Landwirtschaft im Schutzstreifen

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16.11.2021 19:22
avatar  Fred.S.
#46
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zu 43
Mehr als genug Ratze.
Auf Bildern stehen die auch dort, aber ohne Schafsgitter. Und auf dem Clip ist auch kein Gitter zu sehen. Fred


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16.11.2021 19:23
avatar  RainAir
#47
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Zitat von Ratze im Beitrag #43
Moin @Rainair wurde der Zaun denn vom Schäfer auf- und wieder abgebaut?
Da waren doch sicher GAK im Einsatz?


@Ratze
Der Zaun wurde irgendwann aufgebaut und blieb dann dauerhaft dort stehen. Die Schafherde war ja auch relativ häufig dort unterwegs.

Manchmal waren GAK da, manchmal haben wir aber auch keine gesehen.
Nach Grenzöffnung habe ich den Schäfer zufällig in der Gastwirtschaft in Nostorf gesprochen. Wenn ich mich recht erinnere, sagte er damals, dass er sich dort relativ frei bewegen konnte.


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16.11.2021 19:38 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2021 19:39)
#48
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Hallo @RainAir und @Ratze ,

wer das Gatter aufgestellt hat, kann ich auch nicht sagen. Es war da,wenn der Schäfer die Schafe dort weidete. Die Beweidung erfolgte nicht aus lanwirtschaftlichen Gründen, sondern sie diente dem Deichschutz. Die Schafe haben mit ihren Klauen den Deich verfestigt und dabei auch Mäuse und Rattenlöcher zugetreten.
In dem besagten Abschnitt „Grenzknick Lauenburg bis Gothmann“ habe ich auch den“Rattenfänger“ begleiten müssen. Dieser hat (ich glaube im Winter oder im zeitigen Frühjahr) am Deich Fallen für Bisamratten aufgestellt und kontrolliert. Auch dieses diente dem Deichschutz.


Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bisamratte...bethicus_CT.jpg

Edit: Quelle eingefügt

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"


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16.11.2021 19:43
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#49
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( gelöscht )

Zitat von Ratze im Beitrag #31
Aber @Rostocker, den Schutzstreifen gab es doch seit 1952, zwar keinen Zaun aber Betretungseinschränkungem.
Die Bauern die zu Deiner Zeit dort "rum liefen" hatten aber alle einen Passierschein, den Du kontrollieren konntest, oder?


@Ratze Wer im Schutzstreifen wohnte, hatte ja generell einen Stempel im Ausweis, der die Berechtigung zum betreten nachgewiesen hat.

Ob die Berechtigung nur für die Flur 1 (Ortslage) oder auch die Feldflur und den Wald galt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wimre war es aber so, dass die Leute von einer Stunde nach Sonnenaufgang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang auch ihre privaten Flächen bewirtschaften konnten. Ob da Abstandsregeln zum Kolonnenweg eingehalten werden mussten entzieht sich meiner Kenntnis.

Sicher scheint aber zu sein, dass es im laufe der Zeit immer restriktiver gehandhabt wurde. Deswegen wurde kaum noch privates Obst geerntet und wir Grenzer hatten gute Vitaminversorgung von Beginn der Kirschernte bis in den Herbst hinein.

Uli


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16.11.2021 19:50
avatar  RainAir
#50
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Zitat von zweedi04 im Beitrag #48


Die Beweidung erfolgte nicht aus lanwirtschaftlichen Gründen, sondern sie diente dem Deichschutz.


Moin @zweedi04
Das hatte ich in #42 auch geschrieben.


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16.11.2021 20:02
avatar  RainAir
#51
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #44
zu 42
Wenn das die erste Grenzsäule an Land auf dem Deich war, wo die Grenze von der Elbe zum Land überging,
wunder ich mich wie ein Grenzboot bei Hochwasser dort anlegen konnte.
Besitze ein Clip, das dort ein Grenzboot mit Besatzung zeigt, die beobachtet wie ex Dieter sie filmt. Fred


@Fred.S.
Genau die Grenzsäule ist es. Der starke bewuchs am Ufer war in unmittelbarer Grenznähe aber nicht so üppig. Ein Strand war dort zwar nicht, aber halt auch nicht dieser "Urwald" wie weiter östlich. Das kann man auf den Fotos nicht so sehen.


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16.11.2021 20:12
avatar  Mike59
#52
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Zitat von RainAir im Beitrag #42
In Bereich Lauenburg/Horst auf dem Elbdeich wurde sogar westlich vom Grenzzaun (MGZ) Landwirtschaft betrieben. Regelmäßig war ein Schäfer mit einer Schafherde unterwegs. Die Schafherde weidete bis unmittelbar an die Grenzlinie. ...
...

Landwirtschaft bis an die Grenzlinie war ab Mitte der 1980er nicht mehr ganz so selten.
Ein User hatte doch mal ein paar Bilder aus dem Bereich Possek eingestellt.


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16.11.2021 20:16
avatar  RainAir
#53
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Zitat von Mike59 im Beitrag #52
Zitat von RainAir im Beitrag #42
In Bereich Lauenburg/Horst auf dem Elbdeich wurde sogar westlich vom Grenzzaun (MGZ) Landwirtschaft betrieben. Regelmäßig war ein Schäfer mit einer Schafherde unterwegs. Die Schafherde weidete bis unmittelbar an die Grenzlinie. ...
...

Landwirtschaft bis an die Grenzlinie war ab Mitte der 1980er nicht mehr ganz so selten.
Ein User hatte doch mal ein paar Bilder aus dem Bereich Possek eingestellt.



Das muss verdammt gutes Gras gewesen sein. :-)


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16.11.2021 21:04
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#54
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( gelöscht )

@Ratze Den Beitrag müsstest du eigentlich schon kennen.

Ist zwar keine Landwirtschaft aber Forstwirtschaft gewesen. Wegen den bösen Buben der BBU mussten wir die Forst Arbeiter schützen.

https://osthessen-news.de/n11492959/halt...ther-bohle.html

Den Tag vergesse ich nicht mehr, denn genau in diesem Bereich bin ich dann um 20 Uhr in die Nachtschicht aufgezogen.

Uli


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17.11.2021 07:23
#55
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... der Kollege war mein Fahrlehrer 2005 in Hünfeld ...

____________________________________________________________
Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

.


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17.11.2021 07:30
#56
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Ich will mich da nicht genau festlegen. Aber gab es da nicht mal einen Vorfall im Grenzabschnitt des GR6 - 3 Bat. 10 GK Zarrentin, in der Nähe des Schaalsee,s. Wo Rinder von westlicher Seite aus auf DDR Gebiet gerieten und sich in Morast fest liefen. Einige mussten wohl mit dem Heli, raus gezogen werden. Das muss aber nach meiner Zeit gewesen sein--76/77


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17.11.2021 08:51
avatar  Ratze
#57
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Den Zeitraum kenne ich nicht, aber aus klein Zecher sind häufiger Rinder rübergelaufen
Das Gras im Osten muss besser gewesen sein, aber von einem Helieinsatz habe ich nie gehört, dass muss Hafen ja auch ein DDR Heli gewesen sein, dass kann ich mir nicht vorstellen
Wäre natürlich interessant wenn das so gewesen wäre


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17.11.2021 10:25
avatar  PF75
#58
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Wir hatten auch öfters Meliorationsarbeiten bzw. Arbeiten am Deich und nach ein paar mal wurde das postenpaar selbständig geteilt,einer paßte auf die Arbeiter auf und der andere Ging mit einem Arbeiter an die restlöcher zum Angeln,nie rausgekommen


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17.11.2021 18:43
#59
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Zitat von Ratze im Beitrag #57
Den Zeitraum kenne ich nicht, aber aus Klein Zecher sind häufiger Rinder rübergelaufen.
Das Gras im Osten muss besser gewesen sein ...
Das vorgelagerte Hoheitsgebiet war wie man weiß nicht beweidet, aufgrund dessen war das Gras auf der östlichen Seite zweifellos saftiger, frisch, somit besser, hatte für Starken und Jungstiere unglaubliche Anziehungskraft.
Die Tiere waren das angenagte Gras ohne Saft und Kraft auf der Westseite der Weide leid, deswegen zog es sie aus gutem Grund über den Grenzgraben nach Osten. Ich krame von daher einen älteren Beitrag hervor:

Zitat von Kressin
Die Jungstiere eines Landwirtes machten sich gelegentlich selbständig, trampelten den Weidezaun nieder und ließen sich auch mit Elektrozaun nicht immer bändigen.

Das frische, unverbrauchte Weidegras im vorgelagerten Hoheitsgebiet war unwiderstehlich, wenn die Weide vor dem Grenzgraben fast abgegrast war.

Wir fuhren zum Landwirt und verständigten ihn über die Flucht seiner Tiere in den Osten. Der sah die Angelegenheit in der Regel nicht so verbissen, für ihn war das die sinnvolle Nutzung einer ungenutzten Fläche auf einer grünen Wiese.

Es bedurfte ein gewisses Maß an Überzeugungskraft, ihn zum Handeln zu bewegen. Mit einem Landwirtschaftsgehilfen begab er sich schließlich an den Ort des Geschehens, übertrat die Grenze und holte die Flüchtlinge zurück in den Westen.

Wir setzten uns ab, beobachteten die Aktion aus der Ferne.

Der Landwirt beendete ungestört die Aktion. Wir dokumentierten die Streifentätigkeit auf dem Kolonnenweg, aber nicht die Ursache.

Meines Erachtens ist es entsprechend auf östlicher Seite abgelaufen.

Die Grenzverletzung war mit Sicherheit nicht unbemerkt geblieben, auch weil ein BTV-Führungspunkt in Reichweite lag.

Die Angelegenheit lief für beide Seiten stillschweigend und geräuschlos ab.

Auch die Rinder waren glücklich, nun konnte im wahrsten Sinne des Wortes wieder „Gras über die Angelegenheit wachsen!“

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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17.11.2021 18:52 (zuletzt bearbeitet: 17.11.2021 18:56)
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#60
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Bescheiden war schon, dass man bei Vögeln gar nichts machen konnte. Insbesondere Störche haben oftmals im Osten gebrütet und im Westen geschissen. Auch die Großtrappen haben sich von dem Gartenzaun nicht beeindrucken lassen.

Uli

Nachtrag: Der Beitrag ist kein Gag. Habe da vor längerer Zeit mal einen Bericht gesehen. Konnte sich keiner der Ornithologen richtig erklären warum die nur auf einer Seite gebrütet haben. Wimre war das im Osten, kann mich aber auch irren und es war im Westen


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