Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

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22.10.2009 14:33von Angelo
Frage
Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

Wie sah das eigentlich mit Unfälle während dem Dienst an der innerdeutschen Grenze aus ? Gab es in eure Dienstzeit schwere Unfälle ? Was war dann zu tun ? Und was waren das für Unfälle ?

13.04.2019 20:13von P601A
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Ja, kann ich verstehen. Er war eine coole Socke, hatte aber einen weichen Kern. Er hatte sogar feuchte Augen, als ich mich 86/2 von Ihm verabschiedete.
In der Grundausbildung war er erbarmungslos, kam damals gerade von der Uffz.-Schule und sollte uns stählen :)
Er hatte bei dem Maj. den ich fuhr ein Stein im Brett.

22.10.2009 15:07von ( gelöscht )
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Meine Erinnerung
Es war kurz nach vier Uhr und noch dunkel auf der Kreuzung in Babelsberg, als ein mit zwei Grenzsoldaten besetztes Motorrad in die Seite eines Autos geprallt war. Bei der Kollision wurde der Soziusfahrer so schwer verletzt, dass er noch an Ort und Stelle verstarb. Auch der Lenker des Zweirades hatte keine Chance. Wegen starker innerer Verletzungen starb auch er bald auf der Intensivstation des Krankenhauses in Potsdam. Der Fahrer des am Unfall beteiligten Postautos, ein junger Potsdamer, wurde bei dem Zusammenprall nur leicht verletzt. Das makabere an der Geschichte aber habe ich nicht vergessen: Es war gegen sieben Uhr und ich befand mich gerade auf dem Weg zur Dienststelle. Nachdem der Kontrollposten am Schlagbaum mein Ausweis eingesehen hatte, machte er mich noch auf den tödlich verunglückten Grenzsoldaten aufmerksam, der in eine Decke gehüllt nur wenige Meter von uns entfernt auf der Kreuzung lag. Ich trug Uniform und nur deshalb erlaubte mir der Polizist auf dem Gehweg einen Blick unter die Decke zu werfen. Ich war erschrocken als ich das bleiche Gesicht des jungen Grenzsoldaten erblickte. Und dieses Gesicht sehe ich noch heute vor mir, ein Gesicht was mir schon oft innerhalb der Kaserne begegnet war. Doch Wut stieg in mir auf, als ich von dem Polizisten erfuhr, daß der arme Kerl bereits seit Stunden zugedeckt auf dem grauen Kopfsteinpflaster lag.

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22.10.2009 22:09von ( gelöscht )
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"An der thüringischen Grenze geriet der Fahrer des LKW mit dem linken Vorderrad seines Gefährts über den Rand des Weges. Der LKW, mit 30 jungen Soldaten auf der Ladefläche besetzt, neigte sich zur Seite und stürzte, sich mehrmals überschlagend, den 70 Meter tiefen Abhang hinab. die Körper der jungen Soldaten wurden durch die Luft geschleudert und blieben zwischen den Baumstümpfen liegen. kurz vor der Grenze kam der LKW zum liegen. Sekundenlang war eine tödliche Stille in dem Talgrund. Nur das Wimmern der Schwerverletzten war zu hören. Dann erfüllten Pfeifsignale und harte Kommandostimmen die Luft. Sanitätsfahrzeuge brausten heran, die leblosen und schwer verwundeten Soldaten wurden den Hang hinaufgeschafft und abtransportiert. Nach wenigen Minuten war mit Ausnahme des abgestürzten LKW's nichts mehr von diesem Szenario zu sehen. Durch diesen schrecklichen Unfall sind 6 Soldaten ums Leben gekommen, die anderen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt" *


* Quelle: Heiko Steffens (Hrsg.), "Lebensjahre im Schatten der deutschen Grenze", Opladen 1990, Seite 20



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22.10.2009 22:26von ( gelöscht )
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Zitat von Global-Player
"An der thüringischen Grenze geriet der Fahrer des LKW mit dem linken Vorderrad seines Gefährts über den Rand des Weges. Der LKW, mit 30 jungen Soldaten auf der Ladefläche besetzt, neigte sich zur Seite und stürzte, sich mehrmals überschlagend, den 70 Meter tiefen Abhang hinab. die Körper der jungen Soldaten wurden durch die Luft geschleudert und blieben zwischen den Baumstümpfen liegen. kurz vor der Grenze kam der LKW zum liegen. Sekundenlang war eine tödliche Stille in dem Talgrund. Nur das Wimmern der Schwerverletzten war zu hören. Dann erfüllten Pfeifsignale und harte Kommandostimmen die Luft. Sanitätsfahrzeuge brausten heran, die leblosen und schwer verwundeten Soldaten wurden den Hang hinaufgeschafft und abtransportiert. Nach wenigen Minuten war mit Ausnahme des abgestürzten LKW's nichts mehr von diesem Szenario zu sehen. Durch diesen schrecklichen Unfall sind 6 Soldaten ums Leben gekommen, die anderen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt" *


* Quelle: Heiko Steffens (Hrsg.), "Lebensjahre im Schatten der deutschen Grenze", Opladen 1990, Seite 20











Ist es möglich das sich dieser Unfall im Bereich Heinersdorf-Judenbach-Neuenbau(DDR-Seite) bzw. Schauberg-Tettau(BRD-Seite) ereignete???

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22.10.2009 22:38von ( gelöscht )
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In Antwort auf:
Ist es möglich das sich dieser Unfall im Bereich Heinersdorf-Judenbach-Neuenbau(DDR-Seite) bzw. Schauberg-Tettau(BRD-Seite) ereignete???




Servus maja64,

tut mir leid, ich habe keine Ahnung von diesem besagten Unfall. Habe nur das Buch gelesen. Leider gibt es in besagter Lektüre keine Hinweise auf den Unfallort geschweige auf das genaue Datum usw. Ich denke aber dennoch, dass es nicht viele Stellen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gibt, auf die, die beschriebenen Kriterien (Abhang = 70 mtr.) zutreffen. Möglicherweise ist ja jemanden hier aus dem Forum mehr bekannt. Über Informationen wäre ich sehr dankbar.

Gruss aus Oberbayern - GB

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22.10.2009 22:51von ( gelöscht )
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Hallo Global-Player


Also im von mir angesprochenen Bereich gab es mal so einen Unfall.Habe das auch irgendwo mal gelesen und Bilder(von bayerischer Seite aufgenommen) gesehen.Handelte sich um einen LKW mit Pionieren die damals die Grenze ausbauten.Muß wohl in den 60er Jahren oder Anfang der 70er gewesen sein.Ich glaube an der Landstraße von Schauberg nach Sattelgrund (Landkreis Kronach) steht auch noch ein Gedenkstein der auf diese Sache hinweist.



Grüß aus Südthüringen bzw. Henneberg-Franken

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22.10.2009 23:08von ( gelöscht )
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@ Maja

Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.

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22.10.2009 23:27von ( gelöscht )
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Zitat von Sonny
@ Maja

Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.






Hallo Sonny

Grafe schreibt ja mehr über den Bereich Probstzella,von dort aus bis zum Unfallort sind es schon ein paar Kilometer.Zumal der Unglücksort einige Kilometer südlich von Tettau liegt.Meiner Meinung nach müßte das damals der Bereich der GK Neuenbau gewesen sein,dazwischen liegen noch die GKs Spechtsbrunn und Lichtenhain/bei Gräfenthal.Wenn man davon ausgeht das eine Grenzkompanie in etwa 15 km Grenze zu bewachen hatte,liegt diese Stelle ca. 30-50 km von Probstzella entfernt.



Gruß maja

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22.10.2009 23:55von Thunderhorse
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Zitat von maja64

Zitat von Sonny
@ Maja
Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.


Hallo Sonny
Grafe schreibt ja mehr über den Bereich Probstzella,von dort aus bis zum Unfallort sind es schon ein paar Kilometer.Zumal der Unglücksort einige Kilometer südlich von Tettau liegt.Meiner Meinung nach müßte das damals der Bereich der GK Neuenbau gewesen sein,dazwischen liegen noch die GKs Spechtsbrunn und Lichtenhain/bei Gräfenthal.Wenn man davon ausgeht das eine Grenzkompanie in etwa 15 km Grenze zu bewachen hatte,liegt diese Stelle ca. 30-50 km von Probstzella entfernt.
Gruß maja




26. August 1962.

Bereich Tettau - Schauberg.
Auf der Straße zw. Schauberg und Sattelgrund.
Das Fahrzeug (Lkw) kam von der Straße ab und stürzte den Hang in Richtung des Grenzbach Tettau ab.
6 Schwerverletzte und 13 leicht Verletzte Soldaten.


23.10.2009 01:37von Nomex
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Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.

23.10.2009 08:21von Thunderhorse
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Zitat von Nomex
Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.




Es gab (wimre) 5 Tote.

23.10.2009 10:04von ( gelöscht )
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Auf dem Weg zum Grenzdienst geriet ein vollbesetzter LO im GR-20 auf dem Weg von der Kompanie Suental Richtung Kleines Tuchfelstal (KTT) Höhe Postenpunkt 107 zu nächtlicher Stunde vom Weg ab und stützte in die Tiefe. Feuer brannte den LO aus und die Mitfahrenden kamen unter Schock viele verletzt so doch alle mit dem Leben davon. Besonders Übermüdung durch überzogene Schichten, aber auch wie hier der Restalkohol des tags zuvor aus dem Urlaub gekommenen Fahres spielten oft eine Rolle. In Folge wurde dieser Weg über fast ein Jahr gar nicht mehr zu Anfahrten befahren und für Urlauber galt zumindestens im Batallion eine eintägige Sperre als Kraftfahrer. Gab aber auch kleine Unfälle, als Zugführer bin ich in einer der ersten Schichten aus dem LO rausgesprungen und hab die rot weiße Schranke geöffnet, was zwar nicht der Hackordnung entsprach. Ging aber schneller, als wenn der Fahrer erst raus mußte. Der LO war durch, aber die schwere Schranke begrüßte mich mit voller Wucht auf meinem Kopf ..

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23.10.2009 12:18von ( gelöscht )
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Hallo zusammen,

habt ihr Informationen/Kenntnis von "Schußwaffenunfällen im Grenzdienst"?

In der "Opferliste" der AG 13. August e.V. tauchen (finde ich) ungewöhnlich viele solcher "Unfälle" auf.

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23.10.2009 12:45von Rostocker
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Ich kann nur sagen,wenn man aus dem Grenzdienst kam und der Zug auf den Hof stand zu Waffenkontrolle.Das hin und wieder mal vergessen wurde das volle Magazin aus der Waffe zu nehmen.Und dann passierte es,aber meisten nach den Nachtdienst,zum Glück nie was passiert.
Wie hieß es doch noch gleich,bei der Waffenkontrolle durch den Zugführer.Genosse sowieswo--Waffe entladen,Patronenlager frei.

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