Als (Ost)Berlin noch der Demokratischer Sektor war

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03.09.2021 16:59 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2021 17:00)
#1
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Die offizielle Eigenbezeichnung wurde im Laufe der Jahre von Groß-Berlin, Demokratischer Sektor über Demokratisches Berlin (1946–1950) zu Berlin, Hauptstadt der DDR bzw. Berlin geändert. Im amtlichen Sprachgebrauch in der DDR setzte es sich bis in die 1970er Jahre verstärkt durch, nur dem Westteil der Stadt eine separate Bezeichnung (Westberlin) zu geben, den Ostteil jedoch kurz als Berlin zu bezeichnen (siehe Kapitel Begriffsproblematik). (Auszug Wiki)



Diese Schilder (oben) kannte ich schon, aber es gab wohl auch Steine davon. Das Bild soll aus dem Jahre 1959 stammen.


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03.09.2021 17:37
#2
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Man muss aber berücksichtigen, dass mit " demokratisch" in Ost und West etwas unterschiedliches gemeint war.
Diese Doppelbedeutungen sind mir erst nach der Wende klar geworden.


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03.09.2021 18:37
avatar  Lutze
#3
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Wie man auf Demokratischen Sektor kam ist mir schleierhaft
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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03.09.2021 18:38
avatar  R-363
#4
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Zitat von Lutze im Beitrag #3
Wie man auf Demokratischen Sektor kam ist mir schleierhaft
Lutze

Du weißt doch: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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03.09.2021 18:43
#5
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Demokratie= Herrschaft der Arbeiterklasse.


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03.09.2021 19:01
avatar  Lutze
#6
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Des gesamten Volkes,dann könnte man auch von Souveränität sprechen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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03.09.2021 22:27
avatar  SEG15D
#7
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Achja @Axelloko dann hast Du hier grad ne Herrschaft der AK? Was fürn Zeuchs nimmst denn grade??? LOL


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04.09.2021 04:05 (zuletzt bearbeitet: 04.09.2021 04:07)
avatar  Kalubke
#8
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Ich glaube er hats ironisch gemeint, denn Demokratie und die Herrschaft einer Klasse/Kaste schließt sich ja eigentlich von der grauen Theorie her von vorn herein aus.


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04.09.2021 10:06
#9
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Später(80er) war es üblich von "Westberlin" zu sprechen und von "Berlin (West)" zu schreiben.


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04.09.2021 10:06
#10
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Dieser vierte Teil der prominent besetzten Familiensaga des DDR- Fernsehens widmet sich dem Geschehen während der Zeit der Grenzsicherung aus verschiedenen Perspektiven.



Ich meine, daß trotz des Propagandaansatzes vieles an der Realität von damals angelehnt war, vieles hörte ich auch zum ersten Mal, z. B. die Geschichte von der "kleinen" Währungsreform der DDR im dritten Teil (1957).
Am Ende gab es eben gute wie böse, wenngleich die verschärften Klassengegensätze auch vom Westen provoziert wurden, da dort ja auch viele "Opfer" der Enteignungen lebten.
Diese fühlbare Zerissenheit vieler Akteure (Filmfiguren) gab es vermutlich auch im wahren Leben aber daß eben der Westen auch Partner hätte werden können, kommt hier nicht zum Ausdruck, es hätte ehrliche Verbündete auch gegeben, da es auch in deren Reihen ehrliche Bewunderer unseres damaligen Aufbaustaats auch in den späten 1950er/ Anfang 1960ern gegeben haben wird.
Die zu finden gelang wegen der totalitären Programmatik des SED- Staates nicht mehr, zu viel Schaden war entstanden, so daß man sich die Mühe der Differenzierung nicht mehr machte.
Zum Schluß der Tipp, falls die Saga insgesamt interessant ist, möglichst schnell alles ansehen, solche Filme werden oft nach einigen Wochen wieder heraus genommen, vermutlich wegen des Rechteunwesens bereits längst bezahlter, ehemals volkseigener Projekte.


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04.09.2021 17:56
#11
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Zitat von Kalubke im Beitrag #8
Ich glaube er hats ironisch gemeint, denn Demokratie und die Herrschaft einer Klasse/Kaste schließt sich ja eigentlich von der grauen Theorie her von vorn herein aus.


Denkste.
Im alten Athen, wo der Ursprung der westlichen Demokratie liegt, war das so:

"Angreifbar ist die direkte Demokratie Athens aus einem ganz anderen Grund: Je nach Schätzung sind lediglich zwischen 15 und 20 Prozent der Bevölkerung überhaupt zur Teilnahme am politischen Leben berechtigt.

Frauen sind aufs Haus beschränkt. Den zahlreichen Sklaven wird zwar zumeist Respekt entgegengebracht, einige schaffen es sogar, sich freizukaufen – an der Volksversammlung teilnehmen dürfen sie nicht.

Mindestens ebenso strikt geht Athen mit den zahlreichen Einwanderern um, die in der Stadt leben. Grundbesitz ist ihnen verwehrt, sie müssen eine Kopfsteuer entrichten, und die Vollbürgerschaft erlangen nur wenige von ihnen – und das, obwohl das Wirtschaftsleben ohne sie nicht auskommen könnte
."
https://www.planet-wissen.de/geschichte/...then/index.html

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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05.09.2021 11:50
avatar  GSR 26
#12
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Man sprach auch in Karten und Stadtplänen vom "besonderen politischen Gebiet Westberlin"

Grüße aus Wieger


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05.09.2021 12:01
#13
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Zitat von SEG15D im Beitrag #7
Achja @Axelloko dann hast Du hier grad ne Herrschaft der AK? Was fürn Zeuchs nimmst denn grade??? LOL



Nee keine Sorgen nehme schon lange keine Drogen mehr.😀

Aber im Wörterbuch " Marxismus Leninismus war Demokratie eben als Herrschaft der Arbeiterklasse definiert, die durch die SED hergestellt war.
Das waren eben diese Doppelbedeutungen.
Auch eine " Partei" war ja etwas anderes.

Mit unserer heutigen parlamentarischen Demokratie hatte das eben nichts zu tun.


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05.09.2021 12:41 (zuletzt bearbeitet: 05.09.2021 12:45)
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#14
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( gelöscht )

In den klassischen Werken war eher von der Diktatur des Proletariats über das Bürgertum die Rede.
Gut, im real existierenden Sozialismus war es die Diktatur von paar ehemaligen Proletariern über das Proletariat.


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05.09.2021 12:50 (zuletzt bearbeitet: 05.09.2021 12:54)
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#15
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( gelöscht )

Hatten wohl Marx und Lenin auch nicht so auf den Schirm das das verzweifelte Proletariat die Diktatur von ein paar Idioten aus seinen Reihen über sich, zu Gunsten des Bürgertums abschüttelt.


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