Abschnittes, habe ich das mit meinem Beitrag vom 30.11. getan. Da gab es, wie schon beschrieben, nicht all zu viel. Nur ein 3 m Streckmetallzaun, Hunde an einer Trasse, aber keinen Grenzsignalzaun und keine Erdminen/501. Grund wahrscheinlich immer wiederkehrende Hochwasser. Das weitere eine des 1. Abschnittes hatte Signalzaun am 500 er mit roter und grüner Lampe. Vorne gab es 2 Zäune, am ersten 2 Reihen 501 und zwischen den Zäunen die Schuhcremdosen. Der 1. Abschnitt endete etwa am Nienwalder Weg, da wo der BT 11 wohl heute noch steht. Nur ist er viereckig. Unser war noch rot. Für diesen Abschnitt war die GK Aulosen mit A- Gruppe zuständig. Hinter dem Nienwalder Weg begann der 2. Abschnitt mit einem riesigen Waldgebiet, was bis in den 3. Abschnitt reichte, also geschätzte 12 km. Hier gab es am 500 er durchgängig einen Grenzsignalzaun, der bis zur Schramper Straße reichte (Führungsstelle 3. Abschnitt). Den GSZ konnten wir von den BT 11 am Kolonnenweg wegen des Waldgebietes nicht sehen. Deshalb war er nicht mit den roten und grünen Lampen ausgerüstet. Bei Auslösung des GSZ gab es eine Meldung in den Führungspunkt des Abschnittes. Der Führende hat die Posten dann über GMN über die Auslösung informiert. Vorn gab es durchgängig die beiden 2 m Zäune mit zwei Reihen 501 und den Schuhcremedosen. Da der Sand in dem Waldgebiet im Sommer sehr trocken war, konnte man vom BT 11 auch mal eine sehen, wenn der Wind sie freigelegt hatte.
Von der Schramper Straße bis zum Ende des 4. Abschnittes (Handtuchwald/Kastenwald/Volzendorfer Weg) gab es dann keinen Grenzsignalzaun mehr. Die Grenze war vorne bis Ende des 4. Abschnittes mit zwei 2 m Zäunen gesichert. Die 501 gab es aber nur bis etwa Jarsauer Sack, die letzten Kilometer (Jeebeler Waldschneise, Volzendorfer Weg/Handtuchwald/Kastenwald) waren wohl ohne 501. Erdminen gab es aber. Es könnte aber sein, dass es noch der alte Typ war. Hier gab es auch viel Wildwuchs zwischen den Zäunen, kleine Bäumchen und Sträucher.


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08.12.2021 10:21
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#28
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Entschuldigt meine Schreibfehler im letzten Beitrag. Der BT 11 war natürlich rund und nicht rot.


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08.12.2021 10:53
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#29
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Jede GK hatte wahrscheinlich eigene Begriffe für Dinge, die mit der Grenze zusammenhängen. Mich würde mal interessieren, welche es in anderen GK gegeben hat. Wir sind zum Beispiel, wenn es rausging nicht an die Grenze gegangen, sondern es ging an den "Kanten".
Bei uns gab es zwar keine harte EK- Bewegung, wie man das von woanders gehört hat, aber es gab ja trotzdem Wörter/Dinge zwischen den Diensthalbjahren, die wahrscheinlich unterschiedlich waren. Bei uns wurde das 2. Diensthalbjahr von den EK als "Blasen" bezeichnet. Daher gab es den Spruch "gebt den Blasen Putz". Wenn eine Blase einem EK nicht ausreichend parierte, hat er "rummoniert" und war ein "Monierknüppel". Wenn jemand sich zum Ausruhen hingelegt hatte, dann hat er "gezuppt". Jemand der mit etwas Glück gehabt hat, zum Beispiel einen günstigen Postenpunkt, oder angenehmen Posten, hatte "Mehl gehabt", bzw. war ein "Mehlbruder". Der mögliche Grenzverletzer, über den man so wie ich mich erinnere eigentlich kaum gesprochen hatte, wäre der "Specker". Jemand, der noch viele Tage hat, wäre ein "Feuerroter" gewesen.
Die EK `s haben sich bei Ablösung mit Herbst/Heimgang und Abgang/April begrüßt. Es gab auch noch die Variante Frühling/Freiheit
Die Bezeichnung "Knollen" für das 1. Diensthalbjahr aus Glöwen habe ich hier im Forum zum ersten Mal gelesen. Den kannte ich nicht.


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08.12.2021 12:03
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#30
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Ich bin erst seit kurzer Zeit hier in diesem Forum. In diesem Forum sind ehemalige Angehörige der GT und einige Leute deren Grenzdurchbrüche gelungen sind, aktiv. Es gibt aber auch Foristen, die beides nicht waren. Woanders gedient, oder Gnade der späten Geburt nie gedient. Also Leute, die bestimmte Dinge nicht richtig einordnen können. Immerhin haben Sie Interesse, also warum nicht. Ich kann ja auch nur beschreiben, was ich erlebt habe, oder daraus schlussfolgern wie es vielleicht kurz vor, oder nach meiner Zeit war.
In meiner Dienstzeit gab es bei unserer Kompanie Aulosen keinen Grenzdurchbruch und auch keinen Einsatz von Schusswaffen gegen Grenzverletzer. Bei der 2. bis 4. Kompanie wohl auch nicht. Ich kann mich nur an eine Festnahme erinnern. Dies war am Schutzstreifen Einfahrt Schramper Str. Jemand kam mit Fahrrad oder Motorrad, dies weiß ich nicht mehr genau, und wollte zu einem Melkstand. Den jedoch, gab es dort nicht. Daraufhin wurde er festgenommen. Was dann aus ihm geworden ist, davon hat man natürlich nichts mehr gehört.
Je länger man dann an der Grenze wahr, ohne das es Grenzverletzungen gab, desto mehr hat man angenommen, dass viele Grenzverletzer schon im Vorfeld scheitern. Wir waren ja eigentlich nur in den letzten 500 m aktiv. Das änderte sich dann mit dem Fall Weinhold. An den Namen hatte ich damals keine Erinnerung, den Fall haben wir damals schon mitgekriegt.
Es war jedenfalls am Kanten nicht so, wie nach der Wende oft zu hören war. Die Grenzposten hätten in absoluter Sicherheit tags auf Türmen gesessen, einer nach links und der andere nach rechts geschaut und auf alles geballert, was da kommt. Nachts natürlich alles schön beleuchtet. Es gibt auch die Mär, die Grenzposten wären alles ausgesuchte,, hundertprozentige Leute gewesen. Alles Quatsch, jedenfalls war das bei uns nicht so. Ich glaube wichtig war, dass halbwegs vernünftige Familienverhältnisse hatte. Bei mir war das so:
Mit 18 zur Musterung. Ein alter Herr sagte mir das ich zur Grenze komme, da mein Bruder schon keine 3 Jahre machen wollte. Ich komme aus der Uckermark, hätte ja auch die polnische Grenze sein können. Einberufungsuntersuchung, dann geht es nach Glöwen. Ein halbes Jahr sehr harte Ausbildung. Dann gehts nach Aulosen. Da hab ich zum ersten Mal die Grenze gesehen, am Vormittag. Einfahrt Königsbrücke. Der Henning weiß dahinter kommt gleich der Zehrengraben. Abends dann die erste Nachtschicht am Prezeller Weg, gruselig.


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