Einreise DDR mit neuem Familiennamen

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27.09.2021 05:31
#1
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Ich habe damals zweimal versucht in die DDR einzureisen, beide Male wurde ich im Bahnhof Friedrichstraße wieder auf dem kürzesten Weg zurück zur S-Bahn gebracht. Meine Einreisesperre (wegen Freikauf) wäre wohl irgendwann in den 90ern aufgehoben worden. Was wäre denn gewesen, hätte ich zum Beispiel durch Heirat meinen Nachnamen geändert? Dann wäre doch trotz Sperre eine Einreise möglich gewesen?

Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

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27.09.2021 17:42
#2
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zum Beispiel durch Heirat meinen Nachnamen geändert? Dann wäre doch trotz Sperre eine Einreise möglich gewesen?

Klare Frage, klare Antwort !

NEIN


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27.09.2021 17:54
#3
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Zitat von Major Tom im Beitrag #1
Ich habe damals zweimal versucht in die DDR einzureisen, beide Male wurde ich im Bahnhof Friedrichstraße wieder auf dem kürzesten Weg zurück zur S-Bahn gebracht. Meine Einreisesperre (wegen Freikauf) wäre wohl irgendwann in den 90ern aufgehoben worden. Was wäre denn gewesen, hätte ich zum Beispiel durch Heirat meinen Nachnamen geändert? Dann wäre doch trotz Sperre eine Einreise möglich gewesen?


im Pass bleibt der Geburtsname stehen, mit dem Kürzel "geb." für "geboren". War bestimmt damals auch schon so...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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27.09.2021 18:48
#4
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im Pass bleibt der Geburtsname stehen, mit dem Kürzel "geb." für "geboren". War bestimmt damals auch schon so...

10 von 10 möglichen Punkte für den Kandidaten ! Antwort ist richtig !!!

Die Grenzfahnder suchten auch nach Geburtsnamen oder Doppelnamen in der Fahndung (z.B. Annegret K....-K... )


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27.09.2021 19:39
avatar  Lutze
#5
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Warum durften freigekaufte DDR-Bürger nicht in ihre Heimat fahren?
diese Frage stelle ich mir
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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27.09.2021 19:50
avatar  birx20
#6
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Lutze,
freigekaufte DDR-Bürger waren in den Augen der Partei-und Staatsführung der DDR Abtrünnige.
Die sich gegen die Politik der SED gestellt haben und damit als feindliche Elemente betrachtet wurden.


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27.09.2021 19:55 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2021 19:56)
avatar  Gert
#7
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Zitat von Lutze im Beitrag #5
Warum durften freigekaufte DDR-Bürger nicht in ihre Heimat fahren?
diese Frage stelle ich mir
Lutze



weil sie Verräter an der unfehlbaren Staatspartei SED waren. Allerdings hatten sie im Fall von Major Tom mit dem Abtrünnigen noch ein Geschäft gemacht und einen Batzen Geld für ihn bekommen. Daher verstehe ich diese Sperre auch nicht ganz, eigentlich müssten sie dankbar sein, dass es ihn gab
Meine Flucht konnten sie finanziell nicht ausbeuten, trotzdem wurde ich Gewinner einer Amnestie und durfte 1972 wieder nach Erfurt reisen. Hat auch ein bischen Aufruhr im Hause meiner Eltern gegeben, da wohnten einige Stasileute, die mich noch kannten. " Was macht der denn wieder hier, war ihre Fragestellung. Meine Mutter beantwortete es ganz cool, ihn hat der Honni amnestiert.


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27.09.2021 20:04
avatar  Gert
#8
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Zitat von passport im Beitrag #4
im Pass bleibt der Geburtsname stehen, mit dem Kürzel "geb." für "geboren". War bestimmt damals auch schon so...

10 von 10 möglichen Punkte für den Kandidaten ! Antwort ist richtig !!!

Die Grenzfahnder suchten auch nach Geburtsnamen oder Doppelnamen in der Fahndung (z.B. Annegret K....-K... )


dieser Name hätte nicht in die Fahndungskartei gepasst, ich meine von der Länge


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27.09.2021 20:05
avatar  Lutze
#9
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Die Genossen hatten pure Angst vor diesen Leuten
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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27.09.2021 20:16
avatar  birx20
#10
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So war es wohl auch.
Jeder der nach seiner Ausreise in die BRD, dort es zu etwas gebracht hat, war nicht nur ein idelogischer Abtrünniger, sondern auch ein Werbeträger für den Westen, denn eigentlich haben diese verblendeten Menschen das vermeintliche Paradies (in den Augen der Partei-und Staatsführung ! ) verlassen.


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27.09.2021 20:42 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2021 20:43)
avatar  Gert
#11
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Zitat von birx20 im Beitrag #10
So war es wohl auch.
Jeder der nach seiner Ausreise in die BRD, dort es zu etwas gebracht hat, war nicht nur ein idelogischer Abtrünniger, sondern auch ein Werbeträger für den Westen, denn eigentlich haben diese verblendeten Menschen das vermeintliche Paradies (in den Augen der Partei-und Staatsführung ! ) verlassen.



ich wollte das von mir selbst nicht so schreiben, sonst hätte es nach Eigenlob " gestunken " und so einige Spezies hätten wieder mein Schienbein aufgesucht. Aber es entsprach genau den Tatsachen, du bist wo immer du gingst und standest als Westdeutscher erkannt worden an Kleidung, Auto usw. Auch muss das persönliche Auftreten eine Rolle gespielt haben, dass man natürlich unbewusst so agierte, hinterließ bei den DDR Bürgern einen Eindruck von mehr oder wenig ausgeprägtem Selbstbewusstsein im Vergleich zu den Einheimischen. Meine Mutter wies mich mal darauf hin, ich selbst habe weder eine Rolle gespielt noch habe ich das so realisiert.


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27.09.2021 20:45
#12
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Zitat von Major Tom im Beitrag #1
beide Male wurde ich im Bahnhof Friedrichstraße wieder auf dem kürzesten Weg zurück zur S-Bahn gebracht.

Wer hat dich denn zur (wahrscheinlich) Westberliner- S Bahn gebracht?

Démerde-toi !

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27.09.2021 20:55
avatar  birx20
#13
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Vermutlich die zuständigen Genossen der PKE (MfS) in Grenztruppenuniform.
Das war deren Job, der exakt und befehlsmässig ausgeführt wurde.


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27.09.2021 21:04
avatar  birx20
#14
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Exakte Angaben zum Kontroll- und Rückweisungsprozedere kann sicher Passport geben.


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27.09.2021 21:28
avatar  icke46
#15
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #12
Zitat von Major Tom im Beitrag #1
beide Male wurde ich im Bahnhof Friedrichstraße wieder auf dem kürzesten Weg zurück zur S-Bahn gebracht.

Wer hat dich denn zur (wahrscheinlich) Westberliner- S Bahn gebracht?


Irgendwie verstehe ich die Frage nicht: Der Bahnhof Friedrichstraße befand sich ja nun in Ost-Berlin, nur hielten da auch die West-Linien der S-Bahn sowie die West-U-Bahn. Wieso sollte es de, ich sage mal, Organen Probleme machen, missliebige Besucher in diese Linien zu setzen? Das hat man auch gerne mit Leuten gemacht, die sich am Intershop eine Druckbetankung gegönnt haben - rein in die S- bzw. U-Bahn und schon kamen sie heim ins Reich…..


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