60 Jahre Mauerbau

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13.08.2021 12:37
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#61
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Es ist auch heute noch so, dass der Staat gegen jene vorgeht die an den Fundamenten nagen. Bei Strafe seines eigenen Unterganges wird das jeder Staat tun.

Ist aber alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Manch einer wird schon zum Staatsfeind oder Terroristen gestempelt nur weil er nicht vor der Nationalflagge stramm steht.

Besonders extrem ist das in totalitären Staaten, was man zurzeit in China, Russland, Nordkorea, Türkei und vielen Bananenrepubliken beobachten kann.

Da werden dann Bürger mit bestimmte Verhaltensweisen per Gesetz zum Terroristen oder Staatsfeind gemacht, inhaftiert und auch hingerichtet.

Uli


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13.08.2021 12:41
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#62
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Blick über „den Tellerrand“ 🤔🤔

von RT:
Mauerbau 1961: Wer die Grenzsicherung provozierte und wem sie nutzte

https://de.rt.com/inland/122323-mauerbau...ozierte-teil-2/

Mit besten Grüßen aus dem Harz

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13.08.2021 12:45
#63
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Ich schrieb vor Jahren mal darüber. Ich hatte mal das Vergnügen. 4 Monate Praktikum in Berlin zu machen. Obwohl ich gar nicht gebraucht wurde, aber irgendwie musste ich ja beschäftigt werden. Auf der Stelle gab es, 5 Personalkräfte. Einer, das war so ein junger Bengel ,bei den was mit der Lehre nicht so lief und die anderen kamen, vom MfS:
Und noch eins--von meinen Bekannten, im tiefsten Westen---hat die DDR also vor 89--überhaupt keine Rolle gespielt--war überhaupt kein Interesse vorhanden. Von wegen--Brüder und Schwestern---.


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13.08.2021 13:55 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 13:55)
#64
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Ich glaube man kann sich heute darauf verständigen, dass die DDR gute Gründe hatten die Mauer zu bauen und die Alliierten nicht unglücklich damit waren.

Es ist sicher richtig, dass der Mauerbau die DDR stabilisierte. Die positive Entwicklung wurde jedoch schnell, durch neue Fehler abgewürgt.


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13.08.2021 14:04
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#65
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #61
Es ist auch heute noch so, dass der Staat gegen jene vorgeht die an den Fundamenten nagen. Bei Strafe seines eigenen Unterganges wird das jeder Staat tun.
...........
Da werden dann Bürger mit bestimmte Verhaltensweisen per Gesetz zum Terroristen oder Staatsfeind gemacht, inhaftiert und auch hingerichtet.

Da sind die Deutschen doch auch schon wieder einmal auf einem Guten Weg, bei angeblichen Staatsfeinden.
Nur die gesetzliche Basis für Hinrichtungen fehlt noch.


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13.08.2021 14:08 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 14:12)
#66
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Hallo,
na ja, dass ist wieder so ein Thema, wo manche sich so richtig wieder über die so böse ehemalige DDR auslassen
können. Da wird immer wieder das gleiche geschrieben und betont. Das kennt man doch schon auswendig.
Na klar, muß man die ehem. DDR mit dem Mauerbau in Zusammenhang bringen. Klar ist auch das viele Menschen in Verbindung mit der Mauer, aber auch der sogenannten grünen Grenze, ihr Leben gelassen haben. Das bedaure ich zutiefst, auch das Leid der betroffenen Familien. Das wird immer ein sehr dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte bleiben. Natürlich weiß ich auch das Zehntausende Menschen in der der der ehem. DDR zwangsmäßig umgesiedelt wurden, teilweise über Nacht, das war ein großes Unrecht.
Aber ich weiß auch, dass Millionen Menschen, ich übrigens auch, relativ normal in der ehem. DDR gelebt und ge-
arbeitet haben. Sie sind kaum mit der " Obrigkeit " angeeckt. Dann gab es einen anderen Teil, die eben andere
Vorstellungen von einen normalen Leben hatten. Sie wollten z.B. gerne in die weite Welt reisen, wenn auch nur
in die BRD, oder eben in einen anderen System leben. Deswegen waren diese Menschen noch lange keine Feinde
der ehem. DDR, wurden aber oft so hingestellt, dass habe ich auch erst später begriffen und ich glaube nicht zu
spät, das ist aber wieder ein anderes Thema.
Meine Oma hat in ihren Leben immer hart in der Landwirtschaft gearbeitet. Mein Opa ist aus dem Krieg nicht
wieder zurückgekehrt. Wenn sie ein Bild von Ulbricht gesehen hat, hat sie ihn immer verächtlich als Ziegenbart
bezeichnet. Irgend wie hat sie ihn, warum auch immer, für ihr Schicksal verantwortlich gemacht.Wir hatten keine
Verbindung in den Westen, auch keine Verwandte. Es muß so Ende der 50-ziger Jahre gewesen sein, als meine
Oma ein Päckchen, ich glaube vom Roten Kreuz der BRD, erhalten hat. Sie stellte es ab und sagte, dass machen
wir heute Abend auf. Am Abend saß sie dann an ihren Stammplatz mit dem Rücken am Kachelofen und öffnete
das besagte Päckchen. Sie holte, die Reihenfolge weiß ich natürlich nicht mehr, eine Tüte mit Mehl, eine Tüte mit
Zucker, ich glaube 2 Stück Margarine, 1 Tafel Schokolade und ein paar Gramm Kaffee, aus dem Päckchen.
Nee, dann will ich auch nicht in den goldenen Westen, sagte sie dann ganz trocken, denn ganz so schlecht ist es
hier ja auch nicht. Sie hat nie wieder über dieses Päckchen gesprochen.
Was will ich damit sagen, dass es auch recht zufriedene Menschen bei uns gab, die haben sich überhaupt nicht mit der
Politik oder gar der Mauer beschäftigt. Das wurde als gegeben hingenommen.
Gruß Frank


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13.08.2021 14:09
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#67
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Zitat von Rostocker im Beitrag #63

Und noch eins--von meinen Bekannten, im tiefsten Westen---hat die DDR also vor 89--überhaupt keine Rolle gespielt--war überhaupt kein Interesse vorhanden. Von wegen--Brüder und Schwestern---.


Ja wieso auch wenn man keine Verwandten da hatte ?

Man hat ja nicht nur eine Mauer gebaut, man hat ja auch sonst alles versucht das man mit der BRD nichts zu tun hatte.
Ausschnitte der AK im Westfernsehen, das war sprachlich wie von einem anderen Stern.

Gruss Andreas


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13.08.2021 14:23
#68
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1939+ haben sich die Deutschen noch über die siegreichen Blitzkriege gefreut und den Führer verehrt.
Das Ding ging leider am Ende nach hinten los, bzw. Gott sei Dank.
Will sagen, die Landesteilung inklusive Mauer und Zäune haben wir, die Deutschen, uns selber eingebrockt.
Die Rache der Alliierten hätte noch ganz anders ausfallen können. Wenn WKII nicht zu Ende gewesen wäre , hätte Uncle Sam die Atombombe rausgeholt für Deutschland. Weiß nicht was da aus diesem Land geworden wäre?
Will nichts schön reden, aber Schuld an all dem `Mist waren primär die Deutschen selber!

Démerde-toi !


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13.08.2021 14:25
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#69
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Zitat von B Man im Beitrag #67

Ja wieso auch wenn man keine Verwandten da hatte ?


Warum haben wir uns denn für den westlichen Teil Deutschlands interessiert ?
Sehr oft auch ohne Verwandte war das im Osten so, denn nicht jeder hatte die dort.
Ganz sicher nicht wegen Woolworth oder den Sarotti-Mohren.
Es waren die Landschaften, so wie es viele Leute überall hin zieht.
Es war Kultur, Museen, Sehenswürdigkeiten.
Und es zog uns auch in andere Regionen/Länder.

Seltsam war, daß der Osten Deutschlands für viele Bundis damals ein weißer Fleck war,
ein Nichts, eine Fata Morgana. Uninteressant und grau bis in die (grünen) Baumwipfel.
Komisch nur, daß die Slums von Rio oder die kargen Wüsten der Erde interessant waren.


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13.08.2021 14:43 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 14:46)
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#70
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#53 @Ebro genau diese Situation hatte ich auch nur halt in BW Sonntag hin und Freitag zurück, Autobahnen und Brücken defekt, Umleitungen usw. Begonnen als Maschinenarbeiter in 3 Schichten, danach Vorarbeiter, dar knall kam als mich die Geschäftsführerin kommen ließ, ich bieten ihnen den Posten des Fertigungsleiter an. Inhalt Maschinenbelegung und Rohstoffplanung. Technischer Leiter wurde schwer krank, gleiches Spiel sie sind ab heute stellv. Betriebsleiter.
Geld hatte gestimmt und ich war ausgelastet ohne Studium nur mit toller Fachausbildung.
Nur diese Möglichkeiten hatte nicht der Durchschnitt des Bürgers und ich bin dem Unternehmen von etwas über 60 Mitarbeitern dankbar. Noch dankbarer der DDR-Ausbildung. Wir hatten ja gelernt aus Scheiße etwas zu machen.


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13.08.2021 15:00 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 15:05)
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#71
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Da mein letzter Beitrag bereits eine Bewertung erfahren hat möchte ich nochmals etwas loswerden.

Ich stimme Grundsätzlicher Kritik im Forum bezüglich des Unrechtsstaates DDR zu.
Wir dürfen nicht die ungerechten Behandlungen an Bürgern der DDR zustimmen! Der Durchschnitt hatte da viele Negativerfahrungen und sah die Bevorzugung ihrer Nomenkladurbürger auch durch das MfS. Allgemein über das MfS zu richten ist zu einfach. Das MfS setzte sich aus verschiedenen Strukturen zusammen. Verhasst waren die Schnüffler direkt am Bürger, ihre Schikanen und Fehlverurteilungen.
Mir braucht nun keiner zu kommen und mir das Gegenteil erzählen. Ich habe meine Erfahrung gesammelt. Darüber in welchem Zusammenhang usw. liegt mir fern zu schreiben.
Kurz nach der Wende hatte ich Besuch aus Köln der mich einige Stunden in die Mangel nahm. Es bleibt aber eine aufrechte Begegnung die mir einige Jahre bei einem Treffen mit alten Freunden die Augen öffnete und nachgeklungen sind.


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13.08.2021 15:16 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 15:43)
#72
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Hallo,
ein Beitrag aus der heutigen Thüringer Allgemeine:


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13.08.2021 15:23
avatar  B Man
#73
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #69


Seltsam war, daß der Osten Deutschlands für viele Bundis damals ein weißer Fleck war,
ein Nichts, eine Fata Morgana. Uninteressant und grau bis in die (grünen) Baumwipfel.



Warum sollte man da hin fahren ?
Was hatte die DDR für eine Ausenwirkung in der Zeit ?

Ein graues Land mit einer abweisenden brutalen Narbe durch die Landschaft.

Es ist doch damals bestimmt auch keiner vom Bayrischen Wald ins Ruhrgebiet gefahren um da Urlaub zu machen.

Dabei ist auch unerheblich wie es wirklich war, entscheidend ist doch was man davon als unbeteiligter so wahrgenommen hat.

Ja diese Grenzabfertigung, das war ja alles super Deutsch korrekt
Warum sollte man sich das antun wenn man nach Östereich, Holland oder Dänemark einfach rüber fahren konnte ?

Die DDR Regierung hat die Türe zugeschlagen.

Gruss Andreas


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13.08.2021 16:01 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2021 16:02)
#74
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Also auch ich hatte keine Verwandten in der DDR.
Ich bin in Frankfurt geboren und da geht man als Schulkind ins Goethehaus.
Ich habe damals gefragt, wo Goethe beerdigt ist und wollte nach Weimar fahren.
Mein Vater hat mir erklärt, dass liege in der DDR und da könne man nicht so einfach hinfahren.
Bei einem Urlaub bei Tann in der Rhön habe ich dann 1970 erstmals die Grenze gesehen
Seitdem hat mich das Thema interessiert.


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13.08.2021 17:09
avatar  EK69
#75
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60. Jahrestag bau der Berliner Mauer.Bundespräsident in der Bornholmer Str,
https://www.bundespraesident.de/SharedDo...html?nn=9042548


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