Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

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22.10.2009 14:33von Angelo
Frage
Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

Wie sah das eigentlich mit Unfälle während dem Dienst an der innerdeutschen Grenze aus ? Gab es in eure Dienstzeit schwere Unfälle ? Was war dann zu tun ? Und was waren das für Unfälle ?

23.10.2009 14:50von ( gelöscht )
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@ wolfgang b

im september/oktober bin ich montagmorgen aus den grenzdienst rein,
unser kc war dho und kreide bleich, er sagte uns, das sich in der nacht
in unseren gk (heiligenstadt)ein soldat beim waffenreinigen tödlich verletzt hätte.
wo genau der vorfall passiert ist, hat er uns nicht gesagt.

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23.10.2009 14:53von josy95
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Zitat von Patriot
Auf dem Weg zum Grenzdienst geriet ein vollbesetzter LO im GR-20 auf dem Weg von der Kompanie Suental Richtung Kleines Tuchfelstal (KTT) Höhe Postenpunkt 107 zu nächtlicher Stunde vom Weg ab und stützte in die Tiefe. Feuer brannte den LO aus und die Mitfahrenden kamen unter Schock viele verletzt so doch alle mit dem Leben davon. Besonders Übermüdung durch überzogene Schichten, aber auch wie hier der Restalkohol des tags zuvor aus dem Urlaub gekommenen Fahres spielten oft eine Rolle. In Folge wurde dieser Weg über fast ein Jahr gar nicht mehr zu Anfahrten befahren und für Urlauber galt zumindestens im Batallion eine eintägige Sperre als Kraftfahrer. Gab aber auch kleine Unfälle, als Zugführer bin ich in einer der ersten Schichten aus dem LO rausgesprungen und hab die rot weiße Schranke geöffnet, was zwar nicht der Hackordnung entsprach. Ging aber schneller, als wenn der Fahrer erst raus mußte. Der LO war durch, aber die schwere Schranke begrüßte mich mit voller Wucht auf meinem Kopf ..




Kannst Du Dich noch erinnern, wann das war?

Wir haben uns gerade heut morgen auf Arbeit mit einem Kollegen darüber unterhalten, der hat im Stab (Mahrholzberg) in Ilseburg von 1979 bis 1981 gedient, konnte sich an den Unfall auch noch erinnern, soll aber vor seiner Zeit passiert sein.

Nebenbei ist vor ca. 4 Wochen fast an selbiger Stelle ein LO der Freiwilligen Feuerwehr dort verunfallt (vom mittlerweile fast zugewachsenem und stark vermoosten Kollonenweg abgekommen und abgerutscht). Zum Glück ist außer leichtem Sachschaden und Anforderung schwerer Bergetechnik auf Grund der ungünstigen Geländeverhältnisse nichts weiter passiert. Das Fahrzeug war bei Dunkelheit und Regen zur Bekämpfung eines Waldbrandes am Zwießelkopf unterwegs.

Josy95

23.10.2009 15:09von josy95
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In den 70-er Jahren (?) hat es in der Nähe der GK Elend am Bahnübergang Wiehtfelder Chausse einen schweren Unfall gegeben. Es muß damals 3 oder 4 Tote gegeben haben, als ein P 3 an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Zug der Harzquerbahn zusammenstieß. Das tragische an dem Unfall war, das es Grenzsoldaten waren, die in den Urlaub fahren wollten. Es war wohl etwas spät geworden und der Zug, mit dem das Auto zusammstieß, sollte im Bahnhof Elend noch erreicht werden. Der Kraftfahrer, ein junger Soldat soll wohl im Eifer der Hektik am Bahnübergang die notwendige Aufmerksamkeit vernachlässigt haben. Er hat den Unfall schwer verletzt überlebt. Weiß vielleicht jemand mehr oder genaueres? Bin im Moment dabei, mir von älteren Kollegen genauere Infos darüber einzuholen.

Ein zweiter Unfall, von dem ich berichten kann, ereignete sich Anfang der 60-er, (1963?) ebenfalls an einem unbeschrankten Bahnübergang am Ortsausgang von Königshütte Richtung Tanne/ Benneckenstein. Dort stieß ein voll besetzter LKW S 4000 einer Kampfgruppeneinheit des Elektromotorenwerkes Wernigerode mit der Lokomotive eines Zuges der Rübelandbahn zusammen. Die "Kammeraden" waren auf dem Weg zum Schießausbildungsplatz Tanne. Alkohol (beim Verantwortlichen und Fahrer) soll wohl auch mit im Spiel gewesen sein. Es hat etliche Tote und Schwerverletzte gegeben, genaue Zahl muß ich noch recherchieren. Zum Gedenken an die tödlich Verunglückten wurde auf dem Zentralfriedhof in Werernigerode eine Gräberfeld mit Gedenkstein und den Namen der Verunglückten errichtetm, die heute noch exestiert.

josy95

23.10.2009 16:59von Thunderhorse
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Zitat von josy95
I
Ein zweiter Unfall, von dem ich berichten kann, ereignete sich Anfang der 60-er, (1963?) ebenfalls an einem unbeschrankten Bahnübergang am Ortsausgang von Königshütte Richtung Tanne/ Benneckenstein. Dort stieß ein voll besetzter LKW S 4000 einer Kampfgruppeneinheit des Elektromotorenwerkes Wernigerode mit der Lokomotive eines Zuges der Rübelandbahn zusammen. Die "Kammeraden" waren auf dem Weg zum Schießausbildungsplatz Tanne. Alkohol (beim Verantwortlichen und Fahrer) soll wohl auch mit im Spiel gewesen sein. Es hat etliche Tote und Schwerverletzte gegeben, genaue Zahl muß ich noch recherchieren. Zum Gedenken an die tödlich Verunglückten wurde auf dem Zentralfriedhof in Werernigerode eine Gräberfeld mit Gedenkstein und den Namen der Verunglückten errichtetm, die heute noch exestiert.
josy95



03. Dezember 1963
Unbeschrankter Bahnübergang am südlichen Ortsrand von Königshütte.
6 Tote, 9 weiter Verletzte.
Die Kräfte der KG des Elmo-Werkes Wernigerode waren in der 5 km Zone zur Sicherung der Grenze eingesetzt gewesen.
Der Einsatz hatte gleichzeitig Ausbildungscharakter.

23.10.2009 17:27von ( gelöscht )
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@josy95, das Ereignis im KTT geschah im Frühjahr 1978, erinnere mich, denn zu der Zeit lief gerade "Baker Street" von Gerry Rafferty sowohl im "Feindsender" als auch DT64 hoch und runter. Du bist Ilsenburger, gibts denn hinter dem Bahnhof am Stahlwerk noch das kleine Grenzmuseum? Wurde Anfang der Neunziger von einem BO eröffnet und später leider durch die Proteste einiger "Bürgerbewegter" in der örtlichen Schmuddelpresse hochgekocht. War 1993 drin und damals war sicher alles noch zu frisch, um sich mit dem Thema gelassen zu befassen, wo heute ein Grenztourismus fast wie in alten Zeiten auf der Aussichtsterrasse Eckertal mit zu Hauf angekarrten Bussen boomte. Selbst ehemalige gediente Offiziere, meist noch am Marholzberg lebend wie Battalioner, SC oder auch ein KC und "Rosenzüchter" vom Suental aber auch Zugführer waren sehr argwöhnisch, wenn man damals an ihrer Wohnungstür klingelte ..

Blick auf den Brocken vom Torfhaus aus und die Kompanie im Suental heute als florierendes Hotel!

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23.10.2009 17:44von Thunderhorse
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Zitat von Patriot
@josy95, das Ereignis im KTT geschah im Frühjahr 1978, erinnere mich, denn zu der Zeit lief gerade "Baker Street" von Gerry Rafferty sowohl im "Feindsender" als auch DT64 hoch und runter.



5. GK Ilsenburg?

3Tote
Wimre im Dezember 1978!!!

23.10.2009 17:57von ( gelöscht )
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@thunderhorse, irgendwas läuft durcheinander, zu Battalionsicherungszeiten saß das GR-20 in Halberstadt, Stab I. GB in Ilsenburg und die Kompanien 1. in Abbenrode, 2. im Stab in Ilsenburg, 3. im Suental auch Ilsenburg und die 4. am Scharfenstein nördlich Brocken. Quelle von Dir ist ZEL?

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23.10.2009 18:15von Thunderhorse
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Zitat von Patriot
@thunderhorse, irgendwas läuft durcheinander, zu Battalionsicherungszeiten saß das GR-20 in Halberstadt, Stab I. GB in Ilsenburg und die Kompanien 1. in Abbenrode, 2. im Stab in Ilsenburg, 3. im Suental auch Ilsenburg und die 4. am Scharfenstein nördlich Brocken. Quelle von Dir ist ZEL?




Hi patriot, für das Frühjahr 1978 habe ich folgendes Vorkommnis:

07.03.1978, GR24 Salzwedel - GB Ritze - GK Hoyersburg.

LO 1800 mit 15 Soldaten der GT kommt zw. Rockenthin und Seebenau von der Fahrbahn ab und überschlägt sich.
1 Soldat in Lebensgefahr, 6 mittelere Verletzte und 4 leicht Verletzte.


Bei Ilsenburg wars zu jener Zeit die 3. GK, Schreibfehler.


Unabhängig davon, dass mit den Strukturen ist so ein spezielles Problem. Das NVA-Kdo-Grenze bzw. die GT wechselten hier öfters mal die Bezeichnungen bzw. änderten die Gliederungen.
Aber ein anderes Thema.

Das Vorkommnis im Tuchfeldstal müßte im Dezember 1978 gewesen sein.


Was ist bei Dir ZEL?

Regards.

TH

23.10.2009 18:17von ( gelöscht )
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Salzgitter

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23.10.2009 18:59von ( gelöscht )
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Zitat von Nomex
Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.








Bilder vom Gedenkkreuz

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23.10.2009 19:05von ( gelöscht )
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Bild 1: Straße durch das Tettautal in Richtung Süden nach Schauberg,auf halber Höhe des Hanges befindet sich der Kolonnenweg.Hang war in den 60er Jahren abgeholzt.


Bild 2: Straße durch das Tettautal in Richtung Norden nach Sattelgrund,Gedenkkreuz befindet sich etwa 1,5km südlich Sattelgrund

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23.10.2009 19:08von ( gelöscht )
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Nomex
Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.




Es gab (wimre) 5 Tote.









Anzahl der ums Leben gekommenen Soldaten stimmt,aber das Datum passt nicht.Unfall ereignete sich am Freitag den 24. August 1962.

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23.10.2009 19:39von ( gelöscht )
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Ich glaube er war Ende der Sechsziger", als vor Militärs das Abseilen von verletzten Grenzsoldaten vom B-Turm demonstriert werden sollte. Das ging irgendwie gewaltig in die Hose, denn der vorführende Offizier fiel aus 5 Meter Höhe steil ab auf den Märkischen Boden. Ich habe ihn später als Stabschef im GAR 5 Potsdam wieder getroffen. Ich weiss nicht mehr ob es der linke oder rechte Arm war, der vom freien Fall stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Jedenfalls zu übersehen wars nicht.

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23.10.2009 19:53von Thunderhorse
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Zitat von Patriot
Salzgitter



All right.

Zur Quelle: Nein.

TH

23.10.2009 19:54von Thunderhorse
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Zitat von maja64

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Nomex
Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.


Es gab (wimre) 5 Tote.



Anzahl der ums Leben gekommenen Soldaten stimmt,aber das Datum passt nicht.Unfall ereignete sich am Freitag den 24. August 1962.




Ja es war der Freitag.

Tsts.

TH

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