Am Gelde hängt es - zum Gelde drängt es

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27.11.2021 11:18
avatar  Fall 80
#1
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https://www.myheimat.de/freilassing/geda...s-d2482624.html

Geld ist wichtig, kann beruhigen, ist aber nicht alles was der Mensch braucht. Geld sollte eher Mittel zum Zweck sein.

Was mir so derb gegen den Strich geht ist die fest zementierte immer ungerechtere Verteilung des Mehrwertes.

Die Schere klafft schon so weit auseinander, dass sie aussieht wie eine Machete mit dem Heft in der Mitte.

Aus meiner Sicht ist es besser Arbeit gerecht zu entlohnen als sich über steuerfinanzierte Hilfen für Arme zu streiten.

Selbst erarbeitestes Arbeitseinkommen gibt ein besseres Gefühl als Almosen.

Weiterhin hätte der Staat die Möglichkeit an der Steuerschraube zu drehen und zwar an den Stellen, wo es kaum jemand merkt und es keinen wirklich einschränkt.

Zum Beispiel an den Jahreseinkommen über 1 Million oder bei der

https://www.finanztransaktionssteuer.de/

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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27.11.2021 14:40 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2021 15:05)
avatar  Fall 80
#2
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Ich höre gerade eine Interview welches Tilo Jung und

http://www.jungundnaiv-podcast.de/2021/1...oliver-schroem/ geführt haben.

Da geht es erst mal grundsätzlich um die Cumex Geschäfte und im speziellen um die Verwicklung von Olav Scholz in die Geschäfte insbesondere mit der Warburg Bank von Hamburg.

Zum Glück hat der Bankchef ein Tagebuch geführt über seine Treffen und Telefonate mit dem jetzigen Obererbsenzähler und nächsten Kanzler, welcher ja doch erhebliche Erinnerungslücken zu haben scheint.

Das groteske an der jetzigen Situation ist, dass die SPD nie an die Macht gekommen wäre ohne die Zugkraft eines professionellen Steuergeldveruntreuers.

Viel Spass.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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27.11.2021 17:33 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2021 17:33)
avatar  Gert
#3
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Zitat
Geld ist wichtig, kann beruhigen, ist aber nicht alles was der Mensch braucht. Geld sollte eher Mittel zum Zweck sein.

Was mir so derb gegen den Strich geht ist die fest zementierte immer ungerechtere Verteilung des Mehrwertes.

Die Schere klafft schon so weit auseinander, dass sie aussieht wie eine Machete mit dem Heft in der Mitte.

Aus meiner Sicht ist es besser Arbeit gerecht zu entlohnen als sich über steuerfinanzierte Hilfen für Arme zu streiten.

Selbst erarbeitestes Arbeitseinkommen gibt ein besseres Gefühl als Almosen.

Weiterhin hätte der Staat die Möglichkeit an der Steuerschraube zu drehen und zwar an den Stellen, wo es kaum jemand merkt und es keinen wirklich einschränkt.

Zum Beispiel an den Jahreseinkommen über 1 Million oder bei der



@Fall80 , meine Erfahrung in 40 Jahren bundesdeutscher Tätigkeit ist, dass ich mich stets gerecht und darüber bezahlt gefühlt habe, ich habe mehr erreicht als ich bei meiner Flucht aus der DDR erträumt hätte. Ich habe aber auch immer meine Arbeitskraft und mein Wissen so teuer wie möglich verkauft. Denn meine Arbeitskraft war auch eine " Ware " mit einem Preisetikett daran. Ich konnte sie auch meistens richtig bewerten und gute Arbeitsverträge erhalten. Insofern interessierten mich die Millionäre in diesem Land überhaupt nicht, denn mir ging es ja auch gut bis sehr gut. Es gab sie und das war's eben.
Dagegen bin ich in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR miserabel bezahlt worden und bekam obendrein ein Geld dessen Wert ziemlich grenzwertig war. Nun, ich war jung und da konnte man noch nicht viel fordern

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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27.11.2021 19:17
avatar  Fred.S.
#4
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zu 3
Den ersten Teil von Deinen Beitrag, den kann ich wohl zustimmen, den was Du da schreibst, das traue ich Dir voll zu.
Den zweiten Teil zur DDR, nun ja Gert, Jeder sieht das mit seinen " Augen " und sein persönliches Erleben anders.
mfg. Fred


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27.11.2021 20:57
avatar  Fall 80
#5
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Viele rufen nach Geld vom Staat und verwechseln den Staat mit einem Dienstleister, der zum Nulltarif arbeitet.

Diese Vollkaskomentalität hat dazu geführt, dass sich immer mehr aus dem Wertschöpfungsprozess ausklinken.

Die Superreichen Erben auf der einen Seite und die Almosenempfänger auf der anderen Seite.

Hier müsste der Staat einen Ausgleich anstreben, keine Gleichmacherei.

Ich neide niemanden seinen wirtschaftlichen Erfolg, aber wenn ein angestellter Manager das Hundertfache eines Ingenieurs und das zweihundertfache eines Facharbeiters bekommt, kann man nicht von gerechter Verteilung sprechen.

Es gibt gute Beispiele von mittelständischen Unternehmen, Handwerkern und auch von Großunternehmen, welche sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind.

Aber es gibt auch leider die andere Seite.

Wenn ein Subunternehmer seinen Arbeitern (welche er nur anwirbt und weitervermittelt) nur 50 % des Ertrages bezahlt und den Rest in seine Taschen steckt, dann ist etwas faul im System.

Ich selber bin relativ gut versorgt, sehe aber das gravierende Gefälle zwischen der Oberschicht und dem Unterbau.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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27.11.2021 23:13
#6
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Gert's blanke Formulierung, ohne Bezug zum Kommentar:

Zitat von Gert im Beitrag #3
...Dagegen bin ich in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR miserabel bezahlt worden...


Genau, dies war auch ein wesentlicher Punkt meiner Beurteilung über das System DDR. Sich auf die Schulbank gesetzt um Bauleiter oder Projektant zu werden um dann 15 Jahre weniger Netto zu verdienen als jeder andere mit dem man die Grundlehre abschloss, später als der grösßte Teil aller auf den Baustellen, die eine Schaufel halten konnten, vom nichts tuenden und uns nur von der Arbeit abhaltenden hauptamtlichen Parteisekretär. Und mit von der Arbeit abhalten meine ich nicht nur sein politisches Gewäsch.

In den 15 Jahren genauso wie das Eheweib nie einen Ferienplatz bekommen zu haben.

Den Vorzug, einen eingewiesenen Mieter(vor Hauskauf mit abgegebener Zusage eines Auszuges) im Haus zu haben, 4 Zimmer, WC, Keller, Gartennutzung für 28 Mark pro Monat und 7,20 Mark Wassergeld pro Jahr...als meine spezielle DDR-Sozialpolitik.

Hoch lebe Honecker, auch noch nachträglich, mit all seinem Sozialismus!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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28.11.2021 07:27
#7
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Wir müßten uns zunächst darüber einigen, daß der Kapitalismus überwiegend gewollt ist und wenn ich einen Garten habe, muß ich auch die Beete hacken und Kartoffelkäfer bekämpfen.
Die Auswüchse der Finanzmärkte ist kreativen Bankern zu verdanken, denen man freie Hand gelassen hat während man anderswo Raser im Straßenverkehr sofort sanktioniert und kaum einer ohne Ticket irgendwo mit dem ICE ankommen würde, hier war es aber etwas anderes, ein Verbrechen das man nicht so ohne weiteres erkennen konnte, anders als das schnelle Auto und den Schwarzfahrer und da war auch noch die Konkurrenzsituation mit dem Finanzplatz London, der den Deutschbankern schwer zu schaffen gemacht hatte, da mußten die mit halten um keine Marktanteile zu verlieren, das war erst mal wichtiger als Steuergerechtigkeit.
Aber wenn man das zu Ende spinnt fragt man sich, ob es angesichts der Steuerverschwendung für Bundeswehrabenteuer im Ausland, horrenden Ausgaben für Parlamentsparasiten und die flächendeckende Negerflutung überhaupt noch allzu schlimm ist, Steuern zu hinterziehen.
Man selbst hat eine mittlere fünfstellige jährliche persönliche Steuerlast und wenn man in der Schlußlichtkommune von der Arbeitswoche heimkehrt erfährt man, welcher Spielplatz keine neuen Geräte mehr kriegt und verrammelt wird, welche Feuerwehr sich mit Uralttechnik herum plagt und welche Straße eben mangels Mitteln nicht erneuert werden kann, obwohl das auch nach der geplatzten Dotcom- Blase 2000 alles noch ging, das beliebte Volksfest der Bergarbeiter findet nicht mehr statt, das Teichfest der Stedtner Angler gibt es nur durch Spenden und Vereinsgelder von Privatpersonen, wo früher der Bürgermeister immer ein Kouvert mit brachte, die Pferdefreunde finanzieren ihr Coutryfest auch komplett aus internen Einnahmen vor und gehen wie die Angler mit +/- 0 raus und können natürlich auch keine Gäste mehr einladen, das ist unbezahlbar geworden, obwohl die Steuereinnahmen nicht nur wegen des kleinen Eisenbahnlegionärs immer stärker sprudeln!
Wohin zum Satan fließt diese ganze Kohle ?
Will man uns jetzt weis machen, daß es diese Gaunereien sind und machen die Spekulanten in den internen Kreisläufen nicht auch Verluste, ist es nicht legitim, daß die ihre Gewinne retten wollen wenn anderswo Posten auf dem Unkrautacker blühen, die zu nichts nütze sind und trotzdem bezahlt werden ?
Da kann doch der Gauner gleich sein Geld behalten und Luxusjachten kaufen, da geht wenigstens noch Mehrwertsteuer drauf.
Zwar ist mir bewußt, daß der Stundentakt der Regionalbahn zwischen Sömmerda und Sangerhausen nicht rentabel ist, aber diese Mischkalkulation und Daseinsvorsorge hat es schon immer gegeben auch zu viel schlechteren Zeiten.
Der Staat baut Hürden auf, wenn der Kleinanleger am Roulette teilnehmen will, Stichwort Verlustverrechnungstopf, ein recht kompliziertes Konstrukt, um Verluste mit Gewinnen verrechnen zu können, nur wenige hobbymäßige Aktien- Direktanleger wissen überhaupt, daß es den gibt und wie der funktioniert, erst recht wenn man bei mehreren Banken Geldanlagegeschäfte betreibt.
Nun kann zwar im Prinzip jeder bei Consors & Co. kaufen was das Herz begehrt und im Prinzip auch bei jedem Wetter Geld scheffeln, trotzdem sind nur wenige so qualifiziert, daß sie wirklich behaupten können, die ganze Technik die sie bedienen auch zu verstehen, aber das muß ja der Autofahrer auch nicht.


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28.11.2021 07:32
avatar  Fall 80
#8
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Wobei Cumex ja keine Steuerhinterziehung ist, sondern eine betrügerische Rückforderung von Steuern, welche man in dieser Höhe gar nicht entrichtet hat.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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28.11.2021 07:43
avatar  Fall 80
#9
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[quote="Hohenstücken7072"
Genau, dies war auch ein wesentlicher Punkt meiner Beurteilung über das System DDR. Sich auf die Schulbank gesetzt um Bauleiter oder Projektant zu werden um dann 15 Jahre weniger Netto zu verdienen als jeder andere mit dem man die Grundlehre abschloss, später als der grösßte Teil aller auf den Baustellen, die eine Schaufel halten konnten, vom nichts tuenden und uns nur von der Arbeit abhaltenden hauptamtlichen Parteisekretär. Und mit von der Arbeit abhalten meine ich nicht nur sein politisches Gewäsch.

In den 15 Jahren genauso wie das Eheweib nie einen Ferienplatz bekommen zu haben.

Den Vorzug, einen eingewiesenen Mieter(vor Hauskauf mit abgegebener Zusage eines Auszuges) im Haus zu haben, 4 Zimmer, WC, Keller, Gartennutzung für 28 Mark pro Monat und 7,20 Mark Wassergeld pro Jahr...als meine spezielle DDR-Sozialpolitik.

Hoch lebe Honecker, auch noch nachträglich, mit all seinem Sozialismus![/quote]

@Hohenstücken7072 Das war ja in fast allen Branchen so, dass ein mittlerer Leitungskader weniger Gehalt bekam als die Facharbeiter welche er antreiben sollte.

Was die Mieten betrifft, dass war ja die Ursache für den Verfall der Mietshäuser und das unabhängig davon ob sie Privateigentum waren oder nicht. Aber wem sage ich das, Du warst da ja beruflich noch näher dran als ich.

Diese Mieten haben ja nicht mal für die laufende Unterhaltung gereicht.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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28.11.2021 08:30
avatar  birx20
#10
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Hackel39,
du bist fast ein Börsenprofi.
Der Clevere der das System der Börse kennt, nutzt neben den klassischen Aktien, auch Aktienoptionen, vielfältige Zertifikate und Derivate zum Spekulieren.
Du bist sicher ein Fan von Qualitätsaktien und Dividendenaristokraten und hast am vergangenen Black Friday an der Börse zugeschlagen.
Die Frage ist nur, ob Omnikron die Jahresendrally endgültig zerstört hat und der Zug im DAX jetzt charttechnisch auf die 14.000,- Punkte zu rast.
In den nächsten Wochen werden wir sehen.


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28.11.2021 09:25
#11
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Zitat von birx20 im Beitrag #10
Hackel39,
du bist fast ein Börsenprofi.
Der Clevere der das System der Börse kennt, nutzt neben den klassischen Aktien, auch Aktienoptionen, vielfältige Zertifikate und Derivate zum Spekulieren.
Du bist sicher ein Fan von Qualitätsaktien und Dividendenaristokraten und hast am vergangenen Black Friday an der Börse zugeschlagen.
Die Frage ist nur, ob Omnikron die Jahresendrally endgültig zerstört hat und der Zug im DAX jetzt charttechnisch auf die 14.000,- Punkte zu rast.
In den nächsten Wochen werden wir sehen.






Nein, ich bin inzwischen weitgehend abwesend, zu solchen Kursen kauft man nicht mehr, bestenfalls kleine, dafür aber hoch spekulative Optionsscheine aber daran hätte ich keinen Spaß, man wird halt alt.
Die Banken hatten mir im Zuge meiner großen Finanzierungen in die Seniorenwohnbauten alles an Liquidität aus dem Kreuz geleiert was ging, die wollten entschuldete Eigentumswohnungen gar nicht mehr als Sicherheiten aber weil die Depots zuletzt aus Schiffsaktien, z. B. Teekay Tankers, Frontline sowei Exxon, Sberbank u.a. Dividendenbringer gut gelaufen waren, habe ich die und auch den Riesterfonds der ja während der Rente auch bloß gerupft wird verkauft.
Erst nach dem Gewitter würde ich neue Saat ausbringen, die ETF- Käufer ziehen alles mit nach oben, diese „Geht- Butter-Geht- Käse“- Situation ist sehr bedrohlich, da sind schon einige faule Eier im Nest, Wirecard war bloß der ertappte Ladendieb, hundert andere huschen Tag für Tag an der Kasse vorbei und alle wissen es.
Nun ja, es muß jeder selbst wissen, was er tut aber daß ausgerechnet jetzt der Staat in die aktienbasierte (Basis)Rente rein will, also wohl Teile der gesetzlichen Rente an der Börse platzieren will wäre schon beunruhigend, ich hoffe aber, daß ich das nur falsch verstanden habe.
Es gibt in dieser überhitzten Situation nur eine kleine Tür zurück zur Realwirtschaft und das ist die Kultivierung von Direktinvestments von Geldanlegern, die gleichzeitig vom Fach sind, sagen wir mal ein Solarbetrieb darf einen geschlossenen Solarfonds auflegen ebenso ein Spediteur Containerfonds, eine Hausverwaltung oder Hackel einen geschlossenen Immobilienfonds, der Lkw- Fahrer darf offiziell sein Fahrzeug an die „Börse“ bringen, heißt anstatt bei der Bank zu betteln, sich bei Freunden und Bekannten das Kapital für den MAN zusammenstoppeln, während die Geldgeber die gleichen Privilegien der Abschreibung, Ausschüttungen und Sicherheiten bekämen wie die ausländischen Heuschrecken mit Schlips und Kragen.
Das wäre mal ein neues Element der Arbeiterbewegung in Gold statt Rot.
Auch mein Lieblingstraum vom Investivlohn ist noch nicht ausgeträumt, aber solche Ideen gibt‘s im politischen Ramschladen eben nicht, man spricht dem Volk vermutlich die Kompetenz dazu ab oder gönnt ihm nicht diese Form der Teilhabe auf freiwilliger Basis.
Oder aber die Berliner Gartenzwerge kennen das Volk besser als Hackel, der hört ja sowieso bloß, was er hören will und nervt seine Umgebung mit seinen Weltideen.
Trotz aller Kapitalismus- Kritik ist aber die Kommunikation des Geldes immer noch um Welten moderner als der Deutsche Demokratische Naturalienhandel, den wir in der Vergangenheit alle gemeinsam hassen gelernt haben.
Der ist überhaupt Schuld daran, daß wir jetzt alle diese Sorgen mit unserem überzähligen Anlagegeld haben.


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28.11.2021 11:17
avatar  Fall 80
#12
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #8
Wobei Cumex ja keine Steuerhinterziehung ist, sondern eine betrügerische Rückforderung von Steuern, welche man in dieser Höhe gar nicht entrichtet hat.

Uli


Ich zitiere mich mal selber.
Gerade eben auf meiner Runde habe ich mir den Rest des Interviews angehört.

In dem Koalitionsvertrag sollen ja nun zwei Sätze drin stehen, welche dieses Schlupfloch schließen sollen. Wobei das ja nur eines von vielen ist.

Pikant an der Sache ist auch, dass ein großer Drahtzieher des Systems vorher selber erfolgreicher Steuerfahnder war.

So stelle ich mir das immer mit manchen Sicherheitsleuten vor. Heute bewachen sie Dein Objekt, kundschaften es aus und in einem halben Jahr steigen sie erfolgreich ein.

Die Staatsanwaltschaft spräche mittlerweile von ca. 1 000 involvierten Personen.

Unvorstellbar, dass ein Politiker mit solchen Erinnerungslücken ins Kanzleramt einziehen wird.

Wir sind schon eine Bananenrepublik, obwohl der Anbau von Bananen noch im Gewächshaus erfolgt. Durch Klimaveränderung kann sich das aber auch noch ändern.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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28.11.2021 11:40 (zuletzt bearbeitet: 28.11.2021 11:48)
#13
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Also für mich persönlich passt das Zitat" Geld allein macht nicht glücklich"
Als ich am meisten davon hatte ging es mir am schlechtesten und es zerran wie Butter in der Sonne.

Wenn ich so höre, wie ältere Menschen, betrogen werden, bin ich froh, dass es bei mir nix zu holen gibt.


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28.11.2021 11:48 (zuletzt bearbeitet: 28.11.2021 12:07)
#14
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #9
[quote="Hohenstücken7072"
Genau, dies war auch ein wesentlicher Punkt….


...Was die Mieten betrifft, dass war ja die Ursache für den Verfall der Mietshäuser und das unabhängig davon ob sie Privateigentum waren oder nicht. Aber wem sage ich das, Du warst da ja beruflich noch näher dran als ich.

Diese Mieten haben ja nicht mal für die laufende Unterhaltung gereicht.

Uli[/quote]


War ökonomisch völliger Irrsinn und nur dem eigenen Machterhalt geschuldet. Eine dem Einkommen angemessene Miete hätte es auch getan. Aber was wollte man schon erwarten, wurden doch neue Wohnungen auch nur nach Schlüsseln verteilt. Erdacht in einem System, in dem der liebe Gott schon beim 1. Sekretär einer Kreisleitung und deren Chef der Parteikontrollkommision anfing.

Das ein Sozialismus wie gehabt nur so funktionieren kann habe ich bei meinem Schulbankdrücken aus der dazugehörenden Literatur nie erlesen oder schlussfolgern können.

Und dabe hätte sich daraus tatsächlich eine neue, eine gerechtere Gesellschaftsform entwickeln können!

So wie hier https://m.bpb.de/geschichte/deutsche-ges...in-den-regionen hätte es auch in Thüringen, z.B. im ehemaligen Bezirk Suhl nicht enden brauchen!


Nun aber schnell wieder zurück zur Themen-Null-Linie, die abweichende Amplitude hat wiedermal ihren Scheitel erreicht!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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28.11.2021 11:55
#15
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #8
Wobei Cumex ja keine Steuerhinterziehung ist, sondern eine betrügerische Rückforderung von Steuern, welche man in dieser Höhe gar nicht entrichtet hat.

Die Betonung liegt auf überhaupt keine Steuer, absolut nie und zu keinem Zeitpunkt, weder einen müden Euro Mehrwertsteuer noch einen Cent Vorsteuer als Zahlung leistete oder geleistet hat. Funktionsweise wird bezeichnet als

Zitat
"Missing Trader-Prinzip"

und basiert auf Scheingeschäften, die gegengerechnet werden mit nie entrichteten Vorsteuern eines nicht vorhandenen Zulieferbetriebes, einem sogenannten "Missing Trader" (fehlender Händler).
Wie's gemacht wird, habe ich an anderer Stelle vorher schon einmal beschrieben:

Zitat von IM Kressin im Beitrag Sind die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU käuflich ?
Zitat von Fall 80 im Beitrag Sind die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU käuflich ?
Der Finanzminister, welcher sich selber für seine Wirtschaftskompetenz gelobt hat, hat jetzt den dritten Finanzskandal während seiner Amtszeit am Hals, bei dem er versagt hat.
Der hat noch eine viel größere Baustelle am Hals mit Umsatzsteuerkarussellen, wo jährlich mittlere, zweistellige Milliardenbeträge "verschüttgehen". Je mehr Firmen bei diesem Karussel mitmischen, also aufgenommen werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden.

Der Nepp funktioniert mit Strohfirmen, die eine von ihnen eigentlich an das Finanzamt abzuführende Umsatzsteuer (für Scheingeschäfte) gegenrechnen als Vorsteuer mit einem nicht vorhandenen Zulieferbetrieb, einem sogenannten "Missing Trader" (fehlender Händler). Diese Briefkastenfirma läßt sich die Vorsteuer aus unlauteren Geschäften, die auf den Scheinrechnungen höher ausfällt als die zu zahlende Mehrwertsteuer, vom Finanzamt erstatten.

Es vergeht einige Zeit, bis das Finanzamt bemerkt, dass von der nicht existenten Strohfirma gar keine Umsatzsteuer gezahlt wurde, die aufzurechnen ist. Wird die Sache aufgedeckt, sind die Betrüger nicht mehr zu fassen, weil vom Markt verschwunden.

Zitat von Handelsblatt Online
"Unternehmen A verkauft die Ware aus dem EU-Ausland an ein Unternehmen B in Deutschland. Dieser Verkauf bleibt steuerfrei. Dann erfolgt ein Weiterverkauf an Unternehmen C in Deutschland. Die nun abzuführende Steuer wird nicht abgeführt. Stattdessen verkauft C die Ware wieder zu A ins Ausland. Nun fällt bei C eigentlich keine Mehrwertsteuer an, sondern bei A. Doch A stellt eine Rechnung aus und C lässt sich angeblich gezahlte Mehrwertsteuer erstatten. All das geschieht auf Kosten des Staates. Unternehmer C, der eigentlich die Umsatzsteuer abführen müsste, ist beim Zahltag längst vom Markt verschwunden und für die Behörden nicht mehr zu greifen. Bei ihm sprechen die Ermittler vom „Missing Trader“ – dem fehlenden Händler.


Zum Nachlesen:
So funktionieren Umsatzsteuer-Karusselle

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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