Parole - Zeitschrift des BGS

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01.09.2021 16:20
avatar  Ratze
#46
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Heute geht es um den Seegrenzschutz, also die blauen des BGS
Im Artikel steht, dass die DDR damals eine Kopfprämie für BGS´ler ausgesetzt hat, leider fehlt die Quellenangabe.
Zu den Booten wird festgestellt, dass die nur 8,5 Knoten langsam fahren und unbewaffnet sind. Für das Jahresende 1952 sind schneller Schiffe mit 25 Knoten angekündigt und die sind auch mit 2 cm MG bewaffnet.
Alles im Aufbau.


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02.09.2021 11:45
avatar  Ratze
#47
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Diese Folge stammt aus dem August 1952
Heute geht es um den Ratzeburger Zipfel, den Ausdruck kannte ich nicht, der Geländeteil liegt nördlich der B 208 zwischen dem Gramsee und dem Ratzeburger See.
Es wird von einem Hundertschaftsführer berichtet, der nach seiner ersten Verwendung im Raum Helmstedt nun hier oben Dienst verrichtet.
Ein kurzer Rückblick auf Ereignisse im Raum Helmstedt und dann zurück nach Ratzeburg. Ein Bewohner aus Bäk, angeblich Kommunist, verteilt Flugblätter. Zum Ende hin wird noch von Ereignissen am Schaalsee berichtet.


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02.09.2021 11:50
#48
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Generell finde ich eigentlich lustig, wie lange und intensiv sich Begriffe wie Vopo für die Grenzer bis heute im Sprachgebrauch halten. Erst neulich im TV sprach einer von den "Vopos an der Grenze", berichtete aber zu Ereignissen kurz vor Ende der DDR.


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03.09.2021 14:04 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2021 14:05)
avatar  Ratze
#49
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Einige von euch haben schon mal über Rotarmisten auf der flucht berichtet, hier nun ein Text aus August 52.
U.a. wird berichtet, dass Vorgesetzte von geflüchteten Soldaten von einem Kriegsgericht verurteilt und zurückgeschickt wurden in die Heimat. Dass bei der Neuwerbung für Soldaten in Deutschland "Großrussen" gesucht wurden, also keine Ukrainer und Georgier, dass in den Kasernen völliges Alkoholverbot galt, ob wohl sich viele nicht daran hielten und das der Kontakt mit weiblichen Deutschen untersagt war, aber es trotzdem geschah.


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04.09.2021 18:14 (zuletzt bearbeitet: 04.09.2021 18:15)
avatar  Ratze
#50
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Der BGS übt mal wieder, diesmal im Spessart.
Es soll sich um 400 - 500 Aufrührer handeln, die ihr Unwesen treiben. Ca. 4000 BGS´ler sollen sie stoppen
Erstmalig werden Gruppenstäbe gebildet, die später eingeführt werden, also Stäbe oberhalb der Abteilungen
Eine Streife der SMM kommt dazwischen, die von US MP begleitet wird.
Es gibt schnell Überlegungen, ob die 10.000 BGS´ler nicht insgesamt zu schwach sind
Mit dem Ergebnis der Übung sind nicht alle zufrieden, auch die Beobachter aus GB und USA nicht.


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06.09.2021 11:10
avatar  Ratze
#51
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Heute geht es in die Nordsee
Der BGS verlegte durch den Nord - Ostsee Kanal 6 Boote in die Nordsee zu einer Ausbildungsfahrt bis an die Grenze zu den Niederlanden, Helgoland, wo die Zerstörungen durch die Kriegsbomben gesehen wurden und rund um den Skagerrak, aber ohne Ausflug und Landgang in Dänemark.
In den 80 er Jahren gab es dann sogar in Cuxhafen eine Aussenstelle des BGS See, von wo aus die Nordsee überwacht wurde, Hauptaugenmerk lag auf den Ölfilmen auf dem Wasser. Aber darauf hat man 1952 noch nicht geachtet.


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07.09.2021 14:20
avatar  Ratze
#52
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Gefechtsschießen der Hamburger Grenzschützer.
wie man in der Entfernung zu Grenze eine Einheit aufstellen konnte, bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.
Aber 52 waren die noch da in einer Kaserne und sollten in die Heide (vermutlich Lüneburger Heide) zum Gefechtsschießen.
Mit einer grünen Leuchtkugel wurde der Angriff eröffnet und dann wurde geballert.
Mehr in Text


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09.09.2021 17:00
avatar  Ratze
#53
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Heute ein Text aus dem Novemberheft 1952
Es geht um die Struktur der VP
Für mich persönlich interessant wegen der "reisserischen" Kommentare, der Sprache der 50 er Jahre halt.
Einige Schlagworte
Die VP als Grundstock der Nationalarmee
Kader von 65.000, schnell aufrüstbar aus der Reserve
Zwingen zum Dienst in der VP, wer muss sich freiwillig melden
Was macht der Politkulturoffizier
Dienstplan einer VP Einheit


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09.09.2021 17:18
avatar  R-363
#54
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Ich hatte ja schon „Die getarnte Armee …“ weiter oben erwähnt. Bis auf den letzten Absatz „Spitzel überall“ stimmt der Artikel in der „Parole“ mit den Ausführungen im Buch ziemlich überein.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.09.2021 18:51
avatar  Ratze
#55
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Dann fragt sich was war früher, wer hat ggf von wem abgeschrieben


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09.09.2021 19:20
avatar  R-363
#56
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Die Buchautoren haben DDR-Akten von SED, HVA, FDJ und KVP ausgewertet und zum Teil zitiert, ich besitzende 2. Auflage von 2003. Die Autoren von „Parole“ werden sich an Geheimdiensterkenntnisse und Aussagen von Fahnenflüchtigen gehalten haben. Gerade von Letzteren gab es ja ausreichend.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.09.2021 20:29 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2021 20:40)
avatar  marc
#57
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Mit ihren frühen, getarnten Armeen nahmen sich beide dt. Teilstaaten nichts.
(Zentrale für Heimatdienst und Amt Blank)


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09.09.2021 21:07
avatar  R-363
#58
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Und wie viele Divisionen unterstanden dem „Amt Blank“?

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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09.09.2021 21:16 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2021 21:16)
avatar  marc
#59
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"...Bis 1955 durfte die Bundesrepublik zwar kein Militär unterhalten, wollte aber eine eigene Grenzschutztruppe und eine Polizei auf Bundesebene aufbauen. Die alliierten Besatzungsmächte ließen aufgrund des Besatzungsstatuts aber zunächst nur Bereitschaftspolizeien auf Länderebene zu. Abgesehen davon verfügten die drei westlichen Besatzungsmächte bereits seit 1945 über aus Deutschen bestehende, militärisch organisierte Hilfsverbände (z. B. den Deutschen Minenräumdienst unter britischer Aufsicht), die teilweise bewaffnet waren. Diese sogenannten Dienstgruppen umfassten 1950 145.000 Mann und bestanden zum großen Teil aus früheren Kriegsgefangenen.

Etwa 1950 änderten die Westmächte ihre Politik und gestanden der Bundesrepublik zu, eine eigene paramilitärische Truppe zur Sicherung der Grenzen aufzustellen, die im Falle eines Krieges vor allem innere Unruhen unter Kontrolle bringen sollte. Mitte 1950 begann der Koreakrieg. 1951 wurde der Bundesgrenzschutz gegründet und in einer Stärke von 10.000 Mann aufgestellt. Diese Formation war militärisch gegliedert; sie hatte leichte und mittlere Waffen...."


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10.09.2021 08:54 (zuletzt bearbeitet: 10.09.2021 08:56)
avatar  Hanum83
#60
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Zitat von Ratze im Beitrag #53
Heute ein Text aus dem Novemberheft 1952
Es geht um die Struktur der VP
Für mich persönlich interessant wegen der "reisserischen" Kommentare, der Sprache der 50 er Jahre halt.
Einige Schlagworte
Die VP als Grundstock der Nationalarmee
Kader von 65.000, schnell aufrüstbar aus der Reserve
Zwingen zum Dienst in der VP, wer muss sich freiwillig melden
Was macht der Politkulturoffizier
Dienstplan einer VP Einheit



Sehr interessant.
Den gemeinsamen Abendspaziergang kurz vor dem zu Bette gehen hat man wohl irgendwann abgeschafft beim ostdeutschen Militär, ansonsten kommt mir der Tagesablauf doch recht bekannt vor.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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