Führungsstelle der GK Hermannsfeld auf dem Dachsberg

18.09.2021 18:53
avatar  birx20
#1
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Im Mai diesen Jahres bin ich in vier Etappen (Rundwanderungen) von Henneberg bis Birx gewandert. Große Teile der Wanderungen führten direkt am Grünen Band entlang. Auf der ersten Etappe von der GÜST Henneberg/Eußenhausen bis fast nach Stedtlingen und retour zum Auto (Parkplatz bei der ehemaligen GÜST), habe ich mir auch die ehemalige FÜST auf dem Dachsberg angeschaut. Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.
Für mich war es schwer vorstellbar, wie z.B. eine Alarmgruppe der GK Hermannsfeld nach einer anstrengenden Nachtschicht nochmal fast eine ganze Schicht in einem fensterlosen Raum Aufenthaltsraum unterhalb der Führungsebene verbringen musste. Das muss doch für die GWD ler eine große Belastung psychisch als auch physisch gewesen sein.
Wie ist eure Erfahrung mit solchen Alarmgruppenaufenthaltsräumen in Führungsstellen ?


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19.09.2021 12:19
avatar  mibau83
#2
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auf dem dachsberg oberhalb hermannsfeld das war die führungsstelle des sicherungsabschnitt 1, grenzregiment 9 meiningen, 1.gk schwickershausen.
in dem gebäude älterer bauart im fasaneriewäldchen, war von 1962-1971 die gk hermannsfeld und von 1985-1989 die 10.gk hermannsfeld im III.hinterlandsgb., also ohne eigenen grenzabschnitt.
zwischen 1971 und 1985 war das gebäude ein reserveobjekt.

alarmgruppe bei uns nebenan in stedtlingen war 1983/84 wie folgt:
alarmgruppe immer nach einer frühschicht, während des tages im alarmgruppenraum auf der gk untergebracht. bei einsetzender dunkelheit bezug des zwischengeschoßes auf der füst.
wenn es früh wieder hell wurde ging es wieder zurück auf die gk.

ja war schon etwas stickig in dem raum, es roch nach schweiß, waffenöl und schuhcreme.
im sommer konnte man wenigstens die schießscharten öffnen und dadurch einen luftaustausch erreichen.

nach meiner zeit befand sich auf dem bt-6 am äußersten östlichen rand der schmerbachwiesen ganztägig nur noch die a-gruppe gelände für 24h.
der kommandeur grenzsicherung führte von der gk aus und dort gab es dann auch noch eine a-gruppe kompanie.


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19.09.2021 14:11
avatar  birx20
#3
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Danke mibau83 für deine Antwort.
Unsere A-Gruppe in Frankenheim war immer auf der Kompanie stationiert.
Es kann gut sein, dass die A-Gruppe auch wie in Stedtlingen nach der Frühschicht anstelle nach der Nachtschicht eingesetzt wurde.
Als ich die FÜST Hermannsfeld auf dem Dachsberg von aussen besichtigt habe, entstand bei mir der Eindruck, dass der stundenlange Aufenthalt der A-Gruppe in dem Raum im fensterlosen Zwischengeschoss der FÜST unschön gewesen sein muss.
Der Aufenthalt der A-Gruppe in der Kompanie war sicher angenehmer.


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19.09.2021 14:29
avatar  mibau83
#4
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der turm dort war in den letzten jahren bei meinen besuchen, mal offen, mal verschlossen.
hast du auch versucht über den angebauten fb-3 bunker in den turm zu kommen?






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19.09.2021 14:42
avatar  birx20
#5
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Meinst du mit fb-3 Bunker den Kellereingang zur Füst ?
Der Kellereingang war offen, die Stahltür im Bunker (Keller) als Aufgang auf die
Füst war verschlossen.
Habe den Bunker (Keller) als abschreckend empfinden und die Kameraden bedauert, die als A-Gruppe im Zwischengeschoss die Zeit verbringen mussten.
Ich wundere mich, dass es zu keinen Vorkommnissen unter solchen Bedingungen kam.


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19.09.2021 14:57
avatar  mibau83
#6
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der fb-3 bunker stammt noch aus zeiten als der turm ein runder bt-11 war und noch kein eckiger bt-6.
darin war damals die a-gruppe untergebracht.


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19.09.2021 15:31
avatar  birx20
#7
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In diesem Bunker die Zeit als A-Gruppe verbringen zu müssen ist gruselig.
Es ist schon erstaunlich, was man damals als Grenzsoldat ertragen hat.


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19.09.2021 15:36
avatar  B Man
#8
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So ein einzelner FB3 ist doch voll gemitlich

Hab jetzt eine Führungsstelle der NVA gefunden, da waren 140 Stück davon im Wald verteilt.
Einschliesslich Wasch, Klo und ein Geschwullst aus mehreren aneinander getüdelten FB3 als Küchenbunker

Gruss Andreas


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19.09.2021 16:13 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2021 16:15)
#9
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#8
Hallo,
man hätte auch unzählige Elemente zusammenfügen können. Das hätte auch einen FB 6 oder auch FB 10 ergeben können.
Gruß Frank


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19.09.2021 16:26
avatar  B Man
#10
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FB 3 ist nur die Bezeichnung für die Bauart.
Ein FB2 ist komischerweise viel grösser, da passt auch ein LKW rein.
Ein FB75 ist genauso breit wie ein FB2 aber höher

Verrückt, wer denkt sich so was aus

Kann man in der Länge varieren aber nicht beliebig.

Gruss Andreas


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19.09.2021 16:48 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2021 16:49)
#11
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Hallo,
das mit dem FB 2 ist mir neu, ja wenn es ist, ist es so. Einen großen Bunker kann man sich bei Kap Arkona ansehen.
Gruß Frank


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19.09.2021 17:05
avatar  birx20
#12
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Ich gehe davon aus das Abkürzung FB für Führungsbunker steht ? oder bin ich damit auf dem Holzweg ?
Für mich haben alle diese Bunkeranlagen etwas abstossendes und bedrohliches.
Gut das diese Anlagen zumindest an der ehemaligen innerdeutschen Grenze der Vergangenheit angehören.
Heute kann man diese Anlagen am vernünftigsten als Schutzraum für Fledermäuse, Eulen und falls hoch genug für Turmfalken (zumindest ehemalige
B- Türme die nicht als Grenzmuseum oder ähnliches dienen) nutzen.


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19.09.2021 17:23 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2021 17:24)
avatar  B Man
#13
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FB für Fertigbauteil.

Die NVA hatte einen ganzen Legobaukasten an Betonfertigteilen mit denen man alles möglich standarisiert aber den Bedürfnissen angepasst bauen konnte.

Ein FB3 konnte ein Mannschaftsbunker oder auch ein Munbunker sein.

In ein FB2 konnte man Fahrzeuge einstellen oder eine 2. Ebene einziehen als Führungs oder Funkbunker.

Aso
In Brandenburg gibt es so viele Bunker, da hat jede Fledermausfamilie ihren eigenen Bunker

Gruss Andreas


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13.10.2021 06:12
#14
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Zitat von birx20 im Beitrag #1
Im Mai diesen Jahres ...
Für mich war es schwer vorstellbar, wie z.B. eine Alarmgruppe der GK Hermannsfeld nach einer anstrengenden Nachtschicht nochmal fast eine ganze Schicht in einem fensterlosen Raum Aufenthaltsraum unterhalb der Führungsebene verbringen musste. Das muss doch für die GWD ler eine große Belastung psychisch als auch physisch gewesen sein.
Wie ist eure Erfahrung mit solchen Alarmgruppenaufenthaltsräumen in Führungsstellen ?

Das war auch mein erster Gedanke, als ich da rein bin. War der Bunker früher leer oder noch Gestelle oder so montiert? doch recht eng dadrinnen.

~ mit der Zeit wird so manches verklärt ~

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13.10.2021 11:43
avatar  mibau83
#15
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Zitat von der_neue im Beitrag #14
War der Bunker früher leer oder noch Gestelle oder so montiert? doch recht eng dadrinnen.


es sah in etwa so aus.
https://www.untergrund-brandenburg.de/Su...oup&photo=raion


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