Bilder BGS-Nostalgie - Vereidigung Ratzeburg 1959

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04.10.2021 22:58 (zuletzt bearbeitet: 05.10.2021 15:16)
avatar  harbec
#1
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... anbei ein paar ganz alte Bilder von einer Vereidigung in Ratzeburg im Jahr 1959.

Die Ansprache und Abnahme der Vereidigung erfolgt durch Oberst im BGS Willy Langkeit,
späterer General und Kommandeur GSK Küste. Sehr schön auch die Granatwerfer und MG 42
zu sehen. Sehenswert die Ausrichtung der angetretenen Züge.

Erwähnenswert noch, dass Oberst Langkeit es in der Dt. Wehrmacht bis zum
Generalmajor und erfolgreichen Panzerführer gebracht hatte. Höchste Auszeichnung
war das Ritterkreuz mit Eichenlaub.

05.10.2021 11:55
#2
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Wurden da die alten Wehrmachtsmäntel aufgetragen?


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05.10.2021 12:12
avatar  harbec
#3
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... man kann es nicht ausschließen bzw. ich weiß es nicht. Ich habe 1972 bei meiner Einkleidung auch noch so eine
sogenannte Pferdedecke bekommen. Aber da war schon ein Kammerstempel aus den 50igern/60igern drin. In diesen Dingern wurde in der kalten Jahreszeit immer die Formalausbildung absolviert. Unsere gesamte Ausrüstung und Bewaffnung
war schon Nachkriegsherstellung. Die einzige Ausnahme war das MG 1/2 (MG 42). Im Deckel war noch der Reichsadler,
aber das Kaliber war auf 7,62 x 51 umgestellt.

Gruß Hartmut


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05.10.2021 12:40
avatar  Zange
#4
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Ich habe 1977 sogar noch einen langen beigen Sommermantel empfangen. Sehr zu unserem Leidwesen wurde dieser aber nicht mehr getragen. Wie wir den Mantel nannten, will ich hier lieber nicht schreiben. Die erwähnte Pferdedecke erhielten wir natürlich auch noch.

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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05.10.2021 15:57
#5
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Hallo harbec,
schöne und unteressante Bilder. Beim Oberst fehlt nur noch das Monokel.
#4, wir mußten den Sommermantel kaufen, war keine Grundausstattung.
Gruß Frank


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05.10.2021 16:23
avatar  Gert
#6
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Zitat von harbec im Beitrag #1
... anbei ein paar ganz alte Bilder von einer Vereidigung in Ratzeburg im Jahr 1959.

Die Ansprache und Abnahme der Vereidigung erfolgt durch Oberst im BGS Willy Langkeit,
späterer General und Kommandeur GSK Küste. Sehr schön auch die Granatwerfer und MG 42
zu sehen. Sehenswert die Ausrichtung der angetretenen Züge.

Erwähnenswert noch, dass Oberst Langkeit es in der Dt. Wehrmacht bis zum
Generalmajor und erfolgreichen Panzerführer gebracht hatte. Höchste Auszeichnung
war das Ritterkreuz mit Eichenlaub.


entschuldige @harbec die sehen aber fast wie angetretene " Wehrmacht " aus.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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05.10.2021 17:43 (zuletzt bearbeitet: 06.10.2021 15:03)
avatar  harbec
#7
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... zu #6: Ja. ja der alte deutsche Stahlhelm. Er weckte bei vielen Älteren die Erinnerungen und die Ausbildung war ja
teilweise knüppelhart und sehr militärisch. Selbst uns wurde 1972 noch wirklich der A.... aufgerissen. Ich habe in den
vielen Jahren seit damals mit vielen Ehemaligen gesprochen. Allen hatte die Dienstzeit, bis auf die Grundi, gut gefallen.

... was soll ich weiter dazu sagen. Die Monate der Grundausbildung waren in den meisten Einheiten doch körperlich recht
anstrengend. Es gab in der Kaserne viel Laufschritt bei der Formalausbildung, sehr viel Sport und recht viel
Geländeausbildung. Da war man nach 4 o. 6 Monaten top fit. Ich war nach meiner 4-monatigen Grundausbildung
1972 so top fit, wie nie wieder in meinem Leben. Dann kam aber nach der Grundi die ruhigere Zeit. Und wenn man dann den
richtigen Druckposten hatte, z.B. 2. Gehilfe beim Fourier oder beim Refü, dann war die Zeit gut auszuhalten. Viele wohnten
auch am Standort und fuhren dann nach Dienstschluß zu Muttern oder zu ihrer Familie. Da gab es sehr viele Freunde, Bekannte und Kollegen, die statt des Wehrdienstes ihre 2 Jahre beim BGS machten. Es gab eine Verpflichtungsprämie, ein ganz gutes Monatsgehalt, man war meistens abends zu Hause, man wurde befördert und nach den 2 Jahren bekam man eine
schöne Abfindung. Ich war im FM-Zug, also Funkstellendienst, Fernschreibdienst, Gerätewartdienst, Funkwagenbetrieb etc..
Der BGS hatte nie große Probleme seine Planstellen zu füllen. Und im Job fand man meistens wieder eine gute Anstellung. Ich habe mich zum Ende
meiner Dienstzeit in Uniform bei 3 Lübecker Druckereien für die Zeit nach Dienstzeitende vorgestellt und Zusagen bekommen. Wo habe ich wieder
angefangen: Bei meiner alten Lehrfirma, die zahlten den besten Stundenlohn!
Heute möchten sie gerne mehr Leute einstellen. Es melden sich auch heute sehr viele Bewerber, aber die Schulabschlüsse taugen oft nicht viel. Ich sage nur: Erdkunde 1, Mathe 4-5 oder so ähnlich. Und der Beruf fehlt gänzlich.
Die Einstellungstests sind im Niveau schon abgesenkt worden. Was trotzdem durchkommt ist auch nicht so dolle.
Es gibt hohe Durchfallquoten bei den Laufbahnprüfungen.

Gruß Hartmut


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05.10.2021 18:53
avatar  Ratze
#8
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1968 bei der Aufnahmeprüfung waren wir mit 20 Leuten angetreten NR nach dem Diktat und dem Doktor waren es nur noch 5
Das war alles harmlos, aber die Grundausbildung, die in Blankensee direkt hinter der Kaserne stattfand hat uns Olli geschliffen
Nach einem Jahr machte ich mit einem Kollegen den Fehler und haben den Zugführer dann beim Geländelauf geschlagen
Folge war am nächsten Sporttag, er lies die doppelte Strecke laufen, er hatte sich darauf eingestellt , wir sind auf der Strecke beinah verreckt


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05.10.2021 19:51
avatar  harbec
#9
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... war ein paar Wochen Hilfsausbilder bei ihm. Olli H. war schon ein harter Knochen.

Gruß Hartmut


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06.10.2021 17:37
#10
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Zitat von Gert im Beitrag #6
entschuldige @harbec die sehen aber fast wie angetretene " Wehrmacht " aus.

Die Gründerväter der bewaffneten Organe in beiden deutschen Staaten ließen sich zu jener Zeit noch gern
inspirieren von der Uniform der Vorläufer ihrer einstigen gemeinsamen Wehr.
Zitat von harbec im Beitrag #7
... zu #6: Ja. ja der alte deutsche Stahlhelm.
Jedenfalls verwendete und nutzte die NVA als Nächstes die weiterentwickelte Ausführung des Stahlhelms der Wehrmacht. Siehe hierzu Reichspatent Nr. 706467 - der NVA-Stahlhelm.

Aus rechtlichen Gründen, anstelle eines Fotos zum Vergleich den Link :
Funktechnische Truppen der NVA,

den Erwartungen entsprechend war die Dienstbekleidung der Zollbeamten jener Zeit genauso soldatisch.
Davon zeugt ein Bericht der Lübecker Nachrichten vom 19.06. 2013 anläßlich eines Vereinsjubiläum mit einem
Foto von Zollbeamten aus dem Jahre 1967.

Wie im Vorhinein bereits erwähnrt, aus rechtlichen Gründen dito ein Link
Zollbeamte 1967

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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06.10.2021 18:25 (zuletzt bearbeitet: 06.10.2021 18:29)
avatar  harbec
#11
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... danke für Deine Zeilen HP!
Man kann wirklich sagen, alles was nach 1945 in den ersten Jahren auf beiden Seiten in Uniform rumlief hatte zu sehr großen
Teilen schon vor 1945 die Uniform angehabt. Wer hat denn die jungen Leute zu Uniformträgern aller Art ausgebildet?
Gleiches bei den Fliegern, Panzern, Schiffen etc..
Das lässt sich auch für den Übergang der Armee/Polizei etc. zwischen Kaiser und A.H. so sagen. Es wurde und wird
immer wieder auf Altbewährtes zurückgegriffen. Selbst in der DDR waren die Anfänge ja ähnlich.
Über dieses Thema kann man länger sprechen. Auch werden mehr als 1000 Ansichten zu Tage kommen.

Gruß Hartmut


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07.10.2021 10:33
avatar  Zange
#12
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Als ich eingestellt wurde und in die 1. Hu einrückte, waren die Gebäude noch im Urzustand der 30er Jahre. Das Einzige waren relativ neue Betten.

Ich habe damals schon gesagt, sollte man den Dienstbetrieb in schwarzweiß filmen, hätte man fast Orginalaufnahmen der Wehrmacht erhalten. Zudem durften wir den ersten drei Monaten nur in dem grauen Drillichzeug rumlaufen. Es hieß offieziell, der neue Arbeitsanzug müsse geschont werden. Wir waren aber der Meinung, dass man uns eindeutig als "Rotärsche" erkennen sollte.
Aus heutiger Sicht menschenunwürdig, aber so war das damals. Hat ja auch nicht geschadet.

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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07.10.2021 11:14
#13
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Irgendwo im Rundfunkarchiv gibt es einen Film von einer Modenschau . Ich schätze so aus den 50'er Jahren.
Es ging um die neuen Uniformen der NVA.
Im Text hieß es sinngemäß " Die neuen Uniformen der NVA, im bewährtem Grau, nach alter Deutscher Tradition"
Für mich heißt das, bei Wehrmachtsuniformen die Wehrmachtssymbole abgetrennt und wieder ausgegeben.
Solange bis ausreichen neue Uniformen bereit standen. Die waren allerdings auch nach dem gleichen alten Schnitt
hergestellt.


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07.10.2021 11:36 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2021 11:58)
avatar  Mike59
#14
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Zitat von matzelmonier79-2 im Beitrag #13
Irgendwo im Rundfunkarchiv gibt es einen Film von einer Modenschau . Ich schätze so aus den 50'er Jahren.
Es ging um die neuen Uniformen der NVA.
Im Text hieß es sinngemäß " Die neuen Uniformen der NVA, im bewährtem Grau, nach alter Deutscher Tradition"
Für mich heißt das, bei Wehrmachtsuniformen die Wehrmachtssymbole abgetrennt und wieder ausgegeben.
Solange bis ausreichen neue Uniformen bereit standen. Die waren allerdings auch nach dem gleichen alten Schnitt
hergestellt.

Es wird immer wieder eine Begebenheit kolportiert in der geschildert wird, wie der russ. OK zu Willi Stoph (VM) u.a. gesagt haben soll "... Ihr habt eine deutsche Armee, also weswegen keine deutsche Uniform ...?"


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07.10.2021 12:13
#15
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Wurde nicht in jenen Jahren, von Seiten der SED die Uniform der Bundeswehr als " amerikanische Söldner" Uniform bezeichnet? Die NVA sah sich wohl in Deutsche-Tradition.


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